Sie sind nicht angemeldet.

1

Montag, 1. April 2019, 19:08

DELL XPS 12 9Q23 Akku wird nicht geladen

Start des 2in1 Gerätes mit Netzteil OK. Netzteil "Dell 45W Slim Power ADAPTER Kit" wird aber im BIOS nicht erkannt (AC Adapter Type 'unknown').
Vermutlich ist das der Grund, warum der Akku nicht geladen wird. Betrieb mit Netzteil OK.
Multimeter und Grundkenntnisse sind vorhanden. Betriebssystem ist WINDOWS 10. BIOS ist aktuellste Version A10 installiert.
Wir würden gerne das Gerät mobil betreiben, anders ist uns nicht wirklich geholfen.

Foto von Platine als Anhang
Platine2.jpg
Platine.jpg

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 263

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

2

Montag, 1. April 2019, 20:20

Hallo Akersch,

ich habe mir mal erlaubt, die Einbindung der Anhänge in Deinem Posting zu reparieren.

Zu Deinem Problem:
Solche Ladeprobleme sind oft garstig!

Zuerst probiert man natürlich ein neues Netzteil (sofern verfügbar).
Wenn nicht verfügbar, oder wenn das keine Änderung bewirkt, dann solltest Du mal das Signal vom Mittelpin des Steckers beäugeln, wenn ins Notebook eingesteckt.
Vermeide hier unbedingt einen Kurzschluss! Damit kannst Du nämlich ruckzuck den 1-Wire-Chip, der im Netzteil sitzt, killen.

Ich habe schon vor einem Jahr mal einen Thread zum Thema erstellt: Wenn ein Dell-Notebook den Akku nicht lädt
Wirklich abgeschlossen ist die Sache zwar noch nicht, aber immerhin gibt es dort schon allerhand Informationen bezüglich dessen, was da in dieser 1-Wire-Kommunikation abläuft.

Falls bei Dir ebenfalls so ein Hardcore-Fehler vorliegen sollte, wirst Du rein mit dem Multimeter offenkundig nicht weit kommen.
Du könntest dann einfach mal versuchen, das BIOS neu zu flashen.

Wenn das nicht hilft, dann besorge Dir von eBay einen billigen Logic-Analyzer (ca. 10,- bis 15,- EUR). Z. B. den hier:
https://www.ebay.de/itm/163484811682

Auf YouTube wirst Du reichlich Anleitungen finden, unter dem Suchbegriff "Saleae Logic-Analyzer".
Ich selbst habe mit dem Ding zwar keine eigenen Erfahrungen (ich besitze einen vergleichsweise hochwertigen LogicPort), aber nach dem, was ich bisher so gesehen habe, scheint mir die Software für das preiswerte Teil, sowie auch die ganze Handhabung der Hardware, durchaus Vorteile zu haben, gegenüber meinem (zwar guten, aber auch recht umständlichen) LogicPort.


Wenn alle Stricke reißen:
Ich erinnere mich noch grob, dass es mal Wunder wirkte, einen Pull-Up-Widerstand innen im Grät an den Signalpfad vom Mittelpin zu löten.
Den genauen Grund habe ich nicht mehr im Kopf, jedenfalls war da das Design des Herstellers irgendwie suboptimal. Ich müsste die Info allerdings erst suchen und wiederfinden, jedenfalls hätte ich da eventuell noch einen Tipp, falls alles vorherige erfolglos bleiben sollte.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte möglichst öffentlich im Forum stellen! -
Telefonische Reparaturtipps sind ab sofort kostenpflichtig, siehe hier:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=504

3

Dienstag, 2. April 2019, 20:16

Lieber EDV Dompteur, ganz herzlichen Dank für die prompte Antwort! Sobald ich mir den Widerstand bsorgt habe, werde ichihre Vorschläge ausprobieren.
Danke und liebe Grüße, AKERSCH

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 263

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

4

Mittwoch, 3. April 2019, 13:47

Aber vorsicht, wir haben noch nicht darüber gesprochen, welchen Wert der Widerstand haben sollte und wo genu der hingeschaltet werden muss!
Wie gesagt erinnere ich mich nicht mehr an die Details und man sollte wirklich vorsichtig damit sein, einfach auf Verdacht irgendwelche zusätzliche Bauteile einzulöten, wenn man nicht genau weiß, was man tut.
Es wird wohl Schaden anrichten, wenn der an 19V angeschlossen wird.
Da das Signal vom Mittelpin letztendlich zum Embedded Controller führt, sind wohl 3,3V passend. Dummerweise kann man das aber auch nicht so pauschal sagen, weil das Signal zuvor sicherlich noch konditioniert wird und dabei über diverse diskrete Bauteile läuft.
Aber 3,3V müsste passen, denn ich glaube, der 1-Wire-Chip im Netzteil läuft damit.

Zumindest kann man keinen Schaden anrichten, wenn der an 3,3V geklemmt wird.
Es sollten dann die 3,3V "allways_on" sein, also jene 3,3V, die auch bei ausgeschaltetem Gerät zur Verfügung stehen. Denn andernfalls würde der Rechner ja im ausgeschalteten Zustand nicht geladen werden können.

Ist also alles etwas vage, solange man den Schaltplan nicht hat.
Darum ja mein Rat, zunächst ein anderes Netzteil zu probieren, sowie einen BIOS-Flash.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte möglichst öffentlich im Forum stellen! -
Telefonische Reparaturtipps sind ab sofort kostenpflichtig, siehe hier:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=504

Verwendete Tags

AKKU, Dell, NETZTEIL, XPS 12