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Leo

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Samstag, 14. März 2020, 17:47

Medion Akoya P2502 D AIO stellt sich tot

Hallo Kollegen,

hab hier mein PC meiner Haussteuerung welcher den Geist aufgegeben hat.
Es handelt sich um ein Medion Akoya P2502 D AIO MSN: 10018814
Ersatz gibt es vom Hersteller nicht mehr....
Es stellt sich leider Tod, lässt sich nicht einschalten, es blinkt oder leuchtet auch keine LED.
CPU wurde schon ausgetauscht, leider ohne Erfolg.

Jetzt sollte es so sein, dass das Mainboard der Grund dafür ist.

Leider hab ich zu dem Gerät keinen Schaltplan gefunden,
was die Fehlersuche um einiges erschwert.

Das erste Problem ist schon, wo genau die beiden Eingangsmosfets sitzen.

Folgende Messungen hab ich bereits durchgeführt:

QD5H2:

Pin 1-4 = 5V
Pin 5-8 = 19,6V

QD3H2:

Pin 1-4 = 3,3V
Pin 5-8 = 19,6V

SQD3L1:

Pin 1-4 = 3,3V
Pin 5-8 = 0

SQD5L1:

Pin 1-4 = 5V
Pin 5-8 = 0V


Laut den Messungen sollte hier der Eingangsbereich
nicht sein, außer bei Desktop PC Mainboards ist
alles anders aufgebaut, was ich jetzt aber nicht glaube.

Hat hier jemand eine Idee?
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2

Sonntag, 15. März 2020, 08:12

Leo, lass bitte das Saufen! Du verträgst es nicht!

Punkt 1, der gegen die Sauferei spricht:
CPU wurde schon ausgetauscht, leider ohne Erfolg.
:208:
NIEMALS beginnt eine Fehlersuche mit dem Austausch der CPU! (Die ist sowieso praktisch nie kaputt.)

Die Fehlersuche beginnt IMMER (immer, immer immer!) mit der Überprüfung der Spannungsversorgung! IMMER!!!
- Habe ich schon erwähnt, dass die Fehlersuche IMMER mit der Überprüfung der Spannungsversorgung beginnt?

Ach ja, und bevor ich es vergesse, es zu erwähnen: Eine Fehlersuche beginnt wirklich IMMER mit der Überprüfung der Spannungsversorgung!

Noch etwas: Falls Du es noch nicht wusstest, dass eine Fehlersuche immer mit der Überprüfung der Spannungsversorgung beginnt, dann lese die obigen Zeilen noch einmal.



Punkt 2, der gegen die Sauferei spricht:
Das erste Problem ist schon, wo genau die beiden Eingangsmosfets sitzen.
Also was der erste MOSFET ist, sieht man doch glasklar am Layout!
Es ist (erwartungsgemäß) der MOSFET in unmittelbarster Nähe der Stromversorgungsbuchse.
Der Strom kommt vom Pluspol der Buchse, läuft über zwei parallel geschaltete Drosseln und dann weiter zu den drei Source-Anschlüssen des ersten MOSFETs:



Wo der zweite MOSFET sitzt, erkenne ich anhand Deiner Bilder leider nicht so klar, aber eines ist sonnenklar: Die vier Drain-Anschlüsse des ersten MOSFETs werden eine per Durchgangsprüfer auffindbare Verbindung zum zweiten MOSFET haben!
- Und zwar größter Wahrscheinlichkeit zu dessen vier Drain-Anschlüssen.
(Eine seltene Ausnahme erlebten wir jüngst bei Fox's IBM-Mainboard.)


Punkt 3, der gegen die Sauferei spricht:
Wie hast Du denn eigentlich die Pins nummeriert???
Äh, ich habe es im obigem Bild mal korrekt gemacht ...
Pin-Nummerierungen von ICs und MOSFETs verlaufen immer gegen den Uhrzeigersinn, einmal "im geschlossenen Kreis" rund herum.
Pin 1 ist auf ICs und MOSFETs immer markiert, mit einem kleinen Punkt auf dem Gehäuse.
Unmöglich, dass Du das nicht wusstest, es ist nur durch Drogen und/oder Suff erklärbar, wie Du die Pinnummern eingezeichnet hast.


