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Samstag, 4. August 2018, 18:27

Erfahrungen mit Bios Chip 24?

Hi zusammen,

hab momentan ein Lappi (Toshiba Qosmio X70-B-10T) vor mit liegen, bei dem am Anfang beim Booten ein Bluescreen mit "Critical Prozess Dies" ausgegeben wurde.
Dachte mir ja kein Problem, schnell ins BIOS, Bootpriority ändern, Windows neu installieren (da Daten nicht mehr gebraucht wurden) und gut ist.

Gesagt getan, als ich im Bios Einstellungen geändert habe, war auf einmal Bildschirm schwarz, LEDs waren an und Lüfter lief fröhlich vor sich hin.

Nach einem Bios Reset war dann leider auch keine Besserung in Aussicht.

Nach rein logischer Überlegung bin ich jetzt davon ausgegangen, dass der Bios Chip defekt ist.
Gleich einen neuen bei Bios Chip 24 bestellt, eingelötet und dann versucht einzuschalten.

Doch jetzt brennt schon beim Einstecken des Netzteils keine LED und das Notebook lässt sich nicht einschalten.

Falls irgendwelche Fragen kommen, ja Chip war sauber eingelötet und auch richtig rum, Bios Reset wurde auch gemacht.

Nach dem Rücklöten des alten Chips funktioniert er wieder wie vorher...

Hab sowas Ähnliches schon mal bei einem anderen Lappi gehabt.
Hab da insgesamt 3 Bios Chips von Bios Chip 24 bekommen und
bei jedem Bios Chip hatte ich ein anderes Verhalten.
Chip 1: Schwarzer Bildschirm und Lüfter dreht auf Hochtouren
Chip 2: Schwarzer Bildschirm und Lüfter dreht normal.
Chip 3: Keine LED brannte und Lappi lies sich nicht einschalten.

Hat sonst noch wer schlechte Erfahrungen mit Bios Chip 24?

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Sonntag, 5. August 2018, 13:27

Nach einem Bios Reset war dann leider auch keine Besserung in Aussicht.

Nach rein logischer Überlegung bin ich jetzt davon ausgegangen, dass der Bios Chip defekt ist.
Gleich einen neuen bei Bios Chip 24 bestellt, eingelötet und dann versucht einzuschalten.

Doch jetzt brennt schon beim Einstecken des Netzteils keine LED und das Notebook lässt sich nicht einschalten.

Falls irgendwelche Fragen kommen, ja Chip war sauber eingelötet und auch richtig rum, Bios Reset wurde auch gemacht.

Nach dem Rücklöten des alten Chips funktioniert er wieder wie vorher...
Zement mal, wie ist es denn mit dem Embedded Controller? Welcher Typ ist da verbaut?
Wenn sich die Firmware auf den Inhalt des EEPROMs und den womöglich programmierbaren EC aufteilt, dann könnte IMHO leicht der Fall eintreten, dass der Inhalt des neuen EEPROMs nicht mehr zum Programm im EC passt.

Bedenke, dass es immer mal neuere BIOS-Versionen gibt. Vielleicht hast Du eine brandneue Version erworben, aber im EC stecken noch Daten einer alten Version und nun passt es nicht mehr zusammen?


Hab sowas Ähnliches schon mal bei einem anderen Lappi gehabt.
Hab da insgesamt 3 Bios Chips von Bios Chip 24 bekommen und
bei jedem Bios Chip hatte ich ein anderes Verhalten.
Chip 1: Schwarzer Bildschirm und Lüfter dreht auf Hochtouren
Chip 2: Schwarzer Bildschirm und Lüfter dreht normal.
Chip 3: Keine LED brannte und Lappi lies sich nicht einschalten.
So wie das klingt, würde ich empfehlen, das mit dem Lieferanten direkt zu klären.
Mich wundert, dass ich Deinen Text so verstehe, dass Du für ein defektes "Lappi" gleich drei identische(?) EEPROMs bestellt hast. Und dass die sich dann alle unterschiedlich verhalten.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass es so war, aber vielleicht verstehe ich Deinen Text nur falsch?


