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Donnerstag, 19. November 2020, 17:29

Wortmann Terra Mobile 1548Q startet nicht oder stürzt wieder ab.

Hallo an dieses großartig gemachtes Forum,
vielen Dank für diese minutiös geschriebenen Texte. Das gibt es nicht oft :562: .
Nun zu meinem Problem. Ich habe hier zwei (2!) fast baugleiche Laptops. Ich sage fast weil bisher ist mir nur der Displaystecker aufgefallen. Er hat einmal 30 Pin und einmal 40 Pin.
Das Problem an beiden! Laptops: Sie starten entweder gar nicht oder wenn sie doch starten stürzen sie nach wenigen Minuten wieder ab. Und zwar so als hätte jemand den Stecker gezogen. Keine Fehlermeldung nirgends, nix, nada. Es kann aber auch schon mal sein dass die Maschine 30 Minuten am Stück durchläuft, Zufall, Glück... man kann es nennen wie man will.
Dieses Verhalten zeigt sich bei Netzteilbetrieb, an der Originalbatterie oder auch an einem Labornetzgerät.
Ich habe den Post "Schnellkurs Notebook-Reparatur - Stromversorgungsprobleme" gewissenhaft durchgelesen. Ich muss aber sagen dass ich mich schwer tue in den ganzen Gewusel an Kleinteilen zurecht zu finden. Ich bin kein Grobmotoriker, habe schon viele Haushaltsgeräte (klein und groß) wieder zum 2-ten Leben erweckt. Aber so ein Laptop ist doch schon noch eine andere Hausnummer als ein PC-Tower.

Gibt es so etwas wie "bekannte Probleme" an diesen Wortmann Terra Laptops?

Wo geht die Reise hin? Stromversorgung? Oder Grafikkarte?
Die beiden Geräte sind erst etwa 5 Jahre alt und sind recht flott unterwegs... wenn sie denn laufen. Ich würde sie ungern auf den Müll geben.

Wenn es möglich wäre mir die einzelnen Baugruppen/Bauteile auf der Platine zu zeigen und mich ein bisschen zu leiten, das wäre sehr nett. Wenn aber aus diesen, meinen wenigen Angaben zum Verhalten der PC's bereits der Schluss gezogen werden kann dass da nichts mehr zu machen ist dann soll auch das gut sein. Ich wollte auf keinen Fall ohne hier gefragt zu haben bereits aufgeben.



Jetzt muss ich noch die Platinenbilder hier rein kriegen...MB_front__.jpg

MB_back_.jpg
Ich muss mich für die nicht so tollen Bilder entschuldigen. Sie sind mit der Handykamera gemacht. Wenn nötig werde ich versuchen eine bessere Digitalkamera aufzutreiben und neue Bilder einstellen. Sorry!
Vielen Dank und bleibt alle gesund.
Strawberry

2

Donnerstag, 19. November 2020, 21:49

Link zum Service-Manual

Hier noch der Link zum Service-Manual
https://usermanual.wiki/Document/clevow6…anual.558644940

EDV-Dompteur

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3

Freitag, 20. November 2020, 14:45

Willkommen im Forum, Strawberrybier!


Sie starten entweder gar nicht oder wenn sie doch starten stürzen sie nach wenigen Minuten wieder ab. Und zwar so als hätte jemand den Stecker gezogen.
Hmmm.
Das Mainboard hat eine ganze Menge Becherelkos bestückt.
Wenn ich raten soll, dann würde ich anhand Deiner Fehlerbeschreibung darauf tippen, dass Du es hier mit gealterten Elkos zu tun hast, bei denen die Siebung so am Kippunkt zwischen "noch gut genug" und "nicht mehr gut genug" liegt.
Solange die vom jeweiligen Schaltwandler erzeugte Spannung noch gut genug ist, werkelt der Wandler. Wenn sie dann temparaturabhängig und lastabhängig irgendwann aus dem grünen Bereich rutscht, dann schaltet der betroffene Wandler ab - so reime ich mir das jedenfalls zusammen.

