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Mittwoch, 28. Oktober 2020, 19:24

Medion Erazer P6661 "tot"

Moin zusammen,

wie ich schon im Vorstellungsthread angedroht habe, möchte ich von meinem aktuellen Fall berichten. Ich hab mir einen Medion Erazer P6661 ins Haus geholt, ohne den Fehler zu kennen um Ihn dann auf Chip-Level wieder instand zu setzen. Zugegebenermaßen bin ich erst vor wenigen Wochen damit angefangen mich mit der Materie zu beschäftigen und meine elektrotechnischen Vorkenntnisse sind aufs Minimum beschränkt. Also dann:

Ich stecke das Netzteil an und das Laptop gibt ein Mini-Lebenszeichen in Form eines leisen "klack", welches nicht vom Lüfter kommt. Ansonsten nichts weiter, keine LEDs und auch kein Lüfter. Nun, ich habe gehört, das erste was man bei einem komplett totem Laptop macht, ist ja nach Kurzschlüssen zu suchen. Also Multi-Meter (Schande über mich, noch kein Oszi vorhanden) an und mal geschaut:

- 19V nach dem 2. Mosfet vorhanden
- 5V vorhanden (am IC der USB-Ports per Diodentest überprüft.
- 3,3V die ich auch an PIN8 des BIOS EC messen kann, sind offensichtlich ebenfalls da.

Sprich es ist ganz und gar nicht so, wie man die Situation als Anfänger erwartet. Also mal weiter gesucht.

- Einschalter überprüft: OK, Spannung liegt an und wird beim betätigen low, Signal kommt am EC an
- Mal mit, mal ohne RAM getestet: keine Änderung

Als nächstes habe ich mich dann mit dem EC (IT8587E) beschäftigt, natürlich mit geeigneten selbstgebauten Messpitzen. Ich gebe mal alle(?) relevanten Werte wieder und sage direkt, dass ich bei manchen Messungen nicht sicher bin, wie die Signale normalerweise aussehen sollten bzw. wie diese zu interpretieren sind. Ich hab eine Weile gebraucht, um ein anständiges Datenblatt mit Pin-Belegung zu finden und habe dann schließlich dieses hier gefunden:

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.


Also ran ans Multimeter und mal mit eingestecktem Netzteil gemessen:

VRON: low
S5_ON: low
EC_PWROK: low
SUSON: low
SUSB: low
SUSC: low
PCH_PWROK: 2,5V

und jetzt wird es das erste mal spannend:

VCORE: 3,3V (bedeutet, dass der EC seine Arbeit verrichtet und Strom an den entsprechenden Schaltregler schickt, oder nicht?)
RSMRST: Hier bekomme ich keinen stabilen Wert mit dem Multimeter. Wenn das Netzteil dran ist, ist das Signal low, wenn ich es abziehe, zieht das Signal sofort an und bewegt sich im Bereich zwischen 0,5v und 1,8v (Bei jeder Messung anders). Heißt das, das BIOS ist hops gegangen oder was bedeutet dieses Signal genau? Sehr irritierend jedenfalls

Mag mir wer bei der Interpretation dieser Werte helfen?

Das ist allerdings noch nicht alles und spätestens jetzt kommt wahrscheinlich meine Unerfahrenheit ins Spiel. Ich habe mal eine Boardansicht vorbereitet damit man auch mal was sieht.

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.


Folgendes habe ich dazu heraus gefunden:


Irgendwann stellte ich überraschend fest, dass das Bauteil mit der Bezeichnung OQJ bzw. 0QJ nach dem Einstecken des Netzteils heiß wird und leider habe ich auch nach ausgiebiger Suche noch immer keinen Schimmer, was es ist und was es tun sollte... Und interessanterweise messe ich auf der rechten Seite des Chips auch diverse Spannungen ohne deren Bedeutung zu kennen. Jedenfalls war ich natürlich direkt wieder auf Kurzschlusssuche und siehe da, die Spule in direkter Nähe ist ist relativ stark kurzgeschlossen (0,3 Ohm) würde ich meinen. Ich hab daraufhin einfach Mal ra ndom den besagten Chip und die Kerkos herunter genommen, was nichts gebracht hat. Leider habe ich auch an andere Spulen, die ich gleich mit gemessen habe nicht so tolle Ergebnisse bekommen.