Hat sonst noch wer schlechte Erfahrungen mit Bios Chip 24?
Jain. Es ist so:
Ich hatte selbst schon mehrfach den Fall, dass der Austausch des EEPROMs durch einen programmiert bestellten Baustein nicht den gewünschten Erfolg brachte. So gesehen: Ja.
Aaaaber ich würde mich hüten, das dem Lieferanten anzulasten. Eben weil der Embedded Controller da noch mächtig mit reinspinnen kann. Und dafür kann Bios-Chip24 nichts.

Als ich mal eine Reklamation hatte, wurde mir sofort ganz unbürokratisch und kostenlos ein neuer Chip zugeschickt - also eine sehr positive Erfahrung.

Was ich jedoch in der Tat sehr bedaure, ist dass der dortige Webshop so betont sparsam mit Informationen ist.
Wer nicht wirklich tief in der Materie steckt und seinen Rechner beim normalen BIOS-Update gebrickt hat, der wird naturgemäß auf die Idee kommen, dass mit dem Einlöten eines fertig programmierten EEPROMs ganz sicher alles wieder gut ist.
Das ist aber leider meistens nicht der Fall und der Webshop klärt darüber auch nicht auf (es sei denn, es wäre mir irgendwie entgangen).

Viele Notebooks haben ja auch zwei EEPROMs bestückt.
Wenn Otto Normalelektroniker, der davon nichts weiß, nun zum ersten Mal ein Notebook aufschraubt und angestrengt nach einem EEPROM Ausschau hält, dann wird er, nachdem er fündig wurde, wahrscheinlich nicht länger gucken, sondern flugs das gefundene Teil neu bestellen und dann nur genau diesen einen Chip austauschen.


Ich habe selbst gerade ein Gerät mit zerditschem BIOS in Arbeit (Asus GL771JW), bei dem ich mir hinreichend sicher bin, dass kein elektronischer Fehler vorliegt.
Aber es sind zwei EEPROMs bestückt und darüber hinaus ein programmierbarer EC (IT8585E).
All meine bisherigen Bemühungen, das Gerät wieder zum Laufen zu kriegen, fruchteten nicht. Und sicherlich würde es auch nichts bringen, bei Bios-Chip24 ein neues EEPROM zu bestellen und einzulöten.
Eher müssten wahrscheinlich gleich beide EEPROMS und der Embedded Controller verarztet werden. Und zwar gemeinsam.
Asus soll sich ja bei ITE-Controllern dessen Programm aus einem der EEPROMS selbst herausnuckeln können, sofern der EC zuvor per Programmiergerät gecleart wurde. Das entschärft die Situation immerhin etwas, aber es bleibt dennoch eine ziemliche Aktion.

Ich habe daraufhin eine halbe Stunde mit dem technischen Service von Asus gechattet, doch die rücken partout die Dateien nicht heraus, die ich bräuchte, um die Programmierung der beiden EEPROMs selbst vornehmen zu können.

Bios-Chip24 bietet übrigens auch EC-Programmierung an und hat ja irgendwie Zugriff auf die nötigen Dateien.
Man muss da aber mit 'nem Hunni rechnen, wenn gleich drei Chips programmiert werden müssen, wurde mir mitgeteilt. Wobei gegenwärtig noch nicht geklärt ist, was bei Misserfolg ist ...


Aus meiner Sicht sind BIOS-Probleme oft die übelsten Fälle.
Dieses genaue Zusammenspiel der bis zu drei Chips ist ganz einfach nebulös und man findet oft partout nicht die nötigen Informationen.
Wahrscheinlich gibt es irgendwelche raffinierten Methoden, den eigentlichen Übeltäter klar zu überführen. Sagt ja keiner, dass es wirklich immer erforderlich ist, gleich alle drei Chips zu verarzten, wenn vorhanden.
Also da habe ich selbst noch eine dicke Bildungslücke.

