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Donnerstag, 28. Juni 2018, 11:06

Lenovo Yoga 500-14ISK

Hallo
Ich habe ein defektes Yoga 500-14ISK , es hat keine Funktion mehr.
Es sind keine Spannungen (3,3 bzw 5 V) vorhanden
Leider konnte ich kein Schaltplan dazu finden.

Ich habe festgestellt das der Stepdown Controller sehr heiss wird.

siehe Bild yoga.jpg

Weiss jemand wo ich diesen bestellen kann bzw das Datenblatt dazu finde ?

Vielen Dank

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »tommi« (28. Juni 2018, 12:16)


EDV-Dompteur

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2

Donnerstag, 5. Juli 2018, 15:08

Hallo Tommi,

das ist ein TPS51275 von Texas Instruments. Ein häufig verbauter und problemlos erhältlicher Schaltregler.
Das Datenblatt gibt es hier:
http://www.ti.com/lit/ds/symlink/tps51275.pdf

Texas Instruments spart im Aufdruck das "TPS" und die erste Ziffer (5) aus, es ist aber wirklich ein TPS51275.

Ich habe die schon häufig per eBay bezogen.
Wenn der Chip heiß wird, dann muss er gar nicht unbedingt kaputt sein, vielmehr kann (und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit) ein Kurzschluss hinter einem der beiden LDOs die Ursache sein.

Du könntest den Chip mal auslöten und an Pad Nr. 3 per Labornetzteil 3,3V einspeisen, um zu schauen, ob sonst etwas heiß wird. Der Embedded Controller wäre da der erste und ziemlich einzige Verdächtige, nebst ein paar Kerkos.
Wenn dort alles OK, dann mal 5V an Pad Nr. 13 einspeisen und wiederum auf Erhitzung von Beuteilen achten.

Das ist leicht zu behebender Standard-Kram, was Du da vorliegen hast, das kriegst Du hin!
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3

Donnerstag, 5. Juli 2018, 15:39

Hallo EDV Dompteur!

Danke erstmal für deine Hilfe. :036:

Ich werde laut deiner Beschreibung vorgehen und berichten.
Was mir noch aufgefallen ist das beide Spulen neben den Mosfets (oberhalb) auf Masse einen Schluss haben.(Lastseitig)

Habe die Spulen ausgelötet aber der Chip ist dennoch heiss geworden.

EDV-Dompteur

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4

Donnerstag, 5. Juli 2018, 16:56

Habe die Spulen ausgelötet aber der Chip ist dennoch heiss geworden.
Ja, das trifft halt zu, wenn der Kurzschluss auf den Rails der beiden LDOs sitzt. Also Pad 3 und Pad 13.

Falls nicht klar: Dieser Chip beinhaltet nicht nur Schaltregler, sondern auch zwei lineare Spannungsregler. Die können nur sehr wenig Strom liefern und dabei fällt eine Menge Verlustleistung über dem Chip an, abhängig vom Strom.

Simple Sache: Soll ein Linearregler von 19V auf 3,3V herunter regeln, dann muss er 15,7 von der Last fern halten, indem er sich so verhält, als wäre er ein entsprechend passender Vorwiderstand.
Damit fällt an Leistung über dem LDO der Lastrom, multipliziert mit den 15,7V, ab.
Bei 100mA Laststrom wären das immerhin 1,57W, was schon ein stolzer Wert ist, für so einen kleinen Chip.

Liegt gar ein Kurzschluss vor, dann fallen volle 19V über dem Chip an, was, multipliziert mit dem Maximalstrom, den der Chip hergeben kann, eine noch höhere Leistung bedeutet, die im Chip in Wärme umgewandelt wird.

Die LDO-Ausgänge sind typischerweise kurzschlussfest. Der Chip überlebt Kurzschlüsse also, aber er wird halt heiß.

Raus mit dem Ding und wie schon beschrieben per Labornetzteil kräftigen Strom einspeisen. Damit verrät sich die wahre Kurzschluss-Ursache durch Erhitzung.

Da Kerkos auf den Niederspannungs-Rails nur sehr selten kaputt gehen, tippe ich auf den EC. Der wird hinüber sein.
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5

Donnerstag, 5. Juli 2018, 18:53

Hello

Ok ich habe jetzt die 3V am Pin 3 des Chips per Netzgerät eingespeist, hatte auf Pad3 einen kurzen zu GND, der EC wurde leicht warm .

Jetzt habe ich am Pin 3 ( 3V LD0) keinen kurzen mehr auf GND. (um die 200 Ohm)
Somit wird jetzt der Chip (Schaltregler) nicht mehr heiss und funktioniert (..genau wie du sagtest.... :189: ) und die 3,3 und 5 V sind auch da.

Allerdings nach betätigen des Power on tut sich nix.


EC defekt? ...muss ich den programmieren? (NPCE285PAODX)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »tommi« (5. Juli 2018, 20:11)


EDV-Dompteur

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6

Donnerstag, 5. Juli 2018, 22:10

EC defekt? ...muss ich den programmieren? (NPCE285PAODX)
Jupp, gehe von einem defekten EC aus.
Ob der programmiert werden muss, weiß ich nicht, muttu recherchieren.
Der NPCE288... muss programiert werden, ich glaube das ist der Nachfolger des NPCE285 (nicht sicher). Für den 285 finde ich aber auf die Schnelle keine Infos.

Dass der Kurzschluss nun weg ist, wird daran liegen, dass Du mit dem Netzgerät den Bonddraht im Chip weggekokelt hast, an dem die interne Kurzschlusstelle hing. Ist nicht schlimm, der Chip war ja eh schon im Eimer.
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7

Freitag, 6. Juli 2018, 07:59

Ok dann bestelle ich mal den EC und versuche mein Glück.

Folgende Info hätte ich zum NPCE285PAODX EC gefunden.
..ist auch im "dell cedar 13269-1 m/b " NB verbaut.

..laut dieser Liste nicht Programmierbar.
https://www.youtube.com/watch?v=NMMVfv1brOI

kannst evtl deine Liste zu EC aktualisieren.

P.S. der Lerneffekt in deinem Forum mit deiner Hilfe ist wirklich hervorragend :562:

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8

Sonntag, 8. Juli 2018, 05:28

kannst evtl deine Liste zu EC aktualisieren.
Danke für die Info! Die Liste habe ich um einen Eintrag mit grünem Haken ergänzt.
Wobei ich Angaben über Geräte, in denen der jeweilige Chip verbaut ist, nur dann in die Liste aufnehme, wenn mir eine brauchbare Quelle für den Schaltplan bekannt ist.
Der Grund ist der, dass ich den hoffnungsvollen Lesern die langwierige Recherche ersparen möchte, wenn es eh keinen Plan gibt.
Oder hast Du einen Schaltplan für den Dell Cedar gefunden?


P.S. der Lerneffekt in deinem Forum mit deiner Hilfe ist wirklich hervorragend :562:
Oh, das schmeichelt mir (schwelg)! :028:
Aber wir lernen hier alle voneinander, das ist eben die Macht der Community.
Und allmählich wird es hier kuschelig; ich bin wirklich sehr davon angetan, das während meiner Abwesenheit drei hilfsbereite User eingesprungen sind, die Fragen der Anderen zu beantworten!

Dafür, dass dieses Forum schon fünf Jahre existiert, ist es noch verblüffend klein. Dennoch komme ich allein inzwischen kaum noch hinterher, mit den Antworten (habe schließlich noch meine Arbeit zu tun) und freue mich daher natürlich riesig, dass hier inzwischen ein paar treue und hilfsbereite Nutzer offenbar ihren Hafen gefunden haben.
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9

Sonntag, 8. Juli 2018, 07:28

Oder hast Du einen Schaltplan für den Dell Cedar gefunden?


Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.


Edit von EDV-Dompteur: Fehlerhafte Zitat-Formatierung korrigiert.

EDV-Dompteur

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10

Sonntag, 8. Juli 2018, 15:23

Danke schööön! :562:
Ich ergänze die Liste gleich.


P.S.: Beim Zitieren machst Du dauernd irgendwatt "flashc".
Schau mal hier:
Tipps zum Beitragseditor
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11

Dienstag, 26. Februar 2019, 02:20

Hi,

habe das gleiche Board mit einem ähnlichen Problem. Der NPCE285 wird heiß. Hat das Tauschen des Chips Besserung gebracht?

VG Treysis

PS: 16-stelliges Passwort für einen Account hier???

12

Freitag, 8. Mai 2020, 15:58

Hallo alle zusammen,

ich bin neu hier und möchte mich zuerst für den klein geschriebenen Benutzernamen entschuldigen. Da liest man den Text und macht es trotzdem falsch :D

Nun zu meinem Anliegen. Ich habe das selbe Problem mit dem TPS51275, welcher nach kurzer Zeit so heiss wird, dass von dem Bauteil ganz leise, zischende Geräusche ausgehen. An Pin 3 und 13 liegen aber, wie gewollt, stabile 3 bzw. 5V an. Was kann hier das Problem sein?
Bei der Recherche nach Ersatzteilen ist mir aufgefallen, dass es zig verschiedene Varianten (TPS51275RUKR TPS51275RUKT TPS51275BRUKR TPS51275BRUKT TPS51275CRUKR
TPS51275CRUKT) gibt. Welcher wäre hier das richtige Ersatzteil, falls ich diesen ersetzen muss?

Vielen Dank im Voraus für die Hilfe.

Liebe Grüße
chris

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13

Freitag, 8. Mai 2020, 16:49

Willkommen im Forum, oh Du - sehenden Auges - Fehler machender Neuling!
;-)

ich bin neu hier und möchte mich zuerst für den klein geschriebenen Benutzernamen entschuldigen. Da liest man den Text und macht es trotzdem falsch :D
(Seufz!) Und weiterhin kann man aus Deinem Usernamen auf den Vornamen und dem Geburtsdatum schließen ... :-/
:!: Ich ändere nachher Deinen Usernamen in "Vogelsang". Berücksichtige das beim nächsten Login. :!:


Nun zu meinem Anliegen. Ich habe das selbe Problem mit dem TPS51275, welcher nach kurzer Zeit so heiss wird, dass von dem Bauteil ganz leise, zischende Geräusche ausgehen. An Pin 3 und 13 liegen aber, wie gewollt, stabile 3 bzw. 5V an. Was kann hier das Problem sein?
Was auch immer der Fehler sein mag (hat der Rechner mal Flüssigkeit abbekommen?) - OK ist es sicher nicht.


Bei der Recherche nach Ersatzteilen ist mir aufgefallen, dass es zig verschiedene Varianten (TPS51275RUKR TPS51275RUKT TPS51275BRUKR TPS51275BRUKT TPS51275CRUKR
TPS51275CRUKT) gibt. Welcher wäre hier das richtige Ersatzteil, falls ich diesen ersetzen muss?
Schau mal ins Datenblatt, dort ist es auf der ersten Seite aufgeschlüsselt:
https://www.ti.com/lit/pdf/slusb45

Entscheidend ist nur der erste Buchstabe nach dem "TPS51275".
Ist es ein "B", dann handet es sich um den TPS51275B.
Ist es ein "C", dann handelt es sich um den TPS51275C.
Ist es ein anderer Buchstabe, dann ist es einfach nur der originale TPS51275.

Der Rest des Bestellcodes bezieht sich darauf, in welcher Verpackung, bzw. Menge der Baustein geliefert wird.
- Das ist für Dich nicht relevant, wohl aber für Firmen, die Batückungsautomaten im Einsatz haben.
Für Dich ist es deshalb irrelevant, weil Du keine ganze Rolle direkt bei Texas Instruments kaufst, sondern von einem Unter-Unterhändler bloß einen einzelnen Chip, oder bestenfalls einen kleinen Gurtabschnitt, mit wenigen Chips. Da schreiben die Anbieter in ihrer UInwissenheit schon mal den Bestellcode für ein ganzes "Reel" ins Angebot, obwohl sie nur einen einzelnen Chip verhökern.

Du musst also herausfinden, ob Du die Standard-Version, oder den Typen "B", bzw. "C" bei Dir auf dem Mainboard sitzen hast, dann kannst Du fröhlich drauf los bestellen.

Aber sei gewarnt: Wenn Du beim Distributoren Farnell versehentlich einen ganzen Gurt mit 3000 Stück bestellst (und geliefert kriegst!), dann wird es Dir anschließend nicht gelingen, das zurück zu senden und den Kauf ungeschehen zu machen.

So blöd kann doch kein Mensch sein, denkst Du? - IRRTUM! :-) :193: :-( :-|
Ich kenne jemanden, dem das bei einem anderen Chip real passiert ist! :048:
Das war aber ein teurer Irrtum! :066:
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14

Freitag, 8. Mai 2020, 18:01

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Der Laptop hat keine Flüssigkeit abbekommen. Es handelt sich um einen Typ C.
Kann ich annehmen, dass die an den 3 bzw. 5V angeschlossenen nachfolgenden Schaltungen korrekt arbeiten, da die LDOs die Ausgangsspannung konstant halten und kein anderes Bauteil warm wird?
Wie könnte ich hier den Fehler weiter einschränken?

