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Montag, 21. Januar 2019, 12:24

Lenovo Z50-70 geht nicht an

Hallo,



habe vor mir ein Notebook von Lenovo, welches gestern leider den Geist
aufgab. Gerät lässt sich nicht mit Netzteil einschalten.Folgendes habe ich überprüft:

-Netzteil ok

-Mosfets der Eingangsstufe ok

-keine Bauteile werden heiß.

-3V und 5v nicht ok.Keine Standby Spannung an den Spulen.

Ohne Netzteil und nur mit Akku startet das Gerät.Schaltet sich aber nach 10 Sec. ab.In der Zeit sind auch die 3V und 5V an den Spulen vorhanden.Evt liegt ein Bios Fehler vor?

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.



Habe mir die Eingangsstufe mal genauer angeschaut.Hinter der zweiten MOSFET liegt nur eine Spannung von 0,88v an.Sollte die nicht mit 20V durchschalten? ?-(
Im Akkubetrieb liegt dort eine Spannung von 15V an.Nur mit Netzteil 0,88V.
»Boldy« hat folgende Datei angehängt:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Leo« (21. Januar 2019, 12:44)


Leo

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2

Montag, 21. Januar 2019, 12:46

Hallo Boldy,

bitte keine Schaltpläne im Anhang aufführen, dies verstößt gegen das Urheberrechtsgesetz und ist für den Forenbetreiber strafbar.

Ich habe einen Link in der versteckten Box eingefügt ;-)
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3

Montag, 21. Januar 2019, 15:29

Vorweg vielen Dank an Leo, für sein Eingreifen!

Und @Boldy:
Du siehst das genau richtig, der zweite MOSFET müsste genauso durchschalten, wie der erste.
Grundsätzlich gibt es (von seltenen anderen Fehlern abgesehen) hauptsächlich zwei Ursachen, wenn das mal nicht der Fall ist:
  1. MOSFET defekt
  2. Ladecontroller defekt (PU301).

In Deinem Fall ist als zweiter MOSFET eine kleinere Bauform bestückt, verglichen mit dem ersten. Die Erfahrung lehrt, dass in solchen Designs typischerweise der kleinere MOSFET stirbt. Das beweist zwar nichts, aaaber ... zudem ist es in Deinem Design so, dass die Gates der beiden MOSFETs sind miteinander verbunden sind. Da der erste MOSFET ordnungsgemäß durchschaltet, mangelt es ergo nicht an der Gate-Ansteuerung. Damit ist der Ladecontroller außer Verdacht.

Fazit:
Klarer Fall, MOSFET Nr. 2 ist defekt.
- Austauschen, dann sollte alles wieder gut sein.

Es ist übrigens in sehr weitem Maße wurscht, was Du da bestückst; es muss nicht unbedingt der 4483 sein. Hauptsache der Ersatztyp ist ein P-Kanal und im durchgeschalteten Zustand nicht viel hochohmiger (besser etwas niederohmiger), als das Original.
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4

Donnerstag, 24. Januar 2019, 19:20

Leider half ein Austausch der zweiten MOSFET durch eine P-Ch.AO4407A nichts. Gerät
last sich nun einschalten und startet nach kurzer Zeit immer neu. Legt man den
Akku ein, wird die zweite MOSFET sehr heiß. Alles ohne Bildausgabe. An den
beiden Gate-Pins liegen volle 20V an. Sollte dort nicht deutlich weniger
Spannung ankommen?


Des weiteren habe ich die Spannungen an den Spulen gemessen.

An allen Spulen liegen Spannungen an.3v und die 5v.

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5

Donnerstag, 24. Januar 2019, 19:50

Leider half ein Austausch der zweiten MOSFET durch eine P-Ch.AO4407A nichts. Gerät

last sich nun einschalten
Dann hat der Austausch ja eindeutig doch was gebracht ...


