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Leo

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Mittwoch, 3. Oktober 2018, 21:37

Packard Bell EasyNote TM85 schaltet ab

Hi zusammen,

hab hier ein Notebook Packard Bell EasyNote TM85 liegen, welches nach dem Einschalten sich das Display einschaltet, aber sobald er auf etwas booten möchte sich komplett abschaltet und dann stromlos ist. Es kann direkt nach dem Abschalten wieder normal eingeschalten werden, aber dann halt wieder gleiches Fehlerbild. Ins Bios kommt man, aber auch hier schaltet sich das Notebook nach einer gewissen Zeit ab. LEDs leuchten alle, Lüfter funktioniert auch und wird auch angesteuert. Das Bios lässt sich leider nicht durch dieses Fehlerbild neu flashen.

Weitere Infos zum Gerät:

Mainboard: Compal LA-5891P Rev. 1.0
EC: ENE KB926QFD3 mit eigenem EEPROM MX25L1005AMC-12G_SOP8
UEFI EEPROM: MX25L3205DM2I-12G SOP 8P

Was ich schon erfolglos probiert habe:

- Netzteil getauscht
- EC resettet
- Bios resettet
- Wärmeleitpaste erneuert
- Displaykabel abgesteckt und externen Ausgang verwendet
- RAM getauscht

Schaltwandler habe ich noch nicht überprüft, sollten aber alle funktionieren sonst würde ja das Notebook nicht starten.

Langsam gehen mir die Ideen aus, evtl. könnte ich noch probieren, dann gesockelten Prozessor zu tauschen.
Hat sonst noch jemand eine kluge Idee?
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Mittwoch, 3. Oktober 2018, 22:56

Schaltwandler habe ich noch nicht überprüft, sollten aber alle funktionieren sonst würde ja das Notebook nicht starten.
Erste Idee: Gealterte Kondensatoren (vermutlich Tantals) an den Schaltwandlern.
Dein Oszi ist eventuell etwas mau für diese Aufgabe, aber stelle es mal auf AC-Kopplung, flotte Frequenz und schaue Dir den "Dreck" an den Tantals an. Bzw. den Dreck hinter den Wandlerspulen.

Neulich hatte ich auch so ein instabiles HP-Mainboard, das dauernd abschmierte. Mir fiel auf, dass das MB insbesondere dann abschmierte, wenn das MB höheren Strom ziehen musste. Also z. B. beim Booten. Wohingegen es aus dem BIOS viel seltener Zicken machte.
Bei diesem MB saßen hinter den Wandlerspulen keine Tantals, sondern (sonst eher unverdächtige) Kerkos. Dennoch satte 0,5V Spitzenwert Stördreck, bzw. satt 1V Spitze-Spitze.
Da habe ich einfach zusätzliche Kerkos parallel zu den vorhandenen gelötet und das war der große Bringer. Störpegel mehr als halbiert und in über zehn Stunden Dauertest mit YouTube-Videos gab es keinen einzigen Aussetzer mehr. Auch nicht bei voller Display-Helligkeit und parallelem CD-Zugriff.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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3

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 13:22

Danke für die schnelle Antwort. :-)
Werd ich mal checken.

Was kannst du den für ein Oszilloskop empfehlen wenn ich mir ein neues kaufe?
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4

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 14:06

Ich selbst habe das Rigol auf dem Wunschzettel, mit dem unser User Idefix hier den SPI-Datenstrom zwischen EEPROM und EC mitgenifft hat:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…D=2524#post2524

Also dieser integrierte Decoder und die übersichtliche Darstellung finde ich echt ausgesprochen lecker!
Hubi hat auch ein Rigol und schwärmt davon.
Und Hubis Meinung hat für mich echt Gewicht, denn der weiß wirklich, was er tut.
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5

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 14:51

Ok hört sich nicht schlecht an.
Wenn dann will ich mir was Vernünftiges kaufen,
sonst zahlt man immer zweimal.

Ist das das richtige Oszilloskop?

https://www.voelkner.de/products/850879/…LAaAvdsEALw_wcB
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6

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 15:47

Ob es wirklich das gleiche Oszi ist, kann ich nicht sagen, da müsstest Du Idefix fragen.
Aber ich kann Dir versichern, dass Du mit dem Voelkner-Teil richtig gut bedient sein wirst!
Die entscheidenden Decoder sind vorhanden, die übrigen technischen Daten sind in Ordnung und die Bedienoberfläche sieht für mich nach intuitiver Bedienbarkeit aus.
Es ist übrigens exakt das gleiche Gerät, das Hubi sich einst zugelegt hat. Er benörgelt daran nur den lauten Lüfter, sonst lobt er es in den Himmel.
Und die früher optionalen Zusatz-Features sind in dem Angebot bei Voelkner ja schon mit dabei.