Ich werde hier besonders aufpassen, danke für den Hinweis.

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15

Samstag, 9. Mai 2020, 00:16

Kann ich annehmen, dass die an den 3 bzw. 5V angeschlossenen nachfolgenden Schaltungen korrekt arbeiten, da die LDOs die Ausgangsspannung konstant halten und kein anderes Bauteil warm wird?

Wie könnte ich hier den Fehler weiter einschränken?
Nun ja, natürlich kann man jetzt gaaanz viel testen, wenn der Tag lang ist. Man schnappe sich das Datenblatt, zwänge den Enable-Eingängen den benötigten Pegel auf und kontrolliere, ob die Schaltwandler dann anspringen. Stichwort: "Indikatoren" (die Suchfunktion des Forums hilft!).
Kann man alles machen.

Und insbesondere könnte man, sofern im Layout vorgesehen (Du lieferst ja keine näheren Informationen und auch kein Bild, ich kann daher nur laue Luft daher reden) die Lötjumper der LDO-Ausgänge abklemmen, um zu schauen, ob der Chip dann noch immer heiß wird.

Dass außer diesem Chip sonst nichts "heiß" wird, muss nicht bedeuten, dass der Chip defekt wäre, oder dass mit der Last alles OK ist. Sicherlich hast Du die Temperatur nur mit dem Finger überprüft, statt thermografisch, oder?
Der 3,3V-LDO versorgt den Embedded Controller, der recht oft für köchelnde LDOs verantwortlich ist. Dessen Chipfläche ist sehr viel größer, als die des TPS51275C. Wenn der EC einen "moderaten" Schaden hat, der einen überhöhten Stromfluss bewirkt, der die 3,3V zwar noch nicht völlig abwürgt, aber halt eine hohe Leistung über dem TPS abfallen lässt, dann kocht der TPS, ohne dass man dem EC viel, oder überhaupt etwas, anmerkt.

Immerhin muss der LDO 19V minus 3,3V = 15,7V weg schlucken, was multipliziert mit dem Strom rasch eine ziemlich hohe elektrische Leistung bedeutet, die da in Wärme umgewandelt wird.
Über dem EC würde beim selben Stromfluss viel weniger Leistung abfallen, weil der ja nur 3,3V kriegt, statt 15,7V.
Zudem hat der EC eine viel größere Chipfläche, die die Wärme viel besser verteilt. So ein Fehler des ECs wäre daher mit bloßen Finger kaum, oder gar nicht, zu detektieren.

Aber hast Du denn überhaupt schon den Schnellkurs gelesen?


Du wirkst in Bezug auf Elektronik kompetent, darum schreibe ich bei Dir keine Romane. Aber ich kann nicht wissen, ob Du bezogen auf Notebook-Mainboards die gängigen "Tricks" schon kennst; auch weiß ich NICHTS über Dein Mainboard.
Ist es ebenfalls ein Yoga 500?
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16

Donnerstag, 14. Mai 2020, 15:22

Hallo EDV-Dompteur,

vielen Dank für die Hinweise.
Ich habe die Temperatur nur mit dem Finger überprüft.

Danke für den Hinweis mit dem Schnellkurs, ich werde mich einarbeiten und mich wieder melden, falls ich danach noch Probleme habe.

Ja, ich habe Informatik studiert und hierbei meinen Schwerpunkt auf technische Informatik gelegt. Es fehlt also nur noch an der Praxis bzw. die Kniffe, die sich durch langjährige Anwendung bewährt haben. :)

Es handelt sich um ein Yoga 500 14ISK.

Anbei zwei Bilder des Bauteils Bild1 Bild2
Liebe Grüße
Vogelsang

EDV-Dompteur

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17

Donnerstag, 14. Mai 2020, 16:33

Das zweite Bild lädt bei mir nicht.
Und das erste zeigt einen zu kleinen Ausschnitt, da ist kein Lötjumper zu sehen (sofern überhaupt vorhanden). Auch die zugehörige Spule ist nciht mit auf dem Bild.
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18

Donnerstag, 14. Mai 2020, 18:06

Versuch2
Das zweite Bild stellt einen größeren Ausschnitt dar.

