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EDV-Dompteur

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1

Donnerstag, 6. April 2017, 18:02

Diskussionen zum Schnellkurs-Thread

Um den beliebten Thread Schnellkurs Notebook-Reparatur - Stromversorgungsprobleme nicht mit Userfragen und Diskussionen aufzublähen, sondern seinen strikten Kurs-Charakter beizubehalten, dient dieser neue Thread hier.

Wer also Fragen/Anmerkungen zu den im Schnellkurs behandelten Punkten hat, der möge es bitte hier tun.
Falls es doch mal versehentlich vokommen sollte, dass User dort ihre Fragen stellen, so werde ich die betreffenden Postings von dort verschieben, an diese Stelle hier, und sie dann hier, an dieser Stelle, beantworten.
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2

Sonntag, 9. September 2018, 04:53

Auch von mir vielen vielen Dank für die vielen Hilfreichen Tipps und die gute einfach verständliche Erklärweise,das macht es mir als Anfänger im Chip Level bereich etwas einfacher.
Fange gerade an alle Schritte mit def Motherboards durchzuarbeiten ,und ist das schon mit der Anleitung schwer die richtigen Bauteile zu finden.
Nur noch zu den vorgestellten Weerzeugen , echt Super werde ich mir wohl nachbauen sehen sehr Praktisch aus.

Nun dann Danke an den EDV-Dompteur werde sich noch mit lästigen Anfänger fragen Nerven :)

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3

Montag, 10. September 2018, 14:35

Hallo Otto,

da Du ja in Deinem persönlichen Vorstellungsthread etwas mehr beschreibst, wo der Schuh drückt, versuche ich hier noch einmal, das große Bild zu vermitteln, was auf einem Notebokk-Mainboard los ist:

Aaalso:
Der Strom kommt von der Buchse und fließt dann über zwei MOSFETs, die sich fast immer (seltene Ausnahmen sind möglich) in unmittelbarer Nähe der Buchse befinden.
Diese MOSFETs üben lediglich Schutzfunktionen aus (gegen Verpolung etc.) und sind im Normalfall stets voll durchgeschaltet!

Das heißt: Hinter dem zweiten MOSFET müssen 19V zu messen sein.
Es spielt keine Rolle, ob der Designer des jeweiligen Mainboards noch ein paar weitere Bauteile im Strompfad vorgesehen hat, wie z. B. Entstördrosseln, eine Sicherung, einen Shunt-Widerstand ... hinter dem zweiten MOSFET müssen 19V anliegen, gegenüber den Masseflächen auf dem Mainboard (die Kupferflächen an den Schraublöchern sind prima Massepunkte).

Diese "19V-Rail" ist nun ein ganz zentrales Dingens, denn diese Rail versorgt nun sämtliche Schaltregler auf dem gesamten Mainboard.
Es finden sich so ungefähr 10 Schaltregler auf dem MB. Mal mehr, mal etwas weniger, abhängig von der jeweiligen Ausstattung des Rechners.
Man erkennt die Schaltregler auf den ersten Blick, anhand der auffälligen, quadratischen Ferritspule, die das zentrale Energiespeicher-Element des jeweiligen Schaltreglers darstellt.

Bei der Fehlersuche auf einem MB interessieren uns zunächst die beiden wichtigsten Schaltregler, die 3,3V und 5V erzeugen. Oft werden diese beiden Spannungen von nur einem einzigen IC erzeugt, in Verbindung mit zwei Ferritspulen (pro Spannung eine).

Zu jeder Ferritspule gehören immer genau zwei MOSFETs.
Der obere "Upper-MOSFET" verbindet den Spuleneingang mit der 19V-Rail, wodurch die Spule von Strom durchflossen wird. Dabei baut sich ein Magnetfeld in der Spule auf, welches Energie speichert.
Im nächsten Augenblick sperrt der Upper-MOSFET wieder und statt dessen schaltet der untere MOSFET durch, wodurch der Spuleneingang nun mit Masse verbunden wird. In diesem Moment entlädt sich die in der Spule gespeicherte Energie durch die Last (gepuffert von dem Kondensator hinter der Spule). Da der Spuleneingang in diesem Moment mit Masse verbunden ist, ist der Stromkreis geschlossen.
Die Spule ist in diesem Moment also die alleinige Stromquelle für die Last!

