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1

Donnerstag, 9. April 2020, 16:27

ASUS ROG GL702VM Kurzschluss

Hallo leute
Ich brauche dringend Hilfe bei der Fehlersuche wieso wenn ich das Netzteil einstecke einen Kurzschluss hat und das Netzteil ausschaltet

anbei sende ich Bilder vom Stromeingangs-bereich

wo ich eingekreist habe die haben alle Durchgang

Mosfet hat von rechts nach links auch Durchgang auch rot markiert


bitte um Hilfe und wie ich weiter vorgehen kann
Vielen lieben Dank im Vorraus
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2

Donnerstag, 9. April 2020, 17:41

Willkommen im Forum, Casio22285!
wo ich eingekreist habe die haben alle Durchgang
Das sind HF-Drosseln, die sollen Durchgang haben.


Mosfet hat von rechts nach links auch Durchgang auch rot markiert
Der MOSFET darf auf keinen Fall Durchgang haben. - Raus damit und neuen rein.
Weil es ein einziger Abwasch ist und nicht viel kostet, würde ich empfehlen, gleich beide Eingangs-MOSFETs austauschen.


Und um sicher zu gehen, dass nicht noch mehr im Busch ist, mache auf dem Mainboard bitte noch folgende Durchgangsprüfungen nach Masse:
1) Vom Drain des markierten MOSFETs (rechte Seite) nach Masse.
2) Vom Source des markierten MOSFETs (linke Seite) nach Masse.
3) Vom Drain des zweiten (linken) MOSFETs (linke Seite) nach Masse.

Notiere die drei Ergebnisse, dann löte die beiden MOSFETs aus und wiederhole die Messungen.

Bei einem intakten Mainboard dürfte bei keiner einzigen dieser sechs Messungen Durchgang nach Masse bestehen.
Wenn Du keinen Durchgang feststelltst, dann hat das Netzteil wohl bloß wegen zu hohem Inrush abgeschaltet, also wegen zu ungebremst steilem Stromanstieg, bedingt durch den niederohmigen MOSFET. Dann sollte mit dem Austausch schon alles Erforderliche getan sein.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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3

Donnerstag, 9. April 2020, 20:51

vielen lieben dank für die Antwort

ich werde ihn mal auslöten und dann werde ich ihnen berichten

4

Freitag, 10. April 2020, 13:34

So ich hab den einen Mosfet Aufgelötet

und hab auf dem angehängten bild markiert was Durchgang hat und was nicht

Ist das alles so richtig ?


kann ich auch ohne Mosfet testen ob das Netzteil an bleibt oder kann man den Test weise Brücken

Sorry für Doppelpost
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5

Freitag, 10. April 2020, 15:49

Hallo,
wenn links vom MOSFET ein Schluss nach GND ist, dann liegt der Fehler an einem nachgelagerten Schaltungsteil.
Wie groß war der gemessene Widerstandswert? Vermutlich kleiner 10 Ohm, wenn das Netzteil schon abschaltet.

Der ausgelötet MOSFET ist wohl hinüber, der andere kann auch vorgeschädigt sein. Also beide tauschen.

Von dieser Spannung werden verschiedene Spannungsregler versorgt.
Meist sind da ähnliche MOSFETs wie diese hier verbaut. Die MOSFETs mal suchen und auf Durchgang/Kurzschluss (Drain/Source) prüfen.
Es kann auch ein gebrochener Keramikkondensator sein. Den zu finden ist etwas schwieriger...

6

Freitag, 10. April 2020, 15:58

Hallo,
wenn links vom MOSFET ein Schluss nach GND ist, dann liegt der Fehler an einem nachgelagerten Schaltungsteil.
Wie groß war der gemessene Widerstandswert? Vermutlich kleiner 10 Ohm, wenn das Netzteil schon abschaltet.

Der ausgelötet MOSFET ist wohl hinüber, der andere kann auch vorgeschädigt sein. Also beide tauschen.

Von dieser Spannung werden verschiedene Spannungsregler versorgt.
Meist sind da ähnliche MOSFETs wie diese hier verbaut. Die MOSFETs mal suchen und auf Durchgang/Kurzschluss (Drain/Source) prüfen.
Es kann auch ein gebrochener Keramikkondensator sein. Den zu finden ist etwas schwieriger...
sorry dies beantwortet mir nicht meine frage ob ich testen kann ob das Netzteil anbleibt oder ob sich das wieder abschaltet ?

und ob man zu test zwecken den mosfet brücken kann ?

