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Freitag, 17. April 2020, 12:24

ASUS X53SV startet mit Netzteil Automatisch und Bildschirm bleibt Schwarz (Grau)

Huhu,
habe hier einen 9 Jahre alten ASUS X53SV.

Fehler war eine defekte Ladebuchse, diese habe ich nun gefädelt. Leider verweigert er dennoch den Dienst.
Symptom: Er startet bei Netzbetrieb automatisch und bleibt ohne Displayanzeige an. Ich glaube das die Lüfter nach gewisser Zeit anlaufen, wollte Ihn aber nicht immer wieder so lange an lassen um folgeschäden zu meiden.
Schaltet man Ihn aus startet er nach wenigen Sekunden 2-3 wieder erneut. Hält man den Powerbutton gedrückt, wiederhohlt sich der Zyklus Endlos. Dies wurde ohne Akku getestet.

Habe den Akku in einem weiteren Laptop geladen und dann eingesteckkt. Laptop bleibt aus und startet nicht von selbst. Starte ich Ihn selbst bleibt das Display schwarz die Power Leuchte geht an.
Bei Netzbetrieb mit Akku Ladeanzeige auf, ob er tatsächlich läd wollte ich nicht testen -> folgeschäden vermeiden daher habe ich den Akku extern geladen.
Das Display bleibt entgegen der allgemeinen Beschreibung "Schwarz" nicht ganz Schwarz bei günstigen Lichtbedingungen erkenne ich, dass das Backlight leicht Grau anspringt.
Auf HDMI erzeugt er keine Ausgabe. Betriebssystem ist nicht vorhanden, Festplatte wurde zum test eingesteckt und läuft an.

Was gemacht wurde.


Ladeport "repariert" da abgebrochen +19V PIN. -> Vermutung folgeschaden am Eingangs Spannungs IC - RT8206A
19V Spannung am Ladegerät wurde mit einer 6W 12V Lampe belastet, Spannung scheint mit dem Digitalmultimemter (Fluke 78V) stabil und flickerfrei zu sein.
Spannungen an den Eingangsmosfet gemessen mit Multimeter. Beide schalten durch. P-Kanal TYP EMB07P03G
Messungen am RT8206A zeigen ~4,4V und 6,15V, statt erwarteten 3,3 und 5,0V. Habe daraufhin den Masserversatz mit etwa 1,2V bestimmt, d.h. 3,2V und 4,95V. Würde daher sagen die Spannungen sind ok. (Multimeter hängt direkt am Massepin des Netzteils so muss ich nur mit einer Messspitze aufpassen.)
Bild von RT8206A hängt an. Sowie einen weiteren Regler, wohl für CPU Spannungen.

Aufgrund der selbst Einschalt Problematik gehe ich davon aus, das es mit den RT8206A zusammen hängt. Hatte dazu im Netz etwas gefunden,

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.
.
Kann mich vielleicht jemand auf die richtige Fährte bringen? Was gibts zu prüfen? Sicherlich gibts es dazu Erfahrungwerte die ich nicht habe... wäre hoch erfreut.
Danke und bleibt Gesund :-)
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2

Freitag, 17. April 2020, 13:23

Willkommen im Forum, Apfelsaft!

Messungen am RT8206A zeigen ~4,4V und 6,15V, statt erwarteten 3,3 und 5,0V. Habe daraufhin den Masserversatz mit etwa 1,2V bestimmt, d.h. 3,2V und 4,95V. Würde daher sagen die Spannungen sind ok. (Multimeter hängt direkt am Massepin des Netzteils so muss ich nur mit einer Messspitze aufpassen.)
Das mit dem Masseversatz habe ich jetzt nicht verstanden, aber ich gehe davon aus, dass der RT8206A OK ist.
Ich klemme mein Multimeter meistens per Krokoklemme irgendwo an Masse des Mainboards, typischerweise an eines der am Platinenrand liegenden Befestigungslöcher.