(Heul, meine User sind besser ausgestattet, als ich!)
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Donnerstag, 4. Oktober 2018, 16:00

So, hab ich mal schnell bestellt. Kommt am Samstag :189:
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Samstag, 13. Oktober 2018, 13:53

So ich musste jetzt gezwungenermaßen am Packardbell weiterarbeiten.

Bin jetzt gerade am Messen an den Kerkos hinter den Wandlerspulen.
Jetzt hab ich nur eine blöde Frage, wie stelle ich fest, ob der Kondensator hinüber ist?

Hab jetzt mal an zwei verschiedenen Kerkos gemessen.

Die Messung mit dem Peak war bei dem IC PU22, welcher Kerko genau hab ich noch nicht nachvollzogen.

Das komische ist jetzt, dass ich nach dem x-ten mal messen, sowie nach ständigem automatischen Ausschalten
und manuellen wiedereinschalten habe ich jetzt nur noch einen schwarzen Bildschirm.

Das einzig positive daran ist, dass sich das Notebook jetzt nicht mehr selber abschaltet. :216:
»Leo« hat folgende Bilder angehängt:
  • NewFile2.png
  • NewFile3.png
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Samstag, 13. Oktober 2018, 18:56

Jetzt hab ich nur eine blöde Frage, wie stelle ich fest, ob der Kondensator hinüber ist?
Hoher Anteil an Stördreck auf dem Gleichspannungsanteil.
Was "hoch" ist, kann aber nicht klar spezifiziert werden. Man wünscht sich dort eine arschglatte Gleichspannung, ohne jedwedem Wechselspannungs-Anteil. Weil es aber Schaltwandler sind (und weil die Last kein reiner ohmscher Widerstand ist, sondern den Strom unregelmäßig zieht), wird diese Ideal in der Praxis nie erreicht. Da ist per Oszi also immer irgendein Gegriesel auf der Spannungslinie zu sehen.
Nur: Das Gegriesel darf nicht ausarten!

Es ist ja so: In den Datenblättern der IC ist spezifiziert, mit welchem Spannungsbereich die klar kommen. Angenommen, ein IC läuft mit einer Versorgungsspannung im Bereich von 4,85 bis 5,3V, dann darf der Spannungseinbruch am IC nie unter diese 4,85V sinken. An der Spannungsquelle, also dem Schaltwandler, muss die Spannung sogar noch einen kleinen Tick höher sein, schließlich fällt eine kleine Spannung über den Leiterbahnen ab.

Nun kann man ja aber schlecht für jeden IC, der an einer Rail hängt, feierlich das Datenblatt ziehen und nachschauen, welchen Spannungsbereich er voraussetzt. Da ist also irgendwie so ein Kennerblick gefordert.
Ich hatte neulich ein zickendes Notebook mit etwa 0,5V Spannungseinbruch am Kondensdator hinter der Spule. Das erschien mir deutlich zu viel, also verbesserte ich die Siebung, wodurch die Einbrüche weit weniger tief runter gingen. Und das hat's gebracht.

Bei den guten, alten Atari-Computern, von denen ich seinerzeit rund 1000 Stück reparierte, lag die Untergrenze für die 5V-Rail recht präzise bei 4,85V.
Die Netzteile hatten bei manchen Modellen ein Trimmpoti, mit dem sich die Spannung nachregeln ließ, wenn die Höhe infolge von Alterung zu weit nach unten gedriftet war. Da war es klar reproduzierbar: Bei 4,85V und weniger war der Ofen aus.

Bei heutigen Notebooks kann man das leider nicht mehr so eindeutig sagen, wo die Grenzen der diversen Einzelspannungen liegen, dazu gibt es viel zu viele Modelle, mit unterschiedlicher Bestückung.
Die Erfahrung lehrt jedoch, dass die Spannungen der Schaltwandler "vorsichtshalber" immer etwas höher eingestellt sind, als der normale, erwartete Mittelwert.
Auf der 5V-Rail wird man daher eher so ca. 5,2V messen. Auf der 3,3V-Rail eher so knappe 3,5V - und so weiter.
Damit werden kleine Spannungseinbrüche auf den Rails von den davon versorgten ICs leichter toleriert, denn sie bleiben immer im grünen Bereich.

