Sie sind nicht angemeldet.

1

Montag, 28. Dezember 2020, 14:36

Lüfter drehen sich nur kurze Zeit

Hallo zusammen,

mein Acer Rechner Travelmate P253
lässt sich nicht mehr hochfahren.


Beim betätigen vom Einschaltknopf leuchten die LED und der Lüfter fängt
kurz an sich zu drehen. Nach einer kurzen Zeit stürzt er wieder ab.
Der Laptop versucht wieder erneut zu starten. Und das geht immer so
weiter, ewige Endlosschleife. Es sind wirklich nur 4 bis 5 Sekunden bis
der Laptop wieder aus geht.


Meine Vermutung war, dass die Spulen nicht Permanent mit Strom versorgt
werden. Diese konnte ich aber ausschließen, da an den Spulen permanent
5V und 3,3V anliegen.

Nun komme ich nicht mehr weiter.
Hat von euch jemand eine Idee?
Ich wäre für Tipps sehr dankbar.

Danke ...

2

Montag, 28. Dezember 2020, 15:54

Laptop startet nicht

haste schon den schnellkurs gemacht.
check mal blankes board.
anderen ram bios reset.
entnehme bios batterie.
die 2 kontakte von bios batterie für 30 Sekunden verbinden.
ansonsten hat gerät vielleicht Kurzschluss und get deshalb aus.
nimm mal anderen ram.

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 826

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

3

Montag, 28. Dezember 2020, 16:35

Es sind wirklich nur 4 bis 5 Sekunden bis der Laptop wieder aus geht.
Passiert das auch beim nackten Mainboard, ohne dass die Tastatur angeschlossen ist?
Eine schadhafte Tastatur kann so ein Fehlerbild hervorrufen.

Ansonsten mal die Tips von Christian100 ausprobieren.

Grundsätzlich müssten nach Betätigung des Einschalttasters auch die anderen Schaltwandler aktiv werden (und aktiv bleiben).
Tun sie das nicht, und hat man den CMOS-Reset schon erfolglos probiert, dann kann es am BIOS, bzw. an der Firmware des Embedded Controllers liegen.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -

4

Montag, 28. Dezember 2020, 19:26

Laptop startet nicht

Manchmal gibts auch so microkontakte mit Bezeichnung rst etc um reset zu machen.
wenn du kein labornetzgerät hast nimm ein energiemessgerät z.b. brennstuhl.
das misst sehr genau und du kannst stromaufnahme messen.
laut ct
auch diese Indikatoren sind genial.
ich habe 4 stück mit teilen aus iphone 5 Platine gebaut.

5

Montag, 28. Dezember 2020, 22:07

Danke für die Tipps.

Das mit dem Reset vom Bios kannte ich bereits,aber das hat leider nichts gebracht.
Habe jetzt mal den Arbeitsspeicher und die Bios Batterie entfernt.
Alles andere drum herum war schon abgeklemmt. (Laufwerk, Lautsprecher, Tastatur, Bildschirm und so weiter….
Danach nochmals eingeschalten und es zeigte wieder dasselbe Erscheinungsbild :(
Eigentlich wollte ich jetzt vom Embedded Controller das Datenblatt raussuchen und es studieren.
Musste gerade raus lesen, dass es verdammt schwierig ist solche Datenblätter zu finden oder auch zu bekommen.
Was mir sehr große Kopfschmerzen bereitet, dass ich meinen EC auch noch programmieren muss.
Das möchte ich mir als laie nicht antun.
Wie kann ich jetzt zu 100% sagen ob der EC auch wirklich defekt ist?
Habe den Pin vom Lüfter zum Embedded Controller erfolgreich gefunden und mir ist aufgefallen,
dass dort die Volt Zahl nicht konstant ist.
Also einmal zeigt es die 3,3V an und
dann fällt sie wieder nach unten beim einschalten vom Board.
Die Schaltwandler vom Prozessor zeigen nur eine von drei etwas an, ansonsten
sind die restlichen Schaltwandler vom Motherboard alle aktiv.

Ja die Indikatoren sind echt der absolute Hammer, werde mir demnächst auch welche zusammenbauen. Dann ist das Motherboard *********** geschmückt :D


Edit von EDV-Dompteur: Wort zensiert. Dieses Forum ist strikt religionsfreie Zone. Diese Regel schließt auch religiöse Feiertage ein; auch wenn es in diesem Fall überzogen streng wirken mag.

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 826

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

6

Montag, 28. Dezember 2020, 23:59

Eigentlich wollte ich jetzt vom Embedded Controller das Datenblatt raussuchen und es studieren.
Musste gerade raus lesen, dass es verdammt schwierig ist solche Datenblätter zu finden oder auch zu bekommen.
In der Tat!
Vergiss es einfach, man findet dafür keine Datenblätter.
Für jeden weniger komplexen IC wäre es grundsätzlich mein Rat, das Datenblatt zu studieren, aber beim EC ist es aussichtslos.
Und wenn es eines gäbe, dann hätte es wahrscheinlich einen Umfang im Bereich von 500 Seiten.


