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Dienstag, 17. November 2020, 23:02

Mein Elitebook HSN-I12C funktioniert nicht mehr

Guten Abend,
mein hp Elitebook HSN-I12C funktioniert nicht mehr, nachdem ich das Display durch ein Neues ersetzen wollte. Da nach dem Umbau das Elitebook nicht mehr funktinoierte, habe ich wieder das alte Display eingebaut. Der Fehler blieb. Nach dem Einschalten leuchtet keine LED auf. Das Display bleibt dunkel. Der Lüfter läuft nicht. Der Akku ist abgesteckt. Alle bekannten Methoden einen nicht mehr funktionierenden Laptop zum Laufen zu bringen haben nicht geholfen.
Soweit ich messen konnte, sind 19,5V, 11,5V und 3V auf dem Motherboard vorhanden. Die 3V werden zum Einschalter geführt. Eine Signalleitung der 8 Leitungen vom Einschalter hat 3V wenn der Schalter nicht betätigt wird und 0V wenn der Einschalter niedergedrückt wird. Meine Fragen:
- Wie wird der Computerchip gestartet?
- Welche anderen Spannungen (außen den zuvor aufgeführten) müssen im ausgeschalteten Zustand noch auf dem Motherboard vorhanden sein?
- Hat jemand eine Idee was für Fehler vorliegen könnte. Alle Steckverbindungen habe ich überprüft.
Für jeden Hinweis bin ich dankbar.
Iwato

Leo

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2

Mittwoch, 18. November 2020, 10:29

Hallo Iwato,

wurde der Akku vor dem Displaytausch abgesteckt?
Evtl. wurde da ein Kurzschluss verursacht wenn der Akku noch dran war.
Der 5V Schaltwandler sollte eigentlich im ausgeschaltenen Zustand auch aktiv uns messbar sein.
Arbeite klug, nicht hart!

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3

Mittwoch, 18. November 2020, 22:10

Willkommen im Forum, Iwato!

Soweit ich messen konnte, sind 19,5V, 11,5V und 3V auf dem Motherboard vorhanden.
11,5V???
Hä, wo kommen denn 11,5V vor? Bei abgestecktem Akku? - Das kommt mir aber reichlich sonderbar vor!
Normalerweise sind ohne Akku 5V die höchste im Notebook vorkommenden Spannung, abgesehen von der Eingangsspannung, die in Deinem Fall 19,5V beträgt.
Und explizit diese 5V vermisse ich in Deiner Aufzählung.

Wenn dem Mainboard (bei abgestecktem Akku) die Spannung vom Netzteil zugeführt wird, dann müssen sofort zwei Schaltwandler aktiv werden: Der für 3,3V und der für 5V. Und sonst ausdrücklich keiner!


- Welche anderen Spannungen (außen den zuvor aufgeführten) müssen im ausgeschalteten Zustand noch auf dem Motherboard vorhanden sein?
Diese Frage kann nicht allgemeingültig beantwortet werden.
Es ist vom Notebook-Modell und dessen konkreter Bestückung abhängig, welche Spannungen erzeugt werden.
Die Prozessorspannung ist oft sogar konfigurierbar - ein beliebtes Spielfeld für Übertaktungs-Freaks.

Man braucht es tatsächlich gar nicht zu wissen, welche Spannungen erzeugt werden, denn es ist einfach so:
Nach Spannungszufuhr werden wie erwähnt die Wandler für 3,3V und 5V aktiv.
Nach Betätigung des Einschalttasters aktiviert der Embedded Controller alle übrigen Schaltwandler, mit Ausnahme des einen, der für die Akkuladung zuständig ist und räumlich nah am Akku-Anschluss sitzt.
Die Überprüfung der Schaltwandler ist easy, denn man kann einfach an den quadratischen Ferritspulen messen.
In 99 Komma nochwas aller Fälle funktioniert die folgende Faustregel: Erscheint die Spannunghöhe an der Spule plausibel, dann arbeitet der jeweilige Schaltwandler ordnungsgemäß!
Eine "plausible Spannungshöhe" ist eine solche, die irgendwo zwischen 0,8V und 5V liegt.