In Deinem Link hat der Techniker ein Problem mit dem TPS51275 festgestellt.
Es wundert mich angesichts des Fehlerbildes zwar, denn der Rechner tut ja noch verblüffend viel, für einen Defekt dieses Chips, aber in der Tat wäre genau dieser Chip ganz generell der erste Verdächtige, der überprüft werden muss, nachdem der Ladecontroller (RT8206A) bereits für OK befunden wurde.

Suche also mal den TPS51275 und messe die Spannung an den zugehörigen beiden Spulen (quadratische Ferrite).
Dort sind bei korrekt werkelndem Chip 5V und 3,3V zu erwarten.

Das Datenblatt gibt es hier:
https://www.ti.com/lit/pdf/slusb45
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3

Freitag, 17. April 2020, 14:43

Hallo,

fangen wir klein an. Hast Du die Kontakten am Flachbandkabel zu Einschalttaster geprüft? Auf die Platine mit der Einschalttaster sitzt auch der LID-Switch, ein Beschädigung am Kontakten könnte solche Überraschung vorbereiten.

(ich habe über 200 Stück aus diese Netzbuchse im X53 Serie getauscht, so eine Art Folgeschaden am Mainboard nie gehabt. Mit der Ladeelektronik gab einige Probleme aber ging dann das Notebook eigentlich nicht an)

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4

Freitag, 17. April 2020, 15:46

Auf die Platine mit der Einschalttaster sitzt auch der LID-Switch, ein Beschädigung am Kontakten könnte solche Überraschung vorbereiten.
Daran wird es nicht liegen, denn der Rechner startet ja und die Festplatte läuft an.
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5

Freitag, 17. April 2020, 16:18

Selbststart mit Netzteil sagt mir, dass entweder etwas mit der Einschalttaster und c.o. nicht stimmt; BIOS Batterie ist leer; BIOS kann nicht alles initialisieren. (BIOS Defekt ist auch nicht selten bei diese Modell )

Ohne Betriebssystem der LID-Switch schaltet ca. nur das Display aus.

6

Freitag, 17. April 2020, 16:52

Huhu,
bin davon ausgegangen, das mein RT8206A das equivalent zum TPS51275 ist. So kann man sich irren.
Gut an der Akku Schnitstelle sitzt ein RT8856 DQW, werde ich mir also dessen Spannungen ansehen. Beim Netzbetrieb nehme ich an?
Die Fets sind auf die Rückseite gerückt, was mir dort direkt auffällt:
An den Blauen kann ich die Diodenspannung und hochohmig messen. (also Drain-Source und Rückwärts)
An den Roten messe ich hingegen 4-5Ohm Source-Drain sowie Drain-Source, hängen da Spulen parallel und ich hab etwas falsch verstanden oder bereits den Übeltäter?
Ich finde so eine Diskussion, lebt auch von Bilder daher ein Anhang.

Fehler, der RT8856 ist für die Core Spannungen des CPU. Der ebenfals nahe befindeliche bq24740 ist der Batterie Charger aber was schaue ich mir nun an?Gruß
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7

Freitag, 17. April 2020, 18:23

Gnaa, Kuddelmuddel passiert!
Ich bin auf diesen Satz aus Deinem Startposting hereingefallen und hatte es nicht überprüft:

Zitat

Ladeport "repariert" da abgebrochen +19V PIN. -> Vermutung folgeschaden am Eingangs Spannungs IC - RT8206A
Der RT8206A ist NICHT der "Eingangs Spannungs IC" wie Du schreibst.
Ich dachte, Du meintest damit den Ladecontroller, bzw. Power-Management-Chip und wie er sonst noch heißt. Das ist er aber nicht!
Sondern der RT8206A ist in der Tat der 5V/3,3V Schaltregler und somit equivalent zum TPS51275.


Gut an der Akku Schnitstelle sitzt ein RT8856 DQW, werde ich mir also dessen Spannungen ansehen.
Nein, der ist wurscht im Moment, der versorgt die CPU.


Beim Netzbetrieb nehme ich an?
Ja.