Im Zweifelsfall ist es besser, ICs mit einer geringfügig höheren Spannung zu versorgen, als mit einer zu tiefen.


Die Messung mit dem Peak war bei dem IC PU22, welcher Kerko genau hab ich noch nicht nachvollzogen.
Öh, ich finde im Schaltplan keinen PU22!?!?
Ich habe den Plan vom Teton2, der mit 412b9 im Dateinamen beginnt.


Zu den Bildern:
Im ersten Bild misst Du ja an der 19V-Rail, also eindeutig vor der Wandlerspule. Und das sieht nicht wirklich schlecht aus, was ich da sehe.
Die Spannung ist zwar etwas kleiner, als 19V, aber ernsthaft meckern kann man da nicht.

Das zweite Bild irritiert mich aber.
Die Spannung kommt ja kaum von der Nulllinie weg, außer bei diesen Schwingungen, denen ein kräftiger 19V-Peak folgt.
Das kann doch niemals die Spannung am Kondensator hinter der Spule sein!
Wäre das das Oszillogramm vom Kondensator hinter der Spule, dann wäre der Rechner jetzt aber sowatt von im Eimer!

Wo genau misst Du da also?
Und wo hast Du die Masseklemme angeschlossen?

Oder machen wir es mal anders herum: Ich sage Dir, wo Du messen solltest:
Masseklemme an die Massefläche, vorzugsweise nahe des Wandlers. Sehr wichtig ist das mit der Nähe aber nicht.
Prüfspitze auf denjenigen Spulenanschluss, der erkennbar NICHT zu den MOSFETs führt.

Der richtige Spulenanschluss ist definitiv direkt mit dem Ladekondensator verbunden, um den es geht.
Wenn Du also am richtigen Spulenanschluss misst, dann misst Du dadurch automatisch auch am richtigen Kondensator.

Am richtigen Spulenanschluss (und somit am Kondensator) erwarten wir eine Gleichspannung mit nur wenig Gegriesel drauf.
Am falschen Spulenanschluss, der von den MOSFETs bedient wird, erwarten wir ziemliches Chaos, mit Spannungshüben in der Größenordnung von 19V (Deinem zweiten Bild auf den ersten, halben Blick nicht unähnlich).


Edit: Gnaa, ich sehe gerade, dass Du jetzt wieder vom Packard-Bell redest. Im Thread wurde zwischendurch auf Acer 8930 geswitcht, ich hatte zuletzt also den falschen Schaltplan beim Wickel ...
Das ist Mist so, ich trenne die Treads später.


Edit2: Alle Postings mit Bezug auf Acer 8930 in neuen Thread verschoben:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=479
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Leo

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Sonntag, 14. Oktober 2018, 07:45

Zu den Bildern:
Im ersten Bild misst Du ja an der 19V-Rail, also eindeutig vor der Wandlerspule. Und das sieht nicht wirklich schlecht aus, was ich da sehe.
Die Spannung ist zwar etwas kleiner, als 19V, aber ernsthaft meckern kann man da nicht.

Das zweite Bild irritiert mich aber.
Die Spannung kommt ja kaum von der Nulllinie weg, außer bei diesen Schwingungen, denen ein kräftiger 19V-Peak folgt.
Das kann doch niemals die Spannung am Kondensator hinter der Spule sein!
Wäre das das Oszillogramm vom Kondensator hinter der Spule, dann wäre der Rechner jetzt aber sowatt von im Eimer!

Wo genau misst Du da also?
Und wo hast Du die Masseklemme angeschlossen?




Oh Mann, das kommt davon wenn man nur ganz kurz Zeit hat zum Messen und nebenbei 1000 andere Sachen zu tun hat.
Man muss sich halt schon Zeit nehmen um genauere Informationen preiszugeben, sorry. Bin gerade ziemlich im Stress.

Masse war an der Kupferfläche von den Schrauben angeschlossen und gemessen habe ich an den Kondensatoren, welche
örtlich bedingt eigentlich nach der Wandlerspule hätten sein sollen. Aber beim nächsten mal bin ich schlauer und genauer.

Leider hat sich das Thema um dieses Notebook wahrscheinlich eh erledigt.
Habe jetzt wieder ein anderes Fehlerbild.
Notebook schaltet sich jetzt alle 10 Sekunden ein und wieder aus.