In Anbetracht der Komplexität der Materie würde ich mich jedenfalls davor hüten (und das auch Dir raten), Bios-Chp24 irgendeine Verantwortung für den Misserfolg zuzuweisen. Diese Firma verschickt programmierte Chips an Leute, die damit klar kommen. Und das war's. Offenbar fest davon ausgehend, dass der Käufer wirklich weiß, was er tut, wenn er denn schon mit Lötequipment selbst bei geht.
Ich würde mir lediglich wünschen, dass der dortige Webshop wesentlich informativer wäre, als er ist.

Aber natürlich muss man auch die Preise angucken. Die sind im Grunde gering, für den ganzen Aufwand.
Einen Webshop mit so vielen Artikeln anständig mit Informationen zu bestücken ist enorm aufwändig, das verstehe ich gut.
Dennoch wären ein paar Info-Seiten mit allgemeinen Informationen zu der Thematik sehr wünschenswert.
Die findet man natürlich auch im Netz ... aber selbst mir ist es bis heute nicht gelungen, in puncto BIOS den echten Klarblick zu erlangen.

Ich habe ja schon allerhand (meist leider russischsprachige) Videos mit guten Informationen verlinkt. Darin werden dann noch so diverse Späße wie Regionalcode etc. behandelt, die man ebenfalls wissen muss. Oder verschlüsseltes BIOS u.s.w.
Es ist halt ein tiefes Thema!
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Sonntag, 5. August 2018, 13:36

P.S:
Ich habe mir mal erlaubt, den Titel Deines Threads zu entschärfen.
So, wie er zuvor gewesen ist, klang das schon als eine echte Anti-Werbung gegenüber Bios-Chip24, obwohl noch gar nicht klar ist, was die wahren Ursachen für Deine beschriebenen Probleme sind und inwieweit dieser Lieferant daran überhaupt irgendeine Verantwortung trägt.
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Montag, 6. August 2018, 21:22

Ok ich muss mich revidieren, hab das EEPROM mal mit dem EZP2013 und ner BIN File von Dr. Bios neu gebrannt
und dann den Chip wieder eingelötet, selbes Symptom...

Bios-Chip-24 will mir doch bitte vergeben :198:

Der eingebaute EC heißt übrigens Nuvoton NPCE285UA0DX.
In der Tabelle mit ? markiert

Kann ergänzt werden mit

Mainboardname: ARP10SQG-6050A2703101-MB-A01
Notebook-Modell: Toshiba Qosmio X70-B-10T

und so wie es ausschaut nicht austauschbar sondern muss programmiert werden :191:

Was mir noch aufgefallen ist, wenn man einen USB Stick ansteckt, dieser kurz aufleuchtet
wenn er noch nicht ganz drin ist, da ja Plus und Masse Pin länger ist, doch wenn er ganz drin
steckt dann leuchtet gar nix mehr. Wenn er nur halb drin steckt, also nur auf Spannungsversorgung
ohne Datenverbindung dann leuchtet er durchgehend.

Damals hatte ich zweimal kostenlos einen neuen Chip geschickt bekommen...
aber jetzt weiß ich natürlich auch die Fehlerursache :553:

EC Typ, Mainboardname sowie Notebook-Modell reich ich noch nach von dem damaligen Notebook,
dass wenigstens die Tabelle voller wird :-)

EDIT: Hab gerade mit dem Geschäftsführer von HPWLap geschrieben,
und schickte ihm die BIOS File, dass er die EC File rausextrahiert.
Er meinte der EC ist nicht programmierbar, die Firmware fürn EC steckt in der
Mainbios File mit drin.