Ich schreibe gleich noch ein Posting, um die Verwirrung besser zu entdröseln ...
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8

Freitag, 17. April 2020, 19:06

@SleepyGTI
Ich habe auch zuallererst an das LID Switch gedacht, auch wenn ich die Bezeichnung dafür nicht kannte :-)
Der Laptop startet allerdings auch ohne angeschlossenen ON-Button an welchen, laut deiner Aussage auch das LID Switch hängt. Ich nehme an das es ein Hall Sensor ist da er ja Berührungslos geht?
BIOS Batterie ist bei 3,0xVolt und das nach 9 Jahren. Wundert selbst mich. Gingen nach deinen Erfahrungen die BIOS Chips mal so hops oder wie ist das zu verstehen? Hab mal gegooglet, könnte evtl. mit einem Arduino von extern das aktuelle BIOS neu flashen oder war der IC selbst gehimmelt?
Gruß Apfel

9

Freitag, 17. April 2020, 19:29

@Apfelsaft

Du hast nicht geschrieben, ob das Notebook vor Netzbuchse-Reparatur richtig funktionierte. Wenn ja, ein BIOS Defekt ist so gut wie ausgeschlossen. Der BIOS Chip selbst geht sonst extrem selten kaputt, nur das Firmware drin kann Probleme Verursachen. 10-15 Stück X53-er habe ich schon mit der "geht an, kein Bild"-Fehler durch BIOS flashen repariert.

LID Switch wird ja von einem Magnet geschaltet der im Displayrahmen sitzt.

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10

Freitag, 17. April 2020, 19:50

So, um die Verwirrung mal aufzulösen:

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.

Im Plan ist auf Seite 36 die Eingangsstufe gezeigt, mit dem Ladecontroller PU101, der da - anders als bei Dir - ein ISL6251 ist.
- Ist wurscht, denn wenn kein Fehler vorliegt, dann schaltet der Ladecontroller bei Netzbetrieb einfach nur die beiden Eingangs-MOSFETs voll durch, die im Plan PQ101 und PQ102 heißen.
Wenn bei Dir die Eingangs-MOSFETs sauber durchschalten, so dass vor und hinter den MOSFETs praktisch die gleiche Spannung messbar ist (und nicht 0,7V weniger, oder solche Späße), dann können wir die gesamte Eingangsschaltung als abgehakt und OK betrachten.
Dann liegt hinter dem Shunt PR101, auf der sog. "Systemrail", die im Plan fett als B+ bezeichnet wird, quasi die Netzteilspannung an (die ganz links vom Anschluss VIN kommt und dann halt durch die MOSFETs und den Shunt geht).

Wenn bis hierhin augenscheinlich alles OK ist:
Nächste Baustelle ist dann stets der Schaltregler, der 5V und 3,3V erzeugt.
Dieser wird von der Systemrail gespeist und der Chip heißt bei Dir RT8206A.
(Im Plan, auf Seite 37, ist es ein RT8205, aber das Prinzip ist gleich.)
An den Ausgängen der beiden zugehörigen Spulen müssen 5V und 3,3V messbar sein.

Ich habe leider keine guten Bilder Deines Mainboards, sonst könnte ich die Stellen markieren, um die es geht. Aber Du machst ja einen kompetenten Eindruck, Du wirst diesen Schaltregler und die Spulen sicher auch so finden. Sonst lade halt Bilder beider Mainboardseiten hoch, auf denen man alles gut erkennen kann.