Nach erneuter Prüfung der Schaltwandlerspulen arbeitet jetzt die Spule bzw. der Wandler PL14 für PU998 nicht mehr.
Und ratet mal für was genau der zuständig ist?
Richtig! Für VGA, also ich hoffe jetzt mal nicht, dass der Grafikchip im Eimer ist.
Evtl. müsste ich jetzt noch die Mosfets davor mal genauer untersuchen, also PQ38 und PQ79.

Hab ein gebrauchtes Board in Großbritannien für 57€ inkl. Versand entdeckt. Das lächelt mich schön langsam an.
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Sonntag, 14. Oktober 2018, 14:51

Nach erneuter Prüfung der Schaltwandlerspulen arbeitet jetzt die Spule bzw. der Wandler PL14 für PU998 nicht mehr.
Was jetzt anliegt, dürfte logisch sein:
1) Schauen, ob der Wandler noch enabled wird.
2) Wenn ordnungsgemäß enabled, dann die (hoffentlich vorhandene) Lötbrücke hinter dem Wandler mal auftrennen, um zu schauen, ob er im Leerlauf werkelt.


Hab ein gebrauchtes Board in Großbritannien für 57€ inkl. Versand entdeckt. Das lächelt mich schön langsam an.
Der Preis ist natürlich attraktiv, gegenüber stundenlangem Gefrickel.
Aber meine eigenen Erfahrungen mit Austausch-Mainboards sind eher negativ und ich finde zudem, dass es im Moment noch etwas früh ist, um schon die Flinte in den Apfelkorn zu werfen.

Das mit dem nicht laufenden Wandler kann womöglich rasch behoben werden (sofern der davon versorgte Grafikchip nicht im Dutt ist).

Doof ist natürlich der Effekt, dass sich das MB alle 10 Sekunden neu startet. Aber das kann schlicht mit dem derzeit nicht funzenden Wandler zu tun haben. Wahrscheinlich detektiert ein Reset-Baustein das Fehlen eben dieser Spannung und resettet daraufhin den Embeded Controller, in der dünnen Hoffnung, dass dieser lediglich die Aktivierung des Wandlers irgendwie verschluckt hatte.

Mit etwas Glück hast Du es also bloß mit einem madigen Schaltwandler zu tun, der schon die ganze Zeit kurz vor dem Verrecken war und nun völlig ausgestiegen ist.
Dann würden alle bisherigen Probleme rein auf den zurückzuführen sein.
Das erscheint mir sogar sehr plausibel.

Wenn es aber am Grafikchip liegen sollte (was ich nicht glaube), dann sofort abbrechen und das Austausch-Board kaufen.
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Leo

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Dienstag, 16. Oktober 2018, 01:29

Was jetzt anliegt, dürfte logisch sein:
1) Schauen, ob der Wandler noch enabled wird.
2) Wenn ordnungsgemäß enabled, dann die (hoffentlich vorhandene) Lötbrücke hinter dem Wandler mal auftrennen, um zu schauen, ob er im Leerlauf werkelt.



PL14 wird leider nicht enabled. Es liegt keine Spannung an.
Daraufhin bin ich zurück zu PQ38, dieser hat an Pin 5 19V
aber an Pin 1-3 0V sowie an Pin 4 0V.
Er wird also schon gar nicht vom Gate angesteuert was
eigentlich vom PU998 kommen sollte.

PU998 ist ein PWM Controller APW7138
Bei dem liegen die 19V an Pin 3 sauber an.
An Pin 2 Pgood kommen aber nur 0,033V an.
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13

Dienstag, 16. Oktober 2018, 03:09

Mir ist nicht bewusst, dass ich 'nen Schaltplan dafür hätte.
Daher kann ich bezüglich Details nicht mitreden ...
- Zippyshare, or it doesn't happen!
(Bitte in Hide-Box!)


Davon abgesehen, glaube ich, dass Du wirren Kram schreibst (kein Wunder, um die Uhrzeit!).
PL14 wird doch wohl (wie die Bezeichnung ja deutlich erahnen lässt) die Wandlerspule sein. Das Wort "Enabled" ist da aber sowatt von daneben!
Du wolltest sicherlich schreiben, dass sie von den MOSFETs nicht angesteuert wird.
Als ich im letzten Posting das Wort "enabled"verwendete, meinte ich damit natürlich den Enable-Pin des zugehörigen Schaltwandler-ICs!
Und der wird mit nahezu 100%iger Sicherheit vom Embedded Controller bedient.