Interessanterweise tritt dabei ein ähnlicher Effekt auf, wie bei einem Transformator: Die Ausgangsleistung, die man hinter der Spule abzapfen kann, ist (nahezu) identisch mit der Eingangsleistung.
Da die Spannung dabei aber heruntergesetzt wird, erhöht sich in gleichem Maße der verfügbare Strom!
So kommt es, dass hinter der Spule locker 10A und sogar noch weit mehr fließen können, obwohl das 19V-Netzeil soviel Strom gar nicht hergibt!

Anders als bei einem Trafo, mit zwei getrennten Wicklungen - also vier Anschlüssen - gibt es hier aber keine galvanische Trennung zwischen Eingang und Ausgang. Aber das nur am Rande.


Jedenfalls hängen alle ungefähr 10 Schaltregler an dieser 19V-Rail, die hinter dem zweiten Eingangs-MOSFET beginnt.

Im Normalfall ist es nun so:
Sobald das eingeschaltete Netzteil mit dem Mainboard verbunden wird, sind also 19V auf der Rail hinter dem zweiten MOSFET zu messen und die beiden Schaltregler für 3,3V und 5V legen los - obwohl das Gerät ja noch gar nicht eingeschaltet wurde!
Du musst bei der Fehlersuche also nach jenen beiden stets aktiven Schaltwandlern suchen und Dich vergewissern, dass am Ausgang der einen Spule 3,3V zu messen sind, und am Ausgang der zweiten Spule 5V.

Jetzt magst Du fragen, woran man "Ausgang" und "Eingang" einer solchen Ferritspule erkennt.
- Nun, der Eingang ist immer mit zwei ganz in unmittelbarer Nähe befindlichen MOSFETs verbunden.
Der Ausgang hingegen, ist mit "größeren" Speicherkondensatoren verbunden.
Diese "größeren" Kondensatoren sind manchmal zylindrische Elkos, manchmal aber auch nur viereckige Kerkos.
Jedenfalls sieht man den Unterschied oft auf den ersten Blick.
Falls nicht erkennbar: Einfach das Messgerät testweise ansetzen!
Am Ausgang der Spule sind fast glatte 3,3V (bzw. 5V) messbar.
Setzt man die Messspitze aber am Eingang an, dann hängt es vom jeweiligen Messinstrument ab, ob dort ebenfalls die identische Spannung, oder pures Chaos angezeigt wird.
Ein Oszi zeigt das wahre Chaos an, das am Spuleneingang besteht.
Ein hinreichend träges Spannungsmessgerät hingegen, integriert dieses Chaos zu einem Durchschnittswert, der von der Spannung am Spulenausgang praktisch nicht verschieden ist.

Einer der beiden Anschlüsse einer solchen Ferritspule muss jedenfalls die erwähnte, fast glatte Gleichspannung anzeigen, also nur Mut, Messgerät ansetzen!

Wenn Du nirgendwo diese 3,3V und 5V messen kannst, dann müssen wir herausfinden, woran das liegt.
Aber die Erklärungen dazu spare ich mir vorerst, denn vielleicht findest Du ja die erwähnten beiden Spannungen.


Wenn ein Mainboard OK ist, dann könnte man es nun einschalten.
Der Einschalttaster ist mit einem großflächigen, schwarzen IC namens "Embedded Controller" verbunden. Registriert der EC die Betätigung des Einschalttasters, dann wird er nun der Reihe nach die übrigen ungefähr acht Schaltwandler aktivieren (bis auf den einen in der Nähe des Akku-Anschlusses).
Erst danach sind alle nötigen Spannungen da und das Display müsste nun ein Bild anzeigen.