Wie kann ich jetzt zu 100% sagen ob der EC auch wirklich defekt ist?
Der ist nicht defekt.
Aber seine Firmware könnte zerwurschelt sein.
Oder, mit etwas Glück, nur der Inhalt des BIOS-EEPROMs. Das könnte man dann noch mit einem simplen EEPROM-Programmiergerät in den Griff bekommen, aber auch das ist nicht unbedingt einfach. Oft müssen EC-Firmware und BIOS-EEPROM gemeinsam geflasht werden, weil deren Inhalte miteinander verzahnt sind. Und wahrscheinlich muss noch mit dem Hexeditor darin herumgewurschtelt werden.
In solchen Dingen ist unser Sleepygti der unangefochtene Meister.

Eine 100%ige Aussage zu treffen, ob eines der Binaries schadhaft ist, ist kaum möglich. Man muss es einfach probieren, neu zu flashen (alte Inhalte zuvor auslesen und sichern!).


Habe den Pin vom Lüfter zum Embedded Controller erfolgreich gefunden und mir ist aufgefallen,
dass dort die Volt Zahl nicht konstant ist.
Spielt keine Rolle, behaupte ich mal.
Es gibt PWM gesteuerte Lüfter und es gibt spannungsgesteuerte Lüfter.
Wenn Du mit dem Multimeter misst, statt mit dem Oszi, dann wird auch ein PWM-Signal wie eine sich ändernde Spannung aussehen, abhängig von der Drehzahl und abhängig von der Sampling-Methode des ADCs im Voltmeter.


Die Schaltwandler vom Prozessor zeigen nur eine von drei etwas an
Oh, na das ist doch ein fetter Hinweis!
Offenbar liegt hier der Hase im Pfeffer begraben.
Jetzt untersuche doch mal die Schaltwandler, die da nicht kommen.
Datenblatt des Schaltwandler-ICs saugen, in die Beispiel-Schaltung vertiefen und so weiter.

Es wäre prima, wenn Dir ein Oszi zur Verfügung stehen sollte, um zu kontrollieren, ob der Schaltwandler zumindest versucht, die MOSFETs anzusteuern.
Überprüfe aber zuerst mal, ob eventuell der Low-Side-MOSFET defekt ist.

Ich weiß nicht, ob ich Dich damit gerade überfordere, oder ob Du klar blickst?
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -

7

Dienstag, 29. Dezember 2020, 00:29

Laptop startet nicht

ich würde nicht mit dem schwierigsten anfangen wie bios.
gibt es was zur vorgeschichte.
check doch mal ob alle spannungen sauber anliegen.
mit hilfe der genialen Indikatoren und kamera kannste checken welcher wandler zu letzt startet.
siehe Videos von stefan.
dann würde ich mal die widerstände gegen masse an den spulen messen.
vorsichtig bei cpu kann das schon mal sehr niederohmig sein. denke so im ohm bereich.
bin selber auch noch am lernen aber einige gute videos und eben dieses Forum haben mir schon geholfen
und ich lerne gern dazu.
lies dir bitte auch die anderen Foren beiträge durch mit ähnlichen Fehlern.
ossi wäre natürlich gut. ansonsten wäre stefan da kompetent

Grüße Christian

8

Dienstag, 29. Dezember 2020, 22:17

Laptop startet nicht

bei pcs hatte ich schon erlebt das ein fehlendes tachosignal dazu geführt hat das rechner sofort ausging.
aber ich vermute das bei einem laptop dann wenigstens eine Fehler Meldung zu sehen ist.

war nur idee ansonsten musste wohl überlegen was dem spannungsregler für Signale fehlen wenn kurzschluss mosfet etc ausgeschlossen ist.

9

Dienstag, 29. Dezember 2020, 22:35

Nein, leider habe ich kein Oszi Gerät.


Also ich berichte jetzt nur von den Schaltwandler die keine Spannungen anzeigen.

Bei allen High-Side Mosfets liegen am Drain 19 Volt an. Am Source sowie beim Gain liegt keine Spannung an. Dieser wird also nicht einmal geschalten.
Der Source Anschluss des High-Side Mosfets führt zur Schaltwandler Spule und
ich höre ein dauerpiepsen, sowie wenn ich ihn mit der Masse anschließe oder auch mit den anderen
Spulen berühre. Kann das sein?
(Außer der 3,3V und 5V Spule)

Am ersten Low-Side-MOSFET ist er mit seinem Drain und Source
mit der Masse angeschlossen und fängt mit dem Durchgangsprüfer zum
piepsen an. Was ich schon weiß, dass der Drain nicht piepsen darf.
Auch wenn ich Drain und Source anschließe
fängt er auch zum piepsen an.
Beim Gain ist kein piepsen mit der Masse.