EDV-Dompteur

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7

Freitag, 10. April 2020, 16:14

kann ich auch ohne Mosfet testen ob das Netzteil an bleibt oder kann man den Test weise Brücken
Bitte nicht brücken und keine Spannung einspeisen, solange nicht klar ist, ob der Kurzschluss bloß von einem Kerko, oder (das wäre schlimmer) einem defekten Upper-MOSFET eines Schaltwandlers verursacht wird.

Faustformel:
Wenn der Kuzschluss nach Masse sehr niederohmig ist, sagen wir unter 5 Ohm, dann hast Du es sicherlich mit einem defekten Kerko zu tun.
Wenn der Kurzschluss höherohmig ist, dann wird es ein defekter Upper-MOSFET sein.
Dann müsstest Du Haralds Empfehlung folgen und alle Upper-MOSFETs der diversen Schaltwandler auf Kurzschluss zwischen Drain und Source überprüfen.

Ein Schaltwandler hat stets zwei MOSFETs vor der Spule:
1) Den "Upper", bzw. "High-side-MOSFET".
2) Den "Low-Side-MOSFET".

Ersterer ist mit seinem Drain an die Systemrail angeschlossen, also an den Shunt-Widerstand hinter dem zweiten Eingangs-MOSFET (bei Deinem grünen Punkt).
Der Source-Anschluss des Uppers führt zur Schaltwandlerspule.

Der Low-side-MOSFET eines jeden Schaltwandlers ist mit seinem Drain an die Spule angeschlossen und mit seinem Source an Masse.
Wenn man nicht schon per Blick auf das Layout schlau wird, dann kann man per Durchgengsprüfer und Vergleich der gemessenen Widerstandswerte rasch herausfinden, welcher der beiden MOSFETs der Upper ist. Und nur der ist interessant, denn nur der kann einen Quasi-Kurzschluss verursachen.

Wenn ein Upper niederohmig ist, dann fließt der Strom von der Systemrail durch ihn hindurch und weiter durch die Spule, weiter durch die dahinter befindliche Last.
Darum ist der ab Deinem grünen Punkt gemessene Widerstandswert in so einem Fall höher, als wenn ein defekter Kerko auf der Systemrail den Strom direkt nach Masse ableitet.

Obige Faustformel ist etwas ungenau, aber wenn der Widerstand vom grünen Punkt zu Masse so richtig niedrig ist, dann hast Du es klar mit einem defekten Kerko zu tun.
- Das wäre schön, dann dann sind keine Folgeschäden zu erwarten; anders als bei einem niederohmigen Upper.
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8

Freitag, 10. April 2020, 16:14

sorry dies beantwortet mir nicht meine frage ob ich testen kann ob das Netzteil anbleibt oder ob sich das wieder abschaltet ?

und ob man zu test zwecken den mosfet brücken kann ?
Hallo, dann einfacher: Ja, du darfst das Netzteil einstecken, macht aber kein Sinn. Die Netzbuchse hat wegen die ausgelöteten MosFet quasi zu nichts Kontakt. Du steckst das Netzteil im Nichts, es wird natürlich an bleiben.

Das, dass diese MosFet kaputtgegangen ist nicht das Fehlerursache, sondern nur ein Folgeschaden. Überbrücken bringt nichts. Ein Kurzschluss mit ein andere Kurzschluss zu ersetzten ergibt ja nur einen Kurzschluss...

Es gibt auf Mainboard irgendwo ein kaputtes Kondensator oder MosFet im 19 Volt Rail. Wegen diese Kurzschluss ist die erste MosFet kaputtgegangen. Diese Fehlerstelle sollst Du erst finden und lösen. Mach kein andere Experimente davor.

9

Freitag, 10. April 2020, 16:30

kann ich auch ohne Mosfet testen ob das Netzteil an bleibt oder kann man den Test weise Brücken
Bitte nicht brücken und keine Spannung einspeisen, solange nicht klar ist, ob der Kurzschluss bloß von einem Kerko, oder (das wäre schlimmer) einem defekten Upper-MOSFET eines Schaltwandlers verursacht wird.

Faustformel:
Wenn der Kuzschluss nach Masse sehr niederohmig ist, sagen wir unter 5 Ohm, dann hast Du es sicherlich mit einem defekten Kerko zu tun.
Wenn der Kurzschluss höherohmig ist, dann wird es ein defekter Upper-MOSFET sein.
Dann müsstest Du Haralds Empfehlung folgen und alle Upper-MOSFETs der diversen Schaltwandler auf Kurzschluss zwischen Drain und Source überprüfen.

Ein Schaltwandler hat stets zwei MOSFETs vor der Spule:
1) Den "Upper", bzw. "High-side-MOSFET".
2) Den "Low-Side-MOSFET".