Legt man den

Akku ein, wird die zweite MOSFET sehr heiß.
Lasse den Akku vorerst weg.
Zuerst muss die Kiste am Netzteil laufen, erst dann kümmern wir uns um den Akku.
Akkubetrieb ist wesentlich komplizierter, da wird man irre, wenn man gleich damit anfängt, wenn der Rest noch nicht geklärt ist.

Trotzdem frage ich mal nach: War zugleich das Netzteil eingesteckt und unter Saft, oder war es ein reiner Akku-Betrieb, bei dem der zweite MOSFET heiß wurde?


An den

beiden Gate-Pins liegen volle 20V an. Sollte dort nicht deutlich weniger

Spannung ankommen?
Ähem, ja, es sind P-Kanal-Typen, die steuern dann durch, wenn die Gatespannung so ca. 6V tiefer gezogen wird.
Wenn Du dort 20V misst, dann müssten die beiden MOSFETs eigentlich sperren. Tun sie das nicht, dann sind sie beide im Eimer!


An allen Spulen liegen Spannungen an.3v und die 5v.
Du musst aber an manchen Spulen auch deutlich tiefere Spannungen messen können. Z. B. 1,5V und ca. 1V, bis herunter zu sogar knapp unter 1V.
Die genauen Spannungswerte hängen von der Bestückung ab und sind teilweise per BIOS modifizierbar, aber in ungefähr dieser Größenordnung müssen einige Spannungen liegen.
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6

Donnerstag, 24. Januar 2019, 21:48

Ähem, ja, es sind P-Kanal-Typen, die steuern dann durch, wenn die Gatespannung so ca. 6V tiefer gezogen wird.

Wenn Du dort 20V misst, dann müssten die beiden MOSFETs eigentlich sperren. Tun sie das nicht, dann sind sie beide im Eimer!

Beide nun ersetzt!Am Gate nun 5v :-)MOSFET bleibt kalt! :013:

Bios neu Geflasht das Gerät startet und hat Bild!! ROTFL ROTFL ROTFL


Danke!!!! :562:
»Boldy« hat folgende Datei angehängt:
  • IMG_1415.JPG (2,2 MB - 26 mal heruntergeladen - zuletzt: 15. Juni 2019, 04:14)

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7

Donnerstag, 24. Januar 2019, 22:13

Glückwunsch zu Deinem Erfolg, Boldy!

Jetzt interessiert mich aber noch die Sache mit dem BIOS-Flash, obwohl ich schon ahnte, dass das noch kommen würde: Hast Du dazu das/die EEPROM(s) ausgelötet und per Programmiergerät neu geflasht, oder konntest Du das per USB-Stick etc. erledigen?
Und was passierte direkt nach dem Austausch der MOSFETs, also noch vor dem BIOS-Flash?
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8

Freitag, 25. Januar 2019, 17:46

Es scheint wohl doch der Ladecontroller ein Problem zu haben.
Wieder dasselbe mit der Zweiten MOS.Wenn der Akku drin ist wird die wieder Heiß.
Nur mit Netzteil und Akku raus läuft das Notebook.Und ohne Netzteil nur mit dem Akku auch.

Jetzt interessiert mich aber noch die Sache mit dem BIOS-Flash, obwohl ich schon ahnte, dass das noch kommen würde: Hast Du dazu das/die EEPROM(s) ausgelötet und per Programmiergerät neu geflasht, oder konntest Du das per USB-Stick etc. erledigen?



Hab es mit einen Flash gerät gemacht. Ist so eine Art Zange
dran die man auf dem Bios Chip steckt.Klappt ganz gut auch ohne auslöten :562:

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9

Freitag, 25. Januar 2019, 18:29

Es scheint wohl doch der Ladecontroller ein Problem zu haben.
Wieder dasselbe mit der Zweiten MOS.Wenn der Akku drin ist wird die wieder Heiß.
Nur mit Netzteil und Akku raus läuft das Notebook.Und ohne Netzteil nur mit dem Akku auch.
Lasse den Akku mal weg, stöpsel nur das Netzteil an und messe bitte noch einmal folgende vier Spannungen (im ausgeschalteten Zustand):
1) Vor dem ersten MOSFET
2) Zwischen den beiden MOSFETs
3) Hinter dem zweiten MOSFET
4) Die Gate-Spannung

Dann betätige den Einschalttaster und wiederhole diese vier Messungen.