Der zweite Low-Side-MOSFET ist mit seinem Drain, Source und Gain
mit der Masse angeschlossen. Und fängt
mit einem Durchgangsprüfer zum piepsen an.


Beim dritten Low-Side-MOSFET ist dasselbe Erscheinungsbild sowie beim ersten.

Was mir noch aufgefallen ist. Beim
betätigen des Einschaltknopf wird der IC, der meine Schaltwandler vom Prozessor
ansteuern soll sehr heiß.

10

Dienstag, 29. Dezember 2020, 23:34

also wenn die transistoren meine mosfets in ordnung sind tausche doch mal den spannungsregler ic.
er wird ja sogar warm.
neulich gelang es mir auch ein lenovo yoga pro zu reparieren nur weil ich spannungsregler ic getauscht habe.
dieser wurde auch warm. ( video dazu kommt noch)
bei Deinen messungen bin ich nicht durchgestiegen.
aber es kann ja nicht schaden auf Verdacht teile zu tauschen.
ansonsten bin ich auch noch am lernen .
neben der genialen thermofolie von stefan nutze ich manchmal die lippe um Temperatur zu ertasten.
Grüße Christian
haste schon schaltplan gezogen.
googeln mit shematic und boardbezeichnung.
oder mit suchmaschine yandex.com
ich hoffe das es ok ist wenn ich mein laienwissen
einbringe und Antwort gebe
ansonsten kann ich auch die klappe halten.

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 826

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

11

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 02:24

Bei allen High-Side Mosfets liegen am Drain 19 Volt an.
Logisch.

Am Source sowie beim Gain liegt keine Spannung an. Dieser wird also nicht einmal geschalten.
Der Source Anschluss des High-Side Mosfets führt zur Schaltwandler Spule und
ich höre ein dauerpiepsen, sowie wenn ich ihn mit der Masse anschließe oder auch mit den anderen
Spulen berühre. Kann das sein?
(Außer der 3,3V und 5V Spule)

Am ersten Low-Side-MOSFET ist er mit seinem Drain und Source
mit der Masse angeschlossen und fängt mit dem Durchgangsprüfer zum
piepsen an. Was ich schon weiß, dass der Drain nicht piepsen darf.
Auch wenn ich Drain und Source anschließe
fängt er auch zum piepsen an.
Beim Gain ist kein piepsen mit der Masse.

Der zweite Low-Side-MOSFET ist mit seinem Drain, Source und Gain
mit der Masse angeschlossen. Und fängt
mit einem Durchgangsprüfer zum piepsen an.
Puuuhhh, also ehrlich, das ist komplett wirr, was Du da schreibst.
Um es mal aufzudröseln, beginnen wir zunächst mit der korrekten Terminologie:
- Der Steuer-Anschluss von MOSFETs heißt Gate (nicht "Gain").
- Mit dem Wort "Schaltwandler" ist immer ein Schaltungsteil aus mindestens fünf Bauteilen gemeint:
  1. Ein High-Side-MOSFET (auch "Upper-MOSFET" genannt, oder einfach nur "Upper")
  2. Ein Low-Side-MOSFET
  3. Eine Spule
  4. Ein Puffer-Kondensator hinter der Spule, also parallel zur Last.
  5. Der Schaltwandler-IC
Man beachte in dieser Teminologie die Unterscheidung zwischen "Schaltwandler" und "Schaltwandler-IC"!
Der Schaltwandler-IC ist nur ein Teil eines Schaltwandlers; wie auch die übrigen Bauteile.

Führen wir uns einen Schaltwandler einmal bildlich vor Augen, hier anhand des dualen Schaltwandler-ICs TPS51225:


Im obigen Bild sind pro Kanal jeweils vier Bauteile rot eingekreist. Der IC himself ist dann das fünfte Bauteil.


Ob das Gate in Deinem Fall wenigstens einmalig und ganz kurzzeitig angesteuert wird, kannst Du mit dem Multimeter nicht feststellen.
Dazu bräuchtest Du ein Oszi, oder Du müsstest Dir einen Behelf basteln, was aber nicht ungefährlich ist, denn es birgt das Risiko, dass beim Messvorgang am Gate der Schaltwandler aus dem Tritt gerät und am Ausgang eine Überspannung entsteht, die Dir die Last zerschießt.

Grund: MOSFET-Gates haben eine sehr niedrige Eingangs-Kapazität am Gate (ein paar Picofarad). Wenn man da jetzt mit untauglichem Mess-Equipment bei geht, dann haben die Messleitungen ja ebenfalls eine Kapazität (wiederum im Bereich einiger Picofarad), die dann beim Messen parallel zur Gate-Kapazität liegt.
Dagegen kann der Gate-Treiber im Schaltwandler-IC dann womöglich nicht mehr anstinken und die Zeiten zum Laden/Entladen der Gate-Kapazität verlängert sich aufgrund der nun erhöhten Gesamtkapazität auf ein unzulässiges Maß. Dann kann die korrekte Arbeitsfrequenz nicht mehr eingehalten werden und die Spule geht magnetisch in Sättigung, was sie natürlich nicht soll, denn dann rauscht der Strom ja ungebremst hindurch, wodurch die Ausgangsspannung unzulässig steigt.