- Das war in Kompaktform noch einmal das "große Bild", unter Auslassung diverser Kleinigkeiten.
Das was der Embedded Controller im Detail tut, in Verbindung mit dem Inhalt des BIOS-EEPROMs, ist noch so ein Thema für sich und nur schwer über einen Kamm zu scheren. Das muss man im Einzelfall beäugeln
Unser geschätzter User Leo und meine Wenigkeit sind da gemeinsam gerade hart am Ball, endlich mal grundlegend Licht in die Thematik zu bringen.
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4

Donnerstag, 13. September 2018, 01:49

Danke für die rasche Antwort.
Hatte gerade einen langen text geschrieben der wurde nicht übernommen,hör mal auf für heute.

5

Donnerstag, 13. September 2018, 22:52

Abend
also heute nochmal ausführlicher. Wie ich dich verstanden habe EDV Dompteur war das dann wohl ein Fehler von mir die braunen Wiederstände nach den Mosfets ( die beide 19v hatten) rauszunehmen und zu überbrücken.
Nun ist zu spät . Hatte ich wohl falsch verstanden in so nem Video.
Wusste nicht was weiter nachdem hinter den Mosfets 19v waren aber an der einen seite der braunen Widerstände 19v ankamen und auf der anderen nicht.

habe noch paar fragen sehe aber mal zuerst im forum wo ich die stellen darf.
Grüße

EDV-Dompteur

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6

Freitag, 14. September 2018, 12:33

wohl ein Fehler von mir die braunen Wiederstände nach den Mosfets ( die beide 19v hatten) rauszunehmen und zu überbrücken.
Widerstände?
In Deinem Vorstellungs-Thread schriebst Du was von keramischen Kondensatoren ...
Der Unterschied ist natürlich relevant, denn durch einen Widerstand fließt Strom, was man bei einem Kondensator so nicht formulieren kann.
Ein Kondensator lädt sich an Gleichspannung auf (wie ein Akku), anschließend fließt kein Strom mehr.

Darum ist es fatal, einen Kondensator zu überbrücken. Damit würde man dessen Spannung ja kurzschließen.
Einen Widerstand einfach zu überbrücken kann zwar ebenfalls fatal, in bestimmten Fällen aber auch zulässig sein - sofern man denn weiß, was man tut.

Poste doch lieber mal ein Bild, auf dem man die betreffenden Bauteile gut erkennen kann.
Aber bitte nicht einfach ein ungearbeitetes Bild von mehreren MB Größe hochladen, sondern bitte die Größe reduzieren. So 100 bis 200kB sollten ja dick reichen. Mein Webspace kostet nämlich Geld ...


habe noch paar fragen sehe aber mal zuerst im forum wo ich die stellen darf.
Du kannst im Bereich Notebook-Reparatur einen neuen Thread erstellen.
Darin kannst Du Dich dann praktisch beliebig austoben.
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7

Freitag, 14. September 2018, 21:08

danke für die Antwort EDV Dompteur und hier der versuch

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hoffe das wird hier was mit meinem hochladen und paint anfängen.
das Blaue ist so ein brauner (glaub ich widerstand oder keramischer kondensator.)
und das hab ich hinter den Mosfets rausgenommen und mit draht überbrückt .
schick das jetzt mal in der hoffnung das es was wird mit dem Bild (erste mal)
grüße
»Isarpc-user« hat folgende Datei angehängt:
  • mosfat1.jpg (135,33 kB - 111 mal heruntergeladen - zuletzt: 6. Dezember 2018, 18:40)

8

Freitag, 14. September 2018, 21:14

sehe gerade auf dem Bild sind meine Makierungen nicht zu sehen links mein lötversuch ist ja zu erkennen da habe ich diese kleinen braunen die man auch rechts im Bild vor dem Spannungswandler R36 sieht rausgenommen.
**** ich hoffe das ist noch verständlich was ich mir hier zurecht schreibe.
Lg


Edit von EDV-Dompteur: Hier unzulässige, religiöse Floskel durch Sternchen überschrieben.
KEINE Religion hier in diesem Forum! Gar nicht!
(Das muss für Bayern hart sein, aber so ist es hier!)

