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Donnerstag, 8. März 2018, 13:22

Acer ES1-711-P7HS - tot, keine LEDs leuchten

Hallo und erstmal vielen Dank für die wissensgeballte Forum, welches mich zu neuen Reparaturtechniken ermutigt :-)

Und zwar habe ich hier ein Acer ES1-711-P7HS, fast der gleich Typ wie der Kollege in diesem Thread, aber ohne Nvidia-GPU. Das Gerät ist komplett tot, keine LED leuchtet, Lüfter steht still. Ein anderes Netzteil habe ich bereits getestet usw, in der Liste wäre ich jetzt beim Kurzschlusstest. Kurz hinter der Ladebuchse kann ich die 19V messen, ich weiß aber nicht, an welchen Mosfets ich jetzt wo genau messen muss. In der Nähe der Ladebuchse gibt es zumindest keine SOIC-8er. Ich habe mal Fotos von beiden Seiten des Boards angehängt, die Ladebuchse hab ich mit einem roten Plek "markiert". Gängiges Werkzeug inklusive Multimeter, Lötkolben, Entlötstation, Heißluftlötstation und so hab ich da - ich bin also vom Prinzip optimistisch. Nur weiß ich halt einfach nicht, wie ich da weiterkomme...

Nette Grüße und schon mal ganz viel "Dankeschön"...
»Micha« hat folgende Dateien angehängt:

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2

Donnerstag, 8. März 2018, 15:12

Hallo Micha,

heftig, aber ich kann die beiden MOSFETs auch nicht finden!?! :070:
- Jedenfalls nicht eindeutig genug.
Normalerweise sitzen die in unmittelbarer Nähe zur Stromversorgungsbuchse. Gaaanz selten gibt es aber auch mal Designs, wo sie weiter weg platziert sind. Wiederum normalerweise, kann man die dann aber eindeutig zuordnen, z. B. indem man auf den Verlauf der Leiterbahn achtet.
Du hast da schon ein wirklich sonderbar designtes Gerät, wo man durch bloßes Betrachten nicht fündig wird.
Ich habe daraufhin sogar mal schnell nach dem Schaltplan gesucht, aber nicht gefunden. Vielleicht hilft es Dir ja, dass ich Dir den Zugriff auf den versteckten Inhalt im von Dir verlinkten Thread freigeschaltet habe ...

Aber vergessen wir die Eingangs-MOSFETs mal kurz - da Du die 19V hinter der Buchse misst, ist schon mal klar, dass Du im direkten Eingangsbereich weder eine Unterbrechung, noch einen Kurzschluss hast.
Du könntest jetzt einfach mal am Upper-MOSFET eines Schaltwandlers messen. Denn diese hängen ja hinter den Eingangs-MOSFETs (die wir nicht finden) an den von denen durchgeschalteten 19V.
Wenn da an den Wandlern 19V ankommen, dann schalten die beiden Eingangs-MOSFETs brav durch - schietegal wo sie sitzen.
Wenn aber nicht ... tja, dann müssen wir die beiden notgedrungen tatsächlich suchen und finden, denn dann schaltet mindestens einer von denen nicht durch.

Das Auffinden des ersten der beiden Eingangs-MOSFETs sollte übrigens per Durchgangsprüfer gelingen, im spannungsfreien Zustand.
Die eine Messspitze an den Lötpin hinter der Buchse; mit der anderen Spitze an allen MOSFETs entlang ratschen.
Da wo es piept, hat man ganz sicher tatsächlich das richtige Bauteil erwischt.


Und um der Frage vorzugreifen, woran man bei einem Schaltwandler den Upper-MOSFET erkennt:
Das Design ist ja immer so, dass die 19V auf den "Upper" gehen, und zwar auf den Drain. Das sind die stets zusammengeschalteten vier Pins mit den Nummern 5-8.
Natürlich hat auch der untere MOSFETs eines jeden Schaltwandlers im Notebook einen Drain, mit zusammengeschalteten Pins 5-8. Aber die sind ja an die Spule angeschlossen, was fast immer schon mit bloßem Auge klar zu erkennen ist (sonst hilft der Durchgangsprüfer).

Es gibt also pro Schaltwandler nur zwei Möglichkeiten und eine davon sollte schon auf den ersten Blick auszuschließen sein.
Man muss da aber eigentlich gar nicht viel denken. Eine Messspitze an Masse, mit der anderen bei eingestecktem Netzteil an den MOSFETs herum stochern, jeweils zwischen den beiden mittleren Pins. Wenn man da irgendwo 19V findet, dann gut.

- Und warum sollte zwischen den mittleren Pins gemessen werden?
Nun, aus Sciherheitsgründen. Wenn die Augen schlechter werden, dann vertut man sich schon mal. Wir müssen aber einen Kurzschluss zum Gate vermeiden und das ist immer Pin 4.
Misst man auf der einen Seite des MOSFETS, dann sind dort die zusammengeschalteten Pins 1-3. Setzt man die Messspitze mittig zwischen allen vier Pins an, misst man also an Pin 2 und 3. - Völlig gefahrlos!
Auf der anderen Seite des Bauteils liegen die immer untereinander verbundenen Pins 5-8. Da kann erst recht nichts schief gehen, wenn man die Spitze gleichzeitig an Pin 6 und 7 hält.
So kann man ohne Lesebrille auf der Nase, sturzbesoffen und nur halb wissend, wo man gerade misst, dennoch rasch die nötigen Informationen aus seinem Tun gewinnen.

Das ist der Witz: man muss gar nicht immer alles wissen und kann dennoch tadellos fachgerecht arbeiten.
Gestern hatte ich ein Notebook auf dem Tisch, mit einem kurzgeschlossenen Kerko hinter einem der Schaltwandler (seltene Macke!).
Ich weiß gar nicht, hinter welchem Wandler der saß, aber das ist dermaßen schnuppe, dass ich das später auch nicht mehr überprüfte. Der Kerko war eindeutig defekt und nach dem Austausch lief die Kiste wieder.
Für die Reparatur brauchte ich weder einen Schaltplan, noch "abgefahrene" Hilfsmittel. Obwohl der Kerko nicht sichbar defekt war, konnte ich ihn hinreichend rasch aufspüren. Da kamen genau drei parallele Kerkos in Betracht, ich lötete sie einfach alle aus (ist bei Heißluft ja ein einziger Abwasch) und überprüfte sie im ausgelöteten Zustand. Bei einem davon piepte der Durchgangsprüfer. Fall geklärt, ohne dass ich überhaupt wusste, ob ich gerade im 5V-Pfad, oder 3,3V-Pfad zugange war.

Bei Dir ist es zunächst nur wichtig herauszufinden, ob die 19V irgendwo an einem Schaltwandler ankommen.
Wenn das der Fall ist, dann muss man gar nicht mehr wissen, wo die Eingangs-MOSFETs sitzen, denn dann tun sie ja offenkundig ihren Job - wie auch der IC, der sie ansteuert.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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3

Donnerstag, 8. März 2018, 16:27

Danke schon mal für die schnelle Antwort, Stefan.

Selbst den ersten Eingangs-MOSFET kann ich so nicht "überführen", es piept keiner. Bin alles was nach MOSFET riecht 3 mal abgegangen - ein Notebook aus der Hölle.

Nun gut, also mit Netzteil die Spannung gemessen. Die beiden MOSFETs links neben dem Prozi haben jeweils 19V am Source, am Drain null. Die MOSFETs unter dem RAM sind glaube ich kurios: der rechte hat auf beiden Seiten null, der linke hat am Drain null und am Source 5V. Die beiden winzigen MOSFETs nahe der BIOS-Batterie: der obere jeweils null, der untere hat 19V am Drain. Hilft uns das weiter?

EDV-Dompteur

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4

Donnerstag, 8. März 2018, 18:58

Selbst den ersten Eingangs-MOSFET kann ich so nicht "überführen", es piept keiner.
Laut Seite 30 im Schaltplan (aus dem Dir verlinkten Thread), wäre es PQ37. Ein QM3016D.
Hier das Datenblatt:
http://www.jaolen.com/images/pdf/QM3016D.pdf

Wie man darin sieht, ist das hier die Gehäuseform:


So ein Ding sitzt bei Dir direkt bei der Knopfzelle.

