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Dienstag, 30. Juni 2020, 12:13

Farbindikator

Hallo
Ich repariere schon länger Computer und auch handys betreibe sogar Microsoldering , wie Ihr auf meinem Chanal sehen könnt.
Jetzt versuche ich auch mainboards zu reparieren und bin auf dieses Video https://www.youtube.com/watch?v=6EJEvQw79Hc aufmerksam gemacht worden.
Darin wird so eine spezielle Folio verwendet hat jemand eine Ahnung wo es diese Folie zu kaufen gibt.
Wie heist denn diese Folie genau?
Auch wollte Ich Euch auf eine von mir entwickelte neue Methode für Kurzschlüsse aufmerksam machen
https://www.youtube.com/watch?v=T9I9Pm8a-H4&t=34s
denn eure Methode funktioniert nur wenn auch was warm wird was nicht immer der fall ist.
auf meinem chanal seht ihr deshalb 2 alternative Methoden.
Könnte also auch für Euch interessant sein
Grüße und Danke für Antwort Christian

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Dienstag, 30. Juni 2020, 14:02

Willkommen im Forum!
Was den Usernamen betrifft, hatte ich Dich ja bereits per E-Mail gebeten, den zu ändern. Bitte tue es!

Wegen der Thermo-Folie:
Da gibt es leider immer wieder versiegende Lieferquellen, nebst Schwierigkeiten, eine Folie mit sinnvoll geeignetem Temperaturbereich aufzutreiben.
Hier ein funktionierender Link:
https://experimentis-shop.de/waermebilde…detail-442.html

Obige Folie hat (für normale Menschen) aber den Nachteil, dass sich ihr angegebener Arbeitsbereich von 28 bis 34 Grad Celsius erstreckt.
- Das ist nicht gerade optimal, denn besser geeignet wäre ein Arbeitsbereich, der bereits bei normaler Raumtemperatur beginnt.
Es geht ja darum, bereits winzige Temperaturerhöhungen sichtbar zu machen.
Wer also eine Raumtemperatur von nur 18 Grad in seiner Bude hat (da würde ich erfrieren!) und dann diese Folie einsetzt, der bräuchte eine Temperaturdifferenz von 10 Grad, bevor die Fehlerstelle sichtbar wird. Die ließe sich aber auch mit dem nackten Finger erspüren.

Es scheint sich bei dieser Folie aus obigem Link aber um genau die zu handeln, die ich selbst einsetze. Für mich persönlich ist der Arbeitsbereich gut, denn in meiner Hütte habe ich niemals weniger als 27 Grad (klingt komisch, ist aber so!).


Und zu Deinen Videos:
Du hast echt tolle Videos auf Deinem Kanal und man merkt, dass Du Dein Handwerk verstehst!
Nur das mit der Micro-USB-Buchse gefiel mir nicht, dazu schreibe ich vielleicht mal was, wenn ich mehr Zeit habe (bin heute offiziell noch gar nicht da!)

Zu Deiner "neuen Methode":
Also die ist in der Tat ein schwer interessanter Input! Diese Methode verdient es, dass ich mich damit auch mal beschäftige; dickes Lob!
Ich mag, es, wenn Leute sich eigene Gedanken machen und eigene Methoden entwickeln.

Ein paar Kritikpunkte/Verbesserungsvorschläge hätte ich aber durchaus.
Den Einsatz von Kältespray sehe ich generell sehr kritisch!
  1. Erstens mutet man damit den Bauteilen einen betont schroffen Temperaturwechsel zu.
  2. Zweitens ist die Kombination aus brennbarem Flüssiggas und einem Heißluftgerät sicherheitstechnisch natürlich ein Horror!
  3. Drittens noch ein wichtiger Aspekt: Es könnte passieren, dass im Rahmen der Fehlersuche der defekte Kerko plötzlich zerbröselt, also nicht mehr existent ist. Da Du Konstantstrom einspeist, würde das den Anstieg der Spannung auf den eingestellten Endwert bewirken. Nun hast Du aber mit Deinem Flüssiggas zuvor alles vereist, also jede Menge Kondenswasser auf dem gesamten Board ...
    - Wasser und Spannung sind einfach eine schlechte Kombination!
    Solange der Kurzschluss besteht, kann nichts passieren, aber wenn der Kerko plötzlich zerbröselt und der Kurzschluss folglich entfällt, dann ist das einfach potenziell gefährlich für das Board. Da könnte ein per Widerstand "programmierter" Spannungsregler durchdrehen und mit der Ausgangsspannung hoch gehen, etc.
    Meistens wird es sicherlich gut gehen, aber es besteht halt das Risiko.
Und die Vorgehensweise, beim Herumhantieren mit der Heißluft nebenbei das Voltmeter im Blick zu behalten, ließe sich noch verbessern.
Vorschlag: Bastle Dir einen spannungsgesteuerten Oszillator, mit Audio-Ausgang. So wird die Spannungshöhe hörbar und jede Spannungsänderung bewirkt eine deutliche Änderung der Tonhöhe.