19

Samstag, 16. Mai 2020, 17:44

Hallo liebes Forum,
erst einmal möchte ich mich bei EDV-Dompteur für den tollen "Schnellkurs" bedanken, welchen ich nach dessen Lektüre eher als (Praxis-) Lehrwerk bezeichnen würde. Mit dem Vorwissen der Theorie hat sich bei mir eine steile Lernkurve entwickelt.

Auf der 19V Rail läuft alles einwandfrei. Das Problem habe ich beim TPS51275 ausgemacht. Hier haben sich nach dem "Typical application diagram", wie es im Datenblatt zu finden ist, folgende Messergebnisse ergeben:
1) am VIN liegen, wie gewollt, knapp 19V an.
2) An den Channel1 enable und Channel2 enable (Pin 6 und 20) liegen jeweils um die 3 Volt an. Ist das die korrekte Enablespannung?
An den MOSFET-Paaren, welche die Vout von 5 und 3,3 Volt erzeugen liegt an dem im Diagramm oben gelegenen MOSFET, wie es sein soll, jeweils die 19V-Spannung von Vin an. Am Gate messe ich jeweils eine Spannung von 0V. Die zugehörigen Spulen sind jeweils auch bei 0V.


Meine Annahme ist also ein defekter TPS51275, welchen ich im nächsten Schritt austauschen würde. Sind meine Annahmen richtig?
Hat jemand, falls man hier Werbung machen darf, einen Tipp für einen Onlinehändler, welcher gute Bauteile für kleines Geld verkauft? Oder ist ein TPS51275 auch etwas, was man aus seiner "Schrottkiste" von einer ausgemusterten Platine löten kann?
Liebe Grüße und nochmals vielen Dank,
Vogelsang

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20

Samstag, 16. Mai 2020, 22:34

2) An den Channel1 enable und Channel2 enable (Pin 6 und 20) liegen jeweils um die 3 Volt an. Ist das die korrekte Enablespannung?
Ja, gemäß Datenblatt Seite 6, ist das voll ausreichend.
Solche Informationen findet man generell in der Sektion "Electrical Characteristics".
Hier geht es um die "EN threshold". Also um den Schwellwert für die Erkennung des Enable-Signals.
Als minimaler Wert für den High-Pegel ist dort 1,6V angegeben. Da liegst Du deutlich drüber; ergo alles gut.


Am Gate messe ich jeweils eine Spannung von 0V. Die zugehörigen Spulen sind jeweils auch bei 0V.
Die beiden Schaltwandler-Kanäle arbeiten also nicht.
Kann ich davon ausgehen, dass Deine Angaben aus Posting Nr. 14 weiterhin gültig sind, also dass die beiden LDOs korrekt arbeiten?


Meine Annahme ist also ein defekter TPS51275, welchen ich im nächsten Schritt austauschen würde. Sind meine Annahmen richtig?
Schau mal ins Datenblatt, auf Seite 12.
Du hast den Typen "C", demnach gilt für Dich die zweite Tabelle.
Damit der Chip voll arbeitet, müssen die in der untersten Tabellenzeile aufgeführten Bedingungen gegeben sein.

Aufpassen: Das Diagramm unter der Tabelle bezieht sich wieder auf den TPS61275 (ohne "C"). Das richtige Diagramm für Deinen Chip ist Seite 13 zu entnehmen.

Das Diagramm stellt alle bei Dir bereits gegebenen Bedingungen anschaulich dar. Demnach müsste der Chip die beiden Schaltwandler-Kanäle aktivieren.
Dem aufmerksamen Datenblattleser entgeht aber nicht, dass die Tabelle eine Spalte mehr hat, als die Anzahl der Signale in der Grafik. In der Tabelle gibt es noch die Spalte "VCLK".

Was hat es mit VCLK auf sich?
Nun, wir haben ja leider keinen Schaltplan für den Lenovo, aber zumindest im Datenblatt wird in den Schaltbeispielen eine Ladungspumpe verwendet, um eine Hilfsspannung von 15V zu erzeugen.
Es ist nicht gesagt, dass die übrigen Bauteile der Ladungspumpe in Deinem Mainboard überhaupt verbaut sind. Trotzdem: An diesem Pin erzeugt der Chip einen Takt von 260kHz. Es wäre es ein ziemlich sicheres Zeichen für einen Chip-Defekt, wenn dort diese 260kHz nicht messbar sein sollten, wenn EN1 high ist.