Der erste MOSFET schaltet bei Dir auch eindeutig brav durch, sonst hättest Du keine 19V an anderen Stellen der Platine. Die interne Diode ist in Sperrrichtung geschaltet, es ist also ausgeschlossen, dass der Mosi in Wahrheit sperrt und der Strom durch die interne Diode fließt.

Was mich aber völlig kirre macht, ist die Tatsache, dass man auch im Schaltplan keinen zweiten Eingangs-MOSFET findet. :070:
Wenn man sich den exotischen Ladecontroller anschaut, da auf Seite 30, dann dämmert aber, dass der den vermissten MOSFET schlicht integriert hat! Die vielen Anschlüsse für +VAD und +VIN betrachte ich als fettes Indiz dafür.
Und der so-gut-wie-Beweis: Das Potenzial +VIN geht zu den diversen Schaltwandlern.

Der IC kriegt also vom ersten Eingangs-MOSFET das Potenzial +VAD rein gedrückt und schaltet es per internem MOSFET auf seine Anschlüsse VSYS durch, was im Plan dann das Potenzial +VIN wird, das die ganzen Schaltwandler speist.

Schau doch mal, ob Du ein Datenblatt für den OZ8691LN finden kannst. Ich landete bei kurzem Test immer nur auf den endlosen Veraschungsseiten von Alldatasheet und Co., die in den Suchtreffern zwar immer dick oben stehen, aber dafür nur selten tatsächlich das haben, womit sie in den Suchmaschinen dick prahlen.

Vielleicht haben Dich meine Ausführungen ja schon weiter gebracht.
Aber ich muss zugeben, noch nie ein solches Design gesehen zu haben. Bin noch unsicher, wie ich das bewerten soll. Vielleicht hat es ja irgendwelche Vorteile, die sich nicht auf Anhieb erschließen, aber zunächst mal kratzt man sich da echt am Kopf.
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5

Donnerstag, 8. März 2018, 22:58

Datenblatt vom OZ8691LN lässt sich tatsächlich nicht finden. So weit, so gut - es macht ja tatsächlich Sinn, den zweiten MOSFET da drin zu vermuten, sonst scheint es ja nix zu geben. Beide schalten durch, an anderen Stellen sind die 19V ja noch zu finden. Wobei ich diesem Ladecontroller instinktiv gar nicht traue.... Da sich meine Gedanken mittlerweile im Kreis drehen, werde ich zumindest bis morgen abbrechen. Mal schauen, wo ich dann weitermache - nächste Woche hätte ich so eine farbwechselnde Folie, eventuell komme ich damit weiter. Wobei ich dann auch erstmal gucken muss, was ich da für ein Labornetzteil rumstehen habe, evtl kommt da nur 1A raus.


In diesem Sinne, gute Nacht!

EDV-Dompteur

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6

Donnerstag, 8. März 2018, 23:32

Wobei ich dann auch erstmal gucken muss, was ich da für ein Labornetzteil rumstehen habe, evtl kommt da nur 1A raus.
Suche mal bei eBay und YouTube nach "DP50V5A"
bzw. "DPS3005".
Das Ding beinhaltet einen Step-down-Wandler, der aus hoher Eingangsspannung mit wenig Strom eine niedrigere, aber stromkräftigere Spannung macht.

Die 5 Ampere Ausgangsstrom sind prima geeignet für Notebook-Reparaturen.
Habe das Ding selbst zwar noch nicht getestet, es steht aber dick auf meiner Wunschliste, nachdem ich durch reichlich Recherche zu der klaren Überzeugung gelangt bin, dass das Teil gut ist.
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7

Freitag, 9. März 2018, 10:47

Wobei ich dann auch erstmal gucken muss, was ich da für ein Labornetzteil rumstehen habe, evtl kommt da nur 1A raus.
Suche mal bei eBay und YouTube nach "DP50V5A"
bzw. "DPS3005".
Das Ding beinhaltet einen Step-down-Wandler, der aus hoher Eingangsspannung mit wenig Strom eine niedrigere, aber stromkräftigere Spannung macht.