Wenn der Wandler-IC vom Embedded Controller gar nicht erst enabled wird, dann steuert er logischerweise die Gates der MOSFETs nicht an, die die Spule treiben.

Da ist noch mehr Detailkram zu benörgeln, aber ich will KEKSE! - quatsch, SCHALTPLAAAN!

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Dienstag, 16. Oktober 2018, 05:37

Ohje, ja schau es dir mal selber an. Um diese Uhrzeit darf ich einfach nicht mehr so detailierte Sachen schreiben :068:

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.
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Dienstag, 16. Oktober 2018, 14:51

OK, Schaltplan liegt vor.
Das Datenblatt des Wandler-ICs hingegen, habe ich mir noch nicht gezogen, daher rede ich jetzt "trocken" daher.

Deine etwas konfusen Ausführungen stimmen ja im Prinzip. Prinzipiell kannst Du solche Pläne lesen und verstehen.
Ich schiebe es also mal auf Übernächtigung, dass Du irrelevantes Zeugs vom PGOOD schreibst, aber dafür den eigentlich interessanten Punkt auslässt: Was ist mit dem Enable-Pin 5?

Wenn die Spule nicht bestromt wird, weil die Gates der MOSFETs gar nicht angesteuert werden, dann ist es doch vollkommen selbstflüsternd, dass der Chip kein PGOOD-Signal ausgibt! Täte er das doch, dann wäre das ein eindeutiges Zeichen, dass der Chip defekt ist!
- Vielleicht ist er das ja auch, aber Deine Messung an PGOOD gibt keinen Hinweis darauf, weil da brav das anliegt, was da anliegen sollte, wenn der Wandler nicht arbeitet. Und er arbeitet ja auch nicht.

Die Frage, die sich dann unmittelbar stellt, ist doch die: WARUM arbeitet der Wandler nicht?
Und da ist das erste, was gemessen werden sollte, die Spannung am Enable-Pin.
Falls der Chip nicht enabled wird, ist es sinnlos, sich 'nen Kopf darüber zu machen, ob er womöglich defekt ist, oder einer der MOSFETs.
Vielmehr muss das Enable-Signal rückwärts bis zur Quelle verfolgt werden.
Das wären hier die beiden Signale VGA_ON und VGA_ON# sowie die Spannung +3VS.

Da musst Du Dich jetzt halt mal fleißig durchhangeln.
Auf Seite 43 sieht man rechts unten, dass VGA_ON# einfach per MOSFET, durch Invertierung, aus VGA_ON erzeugt wird.
Das relevante Signal ist also VGA_ON.
VGA_ON wird auf Seite 39 von den beiden invertierenden Schmitt-Triggern U21E und U21F generiert.


WENN der Enable-Pin des Wandler-ICs PU998 natürlich ordnungsgemäß bedient wird, dann musst Du Dich mit den genannten Signalen gar nicht aufhalten.
Dann liegt vielmehr höchstwahrscheinlich einer der folgenden drei Fehler vor:
  1. PU998 defekt
  2. Einer der zugehörigen vier MOSFETs defekt
  3. Oder Niederohmigkeit auf der Lastseite
Exotische Fehler im Bereich des Hühnerfutters mal ausgelassen.
- Wobei man die Hühnerfutter-Bauteile hier eigentlich nicht ausschließen kann, immerhin scheint der Wandler ja anfangs röchelnd gewerkelt zu haben, bis er dann völlig ausstieg.

Nebensächlichkeit am Rande:
Ohne das Datenblatt des Wandler-ICs beäugelt zu haben, behaupte ich, dass im Schaltplan ein kleiner Fehler vorliegt.
Und zwar zeigt der Richtungspfeil vom Signal VGA_PWROK in die falsche Richtung, an Pin 2 des Chips.
Der Pfeil erweckt hier nämlich den Eindruck, dass ein ankommendes Signal den Pin 2 bedient. Es wird aber genau umgekehrt sein: Pin 2 wird das Signal höchst selbst ausgeben, wenn der Wandler-Chip der Meinung ist, dass er ordnungsgemäß arbeitet.
Das erklärt Deine offenbare Verwirrung heute Nacht.

Fehler in Bezug auf die Richtungspfeile der Signale sind mir schon häufiger aufgefallen, in solchen Plänen.
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16

Mittwoch, 17. Oktober 2018, 01:53

Also sorry für die Verwirrung gestern, war schon sehr spät :195:

Hab jetzt am Enable Pin 5 von U998 gemessen --> 0V

Die beiden Schmitt Trigger U21E und U21F sind in einem TSSOP14 Gehäuse.