Danach ziehe das Netzteil ab, setze statt dessen den Akku ein und wiederhole die nunmehr acht Messungen.

Im Anschluss stecke zusätzlich zum Akku auch das Netzteil ein und wiederhole die acht Messungen abermals.
Also insgesamt 24 Messungen.
Dann haben wir bedingungslos jede Variante durch und können darauf basierend präzise, logische Schlussfolgerungen anstellen.


Hab es mit einen Flash gerät gemacht. Ist so eine Art Zange
dran die man auf dem Bios Chip steckt.Klappt ganz gut auch ohne auslöten :562:
Oh, das klappt bei mir nie.
Es kann sowieso nur dann klappen, wenn das Layout dafür vorgesehen ist.
Darüber hinaus muss das Programmiergerät tauglich sein, dieses doch recht lange Flachkabel zu treiben (was bei meinem EZP2010 offenbar nicht der Fall ist).
Ich habe mein Kabel schon radikal gekürzt, trotzdem klappt es bei mir nicht. Welches Gerät verwendest Du?
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10

Freitag, 25. Januar 2019, 19:53

Lasse den Akku mal weg, stöpsel nur das Netzteil an und messe bitte noch einmal folgende vier Spannungen (im ausgeschalteten Zustand):




Mosfet die erste
:Drain Pin5-8=20V
:Source Pin1-3=20V
:Gate Pin4 =5V

Zwischen den beiden MOSFETs
:Source Pin1-3=20V:Gate Pin4=5V


Hinter dem zweiten MOSFET

:Drain Pin5-8=20V
Dann betätige den Einschalttaster und wiederhole diese vier Messungen.

Sind die gleichen wie oben.
Danach ziehe das Netzteil ab, setze statt dessen den Akku ein und wiederhole die nunmehr acht Messungen.




Mosfet die erste
:Drain Pin5-8=0V
:Source Pin1-3=15V
:Gate Pin4 =12V



Zwischen den beiden MOSFETs

:Source Pin1-3=15V
:Gate Pin4=12V

Hinter dem zweiten MOSFET
:Drain Pin5-8=15V
Im Anschluss stecke zusätzlich zum Akku auch das Netzteil ein und wiederhole die acht Messungen abermals.




Mosfet die erste
:Drain Pin5-8=18V
:Source Pin1-3=18V
:Gate Pin4=18V


Zwischen den beiden MOSFETs
:Source Pin1-3=18V
:Gate Pin4=18V

Hinter dem zweiten MOSFET

:Drain Pin5-8=18V
Welches Gerät verwendest Du?
Ein CH341A mit schönen langen Kabel und brauchbarer Klemme.Die mitgeschickt wurde war schrott.Kabel nur 10cm lang und die Zange ist immer vom Mainboard gesprungen.

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11

Freitag, 25. Januar 2019, 21:28

Au Backe, das ist jetzt unerwartet ...
Übrigens hast Du Schlingel nur die Hälfte der Messungen vorgenommen. Du solltest das doch einmal bei ausgeschaltetem Gerät messen und dann jeweils noch einmal, nach Betätigung des Einschalttasters.
Schade, auch, dass Du die Nachkommastellen einfach unterschlägst, weswegen ich nicht wissen kann, ob Du womöglich grob unzulässig gerundet hast. Denn es macht natürlich einen riesigen Unterschied, ob ein MOSFET voll leitet, weil er durchsteuert, oder ob er eigentlich sperrt, der Strom jedoch trotzdem über seine interne Bulk-Diode fließt ...
- Ohne Nachkommastellen gehen solche "Details" unter!

Aber sei's drum - mit der Messreihe bei reinem Netzteilbetrieb bin ich noch 100% zufrieden.

Etwas stutzig macht mich die Messreihe bei reinem Akkubetrieb. Hier würde ich erwarten, dass die Gatespannung höher ist, denn wir haben es mit P-Kanal zu tun und die beiden MOSFETs sollen bei reinem Akkubetrieb ja voll sperren.

Vollends verwirrend finde ich aber die Messreihe bei Netzteil plus Akku! - Da stimmt was nicht!
In diesem Betriebsfall müsste der Akku aus dem Netzteil geladen werden, was ordentlich Strom aus dem Netzteil zieht, wodurch die Spannung auf 18V sinkt. Das ist recht viel Spannungsabfall und mehr als erwartet, aber lassen wir das so gerade eben mal noch durchgehen. Jedenfalls müssten jetzt beide MOSFETs voll leiten (tun sie offenbar auch), infolge von Ansteuerung der Gates. Aber Du misst an den Gates satte 18V, was doppelt sonderbar ist: Erstens müsste bei P-Kanal eine so hohe Gatespannung die Sperrung der MOSFETs bewirken, zweitens ist diese hohe Spannung aber sowieso komplett unlogisch, weil in diesem Betriebszustand die MOSFETS leiten sollen, ergo deren Gates negativ angesteuert werden müssten, die Spannung folglich gute 6V und mehr tiefer sein müsste.
Ich würde bei der dritten Messreihe also maximal 12V an den Gates erwarten (eher sogar weniger), aber ganz sicher keine 18V.

Mit irgendeinem durchgeschlagenen Kerko kriege ich die Diskrepanzen auch nicht erklärt (was dennoch mal per Durchgangstest überprüft werden sollte).

Für heute bin ich dazu schon zu müde, aber morgen müssen wir uns mal die ganze Ansteuerlogik vorknöpfen, sowie hier und da mal testweise Signale künstlich aufzwingen.

Eingangsschaltungen mit N-Kanal MOSFETs sind in dieser Hinsicht deutlich einfacher zu überprüfen, obwohl sie die Erzeugung einer erhöhten Gatespannung benötigen, per (im Ladecontroller integrierter) Ladungspumpe.
Nun ja, morgen sehen wir weiter ...
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12

Samstag, 26. Januar 2019, 11:28

Habe zu Testzwecken mal ein zweites Netzteil plus Akku
angeschlossen und die beiden Gate Spannungen an den MOSFET´s sind jetzt bei 4,9V.Schaltet man das Gerät
dann ein wird aber nur über Akku die Spannung gezogen trotz dem angeschlossenen Netzteil. Mir
ist so als ob das Netzteil nicht richtig erkannt wird.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Boldy« (26. Januar 2019, 12:30)


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Sonntag, 27. Januar 2019, 04:45

Das kann gut sein, bei HP ist der Stecker dreipolig. Über den Mittelpin erfolgt die Erkennung.
Diese Erkennung ist bei HP übrigens betont simpel - im 19V-Stecker (bzw. 20V-Stecker) befindet sich ein eingearbeiteter Widerstand, dessen Präsenz vom Embedded Controller überprüft wird (Signalname: ADAPTER_ID).

Messe mal bei eingestecktem Netzteil, dem aber keine 230V zugerführt werden, den Widerstand zwischen den Pins 2 und 3 desjenigen Steckverbinders auf dem Mainboard, der zur Buchse führt (JDCIN1).
Wenn ich nicht irre, müssten da so ca. 20k zu messen sein, wenn der Netzteilstecker in der Buchse steckt.




Aber nun wieder zu Deinen Messungen aus dem vorherigen Postings:
Ich kriege Deine Messergebnisse partout nicht eingeordnet. Weder bei intakter, noch bei sonstwie defekter Schaltung kann ich mir Deine Messwerte plausibel erklären!

Wie schon geschrieben, bin ich nur mit der Messreihe bei reinem Netzteilbetrieb voll und ganz zufrieden.
Die von Dir gemessenen 5V an den Gates korrespondieren völlig mit der Erwartung. PQ990A sperrt, aber PQ307B schaltet durch. Dadurch liegt die durch den Spannungsteiler PR303/PR307 zu erwartende Spannung (halt die 5V) an den Gates der beiden Eingangs-MOSFETs. Diese schalten folglich durch; alles wie erwartet.

Was ich aber partout nicht nachvollziehen kann, ist wie die 12V an den Gates zustande kommen, bei reinem Akkubetrieb!
Das geht eigentlich nur dann, wenn eines der direkt an der Gate-Ansteuerung beteiligten Bauteile "leakt", also nicht ganz sperrt.
Auf den ersten Blick kommen dafür zwar mehrere Bauteile in Betracht, aber den meisten davon kann man doch sofort einen Persilschein ausstellen, wenn man berücksichtigt, dass sie sich im reinen Netzteilbetrieb nicht auswirken. Dann bleibt meines Erachtens eigentlich nur PQ307B übrig. Wenn der nicht völlig sperrt, wenn er es eigentlich sollte, dann könnte das die Gatespannung der Eingangs-MOSFETs entsprechend verzerren.
Hochohmig leakende Kleinsignal-MOSFETs finde ich aber eher unwahrscheinlich ...

Zudem passt obiges auch nicht zu Deiner dritten Messreihe (Netzreil plus Akku). Denn da hast Du ja 18V an den beiden Gates, was sich mit einem leakenden PQ307B beißt; es sei denn, PQ304 würde durchschalten. Aber das wäre wiederum eine Fehlfunktion, weil ein Durchschalten von PQ304 die beiden Eingangs-MOSFETs sperren würde, was bei Betrieb am Netzteil einfach nicht sinnvoll ist (am Rande erwähnte Ausnahme: Akku-Pflegefunktion, also wenn der Akku - trotz vorhandenem Netzteil - gezielt entladen werden soll).

Die Verwirrung ist also groß!
Es hilft hier nichts, Du musst jetzt insbesondere die Drainspannungen (plus Gate-Spannungen) der ganzen Kleinsignal-MOSFETs in dem Bereich mal überprüfen, auch wenn es Arbeit macht.
Vorzugsweise eine Tabelle anlegen, mit den jeweiligen Bauteilnamen, den Bauteil-Anschlüssen und der gemessenen Spannung.
Dabei auch den Betriebsmodus notieren, in dem gemessen wurde, z. B. "Reiner Akkubetrieb, Gerät nicht eingeschaltet".

Die ganzen Kleinsignal-MOSFETs arbeiten ja offenkundig "digital", also als Schalter. Hier sind also keine analogen Spannungswerte zu erwarten, sondern entweder quasi Null Volt (durchgeschalteter Zustand), oder, im gesperrten Zustand, die jeweilige Signalspannung.

Beginnen würde ich mit dem reinen Akku-Betrieb.
In diesem Modus würde ich erwarten, dass die beiden Eingangs-MOSFETs sperren.
Wann sperren sie? - Wenn die Gatesspannung annähernd gleich der Akkuspannung ist.
Dazu müssen PQ990A und PQ307B sperren. An deren Drains müssen also fast 15V zu messen sein, oder zumindest rund 14,3V. Jedenfalls eindeutig mehr, als Deine vormals an den Gates der Eingangs-MOSFETs gemessenen 12V.


Noch mehr Ergüsse spare ich mir vorerst, sonst brummt Dir bloß der Schädel und Du überliest die Hälfte. Du sollst es ja auch alles nachvollziehen und aktiv begreifen, statt bloß eine vor den Latz geknallte, ellenlange Anleitung stupide abzuarbeiten.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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