Ob in so einem Fall dann gleich komplett alles ausgeht, ist vom Design der Schaltung und vom Gespann BIOS/EC-Firmware abhängig.

Ich würde empfehlen, testweise mal den Becherelkos keramische Kondensatoren von 20uF parallel zu schalten. Und zwar auf kürzest möglichem Weg, also nicht mit unnötig langen Drähten.

Leider ist das eine elendige Fummelei und es ist auch nicht gesagt, dass diese Maßnahme von Erfolg gekrönt sein wird. Aber es dürft reichen, wenn Du Dir zunächst nur die Elkos in unmittelbarer Nähe von CPU und GPU vorknöpfst.
Natürlich kannst Die die Elkos auch gleich auf Verdacht austauschen, statt ihnen erst testweise Kerkos parallel zu schalten.

Ich selbst würde mir die Spannungen an den Elkos mit dem Oszi anschauen und dann gezielt diejenigen Elkos verarzten, an denen die "dreckigste" Spannung anliegt.

Wenn es das dann nicht gewesen ist, dann wird es bitter ...
Nichts ist schlimmer, als unzuverlässig laufende Geräte, die also nicht eindeutig defekt sind, sondern je nach Mondphase und dem Wetter in Timbuktu funkionieren, bzw. nicht funktionieren.
Da kann eine Temperaturabhängigkeit im Spiel sein, für die mehrere Gründe denkbar sind. Schlimmstenfalls Pin-Ripup am Grafikchip.
Aber hoffen wir mal, dass es nur an gealterten Elkos liegt.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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4

Samstag, 21. November 2020, 20:26

Hallo EDV-Dompteur,
vielen Dank für diese prompte Rückmeldung.

Zitat

Ich selbst würde mir die Spannungen an den Elkos mit dem Oszi anschauen
und dann gezielt diejenigen Elkos verarzten, an denen die "dreckigste"
Spannung anliegt.


Jetzt wo das MB vor mir auf dem Tisch liegt startete es bisher nur 1 Mal und ist dann sofort weder ausgegangen. Es ist der Kühlkörper montiert und der Starttaster.

Es leuchtet die grüne LED welche die Betriebsspannung anzeigt, manchmal wechselt sie zu orange. Auf dem MB finde ich die 19 Volt sowie 3,3 Volt (am BIOS-Chip z. Bsp.)

PowerLED.jpg
Mit dem Oszi sehen diese 3,3 Volt Spannung gut aus. Die Elkos habe ich mit dem ESR-Tester von ELV geprüft und keine Auffälligkeiten gefunden.

Der "Schnellkurs Notebook-Reparatur - Stromversorgungsprobleme" ist sehr gut gemacht. Nur, ich bekomme das nicht so richtig auf die Reihe in Bezug auf das Terra MB. Ich kann das einfach nicht richtig zuordnen. Auch komme ich nicht klar mit den Schaltplänen weil der passende Bestückungsplan fehlt. Könntest Du mir ein bisschen helfen um diese einzelnen Stromversorgungsstufen zuzuordnen? Dies ist wie schon geschrieben mein erstes Notebook das ich überhaupt auseinander nehme.

Die Spannungen mit dem Oszi kontrollieren kann ich machen, wenn sie denn erst mal vorhanden wären.
Mit freundlichen Grüßen.

EDV-Dompteur

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5

Sonntag, 22. November 2020, 12:01

Im Service Manual findest Du auf Seite 96 den dualen Schaltwandler, der die 3,3V und 5V erzeugt.
Die zugehörigen Spulen sind PL10 (für 3,3V) und PL11 (für 5V).
Diese beiden Spulen befinden sich auf Deinem Bild vom Mainboard direkt links neben dem Knopfzellenhalter.
Auf dem Silkscreen (Bestückungsaufdruck) sind die Bezeichnungen "PL10" und "PL11" auch aufgedruckt.

Der Schaltwandler IC ist ein uP6182. Der befindet sich auf der anderen Platinenseite (Platine umdrehen).
Sauge dessen Datenblatt.

Mindestens der 3,3V LDO, den dieser Chip beinhaltet, wird laufen. Diese Spannung liegt am Einschalttaster und am EC an.
Interessant ist aber, ob die beiden Spulen werkeln und ihre jeweiligen Spnnungen erzeugen, also 5V und wiederum 3,3V.
Wenn an den beiden Spulen keine ordentliche Spannung messbar sein sollte, dann sind die Enable-Eingänge des ICs von interesse.
Also die Pins:
1 (EN1)
6 (EN2)
Spaßeshalber auch Pin 13 (EN0) - aber da sollte alles OK sein.

Darüber hinaus muss an Pin 3 (VREF) die 2V Referenzspannung messbar sein.
Die beiden internen LDOs sind Pin 8 (3,3V) und Pin 17 (5V)


Und nur für den Fall, dass Verwirrung bestehen sollte:
LDOs sind lineare Spannungsregler, die nur wenig Strom liefern können. Die arbeiten permanent, auch im tiefsten Tiefschlaf des Rechners.
Die Schaltwandler-Kanäle hingegen, können sehr viel höheren Strom liefern und sind über die Enable-Eingänge des ICs aktivierbar/deaktivierbar.
Bei praktisch jedem Mainboard werden diese beiden Schaltwandler-Kanäle automatisch aktiv, wenn ans Mainboard das Netzeil angeschlossen wird. Prinzipiell hat der Embedded Controller aber in vielen Boarddesigns die Macht, diese beden Kanäle auch zu deaktivieren, um im Tiefschlafmodus maximal Strom sparen zu können (obwohl die im Leerlauf eh kaum Strom verbrauchen).

Wenn Die Schaltwandler also nicht laufen, oder nur einer von denen, dann kann es grundsätzlich schlicht daran liefen, dass der Embedded Controller die Enable-Eingänge des Schaltwandler-ICs nicht bedient.
- Wobei ich im Schaltplan gerade sehe, dass die beiden Enable-Eingänge hier einfach per Widerstand nach Masse gezogen werden und in diesem Design gar nicht vom Embedded Controller bedient werden. Demnach laufen die beiden Schaltwandler-Kanäle bei diesem Design also wirklich unter allen Umständen permanent.
Sollte das bei Dir nicht der Fall sein, dann ist der Embedded Controller unschuldig, sondern dann zickt mindestens einer der beiden Kanäle.

Aber überprüfe all das erst einmal, bevor ich alle 1000 nur denkbaren "Wenns und Abers" herbei theoretisiere.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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6

Montag, 23. November 2020, 17:58

Vielen Dank für diese Ausführungen.
Vorneweg, ich habe das Board heute unter Strom gesetzt und... was soll ich sagen, es läuft seit anderthalb Stunden ohne sich abzuschalten. Wie soll ich da den Fehler finden? Nur, wenn es sich abschaltet finde ich den Fehler auch nicht :'-(

Egal, dadurch dass es läuft konnte ich einige Messungen machen. Die Spannungen an den besagten Spulen PL10 und PL11 betragen 3,3 bzw. 5,2 Volt(etwas hoch?).
Ich habe dann an allen Becherelkos die Spannungen gemessen. Ich finde diese Werte:
5,2 Volt
3,3 Volt
1,8 Volt
1,6 Volt
1,4 Volt
1,1 Volt
0,9 Volt
Die niedrigen Werte liegen in der Nähe der CPU.
Es gibt ein Kondensator an dem liegt keine Spannung an. Es ist derjenige auf meinem Foto ganz recht unten hinter der "taiwin 15371" Buchse. (Ich weiß nicht wozu die Buchse taugt).
Dann habe ich die Temperaturen gemessen. Der CPU-Kühler hat etwa 40° Celsius. Der Baustein direkt unter der CPU und den BIOS-Chips auf dem Bild (der quadratische BGA-Chip) hat mehr als 50° Grad. Es ist schon unangenehm heiß wenn man den anfasst. Da ist normal auch kein Kühlkörper drauf. Was macht der um sich so stark zu erwärmen?

Deine Aussage bezüglich der "dreckigsten" Spannung, wie darf ich die verstehen? Wie viel Rippel darf denn auf der Gleichspannung drauf sein damit es noch "sauber" ist?
Am Schaltwandler-IC uP6182 Messungen durchzuführen übersteigt meine Fähigkeiten. Da muss ich passen. Das ist Mikrochirurgie für mich.
mfG
Strawberry

7

Montag, 23. November 2020, 23:30

Ich habe das MainBoard gerade vom Strom genommen. Nach 7 Stunden Dauerbetrieb ohne zu stoppen! Und nun? So ein Wackelotto ist schon eine Herausforderung, oder?

EDV-Dompteur

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8

Dienstag, 24. November 2020, 13:26

Die Spannungen an den besagten Spulen PL10 und PL11 betragen 3,3 bzw. 5,2 Volt(etwas hoch?).
Nein, nicht zu hoch, das ist bestens.
Etwas mehr Spannung ist OK, nur darf es nicht weniger sein.


Es gibt ein Kondensator an dem liegt keine Spannung an.
Egal, interessant sind nur die Kondensatoren hinter den Schaltwandlerspulen.
Den Kondensator, den Du konkret meinst, finde ich auf Anhieb nicht, aber er könnte zum Audioausgang gehören, da wäre es normal, dass da keine Spannung zu messen ist.


Was macht der um sich so stark zu erwärmen?
Arbeiten. :-)
Muttu auch mal probieren, dann merkst Du es, wie warm einem dabei wird! ;-)
[Frechdachs-Modus OFF]

Deine Aussage bezüglich der "dreckigsten" Spannung, wie darf ich die verstehen? Wie viel Rippel darf denn auf der Gleichspannung drauf sein damit es noch "sauber" ist?
Das sind die Fragen, vor denen ich mich fürchte! :-)
Es ist mir nämlich nicht möglich, sie definitiv zu beantworten.
Also ich kann da jetzt leider nicht mit irgendwelchen Tabellen dienen. Vielmehr beurteile ich so etwas rein subjektiv.
Klar ist ja eines: Wir wollen eine möglichst arschglatte Gleichspannung. In der Praxis ist sie das aber niemals, weil Schaltwandler erstens generell keine perfekt glatte Spannung erzeugen und weil (zweitens) die Last den Strom extrem unregelmäßig zieht, was zu Spannungsschwankungen und Gegenregulierung führt. Da ist also immer "Dreck" auf der Rail.

Chips haben generell einen Arbeitsbereich, innerhalb dessen sie sich wohl fühlen. In den Datenblättern gibt es typischerweise ein Kapitel "Absolute maximum ratings", oder ähnlich. Dort sind die Grenzwerte für den sicheren Betrieb definiert.
Die minimale Eingangsspannung darf halt niemals unterschritten werden.
Dummerweise hat jeder Chip so seine eigenen Ratings und kein Mensch hat Zeit und Lust, sich dutzende Datenblätter rein zu ziehen, nur um zu beurteilen, ob eine offenkundig dreckige Spannung eventuell doch noch sauber genug ist.
Lieber sorgt man im Zweifelsfall dafür, dass sie sauberer wird, indem man gealterte Kondensatoren austauscht.
Ob das notwendig ist, beurteile ich persönlich rein subjektiv, genau wie die Dreckigkeit meines Waschbeckens. "Das ist jetzt einfach ZU dreckig, nun muss mal was getan werden!"
Eine Tabelle etc. habe ich dafür nicht.

Vielleicht eine Faustformel: Die Spannung soll tunlichst nicht um 10% einbrechen (per Oszi gemessen).
Je weniger, desto besser.
Wirklich wohl fühle ich mich mit so einer Faustformel aber nicht, diese Aussage also besser nicht ausdrucken, in Gold einrahmen und auf die Knie davor fallen, sondern lieber die Spannungsqualität so gut verbessern, wie es geht.


Am Schaltwandler-IC uP6182 Messungen durchzuführen übersteigt meine Fähigkeiten. Da muss ich passen. Das ist Mikrochirurgie für mich.
Tjo, ich kann auch nicht sagen, dass es für mich ein Zuckerschlecken wäre.
Und je älter ich werde, umso mehr Probleme kriege ich damit.
Glücklicherweise gibt es einen simplen Trick: Man verfolge die Leiterbahnen an den Pins. In aller Regel finden sich ja in unmittelbarer Nähe irgendwelche Hühnerfutter-Bauteile, die mit den Pins verbunden sind, an denen man viel einfacher und sicherer eine gut gespitzte Messspitze ansetzen kann.
Ich selbst habe mir mal eine mit einer Stecknadel gebastelt, die ich vorne in einen Druckbleistift einsetze, anstelle der Kohlemine.


Ich habe das MainBoard gerade vom Strom genommen. Nach 7 Stunden Dauerbetrieb ohne zu stoppen! Und nun? So ein Wackelotto ist schon eine Herausforderung, oder?
Ja, das sind die gemeinsten Fehler!
Weiß auch nicht, was ich Dir da raten kann. Außer halt, die Elkos auszutauschen.
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9

Dienstag, 24. November 2020, 15:04

Hallo und guten Tag,
heute habe ich das Testgebilde wieder starten wollen... aber es ging nicht.
Also einige Messungen an diesem ultra-klitze-kleinen uP6182 ausgeführt wie von Dir empfohlen.
Die Referenzspannung an PIN3: exakt 2,000 Volt.
Die beiden LDO's liefern auch exakt 3,300 bzw 5,000 Volt (PIN8 und PIN17)
An den Spulen PL10 und PL11 finde ich 3,3 bzw 0 Volt !!!
Hier scheint mir der berühmte Hase im Pfeffer zu liegen. Wer oder was blockiert den 5 Volt Kanal? Oder ist das IC defekt? Das kann ich mir schwer vorstellen: Gestern noch lief es 7 Stunden am Stück.

EDV-Dompteur

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10

Dienstag, 24. November 2020, 16:50

Ist der Widerstand an EN1 (Pin 1) noch intakt?

Ist der Kondensator zwischen den Pins 20 und 22 noch einwandfrei?

Sind Widerstand und Kondensator am Pin VFB1 (Pin 2) noch einwandfrei?

Kannst Du mit dem Oszi an den Gates der beiden MOSFETs PQ55A und PQ55B wenigstens den einmaligen, kurzen Versuch einer Ansteuerung feststellen, direkt im Moment der Spannungszufuhr?


Manchmal gibt es den ulkigen Effekt, dass so ein Fehler weg ist, solange man mit der Messspitze am Gate herum fummelt. Das wäre dann immerhin schon mal ein Hinweis auf eine Instabilität. Also dass irgend etwas so am Kipppunkt zwischen gut und böse ist, so dass kleine Einflüsse über Funktion vs. Gezicke entscheiden.

Überdies ist da noch eine Zusatzbeschaltung am Gate des Low-side-MOSFETs, die sich mir nicht auf Anhieb erschließt, aber mir fehlt echt die Zeit, mich da jetzt groß einzudenken. Jedenfalls könnte die auch noch für Kummer verantwortlich sein.
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Dienstag, 24. November 2020, 18:16

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen dass da irgendetwas im Grenzbereich arbeitet.
Eher schon glaube ich an einen Kurzschluss oder eine Unterbrechung. Vielleicht sogar innerhalb den Schichten der Platine. :'-(

Egal wie auch immer, ich glaube ich strecke an diesem Punkt die Waffen. Die Teile werden wohl oder übel den Elektronikschrotthaufen erhöhen :046:
Vielen Dank für Deine Mühe, bleib gesund und noch einen schönen Feierabend.
Strawberry