Punkt 4, der gegen die Sauferei spricht:
Deine fröhlichen Messungen an wahllos irgendwelchen MOSFETs sind schön, aber das sind natürlich nicht die Eingangs-MOSFETs, sondern die gehören zu zwei Schaltwandlern, wie man ja schon an den Spulen sieht, in deren unmittelbarer Nähe.

Trotzdem können wir über Deine Messungen froh sein und brauchen den zweiten Eingangs-MOSFET schon gar nicht mehr zu suchen. Denn wie Deine Messungen belegen, sind 19,6V auf der Systemrail vorhanden.
(Überprüfe allenfalls, ob auch direkt an der Buchse, oder an den drei Source-Pins des ersten MOSFETs, 19,6V anliegen ... und nicht 20,3V oder so was.)

Weiterhin belegen Deine Messungen, dass die beiden Schaltwandler für 5V und 3,3V arbeiten.
Nun könntest Du entweder ein paar Indikatoren nehmen und auf jede Spule so ein Ding stellen, oder den Spulen per Oszi zu Leibe rücken.
Wie wir ja wissen, werkeln nach Stromzufuhr zunächst immer nur die Spulen für 5V und 3,3V. Und das ist bei Dir bereits gegeben.
Die übrigen Spulen werden erst nach Betätigung des Einschalttasters aktiv. Und da wird es bei Dir sicherlich klemmen.
- Aber das können wir uns wohl schenken!
Denn:

Da bei Dir keine einzige LED leuchtet, ist eigentlich bereits klar, dass der Embedded Controller seinen Job nicht tut.
Es wäre denkbar, dass er seine "3,3V Allways-On" per Linearregler erhält ... bzw. eben nicht erhält, weil der Linearregler eventuell nicht tut wie er soll.
- An welchen Pins des ECs man das überprüft, solltest Du schneller als ich beantworten können, nachdem Du genau solche Daten ja nun schon für fast 2000 Mainboards in eine Excel-Tabelle eingehackt hast.
Hier bist eindeutig Du der König!


Aber der viele Müll, den Du hier verzapft hast, den hätte ich Dir echt nicht mehr zugetraut!
Es hapert zu meiner völligen Überraschung ja noch an allen Ecken und Enden an den Basics.
Dass Du den ersten MOSFET nicht zielsicher identifizieren konntest, finde ich schon regelrecht grotesk!
Aber dass Du das dann noch garnierst, mit einer völlig falschen Nummerierung der Pins, haut mich echt vom Hocker!

Leo, lese bitte noch einmal den Schnellkurs-Thread durch!
Zur Erinnerung: Der Saft von der Buchse geht immer zum ersten MOSFET. Dem Durchgangsprüfer ist es dabei völlig wurscht, ob dazwischen noch Drosseln liegen, oder nicht. Der Pluspol der Buchse kann nur zu einem einzigen MOSFET Durchgang haben und das ist dann garantiert der erste Eingangs-MOSFET!
(Wir vernachlässigen mal den theoretisch möglichen, aber hier nicht vorliegenden Fall, dass der erste MF 'nen internen Kurzschluss hat - dann würde der Durchgangsprüfer natürlich bis zum zweiten MOSFET piepen).
Es ist einfach unmöglich, den ersten MOSFET nicht zu finden! Meistens (so auch bei Deinem MB) sieht man schon am Layout glasklar, was los ist. Wenn ausnahmsweise mal nicht, dann ist ein simpler Durchgangsprüfer hier das unfehlbare Werkzeug, das jeden Zweifel beseitigt.
Denke Dir im Posting Nr 5 des Schnellkurses noch die zwei parallelen Drosseln zwischen Buchse und erstem MF.

