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Sonntag, 13. September 2020, 12:36

Asus Tuf fx505DT geht nicht mehr an.

Hallo leute ,
Ich hab ein Riesen Problem und komme einfach nicht weiter ,

ich hab einen Asus Tuf auf Kleinanzeigen gekauft , er hat folgendes Symptom :

Sobald ich das Netzteil anschließe blitzt kurz die Tastatur auf und sonnst passiert gar nix.

Das hab ich schon probiert:

Bios Batterie entfernt ( Cmos Reset) Nicht geholfen
Akku abgeklemmt Nicht geholfen
Kein Kurzschluss in dem 19v Kreis, 5v und 3,3v sind an ersten spulen messbar.

Könnte es evtl sein das der Embettet Controller zerschossen ist ?

wie gesagt es leuchtet nur nach Stromeingang nicht mal 1 Sekunde die Tastatur also so ein kurzes aufblitzen und dann passiert nix mehr .
weder lade LED noch an dem visuellen Anschaltknopf.

Ich hoffe mir kann jemand helfen, ich hab die Headpipe entfernt und festgestellt das der Vorbesitzer Flüssigmetall verwendet hat, und evtl hat er sich damit einen Kurzschluss gezogen aber der ist nirgends messbar.

Alles gereinigt hat auch keine Besserung gebracht.

Ich wurde mich über Lösungsvorschlag sehr freuen da der Laptop noch 18 Monate Garantie hat aber der Vorbesitzer das siegel kaputt gemacht hat , wird das nicht viel bringen den zu asus zu senden.

Vielen lieben dank

EDV-Dompteur

Administrator

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Sonntag, 13. September 2020, 14:52

Hi Casio,

leider befürchte ich, dass Deine Vermutung zutreffend ist: Embedded Controller ...
Wobei das mit dem Flüssigmetall noch hinzu kommt.

Jedenfalls ist es Aufgabe des ECs, sowohl die LEDs, als auch die Tastaturbeleuchtung anzusteuern.
Direkt nach Stromzufuhr darf der EC aber noch nicht die Tastaturbeleuchtung ansteuern, denn das darf ja erst nach dem Einschalten passieren, nachdem der EC die übrigen Schaltwandler aufgeweckt hat, von denen einer die dafür notwendige Spannung erzeugt.

Hier ist es also offenbar so, dass der EC bereits irgendwelche Schaltwandler aktiviert, obwohl der Einschalttaster noch gar nicht gedrückt wurde.

Auch wenn die Schaltwandler für 3,3V und 5V laufen, was ja normal ist (andere dürfen jedoch nicht kommen!), würde ich sicherheitshalber noch messen, ob auch der 3,3V LDO (im Schaltwandler-IC integriert) arbeitet, denn er ist es, der den EC zuerst versorgt.
Wenn mit diesen 3,3V allways_on etwas faul sein sollte, dann kann man vom EC nicht erwarten, dass er sinnvolle Dinge tut.

Wenn aber auch diese vom LDO generierten 3,3V ordnungsgemäß da sind, dann baut bei Dir der EC himself Mist.
Das kann einen Defekt des Chips bedeuten, das kann aber auch mit einer zerschossenen Firmware zusammen hängen.

Ich selbst finde jedwede Beschäftigung mit ECs und ihrer Firmware immer so ausartend anstrengend und frustrierend, dass ich solche Geräte schon gar nicht mehr zur Reparatur annehme. Unser Sleepygti ist in dieser Beziehung aber fit wie Turnschuh, daher würde ich Dir raten, mal Kontakt zu ihm aufzunehmen (oder umgekehrt).

Etwas blöd ist noch die Sache mit dem Flüssigmetall, das weiteren Schaden angerichtet haben kann.
Allerdings kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass das der Grund für das von Dir beschriebene Fehlverhalten sein kann, denn der Prozessor sitzt ja hinter den ihn versorgenden Schaltwandlern und die dürften von einem intakten EC erst nach Betätigung des Einschalttasters aktiviert werden.
Somit würde sich vor Betätigung des Tasters selbst ein satter Kurzschluss (oder sonstiger Defekt) im Bereich des Prozessors Null auswirken.
- Wohlgemerkt: solange noch nicht eingeschaltet, sondern das Mainboard lediglich ans Netzteil gehängt wurde.

Ich weiß keine Details über Dein konkretes Mainboard, aber zumindest in klassischen Designs liest der EC nach Spannungszufuhr zuerst den Inhalt des an ihn angeschlossenen EEPROM aus.
Das lässt sich mit dem Oszi überprüfen, indem man die Takt- und Datenleitungen beobachtet und dann Spannung aufs Mainboard gibt (gelobt sei die Erfindung der Schaltsteckdose!).
Wenn an diesen Leitungen tote Hose ist, dann probiert der EC es gar nicht erst, das EEPROM auszulesen, was den Verdacht gegen ihn erhärtet.
Wenn dort aber zumindest kurzzeitig ein plausibel aussehender Datenverkehr stattfindet, dann tut der EC ja doch etwas sinnvolles.
Dann wäre es einen Versuch wert, den Inhalt des EEPROMs neu zu flashen.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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Sonntag, 13. September 2020, 15:27

...man darf nicht vergessen, dass meiste Board macht nach CMOS Reset einen Selbststart, und tut das solange bis einmal das Board nicht richtig hochfahren konnte. Ich würde mehr davon ausgehen, dass der EC funktioniert und das Fehler irgendwo "dahinter" steckt.Wie das bei EC Firmware Defekt aussieht habe ich als Video aufgearbeitet (kann gerne vor Öffentlichkeit versteckt werden, ich will kein Werbung auf Deine Rücken machen)
https://youtu.be/o8BvZLfSJvc