Man muss sich beim Messen immer dessen bewusst sein, dass man mit dem Messvorgang die Schaltung beeinflusst.
Bei Gleichspannung fällt das fast nie ins Gewicht, aber bei schnell getakteten MOSFETs wird es kritisch.

Wieder zum obigen Bild:
Bei sämtlichen High-Side-MOSFETs sind die Drains mit der Systemrail verbunden, also mit 19V.
Und alle Source-Anschlüsse der Low-Side-MOSFETs sind mit Masse verbunden.
Source des Uppers und Drain des Low-Side-MOSFETs sind miteinander verbunden und führen zur Spule.

Die Spule ist für Deinen Durchgangsprüfer praktisch ein Null-Ohm Widerstand.
Und der Ausgang der Spule führt zum Puffer-Kondensator und zur Last.
Und da kommt es jetzt darauf an, um was für eine Last es sich handelt. Der Prozessor und der Grafikchip sind sehr stromhungrig, ergo niederohmig. Es ist daher völlig normal, dass man an der Spule gegenüber Masse nur wenige Ohm misst.

Im Bereich sehr weniger Ohm sind Multimeter übrigens furchtbar ungenau, weswegen die gemessenen Werte nicht viel Aussagekraft haben. Je nach Multimeter mag der Wert bei vielleicht fünf Ohm liegen, oder auch tiefer, vielleicht sogar unter einem Ohm - es ist einfach nicht verlässlich, was das Multimeter hier anzeigt. Es sei denn, man kennt sein eigenes Messeisen wirklich gut und hat reichlich Erfahrung damit.

Jedenfalls ist es bei den Schaltwandlern für Prozessor und Grafikchip völlig normal, dass an der Spule der Durchgangsprüfer piept, gegenüber Masse. Einfach weil da halt eine sehr niederohmige Last hinter der Spule sitzt.

Was mir noch aufgefallen ist. Beim

betätigen des Einschaltknopf wird der IC, der meine Schaltwandler vom Prozessor

ansteuern soll sehr heiß.
Du meinst anscheinend den Schaltwandler-IC?
Der dürfte nicht großartig heiß werden. Schon gar nicht, wenn der Schaltwandler gar nicht läuft.
Erwärmung, oder auch moderate Erhitzung wäre im Betrieb normal, aber nix mit "sehr heiß" und erst recht nciht, wenn der Wandler gar nicht werkelt.

Weiter oben schriebst Du, dass das Gate des Low-Side-MOSFETs Durchgang zu Masse hat.
- Genau das wird der Fehler sein!
Der MOSFET hat anscheinend einen Durchbruch am Gate.
Dadurch wird der IC-Ausgang vom defekten MOSFET nach Masse kurzgeschlossen und darum wird der IC heiß.

Fazit: Den unteren MOSFET austauschen!

Löte ihn erst einmal aus und messe dann zwischen seinem Gate und Source. Wenn niederohmig, dann tatsächlich MOSFET kaputt.
Und messe sicherheitshalber dann noch an den entsprechenden Pads auf dem Mainboard. Dort dürfte jetzt kein Durchgang mehr bestehen, am Pad fürs Gate.
Wenn beides so ist, dann wird die Schaltung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wieder laufen, nachdem Du den MOSFET ausgetauscht hast.

Wichtig noch: Lege keinesfalls "testweise" Spannung ans Mainboard an, solange der untere MOSFET draußen ist!!!
Tust Du es dennoch, dann zerschießt Du Dir den Prozessor!
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 826

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

12

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 02:46

ich hoffe das es ok ist wenn ich mein laienwissen
einbringe und Antwort gebe
ansonsten kann ich auch die klappe halten.
Natürlich ist es OK, Christian; dazu ist ein Forum ja da!
Allerdings behaupte ich, dass Du mit Deiner Diagnose falsch liegst - nicht der IC ist kaputt, sondern der Low-Side-MOSFET.

Wir alle lernen hier voneinander. Und in einer Diskussion, bei der sich jeder seine eigenen Gedanken gemacht hat, lernt am besonders gut; viel besser, als wenn man bloß passiv mitliest.
Es spielt gar keine Rolle, wer am Ende Recht hat. Niemand von uns ist unfehlbar. Wenn man seine eigenen Überlegungen mitteilt und am Ende falsch lag, dann ist der Lerneffekt nur umso größer, als wenn man seine Gedanken still für sich behalten hätte.