Was aber auch noch möglich ist:
Angenommen, der untere MOSFET (also der Low-side MOSFET) eines der beiden Schaltwandler-Kanäle hätte einen niederohmigen Durchbruch vom Gate zum Source.
Da Source mit Masse verbunden ist, würde die Gatespannung dann Null Volt betragen (und der Chip eventuell heiß werden).
Weil der Chip merkt, dass etwas faul ist, würde er auch die Ansteuerung des High-Side-MOSFETs einstellen.
Resultat: Null Volt an beiden Gates. Genau wie bei Dir. Aber der Chip wäre OK.

Wenn Du also die 260kHz am Pin VCLK nicht vorfindest, dann wird wohl der Chip hinüber sein.
Wenn die 260kHz jedoch vorhanden sind, dann solltest Du mal alle vier MOSFETs, die der Chip ansteuert, gründlich durchmessen.
Interessant ist jeweils der gemessene Widerstand vom Gate zu Masse und der Widerstand vom Drain zu Source.
Das wären also acht Messungen.

Wenn Du nicht weiter kommst, dann poste mal die Ergebnisse dieser Messungen.


Hat jemand, falls man hier Werbung machen darf, einen Tipp für einen Onlinehändler, welcher gute Bauteile für kleines Geld verkauft? Oder ist ein TPS51275 auch etwas, was man aus seiner "Schrottkiste" von einer ausgemusterten Platine löten kann?
Also wenn ich Einzelstücke brauche, dann schaue ich immer zuerst bei eBay.
Wenn ich eine größere Menge Bauteile benötige, dann schaue ich in meine Liste der hinlänglich bekannten Distributoren. Farnell.de und so. Die sind allerdings zumeist nicht gerade billig.

- Warum kaufe ich dann überhaupt bei Distributoren, wenn die "nicht gerade billig" sind?
Nun, bei denen kann ich mich darauf verlassen, einwandfreie (und einwandfrei gelagerte und verpackte) Neuware zu erhalten, mit dem geringst möglichen Restrisiko, gefakete Bauteile geliefert zu bekommen.
Die offiziellen Distributoren kaufen direkt bei den Herstellern ein. Sehr unwahrscheinlich, dass die irgendwie eine Kiste aus "irgendwo in China" untergejubelt kriegen.

Kleinere Händler beziehen den Kram halt daher, wo sie ihn am billigsten schießen können. Restposten mit unklarer Herkunft, whatever.
Mein Highlight erlebte ich vor Jahren mal bei Conrad. Drei identische Transistoren im Laden gekauft. Zuhause bemerkte ich, dass die alle von unterschiedlichen Herstellern waren! 8-| ?-(
Zwar stimmte der Aufdruck, aber manche Standard-Bauteile werden halt von mehreren Herstellern gefertigt. So auch dieser Transistor. Und bei Conrad, im Laden, landet das alles einfach lose in der selben Schublade.
Bei Reichelt ist es ähnlich. Da ist oft unklar, bzw. gewollt offen, von welchem Hesteller ein bestimmtes Bauteil stammt. so kann Reichelt "flexibel" das liefern, was halt zufällig gerade im Lager ist.

Nun sind Conrad und Reichelt sowieso nicht die Lieferanten der Wahl, wenn man spezielle Ersatzteile für Notebooks sucht. Conrad kämpft zwar seit über 10, wenn nicht 20 Jahren gegen das Image "Bastlerapotheke" an und versucht sich mit seinem Business-Katalog einen industrietauglichen Anstrich zu verpassen. Das Angebot ist auch wahrhaft riesig, aber bei spezielleren Teilen schwächelt Conrad dann eben doch. - Ich will damit nur den Unterschied zu einem offiziellen Distributoren verdeutlichen.

Wenn ein Hesteller auf seiner Website angibt, die offiziellen Distributoren in Europa wären beispielsweise Farnell, Mouser und Distrelec (und sonst keiner), dann kann man sich so seine Gedanken machen, woher Reichelt, Conrad und diverse eBay-Händler die Bauteile dieses Herstellers wohl beziehen ...
Ich würde denen zwar keinen bewussten Betrug unterstellen, aber zumindest muss man damit rechnen, dass inoffizielle Händler eben doch irgendwie an eine Kiste aus "irgendwo in China" gelangen. Irgendwo auf dem Weltmarkt eingekauft, Herkunft unklar.

Bei Farnell kann ich mir dagegen sogar gezielt aussuchen, von welchem Hersteller ich ein bestimmtes Bauteil gerne hätte, sofern es von mehr als nur einem produziert wird.
Und in der Tat gibt es da manchmal klitzekleine Unterschiede, die durchaus von Bedeutung sein können.
Und Farnell, Mouser etc. liefern die Bauteile im Gurtabschnitt von der Rolle. Alles aus einer Charge. Nix da, mit einzeln in 'ne Tüte geschmissen, wie es beim blauen "C" vorkommen kann (zumindest wenn man im Laden kauft, statt online).

Wegen Deinem TPS51275C würde ich aber kein Fass aufmachen, sondern schlicht bei eBay schauen.
Da kriegt man in aller Regel ebenfalls 'nen Gurtabschnitt, trotzdem ist bei eBay-Ware nie Verlass darauf, dass es wirklich Neuware (und vom Originalhersteller) ist.
Ich hatte neulich ein Video verlinkt, dass die Sache thematisiert; wie ausgeschlachtete Teile aufgefrischt, eventuell neu gelasert und dann wieder eingegurtet werden.

Deine Frage nach einem "günstigen Onlinehändler" dürfte hiermit beantwortet sein: "Vergiss es!"
Man weiß einfach nie, woher der Kram kommt und welche "Vergangenheit" ein Bauteil bereits hat - es sei denn, man greift tiefer in die Tasche und kauft bei einem offiziellen Distributoren ein. Die haben aber mitunter saftige Preise und Mindestbestellmengen, sowie hohe Portokosten. Auch liefern die zum Teil nicht an Privatkunden, sondern wollen erstmal einen Gewerbeschein sehen.
Pragmatische Alternative für den privaten Reparateur seines eigenen Notebooks: Bei eBay bestellen und hoffen ... :-/
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21

Sonntag, 17. Mai 2020, 14:02

Bei den LDOs habe ich gerade gemessen, dass am Pin 3 also VREG3 2,995V anliegen. Am Pin 13, also VREG5 liegen nun nur noch 0,5V an. ?-(

Weiterhin ist mir aufgefallen, dass der TPS51275 nun noch heisser wird als zuvor. Ich gehe davon aus, dass dieser durch die Betriebszeit während des Messens weiteren Schaden genommen hat.
Die Messung der 260KHz wird schwer, da ich nur Zugriff auf ein Multimeter und kein Oszi habe.
Die Gate-Masse Widerstände betragen dreimal 160kOhm. An einem der Low-Side-MOSFETs liegt tatsächlich zwischen Gate und Masse ein Widerstand von nur wenigen Ohm an.

Die Source-Drain Widerstände liegen bei den High-Side-MOSFETs bei etwas 6 MOhm.

Die Source-Drain Widerstände bei den Low-Side-MOSFETs sind bei 0 Ohm. Ich gehe also davon aus, dass diese durchgebrochen sind.


Der nächste Schritt wäre es also, die beiden Low-Side MOSFETs auszutauschen oder?
Wären das die richtigen Bauteile?

https://de.aliexpress.com/item/328777994…3c00XawwpV&mp=1
https://de.aliexpress.com/item/400083037…3c00XawwpV&mp=1
Hier würde ich die TPS51275C 1275C Version wählen.

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22

Sonntag, 17. Mai 2020, 14:48

Au Backe ...

Es ist ungewöhnlich, dass die Low-side-MOSFETs beider Channels offenbar "durch" sind.
Und da ist noch mehr, als nur das, irgendwie sonderbar. Du hast da wohl mehr als nur einen Bauteil-Defekt.

Also man könnte jetzt natürlich mit viel detektivischem Spürsinn versuchen, den wahren Schuldigen zu finden, bzw. die wahren Schuldigen. Erschwert wird das bei Dir durch fehlende Oszi. Und vermutlich besitzt Du auch keinen Bauteiltester.

Ein pragmatischerer Ansatz:
Alle vier MOSFETs, sowie den TPS austauschen!
- Kostet nicht viel und die Bauteile liegen ohnehin dicht beieinander, da ist es mit Heißluft ein einziger Abwasch.

ABER es gibt zusätzlich noch den Verdacht, das mit den Niederspannungs-Rails etwas nicht OK ist. Wenn das zutrifft, dann bringt uns der Austausch der fünf Komponenten noch nicht ausreichend weiter.