Morgen bekomm ich eine Liste mit programmierbaren und
nicht programmierbaren EC‘s

EDIT2: Anbei die Liste
»Leo« hat folgende Datei angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Leo« (6. August 2018, 23:20)


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Dienstag, 7. August 2018, 11:59

Der eingebaute EC heißt übrigens Nuvoton NPCE285UA0DX.
In der Tabelle mit ? markiert

Kann ergänzt werden mit

Mainboardname: ARP10SQG-6050A2703101-MB-A01
Notebook-Modell: Toshiba Qosmio X70-B-10T
Ist auch der Schaltplan irgendwo für Normalos verfügbar?
- Ich frage nicht nach dem konkreten Link, sondern nur nach "Ja/Nein". Der Grund ist der, dass ich in meinen Tabellen im EC-Thread nur auf solche Mainboards und Notebook-Modelle hinweise, bei denen mir bekannt ist, dass dafür auch der Schaltplan auftreibbar ist.
Andernfalls hätte der Leser ja keinen Vorteil von der Information, wo der Chip sonst noch verbaut ist.


und so wie es ausschaut nicht austauschbar sondern muss programmiert werden :191:
Hmm, dann differieren diese beiden voneinander:
  1. nuvoton NPCE285NA0DX
  2. nuvoton NPCE285UA0DX
Ersterer ist nach meinen Informationen austauschbar.
Beim zweiten hatte (habe) ich ein Fragezeichen in meiner Liste, weil ich mir unsicher war. Nach Deinen Informationen muss er programmiert werden.
Erstaunlich, dass so ein geringer Unterschied in der Typenbezeichnung (N vs. U) auf so einen gewaltigen Unterschied hinweist.

Es wäre schön, das genauer zu wissen, was da wirklich los ist.


Damals hatte ich zweimal kostenlos einen neuen Chip geschickt bekommen...
aber jetzt weiß ich natürlich auch die Fehlerursache :553:
Öh, und was war die Fehlerursache?


EDIT2: Anbei die Liste
Danke!
Aber beim Überfliegen sehe ich jetzt keine neue Information, gegenüber meinen Tabellen.
Anhand genau solcher aus dem Internet zusammengeklaubten Listen (u.a. von Dr. Bios!) hatte ich ja damals meine eigenen Tabellen angefangen und dann mit der Zeit immer mehr erweitert und ergänzt (sowie vereinheitlicht und sortiert).
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Dienstag, 7. August 2018, 15:37

Ist auch der Schaltplan irgendwo für Normalos verfügbar?
Nein leider nicht, suche schon auf sämtlichen Foren/Seiten aber wird da leider nicht fündig..
Nicht einmal Dr. Bios hat für mich da was auf Lager.

Ersterer ist nach meinen Informationen austauschbar.
Beim zweiten hatte (habe) ich ein Fragezeichen in meiner Liste, weil ich mir unsicher war. Nach Deinen Informationen muss er programmiert werden.
Erstaunlich, dass so ein geringer Unterschied in der Typenbezeichnung (N vs. U) auf so einen gewaltigen Unterschied hinweist.

Es wäre schön, das genauer zu wissen, was da wirklich los ist.

Also laut neuesten Informationen, welche ich von EC Spezialisten aus dem Fernen Osten bekommen habe, ist dieser nicht programmierbar also austauschbar.
Siehe obrige Post EDIT2.

Den werde ich mich auch bestellen und austauschen müssen, da bei dem Notebook jetzt komischerweise gar nix mehr geht, nicht mal mit dem original Bios-Chip.




Öh, und was war die Fehlerursache?
Da mir ja Bios-Chip-24 insgesamt 3 Chips gesendet hat mit 3 veschiedenen Bios Verisonen und ich jedesmal ein anderes Verhalten beim Einschalten hatte,
spuckte da der EC mit rein, sodass ich schwer davon ausgehe, dass der einen Weg hat.

EDV-Dompteur

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7

Dienstag, 7. August 2018, 15:56

Also laut neuesten Informationen, welche ich von EC Spezialisten aus dem Fernen Osten bekommen habe, ist dieser nicht programmierbar also austauschbar.
Siehe obrige Post EDIT2.
Gut, habe in der Tabelle das Fragezeichen durch ein grünes Häckchen ersetzt.
Den Hinweis auf auf Notebook-Modell und Mainboard habe ich aber ausgelassen, da kein Schaltplan verfügbar.
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