Die 5 Ampere Ausgangsstrom sind prima geeignet für Notebook-Reparaturen.
Habe das Ding selbst zwar noch nicht getestet, es steht aber dick auf meiner Wunschliste, nachdem ich durch reichlich Recherche zu der klaren Überzeugung gelangt bin, dass das Teil gut ist.
Das Viech hatte ich lustigerweise vorher schon gesehen, aber gar nicht richtig für voll genommen (bzw nur halb wahrgenommen), weil da keine Anschlüsse an der Frontseite waren.... wie betreibt man das? Altes NB-Netzteil? Wieviel Volt sollen dann letztendlich auf dem Board ankommen, 1V oder noch weniger? Fragen über Fragen...

EDV-Dompteur

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8

Freitag, 9. März 2018, 12:48

wie betreibt man das? Altes NB-Netzteil?
Wie schon erwähnt: Gebe den Begriff "DP50V5A" doch mal bei YouTube ein. Da wirst Du mit beliebig ausführlichen Tests/Reviews/Erklärungen doch förmlich totgeschmissen.
Was man jedenfalls grundlegend verstehen sollte, bei Buck-Wandlern (die sich ja auch im Notebook zuhauf finden):
Eingangsleistung = Ausgangsleistung (abgesehen von kleinen Wirkungsgradverlusten).

Das heißt: Wenn Du ein Netzeil mit z. B. 30V anschließt, das nur 1 Ampere liefern kann, dann hast Du 30W zur Verfügung.
Stellst Du nun die Ausgangsspannung am DP50V5A auf 19V, dann erhöht sich der Strom immerhin auf: 30W / 19V = 1,58A.

Das DP50V5A kann als Abwärtswandler nur eine hohe Spannung zu einer kleineren umformen - und dabei den Strom entsprechend erhöhen.
Es macht also keinen Sinn, 12V aus einem PC-Netzteil in das Ding einzuspeisen.
- Es sei denn, Du willst bloß einen Kurzschlusstest auf dem Mainboard fahren, wo schon eine kleine Spannung ausreicht.


Wieviel Volt sollen dann letztendlich auf dem Board ankommen, 1V oder noch weniger?
Wenn auf dem Mainboard ein Kurzschluss vorliegt, dann ist die eingespeiste Spannung ziemlich wurscht, denn die wird ja eh kurzgeschlossen.
Es hat sich bei mir bewährt, ca. 3 Ampere einzuspeisen, wenn ein kurzgeschlossener Kerko vermutet wird. Die Spannung am Punkt der Einspeisung (Buchse) bricht dann von selbst zusammen, gemäß U = I x R.

Der Vorteil eines solchen Schaltwandlers ist der, dass das Ding mit sehr gutem Wirkungsgrad arbeitet, also nicht heiß wird.
Würdest Du hingegen ein analog geregeltes Labornetzteil anschließen und auf 19V stellen, dann würde, wenn die Spannung an der Buchse auf z. B. 1V zusammenbricht, am Regler im Netzteil die Differenz anfallen (18V) und multipliziert mit dem fließenden Strom reichlich Hitze erzeugen.


Wenn es um andere Fehlersuchen geht, als um einen Kurzschluss, dann sollte man dem Mainboard natürlich die regulären 19V zur Verfügung stellen.
Multipliziert mit dem zu erwartenden Strom (der wird bei nacktem Mainboard unter 3A sein), erhältst Du die nötige Leistung, die das Netzteil, mit dem Du den DP50V5A speisen musst, mindestens hergeben soll.
Aber im Grunde ist das Quatsch, denn wenn kein Kurzschluss vorliegt, kannst Du ja schließlich einfach das reguläre Notebook-Netzteil ans Mainboard anstöpseln.

