Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: EDV-Dompteur/Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Montag, 5. Oktober 2020, 20:31

HP Elitebook 8730w

Heute war nicht mein Tag. Habe einen neuen Bios Chip
für dieses Model erhalten und wollte den einlöten. Erst
mal den alten auslöten, dabei habe ich einen winzigen
Widerstand am Beinchen 1 übersehen und nun ist er weg.
Ich dachte im Schema finde ich die Kapazität des Widerstandes,
leider nicht. Da steht nur die Bezeichnung R 5068 und daneben
noch 8,5 %. Frage: Was für einen Widerstand brauche ich?
Danke für Hinweise

EDV-Dompteur

Administrator

Beiträge: 1 752

Wohnort: Hamburg

Beruf: Techniker

  • Nachricht senden

2

Montag, 5. Oktober 2020, 23:30

Ich dachte im Schema finde ich die Kapazität des Widerstandes,
Nicht "Kapazität".
Kondensatoren haben eine Kapazität.
Widerstände haben einen Widerstandswert.


Was für einen Widerstand brauche ich?
Das wird sicherlich ein Null-Ohm-Widerstand gewesen sein. Den kannst Du einfach durch eine Drahtbrücke ersetzen. Oder durch einen Lötklecks (sofern Dir das gelingt).

Voaraussetzung:
Es handelt sich um ein achtpoliges EEPROM in der "Standard" Pinkonfiguration. Bei Winbond wäre das gegeben.
Da ist Pin 1 der Chip-Select Eingang.
Im Schaltplan (dessen Auszug Du leider nicht mitgeschickt hast, gelobe bitte Besserung!) sollte der Pin entsprechend gekennzeichnet sein.
Mögliche Kennzeichnungen im Schaltplan wären z. B.:
  • CE (Chip Enable)
  • EN (Enable)
  • CS (Chip Select)
  • S (Select)
  • SS (Slave Select)

Der Name des Signals sollte im Schaltplan ebenfalls auf die Funktion hindeuten. Z. B.:
SPI_FSEL

Im obigen Beispiel steht das "SEL" für "Select".
"SPI" wiederum, ist der Name des Bussystems, über den der Chip angesteuert wird (SPI-Bus ).

Wenn das also gegeben ist, wenn der Pin 1 also diese Select- bzw. Enable-Funktion hat, dann wird der Widerstand an diesem Pin zum Embedded Controller führen. Er liegt also in Reihe.
In so ein Signal gehört eigentlich gar kein Widerstand rein. Die Hersteller bestücken aber an strategischen Stellen gerne Null-Ohm-Widerstände. Das hat Vorteile, weil man im Rahmen einer Fehlersuche, oder um den Chip in der Schaltung umzuprogrammieren, einfach diese Widerstände auslöten und den Chip somit vom Rest der Schaltung isolieren könnte.
Du kannst also ruhigen Gewissens die beiden Pads überbrücken.
Wenn Du es schick machen willst, dann lötest Du aus einem alten Mainboard so einen Widerstand aus und vergewisserst Dich vor dem Einlöten, dass er wirklich Null Ohm hat.
(Wobei es wurscht wäre, wenn er statt dessen einen Wert bis 100, oder gar tausend Ohm hätte. Er darf nur nicht gar zu hochohmig sein, sonst leidet die Funktionssicherheit.)


Übrigens empfehle ich, IMMER Fotos zu machen, bevor man irgendwelche Handgriffe ausführt, oder gar lötet.
In diesem Fall hast Du noch Glück gehabt, weil dieser Fall sonnenklar ist und Du sogar den Schaltplan auftreiben konntest.
In schwierigeren Fällen kann man nur noch mit riesigem Aufwand (oder gar nicht!) rekonstruieren, welches Bauteil mal wo bestückt war.
In Deinem Fall war der Widerstand weg, aber manchmal findet man solche Hühnerfutter-Bauteile noch wieder, weiß aber trotzdem nicht, wo die hin gehören. Dann freut man sich, wenn man zumindest Fotos hat.

Mir sind solche Sachen ja auch schon mehrmals passiert und ich kann Lieder singen, von dem mitunter dann erforderlichen Detektivspiel. Also mache es Dir zur festen Gewohnheit, vor jedem Eingriff Fotos zu machen. Sicherheitshalber zusätzlich sogar nach dem Eingriff, denn da offenbart sich mancher Fehler, der einem vorher entgangen ist.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -

3

Mittwoch, 7. Oktober 2020, 02:36

bauteile sicher entlöten

genau um das wegfliegen von Bauteilen wärend dem löten zu verhindern solltest du viel amtech flux auftragen.
die Bauteile schwimmen dann quasi in dem flussmittel werden also nicht weggeblasen.

Außerdem verwende ich alu tape oder kapton band um die Bauteile zu bedecken die nicht heis werden sollen.
Als alu tape nehme ich dieses von tesa . Es gibt aber auch solches speziell für lötarbeiten. wer gar nichts hat kann auch uhu hochtemperatursilikon nehmen und das ganz dünn auf eine alufolie aufstreichen.
Du solltest aber nicht den fehler machen bauteile in silikon einzubetten, .
Durch die andere oberflächenspannung des lötzinns in Verbindung mit dem silikon bilden sich überall kleine lötbälle und das bauteil wird quasi entlötet.
Einfach mal an alter platine testen.
Das amtech flux bekommt man bei tme und wird für Microsoldering benötigt.
Auch das gefälschte auf ali express ist meistens ok wenn man nicht das billigste nimmt.

Auf menem you tube kanal https://www.youtube.com/channel/UCWqHW1Ow030uLHxeR_zNCHA benutze ich es auch
Seit dem ich so arbeite wie bechrieben passiert mir das nicht mehr.
Wenn möglich solltest du auch mit bleilot alles vorher verzinnen dann ist der schmelzpunkt niedriger