Schade, dass Deine wirklich kreative Methode sicherlich nur bei simpel gesprungenen Kerkos funktioniert, wie ich glaube.
Die Methode wird sehr wahrscheinlich versagen, wenn die Kerkos intern regelrecht verschweißte Schichten aufweisen.
Im Smarthone mag das vielleicht seltener auftreten, aber in Notebooks hat man es mit hinreichend hohen Strömen zu tun, so dass immer wieder mal zu Klump geschmolzene Kerkos auftreten.
Aber der Input von Dir ist schon klasse, das muss ich sagen! :034:
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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Mittwoch, 1. Juli 2020, 00:58

Kurzschluss finden etc.

Hallo Stefan

Es freut mich sehr dass Dir Deine Videos gefallen haben und ich auch Deine Homepage mit Video entdeckt habe.
Es ist immer so dass ich natürlich eine konstante sehr niedrige Spannung einstelle, falls der Kurzschluss verschwindet würde natürlich sonst was durchbrennen.
Diese Methode mit dem Eisspray benutzen immer alle Profis , so wurde mir das von Experten im Forum https://apple-forum.de/ geraten. offensichtlich passiert da nichts , obwohl mir da mit dem Kondenswasser auch immer mulmig wird. Aber dieses Wasser leitet ja eh kein strom und spannung ist ja sehr niedrig eingestellt .
Das KondensWasser verdampft auch sofort wieder.
Doch meine neue Wärme Methode funktioniert sehr zuverlässig und ich und ein kollege hat es auch schon erfolgreich angewandt.
Ich bin mir sicher dass es eben auch beim laptop funktioniert. Ich habe ja aber auch noch ein zweites Kurzschlussvideo gemacht mit anderer neuen Methode.

Die Voraussetzung ist allerdings dass der Kurzschluss wenigstens minimal temperaturabhängig ist.

Jedoch ist dies kein hinreichender Beweis . nehmen wir einmal an wir haben eine Spule durch die Strom fliest paraller zur Spule liegt ein Kondensator der einen Kurzschluss verursacht und jetzt durch die Spule oder eine Leiterbahn strom fliest der sonst nicht dadurch fließen würde.

Würde man jetzt die Spule erwärmen so ändert sich der elektrische Widerstand dieser Spule. man würde denken die spule wäre das kaputte bauteil. In Wirklichkeit ist es der Kondensator der einen Stromfluss durch diese spule verursacht , die normalerweise stromlos sein muss.
Butangas aus der Lötlampe als Eisspray ist bestimmt auch nicht gefährlicher als normales Eisspray, das ja auch aus brennbaren alkanen besteht.
klar sprüht man damit nicht auf eine offene Flamme. Ich hatte halt kein Kältespray zur Hand deshalb meine Lötlampe aus der butangas flüssig strömt wenn man sie umdreht.

aber bei der konventionellen methode mit Eisspray ist es ja auch so, dass oft bauteile warm werden die gar nicht kaputt sind. z.b. ein Transistor durch den halt jetzt mehr strom fliest.
Außerdem hatte ich ja auch den Fall der Kurzschluss so stark ist dass gar nichts warm wird.
Da funktioniert dann aber immer noch meine Methode.
Der Nachteil an meiner Methode ist aber, dass man etwas Geduld braucht man muss mit einem stativ das heisluftgerät halten und dann warten bis sich der Spannungsabfall eingependet hat.
Dann verschiebt man die platine ganz leicht und schaut ob der Wert eher zu oder eher abnimmt.
Beim Iphone hat man ja auch die ganzen Schaltpläne und Programme wie Phoneboard, die zeigen einem sofort wo jede Leiterbahn hinführt.
Beim Laptop gibt es ja leider keine Schaltpläne etc. ausser bei apple geräten deshalb war ich auch immer der Meinung dass man da nichts reparieren kann.
Deine Webseite hat mich schon eines besseren belehrt. Vielen Dank dafür!
Vielen Dank auch für ausfürliche Antwort und den link mit der Folie. Ich werde dies mal testen. Deine Idee finde ich wirklich genial und Einzigartig. Die Profis arbeiten ja alle mit dieser 600€ teuren Wärmebildkamera und Deine Idee mit der Folie ersetzt dies ja in genialer weise.
Zum Abschluss hier noch 2 Sehr gute Videos zur Fehlersuche bei Laptops.
eine gute Ergänzung zu Deinem genialen Video:
https://www.youtube.com/watch?v=FRWJAi904Ik


https://www.youtube.com/watch?v=FRWJAi904Ik

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4

Mittwoch, 1. Juli 2020, 14:59

Es ist immer so dass ich natürlich eine konstante sehr niedrige Spannung einstelle, falls der Kurzschluss verschwindet würde natürlich sonst was durchbrennen.
Das ist nicht der Punkt.
Dass Du nur maximal die übliche Betriebsspannung einstellst, ist eh klar.
Der Punkt ist der:
WENN der Kurzschluss plötzlich weg fällt, weil der Keko zerbröselt, dann liegt ab dem Moment die eingestellte Spannung (die Betriebsspannung?) am Mainboard. Das würde bewirken, dass Schaltungsteile zu arbeiten anfangen.
Nun ist aber noch reichlich Wasser auf dem MB. In Verbindung mit Schmutz, oder Bruchfitzeln des zerbröselten Kerkos, wird es leitfähig.