Sich öffentlich zu äußern zwingt einen regelrecht dazu, sich gründlichere Gedanken zu machen, als normal (die trotzdem falsch sein können).
Und ich finde, dass Du echt gute Fortschritte machst - unabhängig davon, ob Du hier nun richtig, oder falsch liegst.
Als wir uns kennen lernten, da hattest Du von Notebook-Reparatur noch praktisch gar keinen Dunst. Inzwischen ist so mancher Tipp von Dir schon richtig prima brauchbar, da brauche ich manchmal gar nicht selbst was zu schreiben.
Auch Sepir0th ist hier richtig phantastisch aufgeblüht.
Und auch ich selbst lerne noch - ja! Man lernt niemals aus.
Vor Sleepygti ziehe ich den Hut, angesichts seiner Expertise rund um BIOS und Firmware.

Ein Forum lebt vom gegenseitigen Austausch und alle Beteiligten ziehen ihren individuellen Nutzen daraus.
Jeder ist da, wo er gerade ist und wir alle kommen gemeinsam weiter.
Also: Nur Mut und immer schön weiter Deine Überlegungen einbringen!
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -

13

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 11:17

Puuuhhh, also ehrlich, das ist komplett wirr, was Du da schreibst.
Ja, das kann man schon so sagen. Und das ist wohl auch der Grund, warum es relativ schleppend voran geht. Diesmal wart Ihr bis jetzt immer schneller mit antworten, daher habe ich mich bis hierhin erstmal heraus gehalten. Lippi, du kannst natürlich nichts dafür, weil man Anfang noch nicht weiß was relevant ist und wie man richtig misst. Das kommt erst mit der Zeit.

Lange Rede, kurzer Sinn: Das einzige was wir im Moment wissen ist, dass 19V, 5V und 3,3V Anliegen und dass der CPU-Controller heiß wird. (Den Rest habe ich nicht verstanden ?-( :198: ) . Stefan hat darüber hinaus wohl noch etwas gefunden, wodurch man auf einen defekten Mosfet oder CPU-Controller schließen kann (Respekt für diese Ausarbeitung!). Das kannst du jetzt erstmal prüfen, Lippi

So wie es aussieht, gibt es für das Gerät Schematics, so dass Man auch Mal ohne lange herum zu suchen, Dinge prüfen kann.

Lautet die Bezeichnung deines Motherboards Q5WV1 LA-7912P rev:2.0 oder Rev:0.3. oder doch ganz anders?

Viele Grüße

14

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 16:39

abwärtswandler

vielen dank stefan für feedback.
vielen Dank für dein posting. diese Hilfsbereitschaft wissen nicht nur ich hoch zu schätzen!

oft ist der gleiche mosfet mehrfach verbaut.
so kannste vergleichsmessungen machen.
messgerät im diodenmodus.

auch ein fehlender spannungsregler ic oder defekter chip kann dazu führen das der untere mosfet nicht schaltet.

dann würden 19v an cpu anliegen. auch kann der mosfet durch den defekten chip kaputt gehen.

schau Dir erstmal Arbeitsweise von abwärtswandler an auf you tube.
eine spule verbindet last und eingang.
liegt also in reihe zur last.
die stromrichtung in spule und last ist gleich.
die stromstärke steigt mit der zeit in der spule.
dies erzeugt eine spannung in der spule die entgegengesetzt zur eingangsspannung ist.
so wird aus einer hohen eine 1v spannung erzeugt.

hat die spule genügend energie im magnetfeld gespeichert
wird sie mit last parallel geschaltet und gibt ihre energie ab. dabei nimmt der strom mit der zeit ab.
und nach dem induktionsgesetz ändert sich die polarität an derr spule.

das ganze wirs durch mosfwts und den ic gesteuert.
es ist also naheliegend hier den fehler zu suchen.
schau dir auch mal dieses video an https://www.youtube.com/
hoffe das ich abwärtswandler richtig erklärt habe.
widerstand am ausgang messen schadet nicht.musst aber leitungswiederstand der messleitung berücksichtigen

15

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 17:24

Hey Christian, deine Vorschläge und dein Wissen sind auch sehr gut und helfen mir auch sehr.
Ich freue mich auf dein Video wie du einen Spannungsregler IC tauscht.
Wo kann ich mir das dann anschauen?

Habe mal gesehen, dass beim raus föhnen von einem Chip so ein Gel oder Flüssigkeit reingespritzt wurde.Kann mir einer sagen was das war?
Bin echt froh, dass ich hier von so vielen Leuten Ratschläge bekomme und mir auch
gezeigt wird wie man bei so einem Problem vorgeht. Ich ziehe echt den Hut von euch.


Ja, das gebe ich zu es ist schon ein bisschen kompliziert geschrieben. Ich werde beim nächsten Mal ein Bild
hinzufügen, damit es vielleicht verständlicher rüber kommt.

Genau das Motherboards ist Q5WV1 LA-7912P.

Ich habe jetzt den Mosfet raus gelötet und leider piepst er immer noch bei Gate und Source.
Genau ich meinte den Schaltwandler-IC. Der wird sehr heiß.

Habe aus Interesse jetzt den Schaltwandler-IC. ausgelötet und siehe da, der Mosfet von Gate
und Source piebst nicht mehr
und wenn ich Gate an die Masse anlege auch nicht mehr.
Soll ich jetzt einfach mal einen neuen Schaltwandler-IC bestellen und schauen ob es vielleicht doch an dem lag?

Beim raus löten ist mir der Mosfet leider zerbrochen. Kann ich da eigentlich einfach einen anderen einlöten?
Die Bauform ist die gleiche, nur die Bezeichnung ist eine andere.

16

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 17:30

Zitat

schau dir auch mal dieses video an https://www.youtube.com/
wenn ich den link anklicke komme ich auf kein Video ;(

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 826

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

17

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 19:21

Habe mal gesehen, dass beim raus föhnen von einem Chip so ein Gel oder Flüssigkeit reingespritzt wurde.Kann mir einer sagen was das war?
Das ist "Flux" (Flussmittel).
Und das ist beim SMD-Löten gänzlich unverzichtbar.
Lese mal diesen Thread, ab dem verlinkten Posting Nr. 7:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…D=3476#post3476


Zitat

Beim raus löten ist mir der Mosfet leider zerbrochen.
??? Wie hast Du das denn geschafft?
Entweder hast Du Gewalt angewendet, was beim Entlöten niemals gemacht werden sollte.
Oder der MOSFET war sowas von im Eimer, dass es schon rein optisch hätte auffallen müssen.
Oder hast hast ihn mit VIEL zu hoher Temperatur entlötet (was ich vermute).


Ich habe jetzt den Mosfet raus gelötet und leider piepst er immer noch bei Gate und Source.
Wer piept?
Du schreibst zwar "der MOSFET", aber vermutlich meinst Du die nach dem Entlöten des MOSFETs nun freien Pads auf dem Mainboard, korrekt?
- Also das wundert mich nun aber sehr, denn das wäre ein klares Zeichen dafür, dass der Chip hinüber ist. Und das hätte ich zuvor nahezu ausgeschlossen, ungeachtet seiner Erhitzung im Betrieb (die Begründung dafür wäre jetzt unnötig lang).

Was ich vermute:
Du hast den MOSFET mit viel zu hoher Temperatur entlötet und dabei so ganz nebenbei auch noch den Chip thermisch zerstört.


Habe aus Interesse jetzt den Schaltwandler-IC. ausgelötet und siehe da, der Mosfet von Gate
und Source piebst nicht mehr
Tja, jetzt musst Du sowohl den Chip, als auch den MOSFET ersetzen - wenn nicht sogar noch andere, vermutlich überhitze Bauteile.
Schonendes Entlöten dauert so ca. drei Minuten. Wenn es schneller ging, dann war die Temperatur zu hoch.
Stichwort: "Lötprofil".


und wenn ich Gate an die Masse anlege auch nicht mehr.
Äh, watt? Häh?
Bitte drücke Dich doch klarer aus.


Kann ich da eigentlich einfach einen anderen einlöten?
Das würde ich Dir nicht empfehlen, dazu bist Du noch zu unerfahren.
Bei Schaltwandlern muss man kritischer als in Gleichstromanwendungen die Datenblätter von Original- und Ersatztyp vergleichen, sonst kann es böse in die Hose gehen.
So muss auch die Höhe der Gatekapazität möglichst gut überein stimmen und so weiter.
Vermutlich wirst Du den Original-Typen per eBay einfach beziehen können, nehme also lieber das Original, als dass Du hier ein unnötiges Risiko eingehst, das Dir am Ende den Prozessor schrottet.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -

18

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 19:27

Das "Gel" was du gesehen hast, war mit Sicherheit Flussmittel. Dieses hat eine enorme Bedeutung vor allem beim wieder einlöten von SMDs bzw. Generell bei allen Lötarbeiten und vereinfacht die Arbeit enorm.

Genau das Motherboards ist Q5WV1 LA-7912P

Bitte noch die genaue Revision mitteilen, also 0.3, 2.0, etc. Es gibt da kleine aber feine Unterschiede.

Habe aus Interesse jetzt den Schaltwandler-IC. ausgelötet und siehe da, der Mosfet von Gate
und Source piebst nicht mehr
und wenn ich Gate an die Masse anlege auch nicht mehr.
Soll ich jetzt einfach mal einen neuen Schaltwandler-IC bestellen und schauen ob es vielleicht doch an dem lag?

Nun, dann hatte zumindest mal der Gate-Pin des Anzusteuernden Mosfets einen Kurzschluss zu Masse. Da er auch noch heiß wurde gehe ich zusätzlich von einem Kurzschluss im Eingangsbereich aus. In dem Fall ist der IC wohl hinüber und muss getauscht werden.

Das ist für mich jetzt besonders interessant, weil ich gerade einen Lenovo auf dem Tisch habe, der mich tüchtig ärgert mit ähnlichen Symptomen beim RAM und VGA-Controller. Evtl. Eröffne ich noch einen Thread dazu, sorry Stefan... :554:

Und Nein(!), Du kannst nicht einfach so andere Mosfets einlöten. Dies kann man zwar beim Großteil der DC-IN (also Eingangs-)Mosfets so machen aber bei Schaltwandlern ist es zwingend erforderlich Mosfets mit gleichen Werten oder eben das gleiche Modell zu nehmen. Also bitte nicht einfach nach "gut dünken" ersetzen.

Außerdem finde ich es besorgniserregend, das ein offenbar intakter Mosfet "zerbrochen" ist. Ich hoffe, du hast nicht versucht Ihn mit Gewalt herunter zu prügeln und dementsprechend, dass die Pads noch i.O. sind.

Viele Grüße

Edit: Stefan war wieder schneller... :)
Edit2: jetzt wo ein Mosfet defekt ist, tausche aber bitte auch den anderen gleich mit. Oftmals macht der Verbleibende Mosfet nämlich nicht mehr richtig mit und wenn so ein Mosfet einen internen Kurzschluss zwischen Source und Drain bekommt dann kannst du dich von deiner CPU verabschieden. Und immer nochmal nachmessen nach dem einlösen und vor dem Einschalten!

19

Mittwoch, 30. Dezember 2020, 22:01

Bitte noch die genaue Revision mitteilen, also 0.3, 2.0, etc. Es gibt da kleine aber feine Unterschiede.
Das Motherboard ist ein Revision 2.0


Nein, ich habe keine Gewalt angewendet.
Ich wollte ihn mit der Pinzette anpacken und dann ist die Ecke vom Mosfet aufgegangen.
Nach ca. 1 Minute konnte ich ihn sauber vom Board abnehmen.

Ist jetzt auch egal. Die Pins vom Board sind alle dran.



Zitat von »Lippi2020«



Ich habe jetzt den Mosfet raus gelötet und leider piepst er immer noch bei Gate und Source.
Wer piept?
Du schreibst zwar "der MOSFET", aber vermutlich meinst Du die nach dem Entlöten des MOSFETs nun freien Pads auf dem Mainboard, korrekt?
- Also das wundert mich nun aber sehr, denn das wäre ein klares Zeichen dafür, dass der Chip hinüber ist. Und das hätte ich zuvor nahezu ausgeschlossen, ungeachtet seiner Erhitzung im Betrieb (die Begründung dafür wäre jetzt unnötig lang).
Zitat von »Lippi2020«

und wenn ich Gate an die Masse anlege auch nicht mehr.
Äh, watt? Häh?
Bitte drücke Dich doch klarer aus.


Wo der Low-Side-Mosfet am Board endlich unten war.

(Siehe Bild) https://ibb.co/rZccZBk

Wollte ich doch mal schauen, ob am Pin (Gate) vom Board zur Masse immer noch ein Durchgang an liegt. Ja das war der Fall.
Dann habe ich den Schaltwandler-IC vom Board entfernt.
Also habe ich nochmal geschaut ob am Pin (Gate) vom Board zur Masse Durchgang an liegt.
Ich war jetzt erleichtert, man hat kein Geräusch vom Durchgangsprüfer mehr gehört.
So soll das glaube ich auch sein.



Wenn die Ersatzteile bei mir angekommen sind. Werde ich alles wieder in das Motherboard hineinsetzen und dann werde ich euch auf dem laufenden halten.
Den benachtbarten Mosfet auch.



Verstehe ich das jetzt richtig oder habe ich hier einen Denkfehler?


Der Low-Side-MOSFET ist mit seinem Drain an der Spule angeschlossen.
Durchgangsprüfer muss piepsen. Der Source ist auch an der Masse. Das heißt Durchgangsprüfer
muss auch piepsen.
Beim Gate darf er mit der Masse nicht piepsen.

High-side-MOSFET ist mit seinem Source-Anschluss auch an der Spule
angeschlossen und muss mit Durchgangsprüfer auch piepsen.
Beim Gate darf er auch nicht mit der Masse piepsen.

20

Donnerstag, 31. Dezember 2020, 04:08

sory da habe ich wohl einen Fehler gemacht
https://m.youtube.com/watch?v=FRWJAi904Ik

Laptop keine Funktion? Wie diagnostiziert man einen Fehler auf dem Main Board?


dieses video hat mir als anfänger neben den tollen tips
von Stefan auch sehr geholfen.
ich habe leider einen hp gamer laptop der trotz tausch der spannungstegler ic und transistor nicht geht.
bei Dir wirds wohl gehen.
die Flüssigkeit ist flux.
das beste flux ist das original von amtech.
in deutschland nur bei tme oder rexcom zu kaufen.