Das DP50V5A macht dann Sinn, wenn man (aus welchen Gründen auch immer) die Spannung variieren, oder den Strom begrenzen will - wobei das Teil wie erwähnt in der Lage ist, den Strom zu eröhen, wenn seine Eingangsspannung dazu hoch genug ist.

Preisgünstige Labornetzteile sind oft etwas stromschwach.
Um einen defekten Grafikchip eindeutig zu überführen sollte man schon gut 5A einspeisen, oder noch mehr, was manches Netzteil überfordert.
Mit dem DP50V5A hat man halt die Möglichkeit, auf die doofe Tour ein schwächliches Netzteil auf bis zu 5A Ausgangsstrom aufzupeppen.

Es gibt sogar eine Version mit einer Erweiterungsplatine, die noch höheren Ausgangsstrom bereit stellt. Ich glaube 10A, oder gar 20.
Braucht man für Notebook-Reparaturen aber nicht und verkompliziert alles nur unnötig. Fünf Ampere sind schon gut.

Dank der genialen Farbwechselfolie kommt man damit hin, selbst wenn ein dicker Grafikchip 'nen internen Kurzschluss hat.
Noch höheren Strom würde ich eh zu vermeiden empfehlen, denn man will ja keine Leiterbahnen durchbraten, falls man beim Herumhantieren eine Dummheit macht und versehentlich an anderer Stelle einen Kurzschluss verursacht.


Noch etwas zu der Farbwechselfolie:
Die kommt natürlich dann zum Einsatz, wenn die Temperaturerhöhung so gering ist, dass man die Fehlerstelle mit bloßem Finger nicht ertasten kann.
Man setzt sie aber nicht ein, wenn da schon irgend was am Glühen ist, sonst nimmt die Vinyfolie thermischen Schaden!

In meinem Video genügte schon ein ganz kurzes Einschalten des Netzteils, um die deutliche Farbänderung herbei zu führen.
Hätte ich das Netzteil länger eingeschaltet gelassen, dann hätte der defekte Kerko mir wohl ein Loch in die teure Folie gekokelt.
In manchen Fällen gehen Kerkos aber so niederohmig kaputt, dass sie sich wirklich nur minimal erwärmen (P = U x I, bzw. P = I x I x R) und man länger eingeschaltet lassen kann (oder muss). Da ist die Folie dann eine wirklich riesige Hilfe, weil sie schon auf ganz minimale Temperaturänderungen reagiert. Und das - aufgrund ihrer geringen Masse - praktisch unverzüglich.
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9

Mittwoch, 14. März 2018, 17:31

Hi,

ich wollte noch mal einen Zwischenbericht abliefern. Den Step-Down-Wandler hab ich mir zugelegt, in ein Gehäuse eingebaut, mit einem Netzteil (120W, bis 22V einstellbar) mit Strom versorgt und getestet... Die Folie ist bis dato nicht da, der Händler hat mir aus unbekanntem Grund das Geld zurücküberwiesen, mal gucken was daraus wird. Vermutlich werde ich die Folie aber auch nicht brauchen, zumindest nicht bei diesem Notebook. Der Patient zieht maximal 0,03W, da wird wohl nichts temperaturtechnisches passieren.

EDV-Dompteur

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Donnerstag, 15. März 2018, 12:08

Die Folie ist bis dato nicht da, der Händler hat mir aus unbekanntem Grund das Geld zurücküberwiesen
Vielleicht hat der in kurzer Zeit so viele Bestellungen rein gekriegt, dass er nicht mehr liefern kann, seit ich die im Forum vorgestellt habe?
Das eBay-Angebot zeigt derzeit in der Tat eine Verfügbarkeit von Null Stück ...


Der Patient zieht maximal 0,03W, da wird wohl nichts temperaturtechnisches passieren.
Das habe ich mir schon gedacht.
Für Dich steht es jetzt an, Dir mal den Schaltwandler für die Erzeugung der 5V und 3,3V vorzuknöpfen.

Wenn die 19V ordnungsgemäß da sind, ein Mainboard aber dennoch keinen Mucks macht, dann liegt es zu 99% am Fehlen der 3,3V.
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