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Donnerstag, 11. Juni 2020, 21:24

ACER ASPIRE 7738G bekommt keinen Strom

Hallo Zusammen,

Ich bin ganz neu hier und bin auf der Suche nach Hilfe.

Ich hab schon versucht das Internet zu durchforsten, habe aber leider keine Hilfe finden können.
Jetzt hoffe ich auf Eure Hilfe.

Jetzt mal zu meinem Problem:
Ich habe ein Acer Aspire 7738G Laptop und folgendes ist passiert.

Da mein Akku nicht mehr funktioniert, hängt das NB immer am Netzteil. Doch eines Tages ging er plötzlich im Normalbetrieb einfach aus.
Ich habe ihn dann geöffnet, da mir die Ladebuchse sehr wackelig vorkam. Da habe ich bermerkt dass, ein Kabel von der Buchse abgerissen war. Das hatte ich dann neu gelötet -> doch leider ohne Erfolg. Dann hatte ich ein neues Kabel bestellt und eingebaut -> wieder ohne Erfolg. Als Nächstes habe Ich mein Netzteil durchgemessen ...siehe da kein Strom vorhanden. Also habe Ich ein neues Netzteil bestellt.
Neues Netzteil angeschlossen -> Nix passiert???

Leider kenn ich mich beim durchmessen am Mainboard zu wenig aus. Mir ist aber aufgefallen dass, wenn ich den Netzstecker anschließe aber das Kabel noch nicht mit dem Mainbord verbinde habe Ich 19V. Stecke ich den Stecker ans Mainboard habe ich nur mehr 0.4xV.

Das ist doch nicht normal, oder ???
... jetzt weiss ich nicht mehr weiter.

Habt Ihr einen Rat für mich.

Vielen Dank Im Voraus

Gruß
Biertrinker17
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EDV-Dompteur

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2

Donnerstag, 11. Juni 2020, 23:30

Na, das ist ja mal eine echt "interessante" Häufung von Einzeldefekten.
Momentan hast Du einen Kurzschluss auf dem Mainboard.

Der Strom von dem weißen Steckverbinder "DCIN" führt über den MOSFET "U3" und von dort weiter über den MOSFET "U2".
Dahinter sitzt der Shunt-Widerstand "R7".
Messe doch mal mit dem Durchgangsprüfer an einem der beiden Anschlüsse dieses Widerstands zu Masse, ob Du da Durchgang hast.
Also nicht an beiden Widerstands-Anschlüssen messen, sondern die eine Messleitung an den Widerstand halten, die andere an Masse.

Möglichkeit 1
Wenn Du keinen Durchgang vom Shunt zu Masse haben solltest (und nur dann):
Dann sitzt der Kurzschluss vor den beiden MOSFETs.
Gleich hinter dem weißen Steckverbinder "DCIN" auf dem Mainboard sitzen folgende drei Bauteile, die Du mal überprüfen solltest:
Die viereckige, schwarze Diode D1.
Die beiden Kerkos C11 und C12.

Diese drei Bauteile kannst Du ruhigen Gewissens auslöten und dann noch einmal testen. Ihr Fehlen hat de facto keinen erwähnenswerten Einfluss. Aber all diese drei haben die Macht, in ihrem Todesfall einen fiesen Kurzschluss im Eingangsbereich zu verursachen.


Möglichkeit 2:
Falls Du am Shunt R7 doch einen Durchgang nach Masse feststellst:
Tja, dann müssen wir etwas weiter ausholen ... aber ich warte mal Dein Resultat ab.

Hast Du denn den Schnellkurs schon gelesen?
https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=302
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3

Freitag, 12. Juni 2020, 05:34

Vorerst mal vielen Dank für deine Tipps für die Erstversorgung meines Patienten. Ich melde mich sobald ich von der Arbeit heim komme.
Danke !!!

4

Freitag, 12. Juni 2020, 06:32

Könnte es sein dass das neue Netzteil einen Schaden hat???
Da ich mir ein gebrauchtes Mainboard für 35€ gekauft habe, und dies weist die selben Symptome auf.

Ich werd auf jeden Fall deine Tipps heute nach der Arbeit mal durch testen.

Nochmals vielen Dank !!!!

5

Freitag, 12. Juni 2020, 19:32

Hallo EDV-Dompteur,
ich habe versucht den R7 Widerstand jetzt ausfindig zu machen.
Ich hoff ich blamiere mich jetzt nicht und werde nicht verspottet.

Da ich ja kein Experte bin hab ich mal ein Bild hochgeladen an dem ich die Punkte markiert habe an denen ich einen Durchgang habe. Leider konnte ich den R7 nicht richtig zuordnen.
Danke !

Gruß
Biertrinker17
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6

Freitag, 12. Juni 2020, 19:37

Die Messung vom Bild war am gebrauchten Mainbord, am original verbautem Mainbord habe ich an diesen Punkten keinen Durchgang !

EDV-Dompteur

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7

Freitag, 12. Juni 2020, 20:37

Könnte es sein dass das neue Netzteil einen Schaden hat???
Sehr sehr sehr unwahrscheinlich.