Da bei Dir aber nichtmal die Power-LED kommt, ist eh schon klar, dass der Embedded Controller seinen Job nicht tut.
Entweder kriegt der seine Spannung nicht, oder er ist defekt, oder BIOS/Firmware wurden irgendwie geschrottet.


- Hat jemand eine Idee was für Fehler vorliegen könnte. Alle Steckverbindungen habe ich überprüft.
Ja. Ziehe dir zuerst einmal den berühmten Schnellkurs rein:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=302

Wichtig ist, dass die Schaltwandler für 3,3V und 5V kommen.
Die von Dir am Einschalttaster gemessene Spannung kommt aus einem LDO (linearer Spannungsregler) - die zählt hier nicht, obwohl sie wichtig ist.
Wenn diese allways_on Spannung vorhanden ist, die Du am Einschalttaster misst, dann sollten eigentlich besagte zwei Schaltwandler aktiv werden.
Und wenn das passiert, dann muss der Embedded Controller die Power-LED aktivieren.
- Das passiert bei Dir nicht.

In der Regel werden beide Spannungen (und auch die LDO-Spannung) vom selben Schaltwandler-IC gesteuert.
Entweder stimmt im Bereich dieses dualen Schaltwandlers etwas nicht, oder der Embedded Controller tut bei Dir seinen Job nicht.
Überprüfe also zunächst, ob Du nach Spannungszufuhr vom Netzteil 3,3V und 5V an zweien der Ferritspulen messen kannst.
Je nach Eigenarten Deines Multimeters zeigt es entweder an beiden Anschlüssen der Spule die gleiche Spannung an, oder Du kriegst eventuell nur an einem der beiden Anschlüsse einen stabilen und plausiblen Messwert angezeigt, nämlich an demjenigen Anschluss, der zu den dicken Pufferkondensatoren führt.

Wenn Du nicht klar kommst, poste bitte pro Mainboardseite je ein detailreiches Bild, dann zeige ich Dir, wo besagte zwei Spannungen zu erwarten sind.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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4

Donnerstag, 19. November 2020, 00:49

Hallo Leo,
danke für Deine Rückmeldung. Das Display hatte mein Sohn getauscht. Er meint, dass beim Austausch des Displays der Akku nicht angesteckt war.
Ich vermute aber stark, dass die 5-Volt-Versorgung defekt ist.

Danke EDV-Dompteur für Deine Hilfe.
Soweit ich messen kann werden die 11,5 Volt am DC-Eingang von einen Schaltwandler (IC Intersil ISL95338) erzeugt. Ich nehme an, dass die 11,5 Volt die Ladespannung für den Akku ist. Sie liegt auch an der Ansteckbuchse des Akkus an. Der Akku hat nominal 11,55V. Dieser Spannungswert ist an vielen Punkten auf dem Motherboard vorhanden. Auch an Schaltkreisen, von denen ich annehme, dass darunter noch weitere Schaltwandler sind. Mit Ausnahme des Schaltwandlers für die 11,5V kann ich an keinen der auf der mir zugänglichen Motherboardseite befindlichen Ferritspulen irgend eine Spannung messen. Nur das ISL95338 liefert an Pin 18, VDD, 4,8 V. Die 3-Volt-Spannung die ich auf dem Motherboard messe ist tatsächlich wie von mir geschrieben 3,0 Volt und nicht etwa 3,3 Volt. Sie führt zu zwei verschiedenen Schaltkreisen auf dem Motherboard.

Ich vermute auch, dass die 5V-Erzeugung nicht funktioniert. Da ich eine 3,3-Volt-Erzeugung auf der einen Seite des Motherboards nicht finden kann, denke ich, dass diese ggf. wie auch die 5-Volt-Erzeugung auf der Motherboard-Rückseite untergebracht sind. Bis jetzt hatte ich noch nicht den Mut den Laptop noch weiter zu zerlegen. Mal sehen ob ich es doch noch machen muss.