Darum würde ich folgendes empfehlen:
  1. Löte zunächst die erwähnten fünf Bauteile einfach nur aus (ohne sie zu ersetzen).
    (Bitte ALLE zusammen auslöten, NICHT einzeln raus und zwischendurch wurschteln/testen, sondern alle ZUSAMMEN raus!)
  2. Dann messe mal den Widerstand an den zwei Pads der beiden LDOs nach Masse, sowie an den beiden Spulen nach Masse.
Weil uns dabei weder ein defekter MOSFET, noch der eventuell defekte TPS in die Sippe spucken können, würde ein niedriger Ohmwert bei einer dieser vier Messungen nun klar einen lastseitigen Kurzschluss auf der betroffenen Rail überführen.
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EDV-Dompteur

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23

Sonntag, 17. Mai 2020, 15:17

Nachtrag

Wären das die richtigen Bauteile?

https://de.aliexpress.com/item/328777994…3c00XawwpV&mp=1
https://de.aliexpress.com/item/400083037…3c00XawwpV&mp=1
Hier würde ich die TPS51275C 1275C Version wählen.
Der TPS51275C ist natürlich richtig. 1275C ist das gleiche Teil, in abgekürzter Form.

Ob es auch die richtigen MOSFETs sind, kann ich nicht sicher sagen, ohne Bild, ohne Schaltplan, ohne BoardView.
Aber wenn Deine MOSFETs im Packade mit 3x3mm stecken, dann wird der AON7410 bei Dir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit bestens tauglich sein.

Beachte, dass dieser MOSFET keinen integrierten Gate-Schutz hat und daher im nicht eingelöteten Zustand schon von kleinster Elektrostatik schnell zerstört wird.
Ein falscher Pulli, oder Teppich, lädt sich bei Reibung rasch auf tausende Volt auf. Das Gate verkraftet aber nur 20V ...
Ich will damit keine Panik schüren, will nur darauf hingewiesen haben, dass bei solchen Bauteilen ein gesundes Maß an Vorsicht geboten ist.
  1. Zuerst den Erdkontakt der Steckdose berühren.
  2. Erst dann das Mainboard berühren. Erst jetzt den Erdkontakt los lassen.
  3. Und nun, noch immer mit der einen Hand am Mainboard, den Chip mit der Pinzette in der anderen Hand greifen.
  4. Zwischendurch nicht viel mit dem Hintern auf dem Bürostuhl herum rutschen, oder mit den Füßen über den Boden schlurfen.
Wenn man so vorgeht, geht auch nichts schief. Da braucht man dann kein Erdungs-Armband etc.; diese Maßnahmen reichen.
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24

Mittwoch, 27. Mai 2020, 17:01

Ich bin heute dazu gekommen die Platine zu messen und es hat sich folgendes Ergeben:
Pin 3 (3,3V) und die rot umrandete Spule weisen beide einen Widerstand von 23kOhm bezüglich Masse auf.
Pin 13 (5V) hat einen Widerstand von über 20 MOhm bezüglich Masse.
Die blau eingezeichnete Spule hat einen Widerstand von 1 Ohm bezüglich Masse.

Die Bilder zeigen die ehemalige Lage der ausgelöteten Bauteile.
https://drive.google.com/open?id=1IZbl9K…V0AyQX8H0a5_wO3
https://drive.google.com/open?id=1IYmn5L…cBspwEwkX7OQh4p

EDV-Dompteur

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25

Gestern, 14:44

Nur ganz kurz, bin im Stress:

Der Kurzschluss sitzt - wie schon vermutet - hinter der Spule, also lastseitig.
Ich weiß gerade nicht, welche Spannung diese Spule erzeugt, aber wenn es die Spule für die 3,3V-Rail ist, dann ist der Embedded Controller der Verdächtige Nummer 1.

Schau Dir also mal den EC ganz genau an, die Dinger gehen oft sichtbar kaputt.
Wenn Du da nichts sehen kannst, dann müsste bei niedriger Spannung (möglichst nicht über 0,5V) ein Strom in die Rail eingespeist werden, um die Kurzschlussstelle per dann eintretender Erwärmung aufzuspüren.
Wie das geht, hatte ich schon etliche Male im Forum beschrieben; Stichwort: "Thermografie". Sonst nachfragen (aber ich habe Zeitmangel, im Moment).
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