Beachte auch Posting Nr. 9 des Schnellkurses , wegern der Pin-Nummerierung.
- Und Hände weg vom Schnaps!
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte möglichst öffentlich im Forum stellen! -
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Leo

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Sonntag, 15. März 2020, 09:28

Ja bin schon einige Zeit raus aus dem Thema, da vergisst man schnell alles.
Aber Eingangsspannung hatte ich schon gemessen, nur vergessen das zu schreiben.

Außerdem hab ich das nebenbei mit zwei schreienden Kindern gemacht,
das macht die Sache auch nicht besser...
Ok behandel mich bitte einfach als einen Neuling.

Hab jetzt den ersten Eingangsmosfet gemessen:

Pin 4 = 9,6V
Restliche 19,6V

Zweiter Eingangsmosfet nicht vorhanden,
keine direktverbindung zu irgendeinen anderen Mosfet.
Also vermutlich wieder ein spezielles Layout.

Wie soll ich ohne Schaltplan den 3,3 Always On ausfindig machen?
Notebooks haben ja ganz andere ECs als Desktop PCs.

Nach Internet Recherche finde ich auch keine Infos welcher der beiden
nun der wahre EC ist, vermutlich der Realtek.
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Sonntag, 15. März 2020, 16:10

Aber Eingangsspannung hatte ich schon gemessen, nur vergessen das zu schreiben.
Der im Posting Nr. 1 des Schnellkurses beschriebenen Überprüfung der Eingangsspannung folgen unmittelbar die Aktionen aus den Postings 2, 3, 4 und schließlich 5.
Punkt 5 bereitete Dir ja Probleme, aber es ist halt wichtig, dass die vorherigen Aktionen durchgeführt würden. Nicht dass Deine Kiste bloß 'nen Aufhänger hat, den man per simplem CMOS-Reset weg kriegt, oder so ...

Jedenfalls liegt es in Posting Nr. 5 des Schnellkurses an, die beiden Eingangs-MOSFETs ausfindig zu machen und somit auch die System-Rail.

In Folgeposting Nr. 6 wird beschrieben, dass es nun ansteht, erstmals Spannung anzulegen. Das Ziel ist die Überprüfung, ob die 19V vom Netzteil auch auf die System-Rail gelangen - und das ohne Spannungsverlust, gegenüber der Netzteilspannung.

Hintergrund:
Es wäre möglich, dass einer der beiden Eingangs-MOSFET nicht durchschaltet, der Strom aber durch seine interne Bulk-Diode fließt.
Zumindest bei einem normalen Notebook-Mainboard sind ja immer zwei Eingangs-MOSFETs vorhanden. Und in 99% aller Fälle (Ausnahme: Fox's T20 Mainboard) sind diese beiden so geschaltet, dass bei einem der beiden die interne Bulk-Diode in Durchlassrichtung liegt.
Bei manchen Layouts betrifft das den ersten, bei anderen Layouts den zweiten MOSFET.
Wenn die Diode beim ersten in Durchlassrichtung liegt (oder wenn echt nur ein einziger MOSFET existiert), dann kann es vorkommen, dass hinter diesem eine um rund 0,7V niedrigere Spannung messbar ist, gegenüber der Netzteilspannung. Das würde bedeuten, dass er nicht durchschaltet.

Darum überrüfen wir - BEVOR wir irgend welche Teile tauschen - alles, was in den den Postings 1-6 beschrieben ist.

OK, bei Dir hat es bereits bei Posting Nr. 5 gehakt, Du konntest die Eingangs-MOSFETs nicht finden.
Aber dann stopft man nicht 'nen anderen Prozessor in den Sockel, sondern dann sucht man den ersten MOSFET, bis man ihn gefunden hat.
Und wenn das nicht möglich sein sollte, weil die halbe Platine mit Teer übergossen wurde, dann sucht man halt die System-Rail.
Faustformel: Die 19V der System-Rail führt zu allen Schaltwandler-Eingängen. Und dort sind immer N-Kanal-MOSFETs bestückt.
Das bedeutet, dass es nahe der Spulen MOSFETs geben muss, an deren vier Drain-Pins diese 19V anliegen. Da hat man dann die System-Rail.
Und diese MOSFETs, die die Spule mit den 19V der System-Rail verbinden, nennt man "Upper-MOSFETs", oder auch "high-side-MOSFETs".
- Das nur zur namentlichen Unterscheidung zu jenen MOSFETs, die die Spulen mit Masse verbinden - das wären die "low-side-MOSFETs".

