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Donnerstag, 22. April 2021, 23:42

Dell Inspiron 7520 15R SE startet ....... nichtmal mehr bis zum BIOS/POST

Hallo liebe Foristen,

zuerst einmal freue ich mich, dass ihr hier euer Wissen und eure Erfahrungen weitergebt - nichts selbstverständliches, gerade in heutiger Zeit. Eine tolle Einstellung, ich hoffe viele Menschen lernen davon.

Auch ich brauche eure Hilfe, verspreche allerdings, bei Erfolg zumindest Feedback zu geben. Vielleicht hat ja jemand anderes ein ähnliches Problem:


Zur Vorgeschichte:

Ich habe meinen „alten“ Dell Inspiron 7520 15r SE aus dem Jahr 2012 hier, an im Betrieb von Windows 10 ein Missgeschick passiert ist:
Mein Vater saß dran und hatte wohl eine Datei heruntergeladen und angeklickt. Er berichtete nach öffnen der Datei von einem Balken, der recht zügig voranschritt und dann startete sich der Rechner auch schon neu ohne eine Chance, den Prozess noch irgendwie abbrechen. PC ging danach aus.

Seitdem piepst der Rechner beim einschalten nur noch regelmäßig bei schwarzem Bildschirm alle 2-3 Sekunden. Ansonsten aber geht gar nichts mehr, komme nicht mehr bis zum POST.
Startbutton leuchtet, Tastaturhintergrundbeleuchtung auch, Caps Lock allerdings nicht, wenn ich drücke. Laptop hat keine 10ertastatur.

Es gibt bei dem Laptop auch rechts oben 3 Schnellwahlbuttons, auch diese leuchten wie normal bei korrektem Start in einer Blinksequenz auf. Lüfter läuft zeitgleich an, hört aber dann natürlich beim ersten Beep wieder auf, ab dort wieder das tiefe Beep alle paar Sekunden. Falls ein Video oder Audio gewünscht wird, kann ich das selbstverständlich bereitstellen.

Akku war und ist keiner angeschlossen, die CMOS-Batterie hatte ich abgeklemmt, auch nach weit über 24 Stunden ohne Strom besteht weiterhin das selbe Problem.

Da ich annehme, dass das BIOS eventuell kurzerhand überschrieben wurde (?)

Die verursachende Schadsoftware habe ich nach Ausbau und umstecken der Festplatte mitsamt Überprüfung, was nun der Übeltäter gewesen sein könnte, an einem anderen PC natürlich nicht nochmal ausprobieren wollen.

Ich bin dann nach etwas Recherche auf die Idee gekommen, mir einen (mittlerweile 2 unterschiedliche) CH341A Flash Programmer zu kaufen. Zuerst hatte ich den schwarzen, habe auch vom 5V-Problem erfahren und ihn auf die nötigen 3,3V umgerüstet.

Die beiden EEPROMs auf dem Mainboard QCL00 LA-8241P sind der Q32B und der QH16 von cFeon. Bilder hänge ich bei Bedarf gerne ran.


Warum zwei Programmer? In der Software stand nach erfolgreicher(?) Treiberinstallation und trotz erfolgreichen Anschlusses rechts unten zwar „Device State: Connected“, allerdings hatte ich in der Software in unterschiedlichen Versionen derselben nie Erfolg, den Namen des BIOS-EEPROMs im Programm automatisch zu erkennen, noch ihn überhaupt erfolgreich auszulesen.
Deshalb dachte ich, der erste, schwarze Programmer samt 8-Pin-Clip sei eventuell defekt, und holte mir noch den grünen als Alternative.
Gebessert hat sich allerdings nichts.

Alles was im Programm nach Anschluss der beiden CH341A bei Chip-Autodetect erscheint, ist:

Manufacturer: Other
Memory Name: Unknown
Memory Size: Unknown
Manufacture ID: $FF
Memory Type: $FF
Memory Capacity: $FF
Device ID: $FF


Lese ich das BIOS aus, bekomme ich als Antwort auch nur FF.
Ich habe es schon mit ein- und ausgestecktem Netzteil versucht, kein Erfolg.

Mache ich hier etwas grundlegendes falsch?


Das Notebook ist weder jemals überhitzt, noch ist Staub im Getriebe. Anscheinend zumindest Sand....

Was könnte das Problem sein, oder liegt das Problem eventuell ganz woanders, und ich habe die Startprobleme misinterpretiert?

Was kann ich tun?

EDV-Dompteur

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Beruf: Techniker

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2

Freitag, 23. April 2021, 00:31

Da ich annehme, dass das BIOS eventuell kurzerhand überschrieben wurde (?)
Das vermute ich auch.


Lese ich das BIOS aus, bekomme ich als Antwort auch nur FF.
Du hast es mit der Klammer versucht, bei im Mainboard eingelötetem EEPROM?
- Das klappt selten. So selten, dass ich es erst gar nicht mehr erst probiere.
Ich löte grundsätzlich das EEPROM aus und stecke es dann in den passenden Nullkraftsockel des Programmiergerätes.

Es kann aber sein, dass bei Dir außerdem die Firmware des Embedded Controllers hinüber ist.
Ich müsste jetzt selbst erst schauen, was in Deinem Notebook-Modell für ein Typ verbaut ist und ob der programmierbar ist.
Schau einfach hier:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=423

Wenn rotes Kreuzchen in der Tabelle, dann programmierter Controller. Dann reicht es eventuell nicht, bloß das EEPROM neu zu flashen. Dann wird es komplizierter.
Für solche Dinge ist unser Sleepygti das Alphatierchen.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -

3

Freitag, 23. April 2021, 16:47

Ich danke dir schon mal für deine rasche und trotzdem hilfreiche Antwort.

Ich werde am Wochenende mal nachsehen, welcher EC tatsächlich verbaut ist. Auf einem hochauflösenden Bild des Mainboards, das ich vor ein paar Wochen online gefunden hatte, war der Ene 90xx (Rest konnte man nicht gut lesen, muss nochmal mit Lupe ran) verbaut. Was für eine Hilfe deine Liste ist. Das hat sicher Ewigkeiten gedauert, rauszusuchen.

Ja, ich hab es mit den Klammern versucht. Hab bei YouTube zugesehen, wie das teils auf Anhieb funktioniert haben soll.

Interessanter Weise hat es bislang bei einem identischen Mainboard eines zweiten Notebooks, das ich extra als Redundanz gekauft hatte, bei einem ersten Versuch auch nicht geklappt. Hab aber noch nicht oft genug probiert. Am Ende reiße ich die beiden (bei dem Mainboardmodell sind es zwei direkt nebeneinander liegende EEPROMs) ab.

Ich hab noch nie solche feinen Lötarbeiten ausgeführt, im Audiokabel-löten war ich aber bisher in größerer Stückzahl erfolgreich. Ich bin noch unsicher, ob ich mir das zutraue, bzw. bin ich mir sicher, dass mein bisheriger Lötkolben dazu nicht ausreichen wird, da die Lötspitze zu grob dazu ist. Zusätzlich sind es ja noch mehrere Beinchen auf einmal, ich zittere dabei viel zu sehr.

Sowas unsagbar unnötiges, dass das passiert ist.

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Sonntag, 9. Mai 2021, 03:15

also ich hatte auch mal einen Kunden der den rechner einfach so wärend des bios updates ausgeschaltet hatte. habe dann auf Ebay einen neun fertig programierten bios chip bestellt und eingelötet Kiste ging danach.
das habe ich schon 2 mal so gemacht und hat bisher immer geklappt. Aber hier im Forum habe ich gelesen dass das eben oft nicht so einfach ist denn der ec kontroller hat wohl auch noch ein bios was dazu passen muss.
bin ich da ein glückpilz weil es eben noch nie nicht geklappt hat?
Ich selber habe so von bios progrmierung etc. überhaupt keine Ahnung wenn jemand hier eine gute Anleitung hat dann bitte her damit würde das natürlich auch gerne können. Aber du könntest es doch einfach mal probieren mit einem neuen bios chip das macht ja nicht viel Arbeit auch wenn die chancen nicht 100 prozent sind.
Was ich gar nicht verstehn kann ist warum so ein bios überhaupt oft beschädigt ist und wie ist das möglich das ein kaputtes bios dazu führt das rechner erst nach stunden ein bild anzeigt? b.z.w. wie kann so ein Bios beschädigt werden ?

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