Je nachdem, ob dieser Chip seinen Job tut, oder nicht tut, gehen wir dann weiter voran.
Wenn der Chip brav und artig die 5V und 3,3V erzeugt, dann wäre das aus meiner Sicht der schlechtere Fall, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir es mit einer Macke im Bereich BIOS / Embedded Controller zu tun haben. Aber das sehen wir dann, wenn es soweit ist.
- Messe also bitte die Spannungen an den beiden Spulen nahe des RT8206, dann sehen wir weiter.
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11

Freitag, 17. April 2020, 20:14

Hallo,
Je nachdem, ob dieser Chip seinen Job tut, oder nicht tut, gehen wir dann weiter voran.
Wenn der Chip brav und artig die 5V und 3,3V erzeugt, dann wäre das aus meiner Sicht der schlechtere Fall, denn dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir es mit einer Macke im Bereich BIOS / Embedded Controller zu tun haben. Aber das sehen wir dann, wenn es soweit ist.
- Messe also bitte die Spannungen an den beiden Spulen nahe des RT8206, dann sehen wir weiter.

habe ich schon gemessen, sorry das mein Eingangspost unklar war. Sind 5,09 und 3,35V mit Masse direkt an der PCB wie von dir vorgeschlagen gemessen. Würde auch sagen das die Spannung "sauber" sind soweit es das Fluke mit der nachempfundenen Analogskala wirklich darstellt. Bei zapelnden Spannungen pulsiert diese normalerweiße, allerdings weiß ich nicht wie das Fluke abtastet wie schnell oder langsam.

@SleepyGTI Ich weiß leider nicht genau was das Notebook vorher durchlebt hat... ich halte alles für möglich.
Würde gerne die Akku-Ladung des Notebook mal prüfen, aber er springt ja ständig an wenn ich einen Akku laden will... und ich bin mir unsicher ob die Kühllüfter loslaufen würden wenn es warm wird. Auch will ich weitere folgeschäden vermeiden. CPU wird jedenfalls warm wenn er in Betrieb ist. Hab Die Platine derzeit ohne Kühlkörper hier liegen, nach etwa 30Sek Bestromung merkt man die Erwärmung des DIEs.
Ist der Embedded Controller ein geflashter Controller mit Programmcode oder ein ASIC welcher ein Datenblatt mit Funktionsbeschreibungen hat?
Würde gerne das Bios flashen, hab schon überleg mit einen Arduino umzubauen. Kann ich den In Circuit flashen? Also anfädeln? (Ich gebe auch keine 5V des Arduinos drauf sondern gehe mit Spannungsteilern ran... schon klar.)

Der BIOS IC ist ein MX25L5121E 512 kBit und die BIOS Datei hat 2560kBit also nur die hälfte.@EDV-Dompteuer Bilder des RT8206 mit Spulen habe ich im erste Post direkt angehängt, dadurch wird das ganze für alle die lesen greifbarer :190: . Hast du es vielleicht nur übersehen?

Gruß Apfel

12

Freitag, 17. April 2020, 21:14

Der BIOS Chip ist ein W25Q32. Dump dazu muss 4Mb sein. Ob auf diese Board lässt es sich Onboard programmieren weiß ich nicht, damals habe ich den immer ausgelötet. Bei viele Boards geht es erst wenn man den EC in RESET Modus setzt. Ich habe noch nie ein Arduino gesehen, keine Ahnung wie geht es damit :)

Der MX25L beinhaltet das Firmware für die USB 3.0 Kontroller.


Diese EC ist nicht programmierbar.

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13

Freitag, 17. April 2020, 21:30

Würde auch sagen das die Spannung "sauber" sind soweit es das Fluke mit der nachempfundenen Analogskala wirklich darstellt.
Gehen wir mal davon aus, dass sie sauber sind.


Würde gerne die Akku-Ladung des Notebook mal prüfen, aber er springt ja ständig an wenn ich einen Akku laden will...
Nein, das liegt jetzt nicht an.
Ein Akku kann gar zu viel Verwirrung verursachen; das ist komplexer als man denkt, was da beim Laden und Entladen abläuft.
Der Test mit Akku kommt erst an die Reihe, nachdem das MB einwandfrei am Netzteil läuft.