Es gibt analoge Spannungsregler, deren Ausgangsspannung per (recht hochohmigem) Widerstands-Spannungsteiler eingestellt wird.
Die reagieren sehr empfindlich darauf, wenn sich durch Kriechströme das eingestellte Spannungsteiler-Verhältnis verschiebt.
Dann kann die Ausgangsspannung des betroffenen Reglers ungesund hoch gehen.

Ich gebe ja zu, das Risiko, dass so etwas passiert, ist gering. Da müssen schon mehrere ungute Zufälle gleichzeitig zusammen kommen.
Aber man sollte ein solches Szenario im Hinterkopf haben.
Mehr will ich ja gar nicht nörgeln, sondern nur darauf hingewiesen haben, dass man mit dem möglichen Eintreten eines solchen Malheurs zumindest rechnen sollte.

Wenn ich im Rahmen einer Kurzschlusssuche Strom in ein Mainboard einspeise, dann versuche ich tunlichst, die Spannung so klein zu halten, wie irgend möglich. So gering, dass noch kein Schaltungsteil ungewollt zu arbeiten anfangen könnte, aber dass halt der erforderliche Strom fließen kann (drei Ampere haben sich bewährt, bei Notebook-Mainboards).
Bei der Suche nach defekten Upper-MOSFETs versuche ich möglichst sogar unter einem Volt zu bleiben.
Nur wenn der für das Auffinden der Fehlerstelle erforderliche Strom nicht zustande kommt, drehe ich den Spannungsregler vorsichtig höher.


Diese Methode mit dem Eisspray benutzen immer alle Profis
Gewagte Aussage. Ich benutze es tunlichst nicht.
Ich weiß, dass es allermeistens keine Schäden verursacht, sondern durchaus hilfreich ist. Aber ich habe halt andere Methoden entwickelt, um den die Bauteile stressenden Einsatz von Kältespray komplett vermeiden zu können.


Aber dieses Wasser leitet ja eh kein strom und spannung ist ja sehr niedrig eingestellt .
Siehe oben.
Mit Schmutz wird es leitfähig.


Doch meine neue Wärme Methode funktioniert sehr zuverlässig und ich und ein kollege hat es auch schon erfolgreich angewandt.
Zweifellos funktioniert sie in den meisten Fällen.


Jedoch ist dies kein hinreichender Beweis . nehmen wir einmal an wir haben eine Spule durch die Strom fliest paraller zur Spule liegt ein Kondensator der einen Kurzschluss verursacht und jetzt durch die Spule oder eine Leiterbahn strom fliest der sonst nicht dadurch fließen würde.
Neee, also das ist jetzt Quatsch, sorry!
Eine Spule parallel zu einem Kerko macht Null Sinn. Wir haben hier ja keine Schwingkreise.
Eine Spule ist sehr sehr niederohmig. Die würde den Kerko ja quasi kurzschließen. Der könnte niemals Spannung speichern.

Ich weiß durchaus, was Du meinst, aber so wie Du es hier wohl überstürzt beschrieben hast, wird es niemals sein.

Halten wir fest:
Deine Methode hat zwar keine ultimative Beweiskraft, aber in der Praxis doch eine sehr sehr brauchbar hohe.

Generell hat praktisch niemals eine einzelne Messung, oder Fehleraufspürmethode, die alleinige, ultimative Beweiskraft.
(Eine seltene Ausnahme stellt meine Methode mit der Folie dar, denn ein Kerko, der sich erwärmt, ist ganz definitiv die Fehlerstelle!).
Sondern jede Methode reduziert stets nur den Möglichkeitsraum der in Betracht kommenden Fehler.
Und da finde ich Deine Methode echt klasse! Denn ihre Zuverlässigkeit ist schon recht hart an einer definitiven Überführung des Übeltäters.

Dass man dann, wenn man damit meint fündig geworden zu sein, noch einmal per Mikroskop hinschaut und so weiter, ist ja normal, darum habe ich an Deiner Methode gar nichts zu meckern, sondern bedanke mich sehr, dass Du diese kreative Idee mit uns allen teilst!


klar sprüht man damit nicht auf eine offene Flamme.
Ein Funke, durch elektrostatische Aufladung, kann schon reichen.
Das heißt natürlich nicht, dass gleich direkt die Wohnung abfackelt, eher wird es eine kurze Verpuffung geben, ohne großen Folgen.
Aber wenn Du zugleich noch mit dem Heißluftgerät herumhantierst, dieses im Schreck auf den Teppich fallen lässt, Du selbst aber erst einmal herumhüpfst, weil Du was ins Auge gekriegt hast ...