Wenn also die halbe Platine mit Teer übergossen wurde und die Eingangs-MOSFETs partout nicht auffindbar sind, dann begnügt man sich damit, die Spannung an der System-Rail zu messen. Und diese Rail findet man ganz bestimmt, weil sie mit den Drains der ganzen Upper-MOSFETs verbunden ist.

Bevor das alles nicht abgehakt ist, kommen wir gar nicht auf die Idee, einen anderen Prozessor in den Sockel zu stopfen!


Hab jetzt den ersten Eingangsmosfet gemessen:

Pin 4 = 9,6V
Restliche 19,6V

Zweiter Eingangsmosfet nicht vorhanden,
keine direktverbindung zu irgendeinen anderen Mosfet.
Der erste MOSFET ist demnach ein P-Kanal.
Ein solcher wird am Gate "negativ" angesteuert, also mit einer um einige Volt niedrigeren Spannung, verglichen mit der Eingangsspannung. Das passt bei Dir.
Und bei einem P-Kanal, dem die Eingangsspannung am Source zugeführt wird, liegt die interne Bulk-Diode nicht in Durchlass- sondern in Sperrrichtung.
Damit ist es bereits ausgeschlossen, dass dort irgendwie 0,7V verlustig werden.

Fazit: Hinter dem ersten MOSFET liegt die gleiche Spannung an, wie an der Buchse. (Von ein paar Millivolt Verlustigkeit mal abgesehen.)

Dass es keinen zweiten MOSFET gibt, ist "komisch". Wäre aber möglich. Es ist ja kein Notebook-Mainboard, das Du da hast.
Die typische Beschaltung in Notebooks beinhaltet immer zwei MOSFETs. Diese übern zusammen mehrere Funktionen aus, so verhindern sie z. B. dass die Akku-Spannung ins Netzteil abfließt, wenn dieses angestöpselt, aber ausgeschaltet (bzw. nicht mit der 230V-Steckdose verbunden) ist.
Wenn es in Deiner Kiste gar keinen Akku gibt, dann könnte der Hersteller den zweiten MOSFET eingespart haben.

Übrigens hatten wir hier im Forum auch mal einen ganz exotischen Fall, wo es bei einem Notebook-MB scheinbar ebenfalls keinen zweiten MOSFET gab.
Des Rätsels Lösung: Dort beinhaltete der Ladecontroller einen sehr kräftigen MOSFET, der diese Funktion übernahm.

Aber das kann Dir alles wurscht sein, denn Deine Messungen belegten ja bereits, dass auf der System-Rail 19,6V liegen UND dass die Wandler für 3,3V und 5V werkeln.
Darum können wir die Eingangsschaltung bereits als intakt verbuchen und müssen uns damit nicht weiter beschäftigen.


Nach Internet Recherche finde ich auch keine Infos welcher der beiden
nun der wahre EC ist, vermutlich der Realtek.
Sicherlich der mit dem Aufkleber, der durchs Internet hindurch deutlich nach "Firmware" riecht!
Träufel mal etwas Benzin etc. druff und ziehe den Aufkleber ab, um die Chip-Bezeichnung ablesen zu können.
Google wird wissen, was das für ein Chip ist!


Wie soll ich ohne Schaltplan den 3,3 Always On ausfindig machen?
Erster Weg: Indem man den Chip identifiziert und mit dessen Bezeichnung dann Tante Google füttert.

Übrigens, falls noch Restzweifel vorhanden sein sollten, welcher Chip der richtige ist: Wie wir wissen, steuert der EC alle LEDs an. Und wie wir ebenfalls wissen, fragt der EC den Zustand des Einschalttasters ab.
Man könnte also versuchen, per Durchgangsprüfer die Verbindung vom Einschalttaster zu irgend einem EC-Pin durchzuklingeln.
Das klappt nicht immer, weil da manchmal noch ein Widerstand zwischen sitzt, aber es klappt meistens.
Sonst halt mit den LEDs analog verfahren.

Und wenn mal alle Stricke reißen, weil da unauffindbare Widerstände zwischen sitzen, die dem Durchgangsprüfer den Weg verbarrikadieren, dann erinnere Dich doch mal an meine YouTube-Videos!
Gab es da nicht diese sonderbaren Videos mit diesem komischen Tapir?
- In Verbindung mit einer Signalquelle eignet sich der Tapir recht vorzüglich dazu, das Ende einer Signalleitung auzufinden.
Es erfordert etwas Übung, aber wenn man den Bogen raus hat, dann funzt das in solchen sonst schwierigen Fällen echt prima!

Meine Videos richten sich an Leute, die schon grundlegende Erfahrung mit Notebook-Reparatur haben, weswegen ich die absoluten Basics dort nicht erkläre (dazu gibt es ja bereits dieses Forum!). In den Videos zeige ich Tricks, über über den einfachen Kram, den eh jeder kennt, ein Stück hinaus gehen.
Und das Nachverfolgen einer Verbindung, die sich per Durchgangsprüfer nicht nachverfolgen lässt, ist genau so ein "advanced" Trick.


Zweiter Weg:
Man messe die Spannung an den Kerkos beim EC.
Spannungsversorgung wird an Chips immer per Kondensator gepuffert.
Wir suchen zunächst 3,3V (Hinweis: Es gibt auch ECs, die mit geringerer Spannung laufen, aber das ist eher selten).
Und jene 3,3V um die es hier geht (Allways ON) hat KEINE Verbindung zu dem 3,3V Schaltwandler, der bei Dir bereits am Werkeln ist.
Denn: Wir suchen ja genau jene 3,3V, die explizit von einem Linear-Regler erzeugt werden.

Es ist aber nicht gesagt, dass Du tatsächlich fündig wirst, denn es ist möglich, dass der EC bei Dir keine Spannung aus einem Linearregler erhhält.
Wenn dem so sein sollte, dann wäre bei Dir halt der 3,3V Schaltwandler "Allwas On".
Aber wenn das der Fall sein sollte, dann wäre bereits klar, dass mit dem EC was nicht stimmt, denn der Schaltwandler werkelt ja.
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Leo

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5

Sonntag, 15. März 2020, 16:44

Hab den EC ausfindig gemacht.

Hab jetzt gemessen an Pin 4, da hab ich meine 3,3V
An Pin 99 gemessen da hab ich 0V

Muss nur noch schauen wo der Einschalttaster reinkommt.


Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.


Edit von EDV-Dompteur: Das Datenblatt ist "Confidential", darum habe ich es "versteckt".
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6

Sonntag, 15. März 2020, 17:01

Ok Einschalttaster war Pin 75, der funktioniert und hat Durchgang wenn der Einschaltknopf betätigt wird.
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7

Sonntag, 15. März 2020, 17:07

Hab jetzt gemessen an Pin 4, da hab ich meine 3,3V
Laut Datenblatt muss dass die "Allways ON" Spannung sein.
Der Chip erhält also diese Spannung, tut aber trotzdem seinen Job nicht. :-(

Mit größter Wahrscheinlichkeit (sofern Du den "Hänger" bereits ausgeschlossen und einen CMOS-Reset gemacht hast) ist der EC entweder hinüber, oder seine Firmware ist korrupt.
Also das wird kein Vergnügen, die Kiste wieder zum Laufen zu bringen!

Du weißt, wie sehr ich Frickelei an Embedded Controllern "liebe".
Und Du weißt, dass ich mal die Hoffnung hegte, Du würdest Dich diesbezüglich mal zum Guru entwickeln.
Hier hast Du jetzt ein prima Übungsobjekt!
Wenn Du daran verzweifelst, dann frage doch mal unseren Sleepygti, ob er das für Dich richtet.
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8

Montag, 16. März 2020, 10:47

Ok danke für die Info.