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9

Freitag, 14. September 2018, 23:16

:!: Bitte mein Edit Deines letzten Postings beachten! :!:

hoffe das wird hier was mit meinem hochladen und paint anfängen.
Naja ... :-/
Das mit den Bildern üben wir noch mal.
Zum Üben gibt es übrigens diesen Thread:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…read&threadID=9


das Blaue ist so ein brauner (glaub ich widerstand oder keramischer kondensator.)
Leider habe ich eine leichte Farbsehschwäche. Ich kann nichts blaues sehen, in Deinem Bild.
Jedenfalls ist Dein Lötkolben-Gebrate direkt unter zwei Widerständen.
In den leeren Pads werden wohl ebenfalls Widerstände gesessen haben.
Wofür die da sind, erschließt sich mir aber allerdings nicht recht, jedenfalls nicht allein anhand dieses Bildes.


Aber Dein Gebrate ... :195:
- Warum ragen da mehrere Drahtfitzerl so chotisch nach unten, hin zum Schaltregler-IC?
Das sieht nach einem wahren Kurzschluss-Inferno aus, was Du da veranstaltet hast.
Ich bin überhaupt nicht davon überzeugt, ob auf dem Mainboard nun noch ein Stein auf dem anderen sitzt, nach dieser Aktion, und ob da noch irgend etwas zu retten ist.
Wenn man so ein Chaos fabriziert, dann kann es leicht passieren, dass die 19V-Spannung auf eine Niederspannungs-Rail gerät und dann sonstwas für fatale Schäden anrichtet.

Sorry für meine Direktheit, aber wenn das im Bild zu sehende der Stand Deiner löttechnischen Fähigkeiten ist, dann lautet meine warme Empfehlung, Dir zunächst einmal ein paar alte Platinen zu besorgen und zumindest einige Stunden lang das Löten zu üben, bevor Du an ein Notebook-Mainboard heran gehst, das Du irgendwann wieder funktionstüchtig erleben möchtest.

Konsumiere auch mal diesen Thread und folge den Video-Links:
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=299
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10

Freitag, 14. September 2018, 23:36

edit hab ich verstanden war nur so ne redensart.
und diese Drahtfitzerl ist der draht den ich als überbrückung reingelötet habe wo dann wohl dieser widerstand saß.
Und jep löten wird geübt

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11

Samstag, 15. September 2018, 12:35

Bezüglich Lötübungen sei Dir übrigens noch dieser Youtube-Kanal empfohlen:
https://www.youtube.com/user/jkgamm041/v…sable_polymer=1

Die verwendeten Lötmittel werden (wenn nicht in der jeweiligen Video-Beschreibung) irgendwo in den Kommentaren genannt.
Hier ein paar Zitat-Schnippsel des Uploaders, aus dem Kommentarbereich einzelner Videos:



I am using a Hakko FX 951 soldering station with a large hoof tip sometimes called a single flat or bevel tip. They are made for
multi-lead and drag soldering.

For alloy I use kester SAC 305 lead-free water soluble at 700-750 F.

And prefer a Kester water sol tack flux for best wetting. A Kester 2331-ZX
I dont use rosin or RMA unless it is called out on a contract.
Water sol has a low solids aggressive flux which wets beautiful and cleans up easily with a brush and water.

Paper: Kimwipes. Static dissipative wipes.
They leave the least particulate matter. The cheaper generic type of brands will leave particulate all over your board.

For component removal of SMD's including chips, I only use hot air and flux the pads with
Kester 741 rework gel flux high solids.
See my other videos on J-STD-001 and rework. I demonstrate hot air removal of flat packs.
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Sonntag, 16. September 2018, 18:02

danke Hardware hab ich zum Löten fehlt die Praxis bin aber dran.
Videos hab ich mir reingezogen.

13

Montag, 1. Oktober 2018, 12:40

Netzteil, Sicherheitsabschaltung?

Hallo

Erstmal Danke für die Ausführliche Beschreibung hier.
Ich bleibe leider schon am Netzteil hängen und habe dazu eine Frage. -bevor ich beim rumbasteln noch mehr kaputt mache.
Also: Die 19V habe ich am Stecker. Wenn ich diesen allerdings einmal am Laptop einstecke, abziehe und erneut messe, liegen die 19V nichtmehr an. --laptop wurde aber nicht gestartet, wirklich nur Stecker eingesteckt. (Erst nach aus und einstecken des Netzteils habe ich wieder 19V)

Für mich heißt das, der Laptop hat ein Kurzschluss vorauf das Netzteil Sicherheitshalber abschaltet (wenn es sowas gibt) oder das Netzteil ist wirklich defekt.
Oder gibt es noch eine andere Möglichkeit?

Würde mich über eine Antwort freuen. :-)


Das ist ein HP Laptop.

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14

Montag, 1. Oktober 2018, 19:52

Hallo Homesweathome,

ich habe Dein Posting mal hierher, in den Diskussionsthread verschoben.

Du siehst es übrigens genau richtig: Dein Notebook hat einen internen Kurzschluss.
Das fünfte Posting im Schnellkurs geht auf solche Fehler ein.

Baue also das Mainboard aus und versuche zunächst einmal herauszufinden, ob "der Kurze" vor oder hinter den beiden Eingangs-MOSFETs sitzt.
- Hoffentlich sitzt er davor, denn dann wird die Fehlerbeseitigung schön einfach.

Bist Du mit Lötwerkzeug gut ausgestattet?
Wenn ja dann einfach mal den Shunt aus der Eingangsstufe auslöten (R1 im ersten Bild des fünften Schnellkurs-Postings). Anschließend verrät Dir der Durchgangsprüfer, im welchem Bereich der Kurze sitzt.
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15

Dienstag, 2. Oktober 2018, 09:19

Danke für die schnelle Antwort.
Ich werde so bald wie möglich danach schauen.

16

Dienstag, 2. Oktober 2018, 12:52

Hallo EDV-Dompteur,

Hier mal zwei Bilder von der Platine. Ich finde darauf nicht einmal die beiden Mosfets bzw weis nicht wo ich da genau jetzt nach einem Kurzschluss suchen soll.
Warum hat eigentlich die 19V Zuleitung 9 Adern? Das verwirrt mich. Hier gibt es jedenfalls noch keinen Kurzschluss.
IMG_20181002_122428_681.jpg IMG_20181002_122441_622.jpg


Fals diese beiden, der größere und der kleinere die Mosfets sind die Sie meinen.

IMG_20181002_124729_666.jpg

Am kleinen habe ich einen Durchgang vom ersten Pin zur Masse. Also der Pin links oben.

Ich mache das wenn es Zeitlich geht morgen nochmal ausführlicher.
Aber diese beiden sind die richtigen Bauteile die ich messen muss?






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17

Dienstag, 2. Oktober 2018, 14:12

Hier mal zwei Bilder von der Platine. Ich finde darauf nicht einmal die beiden Mosfets bzw weis nicht wo ich da genau jetzt nach einem Kurzschluss suchen soll.
Das scheinen mir nicht die relevanten Stellen zu sein.
Vermutlich sitzen die MOSFETs auf der anderen Platinenseite, nahe des zehnpoligen Anschlusses.

Messe doch mal, ob Du an dem weißen, zehnpoligen Steckverbinder Durchgang hast, zwischen den roten und schwarzen Adern.

Warum hat eigentlich die 19V Zuleitung 9 Adern? Das verwirrt mich.
An dem weißen Steckverbinder auf der Platine zähle ich sogar 10 Anschlüsse.
Generell sind die Stromeingangsbuchsen (in die der 19V-Stecker eingesteckt wird) bei HP dreipolig:
  1. +19V
  2. Masse
  3. Erkennungs-Widerstand.
Im 19V-Stecker sitzt bei HP nämlich ein Widerstand, der es dem Mainboard ermöglicht, es zu erkennen, dass wirklich ein originales und passendes Netzteil angeschlossen wurde.

Weiterhin ist es oft so, dass für +19V und für Masse jeweils zwei, oder gar drei Litzenandern verwendet werden.
Somit kommt man schon mal leicht auf sieben Adern (2*3+1).
Tja, und dann haben manche Buchsen noch eine LED integriert, die wiederum 1 bis 2 Adern erfordert. je nach konkreter Beschaltung.

Die drei roten Adern werden jeweils +19V führen.
Die drei schwarzen Adern führen GND (Masse).
Die beige Ader wird für den Widerstand sein.
Und die beiden weißen Adern sind dann halt für die LED.
- Summe: Neun Adern.

Warum der weiße Steckverbinder zehnpolig ist, kann ich auf dem Bild nicht erkennen. Vermutlich ist ein Kontakt nicht belegt.
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18

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 10:55

Okay also:

Zwischen den roten und den schwarzen Adern ist kein Durchgang. Auch nicht zu der braun, beigen, weißen Ader. Auch sonst haben keine Adern zueinander ein Durchgang auser natürlich jeweils die drei roten zueinander und die drei schwarzen.
Das heißt hier ist noch alles gut?

"Andere Platinenseite"?
Also die zwei ersten Bilder zeigen die ganze Platine in zwei Bildern eben, mehr gibt es da nicht :(

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19

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 12:39

Zwischen den roten und den schwarzen Adern ist kein Durchgang.
Dann sitzt der Kurzschluss (leider) hinter den beiden Eingangs-MOSFETs.
In Betracht kommen da insbesondere alle keramischen Kondensatoren an der 19V-Rail, sowie alle Schaltwandler.
Andere Fehlerquellen sind nicht ausgeschlossen, nur weit weniger wahrscheinlich.

Der einfachste Weg die Störstelle zu finden wäre der, ein Labornetzteil anzuschließen und auf Erwärmung auf der Platine zu achten.
Grund: Das originale 19V-Netzteil schaltet ab, sobald es Überstrom detektiert. Ein Labornetzteil hingegen, aktiviert dann lediglich die (einstellbare) Strombegrenzung, aber dieser Strom rauscht eben wirklich durch die Platine und wird die Störstelle erwärmen/erhitzen.

Alternativ könntest Du auch das 19V-Netzteil verwenden, sofern Du einen riesigen Widerstand in Reihe schalten kannst, der keinen größeren Stromfluss zulässt, als das Netzteil hergeben kann, andererseits aber doch mindestens drei, besser vier Ampere zulässt.
So ein Widerstand nimmt dann den größten Teil der Leistung auf, die das Netzteil hergibt, und das ist gewaltig viel!
Eine Zusammenschaltung mehrerer Halogenlampen kommt dafür in Betracht.
Oder den Widerstand selbst wickeln, aus Draht auf einem geeigneten, hitzebeständigen Isolierkörper. Ziegelstein oder so.

Den Kurzschluss betrachten wir der Einfachheit halber mal als Null Ohm.
Dividiere die Spannung des Netzteils (19V) durch den gewünschten Strom (z. B. 4A), dann weißt Du, welchen Wert der Widerstand haben muss.
In der Größenordnung von 5 Ohm sollte er liegen. Und er muss die dabei anfallenden, rund 80 Watt verheizen können.

Schau mal, wieviel Watt Dein Lötkolben hat, dann bekommst Du eine Vorstellung davon, was 80W sind ...
Ohne jetzt noch mehr zu rechnen, halte ich gefühlsmäßig Blumendraht für recht tauglich; schön sauber um einen Ziegelstein gewickelt, so viel, bis Du auf etwa fünf Ohm kommst.

Es gibt natürlich auch fertige Stromregler aller Art bei eBay, wahlweise für wenig Geld aus China (lange Lieferzeit), oder für mehr Geld als Chinaimport aus Deutschland, bei akzeptabler Lieferzeit.
- Viele Wege führen nach Rom.


"Andere Platinenseite"?
Also die zwei ersten Bilder zeigen die ganze Platine in zwei Bildern eben, mehr gibt es da nicht :(
Eine Münze hat zwei Seiten.
Ein Mainboard hat ebenfalls zwei Seiten ...
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20

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 21:32

So sieht die Rückseite der Platine in dem Bereich des 19V Anschluss aus. Auch hier kann ich keine zwei MOSFETs finden. Auch auf dem Rest der Platine nicht.

IMG_20181003_212240_031.jpg


Außer das der Lüfter zugestaubt war und die Rückseite der Platine kann ich nichts sichtbares "verbrutzeltes" finden.
Da ich nicht einmal weis wo hier die Einschaltung ist kann ich auch nichts messen.

Danke schonmal für die Hilfe bis hierher, ich komme mir s o blöd vor :'-(

Ein Labornetzteil habe ich leider nicht sonst hätte ich das sofort ausprobiert.

Leo

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21

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 21:45

Wie heißt den das Notebook genau?
Wie lautet die genaue Mainboardbezeichnung?

Beispiele für eine Mainboardbezeichnung welche immer direkt auf dem Board aufgedruckt ist:

Compal LA-.... oder Wistron .... oder Quanta .... oder Inventec ....
Arbeite klug, nicht hart!

22

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 22:13

Das ist ein HP 17-n108ng

Mainboard: ASW72 LA -C991P

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23

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 22:41

Auch hier kann ich keine zwei MOSFETs finden.
Ich aber. Klar und deutlich: PQ302 und PQ301 (die kleinen, schwarzen Qadrate).
Der Strom wird wohl so fließen:
Vom zehnpoligen Steckverbinder (die drei roten Strippen) über die Spule PL301, den MOSFET PQ302 und dann den MOSFET PQ301.

Die Spule kann leicht mit einem Kerko verwechselt werden. Sie kommt direkt nach dem zehnpoligen Verbinder und man sieht am Layout, dass der Strom anschließend über PQ302 geht.

Etwas blöd, dass die MOSFETs in umgekehrter Reihenfolge nummeriert sind, aber auf die Nummerierung sollte man eh nicht groß achten, die muss nur eindeutig sein; sie ist aber kein verlässlicher Indikator für irgendeine Reihenfolge.


Da bei Dir schon geklärt ist, dass der Kurzschluss nicht vor dem ersten MOSFET sitzt, kannst Du als nächste Aktion mal einen Durchgangstest von den Pins des zweiten MOSFETs (PQ301) nach Masse machen.

Dazu solltest Du übrigens alles vom Mainboard abklemmen was nur geht.
Also raus mit der SSD, raus mit der WLAN-Card, raus mit den Speicherriegeln.
Der Schnellkurs geht von der Grundbedingung aus, dass das Mainboard "nackt" vorliegt.


Da ich nicht einmal weis wo hier die Einschaltung ist kann ich auch nichts messen.
Was verstehst Du unter "der Einschaltung"?


Ein Labornetzteil habe ich leider nicht sonst hätte ich das sofort ausprobiert.
Das dachte ich mir schon, darum ja auch meine Tipps, wie man einen Lastwiderstand selbst improvisieren kann.
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24

Mittwoch, 3. Oktober 2018, 23:36

Ich habe festgestellt selbts wenn ich den Fehler finde, an solch kleinen Bauteilen werde ich nicht selber anfangen etwas zu tauschen :(

Naja ich werde morgen weiter schauen und mir nochmal durchlesen wo ich genau Messen muss, irgendwas mach ich, glaube ich mal, falsch.

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25

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 01:12

Dann möge Dir gerne mein Kollege aus dem Süden ein Angebot unterbreiten.
Ich selbst habe momentan zu viel zu tun - obwohl Kurzschlüsse tendenziell zumeist relativ einfache Fälle sind.
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