Vor wenigen Wochen musste ich erstmals den Feuerlöscher bemühen und dicke Sauerei veranstalten.
Beim Staubsaugen ist mir unbemerkt die (ausgeschaltete) Heißluftpistole herunter gefallen. Dabei kam sie so ungünstig mit dem Einschalter gegen ein Tischbein, dass sie sich einschaltete ... was ich aber nicht hörte, wegen dem laufenden Staubsauger ...
Tja, und unter dem Tisch stand ein Karton ...
- Als ich es bemerkte, hatte der bereits Feuer gefangen!
Die Brandstelle war nicht groß, aber ohne Feuerlöscher hätte ich die schon nicht mehr bändigen können.
Bis ich den Feuerlöscher überhaupt in der Hand hatte, vergingen noch ein paar Sekunden. Da brannte der Karton bereits lichterloh!

Und sofort war die ganze Bude für gut eine Stunde praktisch unbetretbar, wegen beißendem Qualm in der Luft.
Es stank dann noch satte drei Wochen vor sich hin und überall hatte ich dieses Löschpulver. Unglaublich, wie weiträumig sich das verbreitet!
Und unglaublich, wie schnell ein brennender Karton in Fahrt kommen kann!

Also ich bleibe dabei: Brennbares Flüssiggas ist schon an sich so eine Sache ... aber in Verbindung mit einem Heißluftgerät, mutiert es zu einem Russischen Roulette. Meistens geht es gut, aber ...

Wie mein kluger Vater (Friede seiner Asche!) immer sagte:
"Man macht eine potenzell gefährliche Sache 100 Mal, und 99 Mal geht es auch perfekt gut - dummerweise weiß man nicht, wann dieses eine Mal sein wird ..."


Außerdem hatte ich ja auch den Fall der Kurzschluss so stark ist dass gar nichts warm wird.
Da funktioniert dann aber immer noch meine Methode.
Und genau das hatte ich im vorherigen Posting bezweifelt. Allerdings habe ich Deine Methode ja noch nicht selbst getestet.
Theorie: Wenn ein Kurzschluss wirklich niederohmig ist, dann sind im Kerko die Schichten satt zusammen geschweißt.
Dann ist aber die Temperaturabhängigkeit futsch! Der Kerko ist ja quasi nur noch ein Stück Metall.

Bestens funktionieren wird Deine Methode dann, wenn noch nichts voll zu Klump verschweißt ist, sondern der Kerko bloß einen Sprung hat und sich die inneren Schichten nur mehr oder weniger lose berühren.
- Das sind aber auch die wahrhaft interessanten Fälle! Denn die voll zu Klump verschweißten Kerkos entdeckt man praktisch immer eh schon mit bloßem Auge.
Darum gibt es an Deiner Methode diesbezüglich nichts zu meckern.

Deine Aussage aber, dass bei manchen Kürzschlüssen gar keine Erwärmung auftritt, wirst Du zurücknehmen müssen, wenn Du die Folie hast! :-)
- Vorausgesetzt, Deine Zimmertemperatur ist in deren Arbeitsbereich.
Mit der Folie werden sogar die inneren Leiterbahnen sichtbar, die von Strom durchfossen werden. Selbst der niederohmigste Kerko, im Milliohmbereich, konnte sich noch niemals vor meiner Folie verstecken.
Obwohl es in Extremfällen auch schon mal dauern kann, bis man ihn aufgespürt hat, gerade wenn der Strom so irre Wege quer durchs ganze MB nimmt, dass noch allerlei andere Stellen mit warm werden.
Aber ich kam damit letztendlich ausnahmslos immer zum Ziel.


Der Nachteil an meiner Methode ist aber, dass man etwas Geduld braucht man muss mit einem stativ das heisluftgerät halten und dann warten bis sich der Spannungsabfall eingependet hat.
Hier würde ich empfehlen, mal Infrarot zu versuchen, statt Heißluft.
Denn per pasender Blende wäre eine viel gezieltere Erhitzung lokaler Bereiche möglich.

Es gibt auf YouTube gute Anleitungen, wie man sich aus dem Heizelement eines KFZ-Zigarettenanzünders ohne viel Aufwand ein Infrarot-Lötgerät basteln kann.
Blech mit simpler Lochblende davor und Du kannst lokale Stellen schön gezielt erhitzen.


Zum Abschluss hier noch 2 Sehr gute Videos zur Fehlersuche bei Laptops.
eine gute Ergänzung zu Deinem genialen Video:
https://www.youtube.com/watch?v=FRWJAi904Ik


https://www.youtube.com/watch?v=FRWJAi904Ik
Ja, die kenne ich.
Und jedem Anfänger würde ich die auch nahe legen.

Das dort vermittelte Wissen behandle ich in meinem Schnellkurs eh, aber es ist für Anfänger echt gut, es mal vorgeführt zu bekommen, statt sich bloß meine ellenlangen Texte, garniert mit querverweisenden Links, durchlesen zu müssen.

Ich selbst mache zu solchen Grundlagen keine eigenen Videos, weil andere das längst getan haben, in teils richtig guter Qualität, bei der ich gar nicht mithalten kann. Diese Grundlagen betrachte ich daher als längst hinreichend abgehandelt.

Meine eigenen Videos drehen sich darum ausschließlich um speziellere Tipps und Tricks, die vor mir noch keiner gezeigt, oder überhaupt gefunden hat.
Mit toller Videoqualität kann leider ich eh nicht dienen, darum beschränke ich mich auf die pure Vorstellung der originellen Methoden, auf dass die Welt davon profitiere.

In ein paar Tagen kommt übrigens (endlich!) ein neues, sicherlich spannendes Video, aber da geht es dann nicht um Notebook-Reparatur ...
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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Donnerstag, 2. Juli 2020, 10:39

Kurzschluss finden etc.

Zunächst einmal wollte ich mich kurz vorstellen:
Ich betreibe computerservice schon seit 2010 router einrichten kabelarbeiten etc.
Handys tabletts etc und Microsoldering ( löten unter dem Microscop betreibe ich seit etwa 2 Jahren ).
Vielen Dank erstma für die ausfürhlichen Antwort von Dir.
Das muss hoch gelobt werden, dass jemand sich da die Zeit für so eine ausführliche Antwort nimmt!

Ich habe ja auch eine weitere Methode mir ausgedacht für die Kurzschlussdiagnose: https://www.youtube.com/watch?v=g1b1o7nxQ9A&t=716s
Ja Spule war das Falsche Wort ich meinte es so wenn der Strom aufgrund eines Kurzschlusses z.b. durch eine Leiterbahn fliest und dann durch einen Kondensator der einen totalen kurzschluss hat kann es passieren dass man diese Leiterbahn erwärmt und sich dadurch der Spannungsabfall ändert.
Also nicht immer dort wo sich was ändert durch Temperaturänderung muss ein Kurzschluss vorhanden sein.

Deshalb mus man auch das Kabel mit dem man den Strom einspeisen muss immer wieder an neuen Stellen anlöten um aussagen treffen zu können.
Als wärmequelle nutze ich meine sehr teure metcal heisluft mit teilweise nur 2-3 mm heisluftdüse.
Aber klar nimmt man das her was man halt hat.
Deine geniale Mehtode wird auch noch getested aber auch dort gilt ebenso wie bei meiner methode dass dort wo es warm wird nicht immer der Short vorhanden sein muss.
Wenn der Strom z.b. durch den kurzen durch einen mosfest fliest wird dieser auch warm obwohl dieser nicht beschädigt. Wenn der Kondensator dagegen einen totalen kurzschluss von nur wenigen mmOhm hat dann wird bestimmt auch Deine Methode versagen aber mit meiner zweiten Methode kann man dann docch den Bereich eingrenzen.
Außerdem mache ich praktissch den stromverlauf sichtbar denn dort wo sich nichts mit der Temperatur ändert wo ich also mit meiner heisluft drauf blase und es passiert nichts auch dort kann man mit Sicherheit sagen, dass dort gar nichts an strom durchfliest.
Aber auch das gilt nur bei Kurzchlüssen die extrem sind also im mm Ohm bereich liegen.
Ihr müsst dabei im Hinterkopft behalten dass sich bei normalen leitern der Widerstand mit steigender Temperatur zunimmt bei halbleitern verhält es sich genau umgekehrt.
Klar gilt wenn man mit brennbaren Flüssigkeiten Alkohol etc oder ich mit Butangas hantiert man das nur bei guter lüftung machen sollte und nur in kleinsten mengen.
Eine Schutzbrille solle man auch immer benutzen . Aber ich habe ja die Heiluft gar nicht in benutzung wärend ich nur eine wirklich kleine winzige menge Butangan auf die Platine sprühe.
Letzten endes konnte ich ja sogar den Kurzschluss innerhalb der Platine die durch die leiterbahn selber verursacht worden ist, beseitigen .
siehe mein zweites Video.
Zusammen dann mit Deiner genialen Thermofolie stehen uns nun 3 gute Methoden zur Verfügung.
Danke auch für Deinen Tipp mit dem jb weld zweikomponentenkleber werde ich auch in Zukunft statt der grünen soldermask uv lack nutzen.
Du sagtest ja das der viel besser ist als der kallsische bindulin Kleber.
Jedoch bekommt man den bindulin durch Temperatur wieder gelöst ich habe damit schon 2 mal ein Tretlager vom FAhrrad eingeklebt .
hat absolut dauerhaft gehalten und der Freund für den ich sein rad repariert hatte hat als fahrradkurier gearbeitet!

bei Arbeiten mit 2 komponentenklber diese immer extrem gut vermischen und zusätzlich erhitzen, dann wird kleber was flüssig und man kann noch besser vermischen.
Grüße Christian

EDV-Dompteur

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6

Donnerstag, 2. Juli 2020, 15:33

Vorweg:
Das mit der Namensänderung war noch nicht so der volle Bringer.
OK, Vorname only plus Zahl (die erkennbar keinem Lebensalter entspricht) lasse ich noch gelten, aber schöner wäre ein richtiger Phantasie-Nick gewesen.

Ich habe ja auch eine weitere Methode mir ausgedacht für die Kurzschlussdiagnose: https://www.youtube.com/watch?v=g1b1o7nxQ9A&t=716s
Die von Dir in der Videobeschreibung als "neu" bezeichnete Methode ist aber nicht "neu", sondern eher "klassich", denn genau so hat man das früher halt gemacht!
Und genau diesen zeitraubenden Umstandskram wollte ich aus der Welt haben, weswegen ich mir vor Jahren Gedanken um eine bessere Alternative machte und schließlich bei der thermografischen Methode mit der LC-Folie landete.


Ja Spule war das Falsche Wort ich meinte es so wenn der Strom aufgrund eines Kurzschlusses z.b. durch eine Leiterbahn fliest und dann durch einen Kondensator der einen totalen kurzschluss hat kann es passieren dass man diese Leiterbahn erwärmt und sich dadurch der Spannungsabfall ändert.
Ähem, bei Deiner Methode kann es nicht nur passieren, dass Leiterbahnen erhitzt werden, sondern sie werden sogar ganz definitiv von der Heißluft mit erhitzt. - Was bei Deiner Methode eigentlich unerwünscht ist, da es dort störend wirkt.

Bei meiner Methode hingegen, erwärmt sich die stromdurchflossene Leiterbahn (eher Leiterfläche) zwar ebenfalls, aber eben nur die und sonst nichts und das auch nur minimal, statt brutalo per Heißluft.
Und diese winzige Erwärmung stört bei meiner Methode ganz und gar nicht, wie Du sehen wirst, wenn Du sie mal ausprobierst. Denn mein Prinzip basiert ja gar nicht auf dem Erfassen von Spannungsänderungen.

Die bei mir auftretende Temperaturänderung ist so minimal, dass man sie nicht ertasten kann (sonst bräuchte man die Folie ja nicht).


Deine geniale Mehtode wird auch noch getested aber auch dort gilt ebenso wie bei meiner methode dass dort wo es warm wird nicht immer der Short vorhanden sein muss.
Ja, aber wenn sich ein Kerko erhitzt, dann ist er garantiert defekt. Falls ein intensiverer und direkt benachbarter Hotspot den Kerko bloß diffus mit erwärmt, so entgeht einem das mit der Folie nicht. Man findet damit definitiv den stärksten Hotspot.


Wenn der Strom z.b. durch den kurzen durch einen mosfest fliest wird dieser auch warm obwohl dieser nicht beschädigt.
Ähem, Da hast Du offenbar die korrekte Anwendung noch nicht ganz verstanden.
In meinem Schnellkurs wird vor der Anwendung der Folie zunächst ermittelt, auf welcher Rail der Kurzschluss überhaupt vorliegt. Diese Rail wird dann mit der Folie untersucht.

In den weitaus meisten Fällen sitzt der Short dort, wo die 19V Betriebsspannung anliegt (bezogen auf Notebooks).
  1. - Das wäre erstens der Bereich von der Stromeingangsbuchse bis zum ersten Eingangs-MOSFETs.
    Per Durchgangsprüfer ist es schnell klar, ob der Short in diesem Bereich sitzt.

  2. - Das wäre zweitens der Bereich hinter dem zweiten Eingangs-MOSFET und dem zumeist nachgeschalteten Shunt. Dort beginnt die System-Rail.
    Wiederum ist per Durchgangsprüfer unmittelbar feststellbar, ob der Schaden auf dieser Rail sitzt (meistens!).
Nachdem also die Rail ermittelt wurde, die den Kurzschluss birgt, kommt also die Folie zum Einsatz.
Meistens geht es ja um die System-Rail. Wir löten also an die Systemrail den Draht für die Stromeinspeisung an. Ich nehme dazu gern das Ausgangs-Pad des Shunts hinter den Eingangs-MOSFETs.
Und nun haben wir - anders als Du schriebst - garantiert keinen MOSFET vor den Kerkos sitzen! Auch keinen Shunt! Auch sonst nichts, das sich bei Stromfluss erwärmen könnte.
Sondern wir haben nur Leiterbahnen/Leiterflächen mit Kerkos ... und die Upper-MOSFETs der diversen Schaltwandler.

Ein Kurzschluss auf der Systemrail kann praktisch von nichts anderem verursacht werden, als von einem defekten Kerko, oder Upper-MOSFET.
Und das ist nahezu immer per Ohmmeter unterscheidbar. Denn da hinter defekten Uppern noch die Schaltwandlerspule und die nachgeschaltete Last sitzen, ist der Ohmwert bei einem defekten Upper höher, als bei einem defekten Kerko.

Das war jetzt viel Geschreibe, aber mit zwei Durchgangsprüfungen und einer Ohmmessung ist bereits ermittelt, ob der Schaden auf der Systemrail sitze, oder woanders und ob wir es mit einem Kerko, oder einem MOSFET zu tun haben. Sache von weniger als einer Minute!

Wenn wir es mit einem defekten Kerko auf der Systemrail zu tun haben, dann kommt die Folie zum Einsatz, wie in meinem Video gezeigt.
Und da sitzt wie erwähnt kein MOSFET oder sonstwas, das sich bei Stromfluss mit erwärmen könnte, vor dem Kerko.
Der gefundene Hotspot wird verlässlich der defekte Kerko sein!

Für einen defekten Upper-MOSFET gilt selbiges.
Da sitzt nichts vorweg, das sich mit erwärmen könnte. Sondern sämtliche Upper sind direkt an die Systemrail angeschlossen, in die wir den Teststrom einspeisen. Derjenige MOSFET, der sich erwärmt, ist definitiv der Übeltäter!


Manchmal sitzt der Short nicht auf der Systemrail, sondern auf einer der von Schaltwandlern bedienten Niederspannngs-Rails.
Da kann es dann haariger werden, da ist etwas Erfahrung nützlich. Aber Shorts hinter Schaltwandlern sind selten.
- Ausnahme: Defekter Embedded Controller. Aber so ein Fehler ist eigentlich auch ohne Folie relativ leicht aufspürbar (wenn nicht sogar sichtbar).


Du siehst:
Wenn man die Folie mit Verstand anwendet, dann findet sie zuverlässig das wirklich defekte Bauteil!
Man muss nur vorher kurz überlegen, mit welcher Fehlerart man es überhaupt zu tun hat und vor der Anwendung seine drei Messungen mit dem Durchgangsprüfer/Ohmmeter durchführen.

Es gibt ganz seltene Fälle, wo die Fehlersuche doch mal schwieriger wird, aber Super-Spezialfälle brauchen wir jetzt nicht zu vertiefen, die gibt es immer.


Wenn der Kondensator dagegen einen totalen kurzschluss von nur wenigen mmOhm hat dann wird bestimmt auch Deine Methode versagen aber mit meiner zweiten Methode kann man dann docch den Bereich eingrenzen.
Wie ich im Vorposting schon schrieb, kam ich damit IMMER zum Ziel!
Ausnahmslos!
Deine "neue" (klassische!) zweite Methode könnte man ja immer noch anwenden, aber es ist nicht notwendig.


Außerdem mache ich praktissch den stromverlauf sichtbar denn dort wo sich nichts mit der Temperatur ändert wo ich also mit meiner heisluft drauf blase und es passiert nichts auch dort kann man mit Sicherheit sagen, dass dort gar nichts an strom durchfliest.
Ich will Deine Methode ja wirklich nicht schlecht machen, aber was Du hier schreibst, gilt viel eher für meine, als für Deine Methode.
Denn Du erhitzt mit der Heißluft ziemlich diffus so ziemlich alles in der Nähe der Heißluftdüse.
Bei meiner Methode hingegen, wird nur exakt das erwärmt, was auch wirklich von Strom durchflossen wird.

Ich will Dich damit nicht runter machen, denn ich bewundere den Weg, den Du da gefunden hast und freue mich, dass Du bei Deinen Apple-Smarties damit offenbar gut klar kommst.
Aber meine Vorgehensweise mit der Folie ist sozusagen "kontrastschärfer", wohingegen Deine Heißluftzufuhr naturgemäß doch eher "diffus" funktioniert.

Wenn Du zwei, oder mehr direkt benachbarte und parallel geschaltete Kerkos hast, dann wirst Du wohl eher nicht in der Lage sein, den echten Übeltäter direkt und todsicher dingfest zu machen.
- Meine Methode leistet das.


Ihr müsst dabei im Hinterkopft behalten dass sich bei normalen leitern der Widerstand mit steigender Temperatur zunimmt
Dieser Einfluss ist aber doch minimal, verglichen mit dem, was bei Deiner Methode passieren soll, wenn ein geknackter Kerko erhitzt wird, wobei sich dessen innere Schichten verschieben, wass Du als Messergebnis auswertest.

Bei meiner Methode erwärmen sich die Leiterbahnen nahezu gar nicht. Jedenfalls nicht per Finger spürbar. Da brauchen wir uns über thermisch bedingte Widerstandsänderungen des Kupfers gar keinen Kopf zu machen.
Die Folie kann aber sogar winzigste Temperaturänderungen sichtbar machen. Und weil selbst der niederohmigste Kerko noch immer hochohmiger ist, als die angeschlossenen Leiterbahnen, wird er als Hotspot klar hervor treten.


Aber ich habe ja die Heiluft gar nicht in benutzung wärend ich nur eine wirklich kleine winzige menge Butangan auf die Platine sprühe.
Ach so, dann hatte ich das falsch verstanden.
Aber ganz glauben kann ich das nicht, denn was bringt das Flüssiggas dann?
Meine Heißluftstation hat noch einen ziemlich langen Nachlauf, nach dem Abschalten, wo sie noch so lange unerwärmte Luft durch die Düse bläst, bis alles abgekühlt ist.
Ungefährlich wird das Ding für entflammbares Gas also erst dann, wenn alles hinreichend abgekühlt ist.
Und bevor man sie erneut einschaltet, sollte Dein Flüssiggas tunlichst komplett "weg" sein. Dann ist aber auch die damit bewirkte Abkühlung wieder weitgehend weg.


Letzten endes konnte ich ja sogar den Kurzschluss innerhalb der Platine die durch die leiterbahn selber verursacht worden ist, beseitigen .
siehe mein zweites Video.
Direktlink bitte.
Dein zweites Video in Deinem Kanal dreht sich um die Ladebuchse eines Samsung Galaxy.

Innere Kurzschlüsse im Mulitlayer kommen sehr selten vor und wenn doch, dann waren sie bei mir bislang immer sichtbar; erkennbar an einer minimalen Ausbeulung der Platine.
An den Lichtreflexionen ist das per bloßem Auge erkennbar.

Danke auch für Deinen Tipp mit dem jb weld zweikomponentenkleber werde ich auch in Zukunft statt der grünen soldermask uv lack nutzen.
Du sagtest ja das der viel besser ist als der kallsische bindulin Kleber.
Jedoch bekommt man den bindulin durch Temperatur wieder gelöst
- Für Leser dieses Forums zur Erläuterung: wir hatten zuvor eine Konversation per E-Mail. Dort ging es u. a. um Klebstoffe.

Wie in meiner Mail schon geschrieben, bekommt man auch den J-B Weld Clearweld mit Heißluft wieder weg, bevor Gehäusekunststoff schmilzt, oder beeinträchtigt wird.
Wenn es aber um Hitzebeständigkeit geht, dann nehme man J-B Weld in der klassischen Variante, mit dauerhaft 300 Grad Celsius Temperaturbeständigkeit.

Da, wo es wirklich für die Ewigkeit halten soll (nur per Fräser wieder entfernbar), nehme man J-B Weld (Klassic).
Da, wo man es vielleicht mal wieder entfernen möchte, nehme man den ClearWeld. Der härtet auch sehr viel schneller aus.


ich habe damit schon 2 mal ein Tretlager vom FAhrrad eingeklebt .
:-) Jetzt komme ich mit einer Hadrcore-Story:
Mein Fahrrad hat einen dualen Ständer, bei dem das Fahrrad gerade steht, statt leicht gekippt.
Weil ich das stehende Radl mal überhart belastete, brach die Montageplatte dieses Ständers, mit dem er unten am Rahmen angeschraubt wurde. Und weil ich die Schrauben mit der Zeit immer wieder nachspannen musste, quetschte die Schraubhalterung mir schließlich das Metallrohr des Rahmens oval zusammen.
Daraufhin ließ ich mir den Ständer direkt an den Rahmen anschweißen.
Irgendwann brach sogar diese Schweißnaht.
Beim Ausklappen wird der Ständer einfach betont hart belastet, weil er dabei kurzzeitig das volle Gewicht des (bei mir oft schwer bepackten) Fahrrads trägt und in dem Moment zudem so ein kurzer, harter "Ruck" auftritt, mit sehr viel Massewucht dahinter.
In den Jahren muste ich immer wieder mal beigehen und mit sonstwas für Methoden diesen verflixen Ständer neu befestigen. Doch nichts hielt dauerhaft.
Eines Tages nahm ich J-B Weld, in Verbindung mit einer neuen Montageplatte, die aber nicht mehr korrekt wie vorgesehen angeschraubt werden konnte, weil die Materialschäden am Metall schon zu hoch waren. Also montierte ich die Platte schief und füllte die dabei entstehenden Lücken mit J-B Weld. Der Ständer ist also (schlecht) angeschraubt und ansonsten lückenfüllend angeklebt.
Das ist jetzt ca.zwei-drei Jahre her und seither gab es nie wieder Probleme! Der Ständer sitzt ruckelfrei wie angeschweißt am Metallrahmen.

Ja, die Mehtode hält besser, als die echte Schweißnaht es tat!
Das kommt daher, dass diese vollflächige und Lücken füllende Verklebung die Last viel gleichmäßiger auf die Metallrohr-Konstruktion des Rahmens überträgt, als zwei Schweißnähte an dem relativ dünnwandigen Rohr es könnten.
J-B Weld härtet (anders als die meisten 2K-Klebstoffe) wirklich steinhart aus und die Druckfestigkeit ist enorm; wie auch seine Klebekraft und Scherfestigkeit.

Ich hatte solche Kunststücke zuvor schon probiert, mit einem anderen 2K-Kleber. Ergebnis: Lachhaft!
Wenn starres Material wirklich dauerhaft halten soll, dann nehme man den klassischen J-B Weld mit 300 Grad Temperaturfestigkeit!
Bei meinen Tests in Notebook-Gehäusen übertrumpfe er jeden anderen Kleber locker, trotzdem der Gehäusekunststoff ja nicht völlig starr ist, sondern eine gewisse Elastizität aufweist.
Für herausgebrochene Scharnierhalter ist er die erste Wahl (in Verbindung mit meinen anderen Methoden, die ich hier noch nie beschrieben habe).
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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