Irgendwelche Tipps zum Wechseln des ECs?
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9

Montag, 16. März 2020, 11:31

Irgendwelche Tipps zum Wechseln des ECs?
Ich fürchte, der bloße Austausch wird nicht reichen.
Der Aufkleber auf dem Chip "roch" schon so verdächtig nach Firmware.
Nun sehe ich im Datenblatt zwar keinen Hinweis auf einen internen Speicher in BIOS-Größe, aber ich sehe dort auf jeden Fall einen Sack voller Configurationsregister.
Du musst wohl leider davon ausgehen, dass diese Register korrekt gesetzt werden müssen, bevor ein neuer Chip das tut, was er soll.

Ich kann Dir zwar gerne das Programmiergerät schicken, wenn Du es brauchst, aber so ein Gerät zur Verfügung haben ist die eine Sache ... damit was gebacken zu kriegen ist eine ganz andere Sache.
Wenn Du vorrangig üben willst, dann hast Du hier ein geeignetes Objekt, dass Dir den Ärger mit ECs mal gut vor Augen führt.
Wenn Du nicht üben, sondern die Kiste wieder lauffähig haben willst, dann frage Sleepygti.

Schon der bloße Austausch eines solchen Chips ist ein echter Akt, den man vorher geübt haben sollte. Aber die eigentliche Schwierigkeit kommt danach, wenn man dem Ding per Programmiergerät zu Leibe rücken muss.
Sleepygti kann beides.
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10

Montag, 16. März 2020, 11:41

Also hab mal einen Händler angefragt auf EBay
der meinte dass der EC schon programmiert

https://rover.ebay.com/rover/0/0/0?mpre=…%2F112192046981

Die Frage ist halt ob der genau passt da er in der zweiten Zeile eine andere Bezeichnung hat.
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Montag, 16. März 2020, 14:44

Also hab mal einen Händler angefragt auf EBay
der meinte dass der EC schon programmiert
Ich würde darauf wetten, dass diese Aussage rein gar nichts wert ist.
Mit den Registern kann man so Sachen machen, wie die internen Pull-up-Widerstände an den GPIOs zu aktivieren/deaktivieren. Ob man das tut, hängt von der Bestückung auf dem Mainbord ab. Wie kann der Chip da passend für genau Dein Mainboard "programmiert" (eher: konfiguriert) sein?
Kann natürlich zufällig passen, aber das wäre dann echt Zufall.

Ich hatte mal in einem Medion mit einem EC zu kämpfen, der ebenfalls nur solche Register enthielt.
Nach dem Einlöten des neuen Chips funktionierte die Kiste, nur der Lüfter lief nicht. Und dafür war so ein doofes Register zuständig, das wusste ich. Nur hatte ich kein Datenblatt und wusste nicht, welches dammichte Register dafür verantwortlich ist.

Woher soll der Chip auch wissen, ob im Notebook ein Lüfter verbaut ist, der ein PWM-Signal benötigt, oder einer, der ein Analogsignal erwartet?
Du kannst natürlich Glück haben, aber ich halte die Chance für dünn.

Wahrscheinlich hat der eBay-Händler selbst nicht die dicke Ahnung, was er da verhökert. Der Händler weiß vielleicht, dass dieser Chip nicht programmiert werden muss, was er so interpretiert, dass er schon "programmiert" ist. Und diese Interpretation gibt der Händler per "stille Post" an Dich weiter.
Aber der Chip muss halt konfiguriert werden.

Der Hersteller Deines Rechners wird nicht ohne Grund einen Aufkleber auf den Chip geklebt haben.
Offenkundig wurde da nicht einfach ein blanko Chip eingesetzt, sondern da wurden per Register Anpassungen an genau dieses Mainboard vorgenommen.
Der Aufkleber enthält (für den Hersteller) die Information, welches Konfigurationsfile konkret zur Anwendung kam.
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