Ist der Embedded Controller ein geflashter Controller mit Programmcode oder ein ASIC welcher ein Datenblatt mit Funktionsbeschreibungen hat?
Diese Frage kannst Du Dir für dieses und jedes künftige Mainboard selbst beantworten, wenn Du in diesen Thread schaust:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=423


Würde gerne das Bios flashen, hab schon überleg mit einen Arduino umzubauen. Kann ich den In Circuit flashen? Also anfädeln?
Meine Meinung: Vergiss es.
Für ein EEPROM würde ich sagen: "OK, kann man machen". Aber wenn es um den Embedded Controller geht, dann wird man mit so einer Frickelei nicht froh.
Im verlinkten Thread findest Du geeignete Programmiergeräte, speziell für ECs.
Und selbst damit ist das mitunter noch ein ziemlicher Akt.
Ich habe so ein Gerät, kriege aber trotzdem gekräuselte Zehennägel plus Krätze, wenn ich an einen EC muss.

Wenn Du professionell Notebooks reparieren willst, dann lege Dir so ein Gerät zu, statt an Arduino auch nur zu denken.
Und wenn es Dir nur ausnahmsweise um die (möglichst schnelle) Reparatur dieses einen Gerätes geht, dann setzte Dich lieber per PN mit Sleepygti in Verbindung, der kann das.
Ich kriege wie erwähnt Krätze von ECs, ich will da nicht bei. Jedenfalls nicht bei programmierten Typen.
Und ich hätte aus dem Stegreif auch keine Ahnung, wie man das mit einem Arduino gebacken kriegen könnte.
Ein EPROM habe ich auch schon per Arduino und selfmade Programm ausgelesen, aber einen EC zu flashen ist eine andere Hausnummer.


@EDV-Dompteuer Bilder des RT8206 mit Spulen habe ich im erste Post direkt angehängt, dadurch wird das ganze für alle die lesen greifbarer :190: . Hast du es vielleicht nur übersehen?
Ach ja, die hatte ich zwar gesehen, aber für irrelevant befunden, weil ich da noch auf den TPS51275 fixiert war ...
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14

Samstag, 18. April 2020, 19:48

Hallo,
kurze Rückmeldung. Habe nun ein "neues" Bios geflasht. (mittels Arduino)

Edit:
ER LÄUFT!! Nachdem ich die Peripherie angeschlossen hatte, also Lüfter hat nicht ausgereicht. Nachdem aber die Tastatur dran war... läuft er! Vielen dank. Ich werde nun mal neue Wärmeleitpaste etc pp auftragen und in komplett montieren.
Wenn es so bleibt, würde ich sagen ist eine Spende angesagt :-)

Alter Stand:
@EDV-Dompteuer, den EC wollte ich selbstverständlich nicht flashen. Wollte einfach nur wissen ob dieser überhaupt "Programmcode" oder eher Asic mäßig arbeitet.
Geändert hat sich folgendes, das Gerät geht beim Netzteilstecken nichtmehr sofort an. (alles ohne Akku)

Schalte ich es an so bleibt der bildschirm Schwarz. Schalte ich Ihn wieder aus, so startet es jedoch immer wieder und lässt sich nicht ausschalten. Selbe Schleife wie zu beginn.

Werde nun den Kühlkörper und Lüfter montieren, nicht das das BIOS deshalb zickt weil das Lüftersignal fehlt.

Gebt Ihr mir einen Tipp in welche Richtung ich suchen könnte? Was kann den Enable Trigge (und an welchen IC?) setzen, das dass Gerät aufstartet?
Grüße und frohe Wochenende.

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15

Samstag, 18. April 2020, 20:55

Glückwunsch, Apfelsaft! :562:

Aber ich musste mir Dein Posting gut sechmal durchlesen, bevor ich so halbwegs schlau daraus wurde.
Da hat Dein Enthusiasmus leider die Klarheit Deines Textes getrübt ...


Habe nun ein "neues" Bios geflasht. (mittels Arduino)
Obwohl ich natürlich weiß, dass das geht, frage ich mal ganz interessiert, wie Du dabei konkret vorgegangen bist?
  • Hast Du das Programm selbst geschrieben, oder es irgendwo geguttenbergt?
  • Und hast Du das EEPROM in-system programmiert, oder es dazu ausgelötet?
  • Und wo hast Du das Binary her, das Du ins EEPROM geflasht hast?
- Meistens ist es gar nicht so einfach, an so ein mundfertiges Binary überhaupt heran zu kommen. Mitunter muss es erst per Hexeditor aus einer größeren Datei herausoperiert werden. Aber dazu muss man schon wissen, was zu tun ist.