Denn Schnellkurs habe ich mir schon reingezogen. Hat mir bei der Fehlersuche sehr gut geholfen. Bin zwar Digitalelekroniker, habe aber noch nie einen PC repariert bzw. dessen Elektronik studiert. Messen und überprüfen kann ich die Schaltwandler zudem komfortabel mit einem DSO.

Ich werde versuchen das Motherboard noch weiter zu analysieren und melde mich dann wieder.

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5

Donnerstag, 19. November 2020, 01:42

Soweit ich messen kann werden die 11,5 Volt am DC-Eingang von einen Schaltwandler (IC Intersil ISL95338) erzeugt.
Wow, ein bidirektionaler Buck-Boost-Wandler!
Ja, stimmt überhaupt, wir leben ja inzwischen im Zeitalter von USB-C. Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm, als ich schrieb, dass die höchste Spannung im Notebook 5V beträgt. Ich werde wohl langsam zu alt, für diesen neumodischen Kram ...


Mit Ausnahme des Schaltwandlers für die 11,5V kann ich an keinen der auf der mir zugänglichen Motherboardseite befindlichen Ferritspulen irgend eine Spannung messen.
Dann kriegt der Embedded Controller auch nicht seinen Arbeitsstrom und kann nichts tun.
Jetzt liegt es also an, den Wandler für 3,3V und 5V aufzuspüren, das Datenblatt des Schaltwandler-ICs zu saugen und herauszufinden, warum er nicht werkelt.


Die 3-Volt-Spannung die ich auf dem Motherboard messe ist tatsächlich wie von mir geschrieben 3,0 Volt und nicht etwa 3,3 Volt.
Ja, aber diese Spannung kommt aus einem linearen Spannungsregler, nicht aus einem Schaltwandler.
Der Schaltwandler, um den es geht, erzeugt 3,3V (mit einer gewissen Toleranz, meistens eher eine Spur mehr).


Bis jetzt hatte ich noch nicht den Mut den Laptop noch weiter zu zerlegen.
Hey, das liegt aber an!
Der Schnellkurs sagt klipp und klar, dass das Mainboard ausgebaut gehört. Das ist nämlich fast nie vermeidbar.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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6

Donnerstag, 19. November 2020, 15:12

BERICHTIGUNG!

Upps, da ist bei mir was falsch gelaufen. Die gemessenen Spannungswerte waren nicht korrekt. Die 0V-Leitung meiner Messanordnung war defekt, d.h. hochohmig.
Die richitigen Spannungswerte lauten:
3,3V (anstelle 3V), 12,5V (anstelle 11,5V), ISL95338 liefert an Pin 18, VDD, 5,3V (und nicht 4,8V)

Damit sind die Messwerte nun plausibel. Die 3,3V sind vorhanden, es fehlen nur noch die 5V. Also auf zur Suche ?-(.
Das Motherboard ausbauen?! Was muss ich auf meine alten Tage noch machen ;-)?

EDV-Dompteur

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7

Freitag, 20. November 2020, 14:19

Ja, Du musst das Mainboard ausbauen.
Was wir als erstes suchen, sind die an einer Spule messbaren 3,3V und die an einer Spule messbaren 5V.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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8

Montag, 23. November 2020, 14:40

OK, dass Motherboard habe ich nun ausgebaut. Fotos von der Vorderseite und Rückseite mit meinen zusätzlichen Beschriftungen lade ich mit hoch. Die von mir gefundenen Spulen sind auf den Bildern markiert. Ein IC welches die 3,3V erzeugt habe ich lokalisiert. Eine Spule an der 3,3Volt anliegen konnte ich nicht finden. 5 Volt konnte ich nirgends auf dem M/B finden. Ist ja der Fehler.

Was mir außer ein paar guten Hinweisen für meine Suche noch helfen könnte wäre Datenblätter für die folgenden Schaltkreise: AKVJ602, AEAJ714, AREK909 und Intersil ISL 95859, damit ich die Funktionen besser verstehe bzw. ggf. den Funktionsfehler ermitteln kann. Leider konnte ich keines der Datenblätter im Internet auftreiben.
»Iwato« hat folgende Dateien angehängt:

9

Dienstag, 24. November 2020, 12:18

Ich würde sagen, wir machen erstmal Basis-Troubleshooting:

Schau mal ob die 3,3V am Schalter auf 0V fallen, in dem Moment in dem du den Schalter drückst bzw. gegen Masse ziehst. Sobald du los lässt müssen wieder 3,3V Spannung anliegen. Sollte dem so sein, dann stimmt "nur" etwas mit dem Einschalter nicht und man könnte testweise mal versuchen das Gerät direkt am entsprechenden MB-Connector mit einer Pinzette zu starten. Edit: Dass das bereits geprüft wurde, hatte ich dezent übersehen. :)

Falls jedoch alles normal erscheint, mache das MB stromlos und prüfe doch mal, ob du an den Spulen im "Schaltwandlerfeld" eine Kurzschluss gegen Masse feststellen kannst, also sehr geringen Widerstand. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sich dort die Spulen Für diejenigen 3,3v und 5v verstecken, welche spätestens nach dem Einschalten anlaufen müssen. Falls ja, kann man von dort aus weiter schauen und versuchen den Übeltäter ausfindig zu machen.

Falls nein, wird es wohl etwas komplizierter... Die kleinen ICs oberhalb der Spulen sehen mir ein bisschen nach sogenannten "Smart Power Stage" (korrigiert mich, falls ich falsch liege!), also DRIVER und MOSFET in einem Chip. Da müsste man dann auf jeden Fall ein Datenblatt von den Chips besorgen oder besser, ein Schematic des gesamten MBs (Habe schon kurz mal nachgeforscht, aber scheint es wohl nicht zu geben), Um zu schauen ob da auch alle Signale ankommen. Und wenn nein, warum nicht?

So, jetzt hast du erstmal zu tun. :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sephir0th« (24. November 2020, 13:33)


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10

Dienstag, 24. November 2020, 12:49

Eine Spule an der 3,3Volt anliegen konnte ich nicht finden. 5 Volt konnte ich nirgends auf dem M/B finden. Ist ja der Fehler.
Ja, das ist der Fehler!
Jetzt liegt es an, an den Spulen, die die 3,3V und die 5V erzeugen würden eine Kurzschlussmessung nach Masse durchzuführen.
Wenn dort kein Kurzschluss vorliegt, dann das Datenblatt des zugehörigen Schaltwandler-ICs saugen und in die Bedngungen vertiefen, die erfüllt sein müssen, damit er arbeitet. Insbesondere dessen Enable-Eingänge kontrollieren.
Auch können die beiden MOSFETs an jeder Spule entweder hochohmig, oder niederohmig defekt sein.


Was mir außer ein paar guten Hinweisen für meine Suche noch helfen könnte wäre Datenblätter für die folgenden Schaltkreise: AKVJ602, AEAJ714, AREK909 und Intersil ISL 95859
Also für den ISL95859 fand ich per Startpage.com auf Anhieb das Datenblatt. Kannst Du hier herunterladen:
https://octopart.com/isl95859chrtz-intersil-88172338

Für die anderen Bauteile nimm die Suchmaschine Yandex.com
Den Job, die dortigen Treffer auszuwerten, nehme ich Dir jetzt nicht ab.


Schau mal ob die 3,3V am Schalter auf 0V fallen, in dem Moment in dem du den Schalter drückst bzw. gegen Masse ziehst.
Danke, dass Du zu helfen versuchst Sephir0th, aber das schrieb Iwato schon im Startposting, dass das gegeben ist.


Falls jedoch alles normal erscheint, mache das MB stromlos und prüfe doch mal, ob du an den Spulen im "Schaltwandlerfeld" eine Kurzschluss gegen Masse feststellen kannst, also sehr geringen Widerstand.
Korrekt.
Die klassischen Gründe für einen nicht werkelnden Schaltwandler:
  1. Lastseitiger Kurzschluss
  2. Defekter MOSFET (derer stets zwei)
  3. Defekter Schaltwandler-IC
  4. Per Enable-Eingang gesperrter Schaltwandler-IC.
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Mittwoch, 25. November 2020, 21:44

Danke für Eurere Hinweise. Die Link zum ISL95859-Datenblatt hatte ich auch gefunden. Leider verbirgt sich unter dieser Link ″ISL95859CHRTZ, datasheet″ ein ganz anderes Datenblatt, nämlich die Daten der ICs ISL99125B und ISL99135B. So wie es aussieht haben diese Bausteine nichts gemeinsam mit dem ISL95859. Irgendwie blicke ich da nicht durch. Finde ich einen anderen Link zum Datenblatt des ISL95859, erscheinen wiederum die Daten irgend eines anderen ICs.

