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Samstag, 1. Dezember 2018, 18:04

Amilo Xa 2528 Display Problem

Hi,
da bei mir hin und wieder mal def. oder alte Laptops von Freunden auflaufen, versuch ich mich mit Reperaturen.
Hier handelt es sich um einen Amilo Xa 2528. Der lief bisher mit Win7. Eines Tages flackerte die Anzeige, fing sich dann
um dann mit senkrechten meist grünen Strichen mich zu ärgern. Nach Neustart gings 10 min wieder bis es wieder anfing.
Hab dann im abgesicherten Modus gestartet und lief wieder ca 10 min bis die Striche kamen. Danach blieb es dabei.
Einen externen Monitor versorgte er super.

Ich würde versuchen es wieder zum Leben zu erwecken. Hätte das Kabel, das Display, den Chip ( wie ich hier gelesen habe trotz ex. Monitor)
im Verdacht. Doch wo setz ich nun an ?
Gruß Loom

EDV-Dompteur

Administrator

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Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

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Sonntag, 2. Dezember 2018, 01:01

Hallo Loom,

Displaykabel sind heutzutage so gut wie nie die Ursache.
Wahrscheinlicher sind:
a) Ein Display-Defekt
b) Ein Problem mit dem Grafik-Chip (ganz vielleicht auch mit dem LVDS-Treiberchip). Rip-up von BGA-Pins ...

Es ist bei solchen Grafikproblemen leider recht schwierig, die Ursache glasklar dingfest zu machen.
Leider tippe ich bei Dir auf den Grafik-Chip.
Versuche mal, das ausgeschaltete Gerät ausgiebig mit dem Föhn zu erhitzen (nur das Unterteil, nicht das Display) und schalte die Kiste dann ein.
Hat sich etwas verändert?
Kommt die Macke klar spürbar früher (oder später)?

Und wie verhält es sich, wenn Du das laufende Grät mal etwas verwindest?
- Damit meine ich dass Du es leicht "verbiegst" und - naja - halt "verwindende" Kräfte auf das Unterteil ausübst. Möglichst während das Gerät auf dem Tisch steht, so dass sich das Display nicht bewegt. Z. B. einen Finger unter eine der vier Geräteecken legen und mit der anderen Hand das Unterteil etwas durchdrücken.
Verändert sich dabei etwas am auf dem Display dargestellten Bild?

Auch mal am Displayrahmen drücken, ihn verwinden etc.

Es ist schwierig, mit dieser Vorgehensweise zu einer wirklich klaren Diagnose zu kommen, da sich selbst zarteste Bewegungen am Displayteil immer auch auf das Unterteil auswirken und auf das Mainboard einwirken. Wir reden hier über tausendstel Millimeter. Die entscheiden bei Wackelkontakten (infolge abgerippter BGA-Pins) nämlich schon deutlich über Wohl und Wehe.


Wenn sich der Verdacht erhärten sollte, dass das Unterteil sensibel auf Temperaturänderungen, oder mechanische Einwirkungen, reagiert, dann verabschiede Dich innerlich von dem Gerät.
Egal was Du woanders liest, ich rate dann von der Reparatur ab.

Wenn es aber am Display zu liegen scheint, dann einfach bei eBay ein neues kaufen (ca. 50,- EUR) und austauschen - recht schnelle Sache.
Um einen Displayrahmen zu öffnen, nach dem Lösen eventuell vorhandener Schrauben, mit den Fingern von innen her unter den Rahmen greifen und mit dezenter Kraft auseinander rupfen, Stück für Stück. Dabei springen die Snap-In-Verbinder (wenn auch mit einem beunruhigend knackenden Geräusch) schadfrei auseinander.
NICHT von außen her mit Gegenständen auseinander hebeln; das macht man nur bei Notebook-Unterteilen so.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte nur öffentlich im Forum stellen! -
- Bitte nicht per E-Mail, oder Telefon nach Reparaturtipps fragen! -

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Freitag, 7. Dezember 2018, 19:58

Vielen Dank für die Antwort.
Versuche mal mein Glück. Wenn es der Chip ist.... logo ne Rep lohnt da nicht mehr.
Gruss Loom