RAM: 2 Ohm
Spule links der CPU: 6 Ohm
CPU links: 7 Ohm
CPU rechts 0,6 Ohm
VGA oben: 9 Ohm
VGA unten: 8 Ohm

Jetzt ist es ja so, dass diese Spulen (im sog. VRM-Teil?) im abgeschalteten Zustand durchaus niedrige Widerstände haben dürfen (korrigiert mich, falls ich falsch liege) soweit ich gelesen habe, aber 0,3 Ohm oder 0,6 Ohm scheinen mir schon arg wenig, oder nicht?

Entschieden einen Kurzschluss zu suchen überlegte ich, was ich tun kann. Spannung auf die Coils zu geben war mir ohne ein feedback dazu zu riskant. Wäre sowas ok, also evtl 1V mit entsprechenden Ampere drauf geben und schauen was warm wird?

Erstmal hab ich mir gedacht, dass wir den Bereich etwas eingrenzen, also was habe ich gemacht? alle Betroffenen Spulen ausgelötet und geschaut in welcher Richtung der Kurzschluss anliegt. Nun ja, wie soll es auch anders sein, Der Kurzschluss lag jeweils immer am hinter dem Ausgang und nicht davor.

Das bringt mich schlussendlich zu der gewagten Theorie, dass die CPU bzw. der entsprechende Chipsatz-Anteil den Kurzschluss verursacht. Oder doch nur der entsprechende Schaltwandler?

Also:

Wie falsch liege ich bis hierhin?
Was habe ich übersehen oder falsch interpretiert oder ausgelassen?
Wie kann ich weiter vorgehen?

Sollte das von Stefan mehrfach angesprochene Equipment, wie bspw. Oszi und Indikatoren hilfreich sein, werde ich mir diese Dinge selbstverständlich zulegen um der Sache auf die Spur zu kommen.

Schonmal vielen Dank und viele Grüße!

Mike



PS: Ich habe leider kein Schematic für dieses MB finden können. Evtl. hat ja noch jemand einen Tipp, wo ich fündig werde.
PPS: Kein sichtbarer Flüssigkeitsschaden erkennbar. Falls jmd was auf dem MB findet, sind das Flux-Reste von mir^^

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Donnerstag, 29. Oktober 2020, 19:27

Zitat

Ich
stecke das Netzteil an und das Laptop gibt ein Mini-Lebenszeichen in
Form eines leisen "klack", welches nicht vom Lüfter kommt.
Das Klacken wird von einer Spule erzeugt, hinter der wohl ein Kurzschluss sitzt.
Der Magnetrostratische Effekt lässt den Ferrit kurz "zucken".


- 5V vorhanden (am IC der USB-Ports per Diodentest überprüft.
Hä, wieso per Diodentest?
Wie misst man denn eine Spannung mit dem Diodentester?
Der Diodentest ist ein aktiver Test, bei dem das Multimeter einen Strom durch die angeschlossene Diode zwingt und dann die dabei über der Diode anfallende Flussspannung misst.
Dieses Messprinzip ist nur dann anwendbar, wenn die Schaltung ohne Spannung ist.


Ich hab eine Weile gebraucht, um ein anständiges Datenblatt mit Pin-Belegung zu finden
Tja, und das hilft leider nur bedingt.
Der Grund: Die mkeisten Pins eines Embedded Controllers sind "GPIOs" (General Purpose Input/Output).
Soll heißen: In einer anderen Schaltung kann die Pinnbelegung weitgehend anders sein.

Der ITE8587 ist ein programmierter EC; für solche Chips gilt das noch umso mehr, als für unprogrammierte Typen.
Alle Pins, die im Schaltbild "GP" enthalten, sind "General Purpose", deren Funktion ist also nicht in Stein gemeißelt, sondern per Firmware konfigurierbar.


VCORE: 3,3V (bedeutet, dass der EC seine Arbeit verrichtet und Strom an den entsprechenden Schaltregler schickt, oder nicht?)
Finde ich in Deinen beiden Bildern gerade nicht.