Ersterer ist mit seinem Drain an die Systemrail angeschlossen, also an den Shunt-Widerstand hinter dem zweiten Eingangs-MOSFET (bei Deinem grünen Punkt).
Der Source-Anschluss des Uppers führt zur Schaltwandlerspule.

Der Low-side-MOSFET eines jeden Schaltwandlers ist mit seinem Drain an die Spule angeschlossen und mit seinem Source an Masse.
Wenn man nicht schon per Blick auf das Layout schlau wird, dann kann man per Durchgengsprüfer und Vergleich der gemessenen Widerstandswerte rasch herausfinden, welcher der beiden MOSFETs der Upper ist. Und nur der ist interessant, denn nur der kann einen Quasi-Kurzschluss verursachen.

Wenn ein Upper niederohmig ist, dann fließt der Strom von der Systemrail durch ihn hindurch und weiter durch die Spule, weiter durch die dahinter befindliche Last.
Darum ist der ab Deinem grünen Punkt gemessene Widerstandswert in so einem Fall höher, als wenn ein defekter Kerko auf der Systemrail den Strom direkt nach Masse ableitet.

Obige Faustformel ist etwas ungenau, aber wenn der Widerstand vom grünen Punkt zu Masse so richtig niedrig ist, dann hast Du es klar mit einem defekten Kerko zu tun.
- Das wäre schön, dann dann sind keine Folgeschäden zu erwarten; anders als bei einem niederohmigen Upper.
so ich hab es gerade gemessen

also von grünen punkt zu masse sind 1.4 Ohm also wird es sich wohl um einen defekten kerko handeln

haben sie vill einen tipp wie ich ihn am besten erkenne ?

vielen lieben dank für den Super Support

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10

Freitag, 10. April 2020, 17:06

also von grünen punkt zu masse sind 1.4 Ohm also wird es sich wohl um einen defekten kerko handeln

haben sie vill einen tipp wie ich ihn am besten erkenne ?
Lass uns hier im Forum doch lieber duzen; wir helfen uns hier alle gegenseitig und sind nett zueinander. Wir sind doch "eine Herde". ;-)

Und ja, ich habe einen Tipp.
Nimm ein Labornetzteil (sofern vorhanden) und speise ab dem Shunt beim zweiten Eingangs-MOSFET einen Strom von ca. 3A ein.
Der betroffene Kerko sollte sich dann erhitzen, oder zumindest erwärmen.
Wenn sich nichts erwärmt, dann kannst Du den Strom auch erhöhen, aber starte lieber mit nur 3A, damit Dir nicht gleich eine Leiterbahn weg kokelt, oder so.

Wenn Du partout nichts findest, was sich erwärmt, oder wenn Du kein Labornetzteil hast, dann suche mal (von der Starseite des Forums aus) nach "Thermografie". Ich bin auf die Thematik, wie man sich auch ohne teurem Equipment behelfen kann, schon häufiger ausführlich eingegangen.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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11

Freitag, 10. April 2020, 17:26

...ich würde vorerst empfehlen alle mögliche Kondensatoren erst unter die Lupe nehmen. Defekte Kondensatoren sind ja sehr oft auch gerissen, mit ein wenig Glück und gute Augen kann man die entdecken.

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Freitag, 10. April 2020, 19:19

also von grünen punkt zu masse sind 1.4 Ohm also wird es sich wohl um einen defekten kerko handeln

haben sie vill einen tipp wie ich ihn am besten erkenne ?
Lass uns hier im Forum doch lieber duzen; wir helfen uns hier alle gegenseitig und sind nett zueinander. Wir sind doch "eine Herde". ;-)

Und ja, ich habe einen Tipp.
Nimm ein Labornetzteil (sofern vorhanden) und speise ab dem Shunt beim zweiten Eingangs-MOSFET einen Strom von ca. 3A ein.
Der betroffene Kerko sollte sich dann erhitzen, oder zumindest erwärmen.
Wenn sich nichts erwärmt, dann kannst Du den Strom auch erhöhen, aber starte lieber mit nur 3A, damit Dir nicht gleich eine Leiterbahn weg kokelt, oder so.

Wenn Du partout nichts findest, was sich erwärmt, oder wenn Du kein Labornetzteil hast, dann suche mal (von der Starseite des Forums aus) nach "Thermografie". Ich bin auf die Thematik, wie man sich auch ohne teurem Equipment behelfen kann, schon häufiger ausführlich eingegangen.
Erstmal vielen lieben dank für euren ganzen Antworten. :189:

Leider hab ich noch kein Labornetzteil also kann ich in Thermografie bzw. mit der Themofolie nicht schauen ob was warm wird und ich warte ja noch auf die neuen mosfets

Kann ich im Thema Thermografie auch so testen ob er warm wird ohne ein Labornetzteil zu haben ?

oder gibt es auch andere Wege das er sich erwärmt ?

Wenn ich ein Labornetzteil habe kann man da nur 3A ohne V einspeisen oder meint ihr 19v 3A ?
...ich würde vorerst empfehlen alle mögliche Kondensatoren erst unter die Lupe nehmen. Defekte Kondensatoren sind ja sehr oft auch gerissen, mit ein wenig Glück und gute Augen kann man die entdecken.
Ich werde Morgen mal das Board komplett unter die Lupe nehmen hab mir extra ein 1600x USB Mikroskop bestellt.

ich hoffe das ich den Lappi schnell wieder zum laufen bekomme

und bedanke mich auch bei dir. :562:

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Freitag, 10. April 2020, 19:59

kann ich im Thema Thermografie auch so testen ob er warm wird ohne ein Labornetzteil zu haben ?
Aber ja!
Wenn Du meinen Tipp befolgt und auf der Startseite nach "Themografie" gesucht hast, dann hätte Dir eigentlich (neben anderen Suchtreffern) dieser Beitrag auffallen müssen:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…D=3587#post3587

Im verlinkten Posting bringe ich die Idee ins Spiel, sich z. B. aus Halogenlampen etc. etc. einen Hochlastwiderstand zu improvisieren und diesen in Reihe zu dem originalen 19V-Netzteil des Notebooks zu schalten, um dessen Überstromabschaltung zu unterbinden.
Es empfiehlt sich, den (wie auch immer) improvisierten Widerstand an die Pads für Drain und Source des ausgelöteten MOSFETs (*) anzuschließen und dann ganz normal den 19V-Stecker des Notebook-Netzteils in die Buchse einzustecken.

Die Sache mit dem selfmade-Lastwiderstand aus Halogenlampen bringe ich noch an anderer Stelle ins Spiel. Man findet den Beitrag per Suche nach "Halogenlampen":
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…D=2846#post2846


Halogenlampen sind wahrlich nicht ideal, denn im Kaltzustand ist ihr Widerstand gut zehnmal geringer, als im Heißzustand. Aber es geht.
Jeweils zwei 12V-Lampen in Reihe würden ja 24V benötigen, um auf volle Temperatur zu kommen. Wir betreiben sie aber nur an 19V (abzüglich dem, was über dem Mainboard an Spannung abfällt. somit erreichen sie nicht die volle Betriebstemperatur, leuchten dunkler als normal und ihr Widerstand steigt nicht ganz so stark an, wie bei voller Betriebsspannung.
Je nach konkreter Leistungsklasse der Lampen muss man halt genügend viele dieser Stränge parallel schalten, so dass es vom Strom her passt.
Der Strom soll gerne anständig groß sein, muss aber kleiner bleiben als das, was das Netzteil hergeben kann, bevor es abschaltet. 3A tun den Job.

Statt Halogenlampen als Reihenwiderstand ginge auch das Heizbett eines 3D-Druckers.
Oder man wickelt sich den Widerstand selbst, auf einem Ziegelstein etc.
Oder man schaut, ob man mit dem Heizelement des alten Toasters vom Dachboden was anfangen kann, wenn man seine Krokoklemme an die richtige Stelle anschließt.

Man muss als Techniker einfach nur kreativ sein und (mit eingeschaltetem Verstand!) improvisieren können!
Mit gesundem Improvisationstalent kommt man eigentlich immer irgendwie klar.

(*) Edit, Korrektur des durchgestrichenen Satzes:
Ich meinte es natürlich so: Beide MOSFETs auslöten und den Widerstand an die großen Pads der beiden Drains anlöten.
Denn wir wollen ja die ausgelöteten MOSFETs mit dem Widerstand überbrücken.
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14

Samstag, 11. April 2020, 13:46

Huhu nochmal ,
und zwar ich habe die 2 halogen lampen in reihe geschaltet und an den 2 grosen lötpunkten verbungen ,

jetzt leuten sie zwar aber auf dem gasamten rest des mainboards hab ich keine spannung also ich kann dort nix messen wenn dann nur 0.05 v

irgendwo ist der wurm drin

:(

ich hab auf dem gesamten mainboard auf jedem Drain Punkt bei jedem mosfet gegen masse durchgang

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Casio22285« (11. April 2020, 15:23)


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Samstag, 11. April 2020, 15:48

Ich schäme mich fast, Dich das zu fragen, aber hast Du mal den fließenden Strom ermittelt?
Hast Du Dir zuvor überhaupt 'nen Kopf gemacht, welche Stromhöhe ungefähr zu erwarten ist?