Wenigstens konnte ich eine Schaltbild mit dem ISL95859 finden und kenne nun das Pinning.

Die Spulen haben alle plausible elektrische Werte.

Ich gebe auf. Eine weitere Fehlersuche ohne Schaltplan für den ″Elitebook 830 G5″ ist m.E. nicht mehr sinnvoll und zu zeitaufwändig. Messungen sind wegen der Kleinheit der Bauteile für mich immer diffizil. Die Verfolgung von Signalen auf dem Motherboard gestaltet sich wie die Suche nach einer Stecknadel im Heuhaufen.

Möchte mich an dieser Stelle noch für die ausgezeichnete Unterstützung durch das Forum und insbesondere durch den EDV-Dompteur bedanken. Die Tipps haben mit sehr geholfen. Wünsche allen mehr Glück bei Ihren Reparaturen.

Bis zum nächsten Mal

Iwato


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12

Mittwoch, 25. November 2020, 22:51

Die Link zum ISL95859-Datenblatt hatte ich auch gefunden. Leider verbirgt sich unter dieser Link ″ISL95859CHRTZ, datasheet″ ein ganz anderes Datenblatt, nämlich die Daten der ICs ISL99125B und ISL99135B.
Selbst auf der Website von Renesas liefert die dortige Suchfunktion, gefüttert mit "ISL95859", als Treffer diese ISL99125B und ISL99135B.
Bist Du sicher, dass die nicht funktionsgleich sein können?


Eine weitere Fehlersuche ohne Schaltplan für den ″Elitebook 830 G5″ ist m.E. nicht mehr sinnvoll und zu zeitaufwändig.
Auf dem Mainboard müsste bzw. sollte die Mainboardbezeichnung aufgedruckt sein (ist leider nicht immer so, SOLLTE aber so sein, wäre diese Welt eine gute und gerechte Welt ...).

Wenn man nach Schaltplänen sucht, dann braucht man genau diese Bezeichnung und nicht etwa die des Notebook-Modells.
Hintergrund ist der, dass der Betrieb, der das Board anhand des Schaltplans layoutet hat, gar nicht wissen kann, wie der Notebook-"Hersteller" sein Gerät am Ende nennen wird.

Leider findet man für neuere Geräte praktisch nie Schaltpläne.
Bei Geräten, die schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben, steigt die Chance enorm.

Und ja, ohne Schaltplan kann es zum sehr zähen Detektivspiel ausarten, darunter leide ich selbst!
Gegenwärtig habe ich hier mal wieder so einige echt zähe Kandidaten auf dem Tisch, mit denen ich echt heftig hinterher hinke.
Ich wünschte, ich könnte Dir hilfreichere Dinge sagen, aber es ist in der Tat mitunter sehr zermürbend ...
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Donnerstag, 26. November 2020, 09:22

Falls du es dir mit der Aufgabe nochmal anders überlegst:

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.



Das Ding ist nur, dass der ISL95859 offensichtlich der PWM-Controller für die CPU-Spannungen ist. Von daher weiß ich nicht so recht, was ihr damit anfangen wollt. Aber an Pin26 könnte man zumindest schonmal den Weg zu den 5V zurück verfolgen.
Mal schauen, ich muss eh gerade auf Nachschub warten... evtl finde ich noch etwas Zeit um den Verantwortlichen für die 3,3V/5V SUS-Spannungen aufzuspüren.

Edit: Was die kleinen Chips an den Spulen angeht weiß ich nur, dass die von MPS sind. Mehr kriege ich einfach nicht raus

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Sephir0th« (26. November 2020, 12:04)