Da ich mir ein gebrauchtes Mainboard für 35€ gekauft habe, und dies weist die selben Symptome auf.
Kurzschlüsse auf Mainboards treten häufig auf.


ich habe versucht den R7 Widerstand jetzt ausfindig zu machen.
Und das ist Dir ja auch gelungen.
Rechts neben dem oberen großen Kreis ist in weißer Schrift eindeutig "R7" auf dem Mainboard aufgedruckt.


Da ich ja kein Experte bin hab ich mal ein Bild hochgeladen an dem ich die Punkte markiert habe an denen ich einen Durchgang habe.
Äh, ja, das ist klar, dass Du zwischen diesen beiden Anschlüssen Durchgang hast. Der R7 ist ein sog. "Shunt", also ein sehr niederohmiger Widerstand. Kaum mehr, als ein Stück Draht.
Darum solltest Du die eine Messspitze des Durchgangsprüfers an einen der beiden markierten Anschlüsse ansetzen (an welchen ist egal) und die andere Messspitze an Masse. Ich bin mir nicht sicher, ob Du das so gemacht hast?


Die Messung vom Bild war am gebrauchten Mainbord, am original verbautem Mainbord habe ich an diesen Punkten keinen Durchgang !
Ich muss nachfragen: Kein Durchgang von diesen beiden Punkten zueinander? (Das wäre aber sehr ungewöhnlich!)
Oder kein Durchgang von diesen Punkten zu Masse?


Der R7 soll keinen Durchgang zu Masse haben. Wenn da doch Durchgang besteht, dann sitzt der Kurzschluss auf der System-Rail.
Aber er soll unbedingt Durchgang von Anschluss zu Anschluss haben, sonst wäre er "putt"!
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8

Freitag, 12. Juni 2020, 21:08

Hallo und danke für deine schhnelle Antwort !!!! :189:

Sorry, das war ein Missverständnis mit dem Bild.Ich habe natürlich gemeint ...an allen markierten Punkten separt zu Masse habe ich einen Durchganag.

9

Freitag, 12. Juni 2020, 21:09

Anbei noch ein Foto
»Biertrinker17« hat folgende Datei angehängt:

10

Freitag, 12. Juni 2020, 21:12

Gebrauchtes Mainboard = Durchgang zum Widerstand
Originales Mainbord = kein Durchgang zum Widerstand

EDV-Dompteur

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11

Samstag, 13. Juni 2020, 13:38

Gebrauchtes Mainboard = Durchgang zum Widerstand
Originales Mainbord = kein Durchgang zum Widerstand
;-) Diesen Aussagen mangelt es schon wieder an Klarheit, schließlich solltest Du ja am Widerstand messen.
Unzweideutig wäre die Aussage: "Durchgang vom Widerstand zu Masse".

Aber OK, in Posting Nr. 8 hattest Du ja geklärt, wie Du es meinst.

Originales Mainboard:
Was im Falle eines nicht vorhandenen Durchgangs zu tun ist, hatte ich ja bereits in Posting Nr. 2 beschrieben:
Schau Dir mal die Bauteile D1, C11 und C12 gaaaanz genau an, oder löte sie einfach aus. Wahrscheinlich ist der Kurzschluss dann weg.


Gebrauchtes Mainboard:
Hier wird es etwas schwieriger. Der Kurzschluss sitzt auf der System-Rail. Da kommen dutzende KerKos und ca. 10 MOSFETs in Betracht.
Wie man so etwas aufspürt, hatte ich im Laufe der Jahre schon viele viele Male im Forum beschrieben. Die Suche (von der Startseite des Forums aus) nach "Thermo" bringt etliche Threads zum Vorschein, in denen das Thema zum Teil ausfürhrlich behandelt wird.

Aber verrate uns vorweg noch den genauen Ohmwert des Kurzschlusses.
Weiterhin verrate uns, welchen Ohmwert Dein Messeisen anzeigt, wenn Du die beiden Messleitungen an den selben Lötpunkt hältst (dabei ermitteln wir den Widerstand der Messleitungen und Messspitzen, sowie den Kontaktwiderstand).

Drücke mit den Spitzen schön stark auf und wiederhole die Messungen gegebenenefalls, denn in so niedrigem Ohmbereich wirken sich die Kontaktwiderstände sehr stark aufs Messergebnis aus.
Wenn Du mehrfach misst, ist nur der jeweils niedrigste Wert von Relevanz.
Meistens ist da nämlich etwas Flussmittelrest auf den Lötanschlüssen, der den Übergangswiderstand sehr erhöht und somit die Messung verfälscht.
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12

Samstag, 13. Juni 2020, 14:23

Hallo EDV-Dompteur,
Ich hab jetzt mal die erste Variante probiert und die drei Bauteile D1, C11 und C12 ausgelötet.
Es sind wieder Lebenszeichen vorhanden. !!! :189: Die LED´s des PWR Button leuchten wieder !!!
Kann/soll ich noch Messungen durchführen um auf Nummer sicher zu gehen oder sollte das NB wieder komplett funktionieren?
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EDV-Dompteur

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13

Samstag, 13. Juni 2020, 18:51

Super, Glückwunsch! :562:

Ich würde empfehlen, die drei Bauteile mit dem Durchgangsprüfer durchzumessen.
Huste auf das eine, das Durchgang hat, aber löte die anderen beiden wieder ein.

Die beiden Kondensatoren haben identische Werte: 1uF/50V. Spielt keine große Geige, ob einer davon fehlt, oder sogar beide.
Die Diode ist bloß ein Verpolschutz. Bei Verwendung des richtigen Netzteils ist die überflüssig.

Es ist aber natürlich - ganz allgemein betrachtet - immer eleganter, wenn das Mainboard so wenig Veränderung wie möglich erfährt. Ich persönlich würde die Bauteile daher ordnungsgemäß austauschen und somit den Ursprungszustand ab Werk wieder herstellen, Aber ich habe ja auch genug Ersatzteile liegen, was bei Dir nicht der Fall sein wird.
Wenn Du das eine defekte Bauteil auslässt, dann geht das in diesem Fall problemlos klar.
Auch wenn alle drei fehlen, macht das im Grunde nichts, aber ich würde es trotzdem nicht empfehlen, da bliebe einfach ein ungutes Gefühl.
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14

Samstag, 13. Juni 2020, 19:30

Dank Dir !!!
Ein riesen großes Dankeschön an Dich !!!! :201:

Ich werde deinen Rat befolgen und die Bauteile testen und dementsprechend wieder an ihren Platz zurück setzen.
Jetzt hab ich das Mainbord mit diversen Komponenten wie RAM, GRAKA, WLAN Adapter usw. bestückt und erneut getestet.

Jetzt läuft er nicht mehr. :'-(
Werd mal die einzelnen Teile sukzessive ausbauen und erneut testen.
Mal sehen was da noch kaputt ist.

15

Samstag, 13. Juni 2020, 21:07

Super, Glückwunsch! :562:

Ich würde empfehlen, die drei Bauteile mit dem Durchgangsprüfer durchzumessen.
Huste auf das eine, das Durchgang hat, aber löte die anderen beiden wieder ein.

Die beiden Kondensatoren haben identische Werte: 1uF/50V. Spielt keine große Geige, ob einer davon fehlt, oder sogar beide.
Die Diode ist bloß ein Verpolschutz. Bei Verwendung des richtigen Netzteils ist die überflüssig.

Es ist aber natürlich - ganz allgemein betrachtet - immer eleganter, wenn das Mainboard so wenig Veränderung wie möglich erfährt. Ich persönlich würde die Bauteile daher ordnungsgemäß austauschen und somit den Ursprungszustand ab Werk wieder herstellen, Aber ich habe ja auch genug Ersatzteile liegen, was bei Dir nicht der Fall sein wird.
Wenn Du das eine defekte Bauteil auslässt, dann geht das in diesem Fall problemlos klar.
Auch wenn alle drei fehlen, macht das im Grunde nichts, aber ich würde es trotzdem nicht empfehlen, da bliebe einfach ein ungutes Gefühl.

Die beiden Kondensatoren haben identische Werte: 1uF/50V. Spielt keine große Geige, ob einer davon fehlt, oder sogar beide.
Die Diode ist bloß ein Verpolschutz. Bei Verwendung des richtigen Netzteils ist die überflüssig.


Hallo EDV Dompteur

Woher hast du eigentlich die Werte von den Bauteilen? zb 1uF der Kerkos

EDV-Dompteur

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16

Samstag, 13. Juni 2020, 22:43

Woher hast du eigentlich die Werte von den Bauteilen? zb 1uF der Kerkos
Ich habe den Schaltplan ... :-)
Aber generell sind hier Werte von 0,1uF bis 1uF typisch, sofern dort überhaupt Kondensatoren bestückt sind.

Wie sinnvoll die Kondensatoren an dieser Stelle überhaupt sind, darüber kann man vortrefflich lange Diskussionen führen. Generell unterstelle ich, dass sich der Konstrukteur ganz ganz schlaue Dinge dabei gedacht hat, weswegen ich ungern Veränderungen an einer bestehenden Schaltung vornehme.
Aber - Hand aufs Herz - solche Kondensatoren werden eben auch gerne "prophylaktisch" plaziert. "Hier etwas Entstörung, da etwas Entstörung ... hier etwas Pufferung, dort auch etwas ..."


Aber wo ich Dich gerade beim Wickel habe:
Du mögest bitte - möglichst zeitnah - im Userpanel Deinen Nick ändern, so dass er erstens mit einem Großbuchstaben beginnt und zweitens nicht mehr nach einem Personennamen, oder einem Firmennamen, oder einer womöglich geschützten Marke etc. etc. klingt.
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17

Sonntag, 14. Juni 2020, 11:10

Woher hast du eigentlich die Werte von den Bauteilen? zb 1uF der Kerkos
Ich habe den Schaltplan ... :-)
Aber generell sind hier Werte von 0,1uF bis 1uF typisch, sofern dort überhaupt Kondensatoren bestückt sind.


Hallo EDV Dompteur.. Danke jetzt habe ich es auch gefunden :-)

Danke