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.


ähnlich gut wie dad original von tme.
pass auf viele flux mittel amtech taugen nix.
da gefälscht.
auf ali express gehts billiger.
in diesem Forum hatte ich auch mal nach bestem flux gefragt
https://apple-forum.de/forum/marktplatz/ich-suche/23064-amtech-559/page3

auch die arbeiten fast alle mit amtech flux
Grüße Christian
wenn video von mir fertig ist würde ich gerne link hier bekannt geben wenn es erlaubt erwünscht ist.
Grüße Christian


Edit von EDV-Dompteur: Den Produktlink in eine Hide-Box gepackt.


EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 826

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

21

Donnerstag, 31. Dezember 2020, 12:45

dieses video hat mir als anfänger neben den tollen tips
von Stefan auch sehr geholfen.
Das Video ist nicht schlecht, man beachte aber meinen Kommentar, den ich dort auf YouTube hinterlassen habe, der Kollege hat da nämlich zwei Fehler in seinen ansonsten guten Erklärungen.

Und @Christian100: Beachte auch mein Edit Deines letzten Postings.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 826

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

22

Donnerstag, 31. Dezember 2020, 13:15

Verstehe ich das jetzt richtig oder habe ich hier einen Denkfehler?


Der Low-Side-MOSFET ist mit seinem Drain an der Spule angeschlossen.
Durchgangsprüfer muss piepsen. Der Source ist auch an der Masse. Das heißt Durchgangsprüfer
muss auch piepsen.
Beim Gate darf er mit der Masse nicht piepsen.

High-side-MOSFET ist mit seinem Source-Anschluss auch an der Spule
angeschlossen und muss mit Durchgangsprüfer auch piepsen.
Beim Gate darf er auch nicht mit der Masse piepsen.
Ja, im Grunde ist das alles richtig. So geht es ja auch aus meinem Schaltbild hervor.
Aber nagele Dich nicht grundsätzlich darauf fest, dass der Durchgangsprüfen an der Spule (und somit am Source des Uppers und am Drain des Low-Side-MOSFETs) piepen MUSS!
- So ist es nämlich nicht grundsätzlich. Sondern so ist es nur bei jenen Schaltwandlern, die entsprechend niederohmige Lasten versorgen.
Der Durchgangsprüfer piept dort aufgrund der niederohmigen Last hinter der Spule, aber nicht aufgrund irgend einer Eigenschaft des Schaltwandlers.

Wo der Durchgangsprüfer niemals piepen darf, das ist an den Gates.
Und Du hattest am Low-Side-MOSFET Durchgang zu Masse, was nicht sein darf.

In der Regel wird so etwas von einem defekten MOSFET verursacht. Dass der IC es verursacht, war in Deinem Fall eigentlich mindestens doppelt, wenn nicht sogar dreifach unwahrscheinlich - und das nicht obwohl, sondern WEIL der IC heiß wurde.

Der MOSFET-Treiber im IC ist im Grunde eine ähnliche Halbbrücke, wie die beiden davon angesteuerten MOSFETs.
Wenn von dieser Halbbrücke der untere MOSFET niederohmig defekt ist, dann würde auch außen an diesem Pin, bzw. am davon getriebenen Low-Side-MOSFET Durchgang zu Masse messbar sein - so wie es bei Dir ja auch der Fall war.
Aber: Damit der Chip heiß wird, müsste ja intern zusätzlich noch der Upper dieser Halbbrücke entweder angesteuert sein, oder ebenfalls niederohmig defekt.
Doch dann würde der Strom von der Systemrail über diese beiden Chip-internen Halbbrücken-MOSFETs nach Masse kurzgeschlossen werden, was bei Dir nicht der Fall war.
Darum wundere ich mich wirklich sehr, wieso der Kurzschluss erst dann weg war, nachdem Du auch den IC ausgelötet hattest.

Für mich sah es nach einer plausiblen Schutzfunktion des ICs aus.
Der Chip hat registriert, dass mit den getriebenen MOSFETs etwas nicht OK ist und darum hat er als Notmaßnahme den unteren MOSFET permanent angesteuert, um die Last vor Überspannung zu schützen.
Weil der untere MOSFET aber am Gate niederohmig war, floss der Ausgangsstrom des Treibers ungezügelt ab, wodurch sich der Chip erhitzte.
So wäre dieses Szenario vollkommen plausibel, es beißt sich nur damit, dass Du nach dem Auslöten des MOSFETs weiterhin Kurzschluss am nun freien Gate-Pad hattest.
- Schon sonderbar!
Es sei denn, der Chip wäre erst durch Dein Auslöten des MOSFETs zerstört worden. Aber das wiederum, wäre nur dann wirklich plausibel, wenn der Chip in unmittelbarer Nähe des MOSFETs sitzen würde, was bei Dir nicht der Fall zu sein scheint.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -