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Donnerstag, 30. Mai 2019, 13:52

HP Pavilion DV 6500 Netzbuchse Spannungsabfall

Hallo liebe Forum User,

Ich habe hier ein fall der mich verzweifeln lässt.
Wie oben schon beschrieben habe ich hier ein HP Pavilion DV6500.
nun zum Problem:
Das Netzteil hat eine Ausgangsspannung von 19,7V.
Die Spannung geht von der Eingangsbuchse die separat auf einer Platine ist mit einem USB Anschluss daneben auf das Mainboard.
Messe ich an dem Anschlussstecker auf dem Mainboard am + Input kommen dort nur noch 16,5V.
Je nachdem wie ich den Stecker an der Buchse bewege schwanken die Spannungen.

Habe ich nun die 19,7V an dem Mainboard mit biegen des Steckers startet es mit etwas glück, lasse ich den Stecker los geht auch das Mainboard wieder aus.

Ohmmeter sagt bei der Widerstandsmessung Schwankungen wenn ich am +Pol Eingangsbuchse und +Pol Mainbaordstecker messe.

meine Vermutung wäre ein interner Bruch in der Eingangsbuche da ich auch ein Wackler auf der Platine schon nachgelötet hatte.
Die Platine sieht zwar vorne etwas misshandelt aus aber ich vermute das hier schon rohe gewallt dran war die nicht von mir stammt. :009:


Hoffe wir kriegen es wieder ans Leben.

Lg John

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EDV-Dompteur

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2

Donnerstag, 30. Mai 2019, 15:44

Hallo John,

zwar kommt in solchen Fällen grundsätzlich auch der 19V-Stecker in Betracht (da gibt es manchmal internen Lötstellenbruch), aber wenn ich Deine Bilder so sehe, dann erscheunt mir die Sache klar: Buchse/Platine.

Löte die Buchse mal aus, reinige alles und beäugel die Platine mal ganz kritisch. Die scheint mir nämlich Schaden genommen zu haben.
Möglicherweise musst Du an der Platine Material weg fräsen, im Bereich des Plus-Anschlusses. Später, nach dem Einlöten der Buchse, wäre dann eine Drahtbrücke zu setzen, dort wo kein Anschluss mehr besteht, wegen der Fräserei.

Es wäre auch empfehlenswert, die Buchse gegen eine neue auszutauschen, wenn Du die eh schon auslötest.

Das Auslöten sollte übrigens immer ohne Gewalt erfolgen.
Heize den ganzen Bereich mit Heißluft ausgiebig vor, dann nehme einen Lötkolben mit sehr großer Spitze (Messerform ist gut), haue massenhaft flüssiges Zinn drauf und versuche, immer zwei, besser drei Lötstellen gleichzeitig mit der großen Lötspitze zu erwischen.

Wenn Du die Platine lokal überhitzt, dann wird sie weich und beult sich.

Allein nur mit dem Lötkolben ist es fast unmöglich, eine Buchse auszulöten, darum zugleich mit Heißluft drauf.
Aber halt alles so eingestellt, dass keine Überhitzung eintritt. Lieber länger mit der Hitze drauf, als nur kurz und zu heiß.

Eigentlich bräuchte man drei Hände für den Job:
Eine Hand führt den Lötkolben.
Eine Hand hält die Heißluftpistole.
Eine Hand zieht die Buchse heraus, wenn alle Lötstellen gleichzeitig flüssig sind.

Niemals mit Kraft ziehen, sonst ruinierst Du die Durchkontaktierungen in der Platine!
Fieserweise haben manche Buchsen "Widerhaken", die in die Lötlöcher einschnappen. Diese Widerhaken kann man mit einem scharfkantigen Weichdraht-Seitenschneider zusammen quetschen, wenn die betreffenden Lötstellen füssig sind.

Und verwende Flux!
Die Lötstelle rechts unten im zweiten Bild sieht ja schlimm aus!
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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3

Donnerstag, 30. Mai 2019, 20:47

Hallo JohnR,

die Buchse ist gebrochen und fehlt vorne eine Metallplatte. Höchstwahrscheinlich die Masse (-) hat kein richtige Kontakt mehr und deswegen hast Probleme damit.

Man kann die Buchse tauschen, ich würde aber kein einzige Minute damit arbeiten (ok, wenn man daran sein Spaß findet).
Buchse komplett mit Platine und Kabel findet man auf ebay für ca. 5€, einstecken, fertig...

4

Dienstag, 11. Juni 2019, 19:08

Oh was ist den hier passiert.
fehlt ja ein Batzen vom Tread. ?-( :068:

EDV-Dompteur

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5

Mittwoch, 12. Juni 2019, 05:16

Ja, tschuldigung, Server-Defekt, siehe Thread von heute. :-(

Anbei noch einmal das Bild, das Sleepygti netterweise hochgeladen hatte. Glücklicherweise hatte ich es gesichert:

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.


Ich glaube unser sonstiges Geschreibsel, das durch dem Server-Ausfall futsch gegangen ist, kann als verzichtbar angesehen werden, oder?
Du hast doch jetzt sicherlich im Schlaf drauf, worauf es bei der Eingangsstufe ankommt, oder?
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6

Mittwoch, 12. Juni 2019, 06:43

Oh das ist aber ärgerlich für dich oder?
Hatte es mir auch gesichert. Habe den letzten Post von dir ausgedruckt. Werde ich heute abend nochmals einfügen mit den Messungen.
Lg John

7

Mittwoch, 12. Juni 2019, 20:13



... Danke Sleepygti!

Ischa´n Ding, statt dem ersten MOSFET ist bloß eine Diode bestückt (PD1)!
Das erklärt natürlich den Spannungsabfall, sollte man denken.
Aber ganz so ist es dann doch nicht, die PD1040 ist nämlich ( auch wenn der Schaltplan es nicht darstellt ) eine Schottky-Diode. Da fallen weniger als 400mV ab, bei den im Notebook zu erwartenden Strömen und 25 Grad Celsius. Bei höheren Temperaturen sinkt der Spannungsabfall sogar.

Das Datenblatt gibt es hier:
https://www.diodes.com/assets/Datasheets/ds30486.pdf

Der PQ61 (AO4430) ist demnach das, was normalerweise der zweite Eingangs-MOSFET ist.
Die Systemrail (ich nenne sie oft - etwas unzutreffend - "19V-Rail") ist hier mit "VIN" gekennzeichnet. Sie beginnt hinter dem an PWRSRC angeschlossenen Shunt PR104.

John, nun messe doch bitte einmal (alles gegenüber Masse):
1) Die Spannung an der Anode der Diode PD1. 19, 08V
2) Die Spannung an der Kathode ( und somit am "Eingang" des MOSFETs).18,88V
3) Die Spannung am "Ausgang" des MOSFETs, also an PWRSRC.18,88V
4) Die Spannung am Gate des MOSFETs (Pin4).29,3V
5) Die Spannung am Ausgang des Shunts, also an der Systemrail VIN.18,88V

Der AO4430 ist ein N.Kanal-Typ, wird am Gate (Pin4) also Positiv angesteuert.
Laut Datenblatt genügt dem schon eine Gatespannung von weniger als 3V, um den MOSFET soweit aufzureißen, dass Sträme von 10A fließen können.
Die Gatespannung müsste also ca. 23V betragen, um durchzusteuern. Vermutlich wird dort aber eine höhere Spannung zu messen sein, das macht nichts. ...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JohnR« (12. Juni 2019, 21:59)


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Donnerstag, 13. Juni 2019, 23:23

Mittlerweile habe ich raus gefunden das mein Universales Netzteil was gerade mal erst 2 Wochen alt ist nur noch 19,08V statt vorher den 19,7V.

Was mich etwas irritiert ist das ich den PC 202 auf einer Seite 18,88V gegen Masse Messe und auf der anderen Seite 29,3V.
Deutet ja auf ein Kurzschluss hin wenn der Kerko beidseitig Spannung bekommt. Messe ich andere Kerkos gegen Masse habe ich auf einer Seite die aktuell 18,88V und auf der andere Seite nix.

EDV-Dompteur

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9

Freitag, 14. Juni 2019, 03:12

Nee, alles gut!

Der MOSFET PQ61 ist doch ein N-Kanal. Der wird am Gate per Ladungspumpe positiv angesteuert.
Der PC202 ist einseitig mit dem Gate verbunden. Logisch, dass dort eine höhere Spannung anliegt.

Wie ich in den verschollenen Postings schon schrieb, sind dort so ca. 26V zu erwarten, oder mehr (Ladungspumpen sind grob ungenau). Deine 29,3V sind vollkommen im Rahmen der Erwartung!

Der MOSFET wird also ordnungsgemäß angesteuert und er schaltet auch einwandfrei durch, wie ich an den Spannungen sehe, die Du in meinem Zitat in der vorletzten Mail in Fettschrift eingetragen hast.


Fazit:
Die Eingangsstufe ist in Ordnung! Abgehakt!

Nun sind ja leider mehrere Postings flöten gegangen, durch den Server-Ausfall. Darum jetzt bitte noch einmal frisch den aktuellen Ist-Stand präzise schildern (sorry, mein ohnehin beklagenswert mickriges Hirn wird alt!).


P.S.:
Hast Du Indikator-Spulen bestellt?
Wenn ja, dann brate doch erstmal irgendeine Low-Current-LED auf. Ich schaue bei Zeiten noch nach einer richtig guten DUO-LED.
Vorerst, für ein paar Indikatoren, tut es irgend eine LED. Huste auf den Kondensator und die antiparallele Diode, die die Helligkeit hoch pushen; brate einfach nix als eine LED auf die Spule, damit Du Dein Board endlich repariert kriegst.
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10

Freitag, 14. Juni 2019, 06:17

Guten morgen,
Leider noch nicht. Ich habe ja eine 22uF damals gebaut die eigentlich auch gut hell leuchtet. Als ich gerade Bilder machte hörte ich auf dem Board irgentwo ein "Tick". Ich erwähnte ja mal das ein Indikator kurz aufleuchtet für eine Sec.... Werde mal genauer horchen wo genau es herkommt, ich meine in der nähe vom Lüfter. Könnte sonst heute Abend mal flott welche mit 22uF bauen. Bei der PL14 ist dieses"Tick' sichtbar. Abstände ca 3sec.

Bei PQ1 ist in dem Tickmoment eine Spannung an Pin 8 von 12V kurzzeitig Messbar.

Ein Akku habe ich für Das Notebook nicht. (war ja mal erwähnt worden ich soll den Weg lassen).

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Lg John

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »JohnR« (14. Juni 2019, 07:43)


EDV-Dompteur

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11

Freitag, 14. Juni 2019, 13:20

Da liegt wohl ein Kurzschluss vor, auf einer der Niederspannungs-Rails.
Immer wenn der zugehörige Schaltwandler aktiviert wird, erfolgt sofort wieder eine Abschaltung, weil dann der Kurzschluss in Erscheinung tritt.

Das ist genau so ein Fall, wo es nützlich ist, mehrere Indikatoren zur Verfügung zu haben und auf jede Spule so ein Ding zu stellen. Dann alles mit hoher Framerate filmen.
Der Fehler liegt dann entweder in der Rail, dessen Indikator zuletzt (und besonders kurz) aufblitzt, oder in einer der Rails, wo der Indikator gar nicht aufblitzt.
Der Schaltplan wäre nützlich, um die Fehlerstelle noch präziser zu ermitteln.

Ein Speicheroszi ist ebenfalls nützlich.
Bei den ordnungsgemäß aktivierbaren Rails ist kurz die korrekte Spannung messbar.
Andere Rails werden gar nicht aktiviert, die sind uninteressant.
Aber an genau einer Rail wird bei jedem Tick kurz eine Spannung messbar sein, die jedoch nicht im erwarteten Bereich liegt. Dort liegt der Fehler.
Aus dem Oszi-Bild lässt sich dann eventuell noch genauer heraus orakeln, was da los ist.

Es ist sinnvoll, ein Bild des gesamten Mainboards zu machen und bei allen Spulen die gemessene Spannung einzutragen.
Die Spannungen werden zwar zumeist (oder nie), stabil sein, dennoch ist die Information wertvoll. Denn wenn z. B. am 5V-Wandler bei jedem Tick kurz korrekte 5V messbar sind (und nicht etwa deutlich weniger, oder mehr), dann wäre dieser Wandler als intakt anzusehen.
Wenn Du ein Oszi hast, dann könntest Du die Spulen auch einfach nummerieren und zu jeder Nummer ein Oszi-Bild machen.


Interessant ist auch noch die per Oszi gemessene Spannung an der 19V-Rail.
Bleibt die weitgehend stabil, oder gibt es kurze Einbrüche, bis fast Null Volt?

Grundlegend gibt es zwei Möglichkeiten, für den Kurzschluss:
1) Der untere MOSFET eines Schaltwandlers ist niederohmig. So etwas verursacht den sattesten aller Kurzschlüsse.
2) Auf der betroffenen Rail liegt ein niederohmig defektes Bauteil vor. Diese Kurzschlussart ist schon "softer", weil das Problem hinter der Wandlerspule liegt. Da ist die Charakteristik anders; per Oszi kann man das gut unterscheiden.

Dann gibt es noch eine weitere Fehlermöglichkeit, die eventuell ebenfalls zu Ticken führen kann:
Hochohmiger, unterer MOSFET.
Das ist zwar das Gegenteil von einem Kurzschluss, würde aber dazu führen, dass die Spannung auf der zugehörigen Rail über den zulässigen Wert ansteigt, woraufhin der Wandler-IC das Vorliegen eines Fehlers bemerkt und in Panik den oberen MOSFET sperrt.
Ich glaube nicht daran, dass bei Dir dieser Fehler vorliegt, will es aber erwähnt haben.
Per Oszi könnte man diese Fehlerart sofort erkennen und von den beiden gelisteten Kurzschlussarten unterscheiden.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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12

Freitag, 14. Juni 2019, 22:36

Die besorgung eines Speicher Oszi wird vorgenommen.
Bis dahin ruht vorerst der Thread.

:239: