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Samstag, 17. Juli 2021, 16:15

Laptop- Akku mal gut, mal schlecht

Hier hoffe ich von den anwesenden Experten einen Rat zu erhalten.


Ich habe einen Laptop Medion Akoya E7219 geschenkt bekommen. Angeblich
defekt, aber nach etwas Zuwendung funktioniert er wieder tadellos.
Fast tadellos.


Als Betriebsysteme nutze ich Windows 7 von einer Festplatte, Windows 10
von einer neu eingebauten SSD und mitunter Ubuntu live von der DVD.


Der Akku macht ein Problem, für das ich keine Erklärung habe.

Sowohl Windows, Ubuntu als auch der CPU ID Hardwaremonitor melden, dass der
Akku hinüber ist. Laut Hardwaremonitor ist die Soll- Kapazität 6300
mWh, die Ist- Kapazität 562 mWh, aktuelle Kapazität 63 mWh,
Verschleißgrad 100%. Also am Zyklusende angekommen.


Meistens läuft der Rechner mit den o. a. Werten auch nur wenige Minuten im
Akkubetrieb. Dann erscheint die Meldung, dass man auf Netzstrom gehen
solle und Momente später geht der Rechner in den Ruhezustand.
Mitunter aber, wenn ich z. B versehentlich die Steckdosenleiste nicht
eingeschaltet habe, aber auch mehrere Stunden. Neulich habe ich
zufällig ohne Netzstrom mit Windows in einer Mediathek über zwei
Stunden einen Film gesehen. Und Video im Vollbildformat braucht schon
ordentlich Leistung.


Daraufhin habe ich mehrfach einen Versuch gemacht. Eine CD mit einem Linux-
Programm (Acronis True Image) eingelegt und laufen lassen. Sicher
braucht der Rechner im Leerlauf bzw. geringer Last nicht allzu viel Strom, aber mit
geringer Belastung hat der Akku im Schnitt ca. vier Stunden
durchgehalten. Demnach ist der Zustand nicht so schlecht, wie man auf
Grund der Daten annehmen sollte.

Aufgefallen ist mir auch, dass die Ladezeit nach der nach Daten erwartbaren
Laufzeit nur wenige Minuten beträgt, wenn aber der Akku zufällig
bereit ist, länger Leistung zu liefern, auch entsprechend länger
lädt. Das ist daran erkennbar, dass die Kontroll- LED entsprechend
lange leuchtet und auch eine entsprechende Stromaufnahme von ca. 50-
60W im ausgeschalteten Zustand gemessen wird.


Um dem seltsamen Verhalten des Akkus auf die Spur zu kommen, habe ich
versucht, eine Regelmäßigkeit herauszufinden. Leider vergeblich.
Kann im Akku eine Firmware stecken, die nach n- Ladezyklen den Akku
dem Betriebsystem als tot darstellt? Aber warum dann nicht immer? Das
oben genannte Linux- Programm fragt vermutlich nicht den Ladezustand
ab, unter dieser Bedingung läuft der Rechner regelmäßig mehrere
Stunden.


Als ich angefangen habe, diesen Text im Akkubetrieb zu schreiben, wurde mir
der Ladestand mit 8% angezeigt. Mit allerhand Unterbrechungen durch
Telefonate etc. hat es bis jetzt mehr als 90 Minuten gedauert – der
Ladestand ist immer noch 8%. ohne das eine Warnung erscheint.


Natürlich könnte ich einfach einen neuen Akku kaufen, aber ich möchte
herausfinden -oder erklärt bekommen- warum dieses Phänomen
auftritt.





Grübelnd,
Revox

EDV-Dompteur

Administrator

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Beruf: Techniker

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2

Montag, 19. Juli 2021, 13:08

Kann im Akku eine Firmware stecken, die nach n- Ladezyklen den Akku
dem Betriebsystem als tot darstellt?
Ja, das gibt es und ist auch gar nicht unüblich.


Aber warum dann nicht immer?
Gute Frage!
Ich würde zuerst mal versuchen, den Akku unter Windows, im Hardwaremanager, zu deinstallieren und dann neu zu installieren.
Wenn es nicht hilft, dann das BIOS des Rechners neu flashen.
Wenn auch das nicht hilft, dann liegt Recherche an ...

Es gibt kostenlose Programme, mit denen man der Firmware eines Akkus auf die Pelle rücken kann.
Sowas habe ich aber nur ein einziges Mal gemacht, vor Jahren, und kann mich an die Details nur noch schwach erinnern.
Jedenfalls lässt sich der interne Zähler resetten und so weiter.
Ich hatte mein Tool damals aus dem Downloadbereich von heise.de

Sorry, mehr als die grobe Richtungs aufzuzeigen, kann ich hier nicht.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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