Sie sind nicht angemeldet.

1

Dienstag, 27. August 2019, 20:00

HP Probook 4740s

Habe einen HP Probook 4740s mit Windows 7 Prof. und 4 GB Ram, sowie HDD 500 GB
prepariert. Läuft nachdem ich das Gerät eingeschaltethabe anstandslos.Wenn ich das
Gerät ausschalte und zu einem späteren Zeitpunkt wieder einschalte, dann klappt das
nicht. Wenn ich dann den Ram auf den zweiten Steckplatz stecke dann kann ich normal
starten. Habe mehrere RAM Module ausprobiert, immer das sellbe. Erneutes starten muss
ich den RAM auf den anderen Steckplatz stecken.Was kann die Ursache sein?
Mit Gruss

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 293

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 27. August 2019, 21:25

Grundsätzlich beginnt jede Fehlersuche mit der Überprüfung aller Spannungen. Und zwar per Oszi, um den Stördreck auch zu bemerken, den Multimeter übersehen.
Wenn der Puffer-Elko eines Schaltwandlers gealtert ist und nicht mehr gut siebt, dann kann das ulkige Effekte verursachen.

In Deinem Fall kann es aber auch gut sein, dass der BGA-Chip, der die RAM-Module betreibt, ein Reballing benötigt.
Wenn einzelne BGA-Pins vom Mainboard abgerippt sind, dann geben die nur noch losen Kontakt. In dem Fall reagiert das System dann empfindlich auf zarteste mechanische Einflüsse, wie sie auch bei thermischem Verzug auftreten.
Das kann sich dann so äußern (aber auch fast beliebig anders):
* Kaltes Gerät - Welt in Ordnung.
* Warmes, laufendes Gerät - Fehler, von denen man nicht unbedingt etwas mitkriegt.
* Erneuter Einschaltversuch - Zicken.

Zum Einkreisen der Macke kannst Du mal den Kühlkörper abnehmen und das Mainboard mit gezielter Erhitzung (Heißluft) und Kühlung etwas malträtieren.
Auch mal leicht biegen und mit der Rückseite eines Schraubendrehers drauf herum klopfen.
Wenn das Mainboard nur auf Thermik reagiert, dann tippe ich eher auf einen gealterten Elko.
Wenn das Mainbaord aber auch auf Klopfen/Biegen reagiert, dann hast Du Pin-Rupp-up am Chipsatz.

Es mag gruselig wirken, ein MB ohne Kühlkörper zu betreiben und dann auch noch mit Heißluft zu quälen, aber das ist problemlos möglich und ein taugliches Mittel, um solche Fehler aufzuspüren.
Um sicher zu gehen, dass nichts überhitzt, kannst Du einfach eine Thermo-Etikette auf den Chip kleben. Oder ein Stück Bon-Papier irgendwie darauf fixieren.
Solche Thermo-Papiere werden bei ungefähr 110 Grad schwarz. Und das ist eine Temperatur, die der Chip auch im Betrieb noch verkraftet.
Gehe also gerade bis zur vollständigen Schwarzfärbung an die Sache heran. Da hast Du immer noch dick genügend Luft, bis zum Überhitzungstod.

Was wirklich ungut ist, das ist ein schroffer Temperaturwechsel, der mit Heißluft aber kaum machbar ist.
Kältespray hingegen, ist so ein übles Zeug, das augenblicklich die Temperatur in einem weiten Sprung nach unten reißt. Damit sollte man also eher vorsichtig sein.

Wenn Du zu dem Schluss kommst, dass ein Reballing anliegt, dann wende Dich damit vertrauensvoll an den geschätzten Kollegen Sleepygti.
Ich persönlich repariere sowas aus Überzeugung nicht, aber Sleepygti schwört Stein und Bein, dass er es drauf hat.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte möglichst öffentlich im Forum stellen! -
Telefonische Reparaturtipps sind ab sofort kostenpflichtig, siehe hier:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=504

3

Mittwoch, 28. August 2019, 12:48

Danke. Werde mich an die Arbeit machen.

4

Sonntag, 8. September 2019, 16:24

HP 4740

Hallo. Bin vorgegangen wie empfohlen. Leider keine Besserung.
Kostengünstig läßt sich da wohl jetzt nichts machen, oder?
Mit Gruss

Zur Zeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Ähnliche Themen