Irgendwann stellte ich überraschend fest, dass das Bauteil mit der Bezeichnung OQJ bzw. 0QJ nach dem Einstecken des Netzteils heiß wird und leider habe ich auch nach ausgiebiger Suche noch immer keinen Schimmer, was es ist und was es tun sollte...
Sieht aus, wie ein normaler 8-Pin MOSFET. Genau kann ich das in Deinem Bild aber nicht erkennen, hier wäre eine Detailaufnahme wünschenswert.


Jedenfalls war ich natürlich direkt wieder auf Kurzschlusssuche und siehe da, die Spule in direkter Nähe ist ist relativ stark kurzgeschlossen (0,3 Ohm) würde ich meinen.
Das passt wie Popo auf Pott.
Komisch daran ist nur eines: Nach Spannungszufuhr dürfen nur zwei Schaltregler laufen, nämlich die für 3,3V und 5V.
Alle übrigen Schaltwandler werden erst nach Betätigung des Einschalttasters vom EC aktiviert.
Wenn also ein Kurzschluss hinter einem dieser Wandler sitzt, dann dürfte sich ans anfangs gar nicht bemerkbar machen, auch nicht mit einem "Klack" bei Spannungszufuhr.
Zweitens würde der EC ungeachtet eines solchen Kurzschlusses trotzdem ja zumindest die Power-LED leuchten lassen, was bei Dir aber nicht geschieht.

Irgendwie wittere ich hier Verrat - messe doch mal bitte die Spannung zwischen den beiden Eingangs-MOSFETs.
Dort müssen stabile 19V anliegen, genau wie hinter dem zweiten MOSFET.
Und diese beiden Spannungen dürfen nur um ein paar Millivolt voneinander abweichen, sowie ebenfalls nur um ein paar Milicolt von der Spannung vor dem ersten MOSFET.

Poste bitte (mit allen angezeigten Nachkommastellen):
  1. Die Spannung am Eingang, also vor dem ersten MOSFET.
  2. Die Spannung zwischen den beiden MOSFETs.
  3. Die Spannung hinter dem zweiten MOSFET, also auf der Systemrail.


Leider habe ich auch an andere Spulen, die ich gleich mit gemessen habe nicht so tolle Ergebnisse bekommen.

RAM: 2 Ohm
Spule links der CPU: 6 Ohm
CPU links: 7 Ohm
CPU rechts 0,6 Ohm
VGA oben: 9 Ohm
VGA unten: 8 Ohm
Jetzt ist es ja so, dass diese Spulen (im sog. VRM-Teil?) im abgeschalteten Zustand durchaus niedrige Widerstände haben dürfen (korrigiert mich, falls ich falsch liege) soweit ich gelesen habe, aber 0,3 Ohm oder 0,6 Ohm scheinen mir schon arg wenig, oder nicht?
0,3 Ohm sind verdächtig wenig, ja.
0,6 Ohm bei der CPU ---> weiß nicht recht ... ja, es ist schon arg wenig, aber ich will mich hier nicht festlegen.
2 Ohm für RAM kommt mir aber ausgesprochen komisch vor.


Entschieden einen Kurzschluss zu suchen überlegte ich, was ich tun kann. Spannung auf die Coils zu geben war mir ohne ein feedback dazu zu riskant. Wäre sowas ok, also evtl 1V mit entsprechenden Ampere drauf geben und schauen was warm wird?
Nee, lass das lieber erst einmal. Das ist wirklich riskant, da muss einiges beachtet werden.
Davon abgesehen, kannst Du mit nur 1A keinen defekten Prozessor aufspüren, unter 3A geht da gar nichts und auch das ist schon arg wenig und nur mit thermografischen Methoden registrierbar.


Das bringt mich schlussendlich zu der gewagten Theorie, dass die CPU bzw. der entsprechende Chipsatz-Anteil den Kurzschluss verursacht.
Kann sein.
Aber mache zuerst einmal die von mir weiter oben vorgeschlagenen Messungen.
Ich habe nämlich das Gefühl, dass die 19V auf der Systemrail bei Dir gar nicht so stabil sind, wie Dein Multimeter es Dir vorgaukelt.
Und dass in Folge dessen der EC nicht ordnungsgemäß stabil versorgt wird, weswegen er verrückt spielt und nichtmal die Power-LED aufleuchten lässt, wohl aber andere verrückte Dinge tut.
Ein Oszi wäre hier gut, aber zwischen den beiden Eingangs-MOSFETs müsstest Du es auch mit dem Multimeter mitkriegen, wenn da etwas nicht stimmt und von den anderen Werten abweicht.


Sollte das von Stefan mehrfach angesprochene Equipment, wie bspw. Oszi und Indikatoren hilfreich sein, werde ich mir diese Dinge selbstverständlich zulegen um der Sache auf die Spur zu kommen.
Wäre beides ausgesprochen nützlich!
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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3

Donnerstag, 29. Oktober 2020, 22:03

Ok,

mit den 5V hab ich mich ein bisschen unglücklich ausgedrückt und bin da in meinem ganz eigenen "Slang" verfallen... tatsächlich habe ich via Spannungsmessung eine Spule ausgemacht, die halt die gesuchten 5V erzeugt und dann per Widerstandsmessung bis zum IC der USB-Ports weiterverfolgt. Soweit ich das weiß werden die USB-Ports prinzipiell von den 5VALW versorgt. Bedeutet für mich im Umkehrschluss: das ist die Spule für 5VALW

Was das Datenblatt des ICs angeht, bin ich jetzt doch ein bisschen überrascht... aber Danke für diese Erkenntnis was die GPIOs angeht. Heißt natürlich im Umkehrschluss, dass die Werte wie bspw. S5_ON# ohne Bezug zum Motherboard keinerlei Bedeutung haben... ich bin begeistert... ._.

Was die VCORE Spannung angeht war ich bis hierhin fest davon überzeugt, dass der Schaltregler dafür dieser MP2939 ist. Hier nochmal ein Detailbild:

https://s12.directupload.net/images/201029/c8pbgaj4.jpg

Tatsächlich hab ich mich mit diesem Chip noch nicht großartig beschäftigt (ich kann mal wieder kein Datasheet finden... -.-), und ich kann an diesem IC auch keine relevanten Spannungen messen (hab hier und da, wo ich meinte da müsste Spannung anliegen mal ran gehalten), ABER es gibt zumindest via Widerstandsmessung eine Verbindung zwischen diesem IC und den beiden MOSFET-artigen Chips bei den Spulen unterhalb der CPU (wo ausdrücklich kein Kurzschluss vorliegt!). Deswegen hab ich einfach mal angenommen, er stellt sich wegen des fiesen Kurzschlusses etwas tot.
Hier nochmal eine Detailaufnahme des "heißblütigen" und mir völlig unbekannten Chips "OQJ". Ich bitte darum, nicht all zu sehr über meine Lötkunst zu schimpfen. ich hatte in dem Bereich bereits fast alles einmal ausgelötet (außer den EEPROM, der war von Anfang an so schief^^) und es ist noch ein bisschen schmuddelig vom Flussmittel... :):
https://s12.directupload.net/images/201029/f5wok954.jpg

Und ja, dass die LEDs des Laptops einfach nicht leuchten wollen, finde ich auch extrem seltsam. Und der OQJ wird heiß, ich kann es nur nochmal bestätigen. ich verbrenne mir zwar nicht die Finger, aber es ist quasi kurz davor.
Nun zu den Gewünschten Spannungsmessungen:
  1. Die Spannung am Eingang, also vor dem ersten MOSFET. --> 19.57V
  2. Die Spannung zwischen den beiden MOSFETs. --> 19.57V
  3. Die Spannung hinter dem zweiten MOSFET, also auf der Systemrail. 19.57V
Also leider nichts aufregendes dabei... stabile 19,57V, egal wohin man schaut...

Aber schön dass wir was die niedrigen Widerstände angeht, auf einem Nenner sind. Die Spannungsversorgung für den Arbeitsspeicher gefällt mir nämlich auch ganz und gar nicht.

Also was machen wir nun? MB aus dem Fenster werfen? Indikatoren bauen? Oszilloskop besorgen? Ich bilde mir doch nicht nur ein, dass das hier eine "harte Nuss" ist?!

Danke für dein feedback!

Viele Grüße

PS: ich habe noch eine mysteriöse Erkenntnis hinzugewonnen. Es klingelte an der Tür und ich hab vergessen das Netzteil abzuziehen. Also, wenn das Netzteil eine Weile lang an dem Mainboard hängt, sackt die 5V Spannung auf ca 4,6V ab. Sobald das MB wieder abgekühlt ist und das Netzteil wieder anstöpselt, sind wieder die normalen 5V da. Ist das etwas, das man weiterverfolgen sollte oder sogar muss? bzw. kann man durch dieses Verhalten auf irgendwas schließen?

EDV-Dompteur

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Freitag, 30. Oktober 2020, 23:53

Hallo Sephir0th,

vorweg:
Das mit dem Einbinden Deiner Bilder hat nicht koerrekt gekklappt.
Und es war mir auch zu anstrengend, Dein Posting vollständig zu reparieren.
Die Forensoftware ist leider ziemlich buggy, in Bezug auf eingebundene Bilder - und das wohl sogar Browser-abhängig.

Ein paar Bitten:
  1. Richte Dich zum Einbinden von Bildern nach den Erklärungen in diesem Thread: https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=114
    - Das ist der einzige Weg, der wirklich funktionert und nicht von der Mondphase und dem Wetter in Timbuktu abhängig ist.
  2. Skaliere die Bilder, die Du auf meinen Webspace hochlädst (per Attachment an ein Posting unter "Bilder-Uploads"), auf eine sinnvolle Größe herunter.
    Größer als 1MB braucht kein Bild zu sein. Die Hälfte reicht auch schon locker aus. 14MB sind Wahnsinn! Das würde mir ruckzuck wieder den Webspace zumüllen und Backups zur Geduldsprobe machen.
  3. Fotografiere ohne Lupe. Die Erfahrung lehrt, dass die Details dann (paradoxerweise) besser erkennbar werden.
  4. Von Dir selbst fotografierte Bilder brauchst Du nicht in eine Hide-Box zu verfrachten. Da brauchen nur solche Sachen rein, die z. B. wegen "unklarem" Copyright besser nicht auffindbar und nicht öffentlich einsehbar sein sollten.

Die Beschriftung Deines "OQJ" kann ich nicht entziffern. Aber es ist kein MOSFET, wie ich an der Beschaltung erkennen kann. Wobei ich selbst die Beschaltung auf dem grottigen Bild nicht zu 100% erkennen kann.
Ich würde sagen es ist vermutlich ein Operationsverstärker.
- Besseres Bild, bessere Aussage!


Nach Deinen Messungen ist nunmehr klar, dass die Spannungsversorgung bis zur Systemrail vollkommen OK ist.
Demnach müssen nach Spannungszufuhr genau zwei Schaltwandler arbeiten: Der für 3,3V und der für 5V.
Weiterhin muss der Embedded Controller seine per Linearregler erzeugten 3,3V erhalten. In aller Regel liegt genau diese Spannung auch am Einschalttaster an (es gibt exotische, hochgradig seltene Designs, wo es anders ist).

Wenn das gegeben ist, dann muss der Embedded Controller zuallermindest die dammichte Power-LED ansteuern.
Tut er das nicht - und das ist bei Dir ja der Fall - dann stimmt mit dem Burschen etwas nicht. Und wenn dem so ist, dann ist diese Reparatur für Dich eine Schuhnummer zu groß, weil dieser Chip programmiert ist.

Wenn der EC kaputt ist, oder aufgrund fehlerhafter Firmware sonstwie spinnt, dann kann der sonstwas auf dem Mainboard aktivieren/auslösen/blockieren/floaten lassen ...
Dass dieser omninöse "OQJ" heiß wird, und all die anderen Macken, kommt noch erschwerend hinzu.
Ich frage mich, wieviel Sinn es macht, sich da noch tiefer hinein zu knien, wenn Du das MB sowieso nicht selbst reparieren kannst?

Für den EC braucht man ein Programmiergerät UND das pasende Binary (oftmals schwer auftreibbar). Und selbst wenn man beides hat, ist es wahrlich kein Zuckerschlecken. Man kann dann im Anschluss auch gleich noch das EEPROM neu flashen, weil dessen Inhalt zur EC-Firmware passen muss, wie Popo auf Eimer. Auch dafür braucht man das Binary, in dem man dann nicht selten noch herumeditieren muss.

Mir ist klar, Dir geht es vorrangig ums Lernen, nicht um die Reparatur eines Defektgerätes an sich.
Aber erstens ist hier die Schuhnummer wirklich ordentlich groß, zweitens bist Du schlecht ausgestattet (nix Oszi, nix Indikatoren, nix Tapir, nix Programmiergerät, vermutlich auch kein Labornetzteil), drittens wäre es hier sehr sehr hilfreich, den Schaltplan zur Verfügung zu haben. Oder zumindes das BoardView. Aber besser sogar beides.

Lass es mal lieber den Kollegen Sleepygti machen (sofern er Lust darauf hat - ich nicht!) und bitte ihn darum, ein Video von der Reparatur zu erstellen, aus dem Du dann Deine Lehren ziehen kannst.

So ca. 80-90% aller Mainboard-Defekte sind für einen intelligenten Menschen Deines Schlages durchaus reparabel - vorausgesetzt Du stockst Dein Equipment noch etwas auf.
Das hier ist jedoch Hardcore.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -

5

Samstag, 31. Oktober 2020, 11:46

Hallo Stefan,

also erstmal danke für deine Antwort. Du kannst dir sicherlich denken dass ich jetzt auf Grund deine Rates ziemlich deprimiert bin. Aber ich möchte auch einfach noch nicht aufgeben...

Wir wissen ja alle, dass man sich auf bekannten Plattformen fertig Programmierte ICs organisieren kann. Sollte ich was passendes finden was den Geldbeutel nicht all zu sehr schröpft, werde ich das versuchen und den Oszi gleich mitbestellen.

Vorher noch Funfact 1: Ich weiß nicht genau welche meiner Prozeduren es bewirkt hat, aber der sagenumwobene OQJ wird nicht mehr heiß und scheint normal zu arbeiten.

Pin 1 1,8v (oben links)
Pin 2 0,8v
Pin 3 2,7v
Pin 4 Low bzw GND
Pin 5 2,6v
Pin 6 5,1v
Pin 7 & 8 3,3v (sind parallel, oben rechts)

Nochmal der Versuch einer Aufnahme und ich weiß einfach nicht, wie ich es schärfer hinbekommen soll. Wenn jemand ne Idee hat das Flussmittel aus den Ritzen rückstandslos heraus zu bekommen, immer her damit. Kontakt LR in Verbindung mit einer Zahnbürste haben es jedenfalls nicht gebracht.



Und noch einmal der MP2939:

IMG-20201031-WA0000.jpg

Sollte ich den EC unfallfrei drauf bekommen und klar sein, dass ich keinen Fehler gemacht habe, würde ich gerne mit Hilfe des Oszi's/Indikatoren noch ein paar Dinge versuchen. Labornetzteil ist bereits vorhanden, aber auf die Programmiertools habe ich (noch) genauso wenig Lust, wie du, daher lass ich da erstmal die Finger von.

Es handelt sich wohl um ein sog. "Casper C800(?)) Motherboard mit der Aufschrift 08n1-18y3q00 rev 2.1.

Das Ding ist, die werden wohl mit unterschiedlichsten Bestückungen eingesetzt, was CPU und GFX angeht. Aber ich werde Mal versuchen zumindest ein ähnliches Boardview aufzutreiben.

Wie dem auch sei, wenn alles soweit ist, würde ich mich hier gerne nochmal zurückmelden.

EDV-Dompteur

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6

Samstag, 31. Oktober 2020, 20:31

Wir wissen ja alle, dass man sich auf bekannten Plattformen fertig Programmierte ICs organisieren kann.
Ja, aber verspreche Dir nicht zuviel davon.
Das Binary muss nicht nur zur Mainboardzezeichnung passen, sondern auch zur Bestückungsvariante und eventuell der Revisionsnummer.
Weiterhin kann es vorkommen, dass das allein noch nichts nützt, weil der Kram auch zum Inhalt des BIOS-EEPROMs passen muss. Die Binarys vom EC und vom EEPROM können sozusagen mitinander verschränkt sein.
Bezüglich solcher Fiesheiten und dem, was dann zu tun ist, ist unser geschätzter Sleepygti deutlich kompetenter, als meine Wenigkeit.