Ich weiß ja nicht, was für Halogenlampen Du verwendet hast, aber vermutlich welche mit viel zu geringer Leistung, so dass sie als Vorwiderstand viel zu hochohmig sind.
In so einem Fall muss man logischerweise mehrere solcher Stränge parallel schalten, bis es passt, also bis man einen Stromfluss von gut drei Ampere erreicht.
Das ist erstens für jeden Fachkundigen unmittelbar logisch, zweitens erwähne ich das in den zuvor verlinkten Beiträgen auch.

Sorge also für passenden Stromfluss!




Es gibt noch eine sehr brutale Methode, die scherzhaft auch die "russische Methode" genannt wird:
Man nehme einen Akku. 12V, oder auch deutlich weniger - die Spannung ist weitestgehend egal. Nur Strom muss er reichlich liefern können ... und das tun die Dinger auch!

  1. An den Ausgang des Shunts beim zweiten MOSFET einen relativ dicken Draht anlöten.
  2. Schutzbrille aufsetzen!!!
  3. Den Minus-Anschluss des Akkus mit Masse des Mainboards verbinden.
  4. Den Plus-Anschluss des Akkus kurz mit dem Draht verbinden, der zuvor an den Shunt angelötet wurde.

Was zu erwarten ist:
Durch den RIESIGEN und völlig ungehinderten Stromfluss, der dann einsetzt, knallt der defekte MOSFET weg!
Seine Bestandteile können einem dabei wie kleinste Splitter ins Gesicht fliegen, darum die Schutzbrille.
Anschließend die Reste des Kerkos auslöten und einen neuen rein.
Ohne zu wissen, was da bestückt war, kannst Du mit guter Wahrscheinlichkeit von 10uF/50V ausgehen.

Ich empfehle diese sehr "handfeste" Methode eigentlich nur ungern, erstens weil Akkus gefährlich sind, zweitens weil dabei prinzipiell auch eine Leiterbahn weg puffen könnte. Aber das ist in Deinem Fall eigentlich nicht zu erwarten, weil bei Dir der Kurzschluss auf der Systemrail sitzt und weil die Kerkos dort nicht über dünne Leiterbahnen angeschlossen sind.
Man kann aber nie wissen, ob ein einzelner Kerko nicht möglicherweise doch über eine Durchkontaktierung mit der Systemrail, oder mit Masse, verbunden ist.


Generell empfehle ich für alle irgendwie haarsträubenden Aktionen mit Akkus, die ganze Aktion in der (trockenen) Badewanne durchzuführen, oder im Freien. Und mit gesundem sicherheitsabstand zu brennbarem Material.
Akkus sind gefährlich und können bei Misshandlung wie ein Feuerwerkskörper hoch gehen. Brennende Litium-Akkus sind auch praktisch nicht zu löschen, die kann man nur kontrolliert abfackeln lassen (wobei die entstehenden Dämpfe und Gase durchaus giftig sind).

- Ich halte das Risiko der "russischen Methode" insgesamt für vertretbar gering, aber ich will auf die möglichen Gefahren hingewiesen haben!
Wer die Methode anwendet, der handelt auf eingene Gefahr!

Wie immer gilt:
Man kann alles tun, wenn man mit eingeschaltetem Verstand an die Sache heran geht und alle nur denkbaren Eventualitäten zuvor im Geiste durchgeht. Gründlich!
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Samstag, 11. April 2020, 15:57

Nachtrag, ich hatte diesen Satz übersehen:

ich hab auf dem gesamten mainboard auf jedem Drain Punkt bei jedem mosfet gegen masse durchgang
Das glaube ich nicht.
Hast Du eventuell Drain mit Source verwechselt?
Drain sind die vier parallelen Anschlüsse (Pins 5 bis 8).
Source sind die drei parallelen Anschlüsse (Pins 1 bis 3) neben Gate (Pin 4).

Der Drain-Anschluss eines jeden Low-side-MOSFETs führt zur Spule.
Dort dürftest Du gegen Masse keinen Kurzschluss haben, wohl aber (zumindest an manchen Schaltwandlern) einen durchaus relativ niederohmigen Wert, der den Durchgangsprüfer piepen lässt. Aber halt keinen Kurzsschluss, sondern das Piepen ist da durch die niederohmige Last hinter der Spule bedingt.
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17

Samstag, 11. April 2020, 16:01

Ich schäme mich fast, Dich das zu fragen, aber hast Du mal den fließenden Strom ermittelt?
Hast Du Dir zuvor überhaupt 'nen Kopf gemacht, welche Stromhöhe ungefähr zu erwarten ist?

Ich weiß ja nicht, was für Halogenlampen Du verwendet hast, aber vermutlich welche mit viel zu geringer Leistung, so dass sie als Vorwiderstand viel zu hochohmig sind.
In so einem Fall muss man logischerweise mehrere solcher Stränge parallel schalten, bis es passt, also bis man einen Stromfluss von gut drei Ampere erreicht.
Das ist erstens für jeden Fachkundigen unmittelbar logisch, zweitens erwähne ich das in den zuvor verlinkten Beiträgen auch.

Sorge also für passenden Stromfluss!




Es gibt noch eine sehr brutale Methode, die scherzhaft auch die "russische Methode" genannt wird:
Man nehme einen Akku. 12V, oder auch deutlich weniger - die Spannung ist weitestgehend egal. Nur Strom muss er reichlich liefern können ... und das tun die Dinger auch!

  1. An den Ausgang des Shunts beim zweiten MOSFET einen relativ dicken Draht anlöten.
  2. Schutzbrille aufsetzen!!!
  3. Den Minus-Anschluss des Akkus mit Masse des Mainboards verbinden.
  4. Den Plus-Anschluss des Akkus kurz mit dem Draht verbinden, der zuvor an den Shunt angelötet wurde.

Was zu erwarten ist:
Durch den RIESIGEN und völlig ungehinderten Stromfluss, der dann einsetzt, knallt der defekte MOSFET weg!
Seine Bestandteile können einem dabei wie kleinste Splitter ins Gesicht fliegen, darum die Schutzbrille.
Anschließend die Reste des Kerkos auslöten und einen neuen rein.
Ohne zu wissen, was da bestückt war, kannst Du mit guter Wahrscheinlichkeit von 10uF/50V ausgehen.

Ich empfehle diese sehr "handfeste" Methode eigentlich nur ungern, erstens weil Akkus gefährlich sind, zweitens weil dabei prinzipiell auch eine Leiterbahn weg puffen könnte. Aber das ist in Deinem Fall eigentlich nicht zu erwarten, weil bei Dir der Kurzschluss auf der Systemrail sitzt und weil die Kerkos dort nicht über dünne Leiterbahnen angeschlossen sind.
Man kann aber nie wissen, ob ein einzelner Kerko nicht möglicherweise doch über eine Durchkontaktierung mit der Systemrail, oder mit Masse, verbunden ist.


Generell empfehle ich für alle irgendwie haarsträubenden Aktionen mit Akkus, die ganze Aktion in der (trockenen) Badewanne durchzuführen, oder im Freien. Und mit gesundem sicherheitsabstand zu brennbarem Material.
Akkus sind gefährlich und können bei Misshandlung wie ein Feuerwerkskörper hoch gehen. Brennende Litium-Akkus sind auch praktisch nicht zu löschen, die kann man nur kontrolliert abfackeln lassen (wobei die entstehenden Dämpfe und Gase durchaus giftig sind).

- Ich halte das Risiko der "russischen Methode" insgesamt für vertretbar gering, aber ich will auf die möglichen Gefahren hingewiesen haben!
Wer die Methode anwendet, der handelt auf eingene Gefahr!

Wie immer gilt:
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Huhu

und zwar hab ich g4 12v 20w benutzt

Kann ich die russiche Methode auch mit einem Handy akku oder alten Laptop akku benutzen ?

Der stromfluss ist ja gegeben nur finde halt nix was warm wird

18

Samstag, 11. April 2020, 16:23

Nachtrag, ich hatte diesen Satz übersehen:

ich hab auf dem gesamten mainboard auf jedem Drain Punkt bei jedem mosfet gegen masse durchgang
Das glaube ich nicht.
Hast Du eventuell Drain mit Source verwechselt?
Drain sind die vier parallelen Anschlüsse (Pins 5 bis 8).
Source sind die drei parallelen Anschlüsse (Pins 1 bis 3) neben Gate (Pin 4).

Der Drain-Anschluss eines jeden Low-side-MOSFETs führt zur Spule.
Dort dürftest Du gegen Masse keinen Kurzschluss haben, wohl aber (zumindest an manchen Schaltwandlern) einen durchaus relativ niederohmigen Wert, der den Durchgangsprüfer piepen lässt. Aber halt keinen Kurzsschluss, sondern das Piepen ist da durch die niederohmige Last hinter der Spule bedingt.
ne Verwechselt hab ich die nicht

Jeden Drain gegen Masse Piept der Durchgangsprüfer

shunt ist der Drain oder wo muss ich plus einlöten

ich glaube ich hab einen Fehler gemacht und zwar vom linken Mosfet Drain nach gnd hat keine 1.3 ohm sondern 13 ohm

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Casio22285« (11. April 2020, 18:34)


19

Samstag, 11. April 2020, 20:51

UPS mein fehler doch 1.3 ohm

20

Samstag, 11. April 2020, 23:12

Hier mal ein Schaltbild einer typischen Wandlerschaltung auf dem Board.


Du musst jeden MOSFET für sich auf Kurzschluss prüfen (nicht über beide MOSFETs).
Du kannst auch einfach die Spulen (meist so 1cm²) suchen und von da aus den Widerstand messen.
Einmal von der Spule nach Masse und einmal von der Spule zu den 19V messen.

21

Sonntag, 12. April 2020, 00:08

Hier mal ein Schaltbild einer typischen Wandlerschaltung auf dem Board.
index.php?page=Attachment&attachmentID=776

Du musst jeden MOSFET für sich auf Kurzschluss prüfen (nicht über beide MOSFETs).
Du kannst auch einfach die Spulen (meist so 1cm²) suchen und von da aus den Widerstand messen.
Einmal von der Spule nach Masse und einmal von der Spule zu den 19V messen.
Danke für die Info ,
ich denke ehr das es ein kerko ist da der widerstand vom zweiten mosfet auf masse 1.3 ohm hat .

ich hab das mit den Halogenlampen leider immer noch nicht verstanden da ich leider kein labor netzteil hab ,

und wenn ich die russiche Methode anwende mit einem normalen Laptop Akku geht dieser direkt in Kurzschluss bzw ist dann auf dem Shunt nix zu messen also eine Eingangsspannung vom Akku :(

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22

Sonntag, 12. April 2020, 00:30

Kann ich die russiche Methode auch mit einem Handy akku oder alten Laptop akku benutzen ?
Ein Handy-Akku wird wohl etwas schwach sein, das würde ich dem Akku nicht zumuten, ihn mit einem regelrechten Kurzschluss zu quälen.
Und mit dem Laptop-Akku wird es Dir wohl nicht gelingen, weil der sich wahrscheinlich komplett weigern wird, Strom herzugeben, wenn er nicht über den SMBus angesprochen wird.

Eine Power-Bank beinhaltet geeignete Zellen.


Der stromfluss ist ja gegeben nur finde halt nix was warm wird
Menno ey, Du bist doch vom Fach!
Du hast da 20W Lampen! Da muss es einem Fachmenschen doch direkt in der Birne klingeln, dass das mager ist!
Und bei zwei Stück in Reihe betreibst Du die mit Unterspannung, nämlich mit 19V statt 24V.
- Und dabei ist sogar noch der Spannungsabfall über dem Mainboard und den Leitungen vernachlässigt.

Bei echten 24V wäre der Strom durch die Lampen maximal 1,67A. Also zu wenig.
I=P/U (sollte bekannt sein)
Du betreibst die Lamepn aber mit Unterspannung, da liegen ja keine 12V an jeder Lampe an, sondern weniger als 9,5V (messe es nach!). Folglich ist der resultierende Stromfluss noch geringer, als 1,67A.

Meine empfohlenen 3A sind eh schon das unterste Ende für so einen Test. Mit noch weniger Strom hast Du keine Chance, Erwärmung zu spüren, wenn der Kerko ordentlich niederohmig ist.
Erwärmen tut er sich ja durch Leistungsabfall, also durch U*I.
Wenn U gering ist und I ebenfalls, dann fällt da nicht genug Leistung über dem "Widerstand" des defekten Kerkos ab, dass er sich spürbar erwärmen könnte.
Darum verwende ich ja auch gerne die Thermo-Folie, die schon bei geringster Temperaturerhöhung einen Farbwechsel zeigt.

Da du derzeit so eine Folie noch nicht hast, gibt es zwei Möglichkeiten:
a) Du erhöhst den Stromfluss!
b) Wie in meiner PN beschrieben, könntest Du Isopropylalkohol aus MB träufeln. Der Alkohol wird an der wärmsten Stelle zuerst verdunsten.


shunt ist der Drain oder wo muss ich plus einlöten
Ja, der Shunt ist mit seinem "Eingang" mit dem Drain des zweiten MOSFETs verbunden.
Löte den Draht bitte an den "Ausgang" des Shunts, also dessen anderen Anschluss.
An dieser Stelle beginnt nämlich die Systemrail.

Der defekte Kondensator ist mit der Systemrail verbunden und kriegt somit volle Dröhnung Akkustrom ab, wenn Du alles wie beschrieben anschließt.
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23

Sonntag, 12. April 2020, 00:34

Wieder eine Überlappung mit neuestem Posting ...

und wenn ich die russiche Methode anwende mit einem normalen Laptop Akku geht dieser direkt in Kurzschluss bzw ist dann auf dem Shunt nix zu messen also eine Eingangsspannung vom Akku :(
Nein, der Akku geht nicht in Kurzschluss. Das würdest Du merken, wenn das so wäre, denn vorher würde es kräftig funken!
Notebook-Akkus geben in aller Regel keinen Strom her, wenn sie nicht im Notebook sitzen.
Die Biester beinhalten eine Kommunikationsschnittstelle, nämlich den SMBus.
Ohne Ansteuerung über den Bus stellen solche Akkus sich tot. Das hat Sicherheitsgründe, dass dem so ist, die Biester sind nämlich gefährlich!
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24

Montag, 13. April 2020, 14:35

Ich geh mal davon aus, dass das Netzteil für die Halogenlampen 12V hat. Also Lampen mit 12V/20W.
Du kannst folgende Verschaltung für den Test verwenden:

Die beiden Lampen begrenzen den Strom dann auf etwa 3A (40W/12V).
Für die Suche wäre jetzt eine Thermokamera ideal. Da sieht man jedes zehntel Grad Unterschied.

Wie groß ist eigentlich der Offset an deinem Messgerät, also wenn du beide Messspitzen zusammen hältst? In den wenigsten Fällen werden da 0 Ohm angezeigt.

LiIon Akkus (die einzelne Zelle) haben meist eine Überstromabschaltung integriert (PTC Widerstand). Hab ich bei einem Kurzschluss selbst schon festgestellt.
Eine KFZ Batterie sollte auch funktionieren. Allerdings können bei dieser Methode auch Leiterbahnen abrauchen.
Man könnte den Strom über ein paar Meter Kabel auf ein gewisses Maß begrenzen.

Gebrochene Kerkos sollte man am ehesten an mechanisch beanspruchten Stellen finden.
Also in der Nähe von Schraubbefestigungen der Leiterplatten, dünnen Leiterplattenstegen, schlecht fixierte Leiterplattenstellen, wo es zu hohen Durchbiegungen kommen kann.
Möglicherweise lässt sich mit einem kritischen Blick was finden; man muss aber schon genau hinsehen.

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25

Montag, 13. April 2020, 15:18

Ein Top-Posting, Harald, wenn man von einem klassischen Trafo mit nachgeschaltetem Gleichrichter ausgeht.

Dummerweise macht es für die Hersteller, die z. B. Ringkerntrafos einsetzen, keinen Sinn, dahinter einen Gleichrichter zu bestücken.
Alte Halogenversorgungen bestehen nur aus einem Trafo. So ein Ding ans Mainboard anzuschließen würde ich nicht riskieren. Denn falls der Kerko sich auf einmal in Luft auflöst, läge fortan Wechselspannung am Mainboard an.

Heutige Halogenversorgungen liefern zwar tatsächlich Gleichspannung, aber die kommt aus einem (billigen!) Schaltnetzteil.
Und da weiß man leider nicht so genau, worauf man sich einlässt. Die Siebung könnte grottig sein.
Ich hätte Bedenken, denn möglicherweise erzeugt so ein billiges Schaltnetzteil hohe Peaks. Das wäre dann wiederum gefährlich, wenn der defekte Kerko plötzlich knackt und unterbricht, statt die Eingangsspannung kurzzuschließen. Dann könnte das (dann urplötzlich hochohmige) Mainboard Überspannung abkriegen.

Es gibt Schaltnetzteile, die man nicht ohne Grundlast betreiben darf, weil sonst die Ausgangsspannung in die Wolken schießt.
Wenn also der Kerko im Rahmen des Herumhantierens plötzlich unterbricht, dann ist das MB ab diesem Moment hochohmig. Das wäre aus Sicht des Netzteils ein Betrieb ohne Grundlast.

Was die Sicherheit Deiner Schaltung sehr erhöhen würde, das wäre eine dritte Halogenlampe, die direkt ans Netzteil angeschlossen wird. Also nicht in Reihe mit dem Mainboard.
Der Rest der Schaltung bleibt unverändert. So hat das Netzteil in jedem Fall immer eine Grundlast, auch wenn der Kerko zerkrümelt.
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