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Desi

Der EDV-Dompteur im Zivilmodus

  • »Desi« ist der Autor dieses Themas

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Sonntag, 15. Juli 2018, 03:17

Airbrush zur Platinenreinigung?

Moin Leute,

ich bin auf die Idee gekommen, Platinen per Airbrush-Gerät von Flussmittelresten zu befreien.
Die diversen Reinigungs-Sprays in Sprühdosen tragen mir für meinen Geschmack stets eine absurd viel zu hohe Menge auf, bei beklagenswert geringem Druck und mit arg mäßiger Wirkung der "Spezialchemie" auf verharztes Flux.

Sinnvoller erscheint es mir, mit deutlich weniger Chemie und dafür deutlich höherem Druck zu arbeiten, unter Verwendung eigener Reinigungsflüssigkeiten.
Ich schwöre ja auf eine Mischung von Salmiakgeist mit Isopropanol für den ersten Reinigungsschritt, gefolgt von einer Spülung mit reinem Isopropanol. Jedenfalls ist insbesondere der Salmiakgeist nur in ganz kleinen Mengen zu ertragen. Man braucht davon auch nur ganz wenig.

Gerade habe ich wieder einen Flüssigkeitsschaden gehabt. "Blühende" Korrosionsbrücken zwischen den Pins am Embedded Controller und solche Späße. Mit Salmiakgeist & Bürste kriegt man den Schmodder tatsächlich weg. Aber unter BGAs hat man mit bloßem Auftragen von Flüssigkeit natürlich kaum Chancen. Besser wäre also, eine kleine Menge mit genügend hohem Druck zu verspritzen, um den Rotz auch an den für die Bürste unzugänglichen Stellen weg zu spülen (Schutzbrille versteht sich natürlich von selbst!).

Nun die Frage: Was mag sich dafür eignen?
Bei eBay gibt es ganz billige Airbrushgeräte für die Maniküre schon zu 30 bis 35,- Euronen:
https://www.ebay.de/itm/253545951156

Nur traue ich solchen Geräten gefühlsmäßig nichts zu. Die angegebenen 25 psi wären 1,73 bar. Das scheint mir arg wenig.
Auch die Luftfördermenge scheint mir zu mager zu sein, um damit auch mal eine Tastatur durchpusten zu können.

Schön wäre also ein kräftigerer, regelbarer Kompressor, mit dem man auch mal 'nen Lüfter, oder 'ne Tastatur ordentlich durchpusten kann.
Aber ein "richtiger" Kompressor macht auch richtig Lärm ... und ich bin nachtaktiv - anders als meine Nachbarn :-(

Dieser Set hier wirkt recht universell brauchbar, kostet aber auch bereits 'nen Hunni:
https://www.ebay.de/itm/352228461859

Interessant finde ich dabei auch, dass mindestens eine der drei Pistolen ähnlich aussieht, wie diese Sandstrahlpistole:
https://www.ebay.de/itm/301363322436

Die Frage in dem Zusammenhang ist, ob sich eine "echte" Sandstrahlpistole von solchen für Farben unterscheidet?
Wenn ja: Worin? Als Düsendurchmesser ist 0,5mm angegeben. Beim Set im zweiten Link sind Pistolen mit folgenden Düsendurchmessern dabei:
0,2mm / 0,3mm / 0,35mm / 0,5mm / 0,8mm
Kann man mit dem im Lieferumfang vorhandenen Teilen also womöglich auch sandstrahlen?

Ein Gerät, mit dem man präzise sandstrahlen kann, wäre theoretisch ja bestens geeignet zur Vorbehandlung von Klebestellen an kompliziert geformten Kunststoffteilen. Ich denke da natürlich an die oft gebrochenen Scharnierhalterungen im Notebook. Mit der Dremel kommt man kaum überall hin und die geht mir für meinen Geschmack auch stets etwas zu grobschlächtig zu Werke, für diesen Einsatzzweck.


Das wären also meine angedachten Einsatzgebiete:
  1. Fluxreste zwischen IC-Pins wegsprühen (geringe Chemiemenge, relativ hoher Druck).
  2. Lüfter und Tastaturen durchpusten (nix Chemie, mittlerer Druck, aber hohe Luftmenge)
  3. Sandstrahlen (z. B. mit Natron)


Wer hat Erfahrung mit derartigen Geräten und kann Tipps geben, worauf man achten sollte?
Ölfreie Luft wäre wohl wichtig, insbesondere wenn man Klebestellen per Sandstrahlen vorbehandeln möchte.
Gibt es sonst etwas zu beachten? Drehbar am Schlach gelagerte Handstücke vielleicht? Oder kontinuierlicher statt "pumpender" Luftstrom?
Heizbarer Flüssigkeitsbehälter eventuell?
.
Achtung: Meine "piratigen" Postings können höhere Dosierungen von Satire/Ironie/Sarkasmus beinhalten! Mehr Infos dazu

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