Wollte einfach nur wissen ob dieser überhaupt "Programmcode" oder eher Asic mäßig arbeitet.
Nun, wie der Name "Embedded Controller" schon aussagt, handelt es sich um einen Controller, also kein Asic.
Der führt also Programmcode aus. Sehr ähnlich einem Atmel AVR, wie er in den klassischen Arduinos verbaut ist.


Schalte ich es an so bleibt der bildschirm Schwarz. Schalte ich Ihn wieder aus, so startet es jedoch immer wieder und lässt sich nicht ausschalten. Selbe Schleife wie zu beginn.
Mal davon abgesehen, dass ich Zweifel habe, ob Deine BIOS-Flasherei wirklich in jeder Hinsicht einwandfrei war:
Generell sollten ALLE Spannungswandler überprüft werden, ob sie plausibel wirkende Spannungen erzeugen.

Der Wandler für 5V und 3,3V ist der erste, den man sich anschaut. Denn der kommt noch vor allen anderen und macht auch am häufigsten Zicken.
Aber wenn es trotz intaktem 5/3,3V-Wandler noch Zicken gibt, dann müssen alle anderen Wandler ebenfalls überprüft werden.
Bei eingeschaltetem Gerät (Betrieb am Netzteil, ohne Akku) müssen ALLE Wandler laufen, bis auf einen einzigen, nahe beim Akku-Anschluss. Dieser eine Wandler, der nicht läuft, wäre für das Laden des Akkus zuständig. Ohne Akku tut der natürlich nichts.

Auch die RAM-Riegel können Ärger machen.
Ganz ohne RAM zeigen viele Mainboards nix als einen weißen Cursor auf schwarzem Bild.
Manchmal (sehr selten) gibt es Kontaktprobleme im Sockel.
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16

Samstag, 18. April 2020, 23:24

Hallo,
Da hat Dein Enthusiasmus leider die Klarheit Deines Textes getrübt ...

Ja das hast du wohl recht. Auch wenn für mich etwas verstanden und klar ist, macht es das für mich nicht immer einfach in Worte zu gießen. Das ist nicht meine Stärke.
frage ich mal ganz interessiert, wie Du dabei konkret vorgegangen bist?