Daraufhin bei U21 Pin 12 für die Erzeugung von VGA_ON gemessen --> 0V
Daraufhin bei U21 Pin 14 gemessen ob 3VALW vorhanden ist --> 3,38V
Dann bei Pin 10 und 13 gemessen --> 3,39V
An Pin 11 gemessen ob der Eingang vom ersten Schmitt Trigger ok ist --> 3,39V
An Pin 2 von Mosfet Q23 gemessen --> 5,07V
An Pin 1 von Q23 gemessen --> 0V? Sollten aber mind. 3,39V sein, da Pin 11 von U21E 3,39V führt.

Also gehe ich mal davon aus, dass es schon an der DGPU_PWR_EN Spannung fehlt,
welche vom Pin AB7 vom U41F Chipsatz kommt.

Wollte jetzt noch schauen ob ich den Mosfet Q18 finde und dort die Spannung an Pin 2
messen, aber bin bis jetzt leider nicht fündig geworden.
Die Suche geht morgen (oder heute ;-) ) weiter.
Bin jetzt erst mal müde.
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Mittwoch, 17. Oktober 2018, 12:57

Daraufhin bei U21 Pin 12 für die Erzeugung von VGA_ON gemessen --> 0V
[...]
An Pin 11 gemessen ob der Eingang vom ersten Schmitt Trigger ok ist --> 3,39V
Moment, bei SN7414 handelt es sich doch um invertierende Schmitt-Trigger.
Davon sind zwei Stück hintereinander geschaltet, im Resultat also nix mehr mit Invertierung.
Daraus folgt: Eingangspegel an Pin 11 und Ausgangspegel an Pin 12 müssen identisch sein.

Gemäß Deiner Messung tut das erste Gatter seinen Job nicht!
Denn der Pegel am Eingangspin (11) ist mit dem Pegel am Ausgangspin (10) des selben Gatters identisch, statt invertiert.


Das erste Gatter ist der eigentliche Schmitt-Trigger. Ein Gatter vom Typ 7414 invertiert den Pegel "nebenbei" noch, was hier jedoch vom Schaltungsdesigner nicht erwünscht war, weswegen der Konstrukteur des Mainboards ein zweites Gatter als simplen Inverter nachgeschaltet hat, wodurch die ungewollte, erste Invertierung wieder rückgängig gemacht wird.
Doch bei Dir liegt ein Fehler vor - das erste Gatter invertiert nicht.

Fazit: Entweder ist der Chip defekt, oder da besteht ein äußerer Kurzschluss auf der Platine, z. B. zwischen den Pins 13 zu 14.
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Donnerstag, 25. Oktober 2018, 12:26

Habe mir jetzt wegen Zeitdruck ein gebrauchtes Board gekauft und eingebaut.... selbiges Symptom.
Laptop bleibt schwarz und startet alle 10 Sekunden neu.

Also ist klar, dass unter Anderem die CPU der Schuldige war.
CPU ausgetauscht, läuft einwandfrei.

Die CPU muss während meiner X-maligen Einschaltvorgänge hopps gegangen sein.

Neue CPU im alten Mainboard eingebaut, wieder altes Symptom, Laptop startet und bringt ein Bild aber
nach ca. 20-30 Sekunden schaltet es sich wieder ab.

Kann jetzt leider nicht mehr so einfach das alte Mainboard testen, da ich keinen Einschalttaster und Strombuchse mehr habe.

Aber trotzdem Danke für die tolle Unterstützung, habe wieder viel gelernt :190:
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Donnerstag, 25. Oktober 2018, 14:22

HEFTIG!
Aber Glückwunsch zu Deinem Erfolg!

Kaputte CPUs sind bei Notebooks nach meiner Erfahrung soooooo selten (warum auch immer), dass ich deren Austausch nur dann überhaupt mal probiere, wenn ich wirklich kein Land mehr sehe.
Kann mich aber nicht konkret entsinnen, damit schon mal Erfolg gehabt zu haben. Höchstens mal so ca. zwei recht zweifelhafte Fälle, wo der Sockel infolge von Flüssigkeitseinwirkung gelitten hatte.

Bei Desktop-PCs gehen die wohl eher mal kaputt (kann ich nicht wirklich beurteilen, mache ich selbst ja nicht), aber bei Notebooks ist der Ausfall ungefähr so selten, wie der eines optisch schadfreien Widerstands. - Kommt nahezu nie vor.
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