So wie eine serielle Kommunikation Grundsätzlich abläuft ist uns allen klar. Das hierbei bei der Umsetzung erhebliche Hürden auftreten steht auf eine anderen Seite. Timming und Abläufe sowie Bufferung bei der Schrittweisen Übertragung, wie hier geschehen. IC W25Q32 nach Arduino und über dessen Buffer über eine pseudo Serielle Schnitstelle (USB) zum PC und dort wiederum eingepuffert und dann als Binary auf die HDD geschrieben. Das ganze nach dem Backup natürlich rückwärts mit einem "sauberen" Binary auf den W25Q32 geschrieben.
Hier haben sich vor mich schon schlauere Menschen einen Kopf gemacht, begonnen mit libfrser auf github und ergänzt für den Arduino als frser-duino ebenfalls auf Github. Dieses lässt sich entsprechend kompilieren für einige Atmel µCs.
Daher auch meine Wahl dieser Vorgehensweiße, da ich Arduinos doch hier liegen hatte und diese für mich keine weitere Anschaffung waren. Auf Linux Systeme exisiteren viel bessere möglichkeiten Sourcecode direkt auf dem System zu kompilieren... da haben Sie der Windows Welt was vorraus. Auch wenn es für mich als Leihen nervenaufreibend war. :191:
So habe ich mit dem ebenfalls auf Github verfügbaren flashrom, die BIOS Binary an den Arduino gesenden. Vorher wurde allerdings Flashrom direkt auf dem Zielsystem (VM Ubuntu) compiliert und installiert, ein Traum bei Linux.
'Was macht und kann Flashrom? Hier ein Auszug:
flashrom is a utility for detecting, reading, writing, verifying and erasing
flash chips. It is often used to flash BIOS/EFI/coreboot/firmware images
in-system using a supported mainboard, but it also supports flashing of network
cards (NICs), SATA controller cards, and other external devices which can
program flash chips.
Also hier haben definitiv viele vor mir, schon deutlich mehr Gedanken und Ambitionen gezeigt. Mein Dank gilt auch Ihnen. :036: :036: :036:
wie der Name "Embedded Controller" schon aussagt, handelt es sich um einen Controller, also kein Asic.
Der führt also Programmcode aus.
Vielen Dank, das beantwortet meine Frage zu 100%. :-)
Ganz ohne RAM zeigen viele Mainboards nix als einen weißen Cursor auf schwarzem Bild.
Manchmal (sehr selten) gibt es Kontaktprobleme im Sockel.
Hab in meiner Jugend viel mit PCs "gemacht" und so auch die ein oder anderen Kniffe kennen gelernt. Danke dir für diesen Kniff. Die Erfahrung zeigte einfach, das jedes BIOS oder auch die großen wie AWARD, AMI etc. hier durchaus eigenheiten zeigen. Gerade in Bezug auf den Startup Post. :551:
Der Wandler für 5V und 3,3V ist der erste, den man sich anschaut. Denn der kommt noch vor allen anderen und macht auch am häufigsten Zicken.
Aber wenn es trotz intaktem 5/3,3V-Wandler noch Zicken gibt, dann müssen alle anderen Wandler ebenfalls überprüft werden.
Bei eingeschaltetem Gerät (Betrieb am Netzteil, ohne Akku) müssen ALLE Wandler laufen, bis auf einen einzigen, nahe beim Akku-Anschluss. Dieser eine Wandler, der nicht läuft, wäre für das Laden des Akkus zuständig. Ohne Akku tut der natürlich nichts.

Danke, dies hätte meine weitere Vorgehensweise sein müssen. Hatte um den von dir als "Ladecontroller" bezeichneten RT8206A alle Pins gemessen und keine ungewöhnlichen Pegel festgestellt. Danke dir, das du mich mit deinem Schnellkurs überhaupt dahin gebracht hast, selbst Hand anzulegen.

So für heute genung, hoffe keine großen Fragen offen gelassen zu haben. Wenn doch bitte direkt nachhacken. Morgen würde ich nochmal Bilder zur Reparatur hochladen, darf ich das Bios Dump hier hochladen? (spricht etwas dagegen?) :554:
Gruß Apfel

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Sonntag, 19. April 2020, 23:24

Hier haben sich vor mich schon schlauere Menschen einen Kopf gemacht, begonnen mit libfrser auf github und ergänzt für den Arduino als frser-duino ebenfalls auf Github. Dieses lässt sich entsprechend kompilieren für einige Atmel µCs.
Danke für die ausführliche Beschreibung, Apfelsaft!
Wenn ich Github sehe, dann habe ich regelmäßig sofort die Nase voll.
Und wenn ich diese aberderdutzenden Dateien sehe, die man bei der Sprache C immer braucht, nebst der hochnot komplizierten Installation, dann erreicht mein Frustlevel augenblicklich 100%.

Ich bin ja glücklicher Basic-Programmierer (für Atmels: BASCOM). In aller Regel hat man da eine einzige Datei und das ist es ...
Aber ich will bei Gelegenheit mal MicroPython probieren; mal schauen, wie es da so ist.


darf ich das Bios Dump hier hochladen? (spricht etwas dagegen?)
Hmm, weiß nicht recht, ob Asus das gerne hat?
Wenn Du Grund dafür siehst, es hochzuladen, dann packe es in eine Hide-Box (der Button mit dem großen "H": "Versteckten Text einfügen").
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