Die Verkäufer programmierter Chips scheren sich um solche Sachen wenig und weisen auch nicht deutlich auf die möglichen Probleme hin. Sondern die kokeln enfach ein zum Mainboard passendes Binary in den jeweiligen Chip und verhökern das dann - wohl davon ausgehend, dass jemend, der so etwas bestellt, schon weiß, was er tut (stramme Voraussetzung!).
Wenn beim Bestellvorgang kein Sterbenswörtchen von der Bestückungsvariante und der Revisionsnummer fällt, dann ist die Wahrscheinlichkeit, unpassenden "Müll" zu kaufen, mehrfach höher, als die Erfolgswahrscheinlichkeit.

Natürlich kann man im Einzelfall auch Glück haben. Aber es ist schon fies, wenn es dann nicht funzt, denn allein der Austausch eines ECs ist rein handwerklich ein ziemlicher Akt, bei dem man sich nicht fest darauf verlassen kann, dass man höchstselbst keinen Mist gebaut hat.
Ein Klassiker sind schlecht verlötete Einzelpins. Darum "ratschen" selbst die erfahrensten Lötprofis nach dem Lötvorgang noch einmal relativ hart mit einem Holzstäbchen etc. an den vier Pinreihen entlang. Verbiegt sich ein Pin, dann wurde auf diese Weise ein schlecht verlöteter Pin aufgespürt, der dann gerichtet und manuell per Kolben nachgelötet werden muss.
Das passiert auch mir dauernd. Oft sogar bei mehreren Pins.
Und wenn Brücken zwischen Pins entstehen, dann kann es sehr schwierig sein, die zu beseitigen, denn deren Abstand ist so gering, dass dazwischen starke Kapillarkräfte werken, die das Lot einsaugen und halten, wie Entlötlitze.
Bei dichter Bestückung winziger SMDs in unmittelbarer Nähe kommt man dann kaum mit Kolben und Entlötlitze an die jeweiligen Stellen, ohne ungewollt klitzekleine SMDs abzulöten, die man dann mitunter nicht wiederfindet. Der Einsatz einer Entlötpumpe ist ebenfalls kaum möglich, damit richtet man hier oft mehr Schaden als Nutzen an.
Der Schwierigkeitsgrad, einen EC auszutauschen, ist also hoch. Das gilt speziell für die kleineren Ausführungen, mit besonders dichtem Pinabstand.
Und wenn es dann nach dem Austausch nicht funzt, kann man sich kaum aus dem Fenster lehnen und dem Verkäufer des programmierten Chips die Schuld in die Schuhe schieben. Man weiß nach so einem Austausch halt nie so genau, was die Ursache für die Fehlfunktion ist.
Wenn dann noch Unsicherheit hinzu kommt, ob überhaupt das zur Bestückungsvariante und Revisionsnummer passende Binary geflasht wurde, dann steht man richtig doof da und guter Rat ist dann teuer.


Pin 1 1,8v (oben links)
Pin 2 0,8v
Pin 3 2,7v
Pin 4 Low bzw GND
Pin 5 2,6v
Pin 6 5,1v
Pin 7 & 8 3,3v (sind parallel, oben rechts)
Vorausgesetzt, der Chip ist OK, dann kann es bei diesen Werten kein Operationsverstärker sein.
Bei einem intakten OPV (in Verstärkerschaltung) hätten zwei Pins den gleichen Spannungspegel (das hier, mit den Pins 7 und 8, zählt nicht).
Ich weiß nicht, was dieses Bauteil macht.
Kannst Du denn nicht die exakte Bezeichnung ablesen?


Nochmal der Versuch einer Aufnahme und ich weiß einfach nicht, wie ich es schärfer hinbekommen soll.
In der Regel ist "viel Licht" schon die halbe Miete.
Man muss da etwas experimentieren, mit Taschenlampe aus unterschiedlichem Einfallswinkel, bis es gut klappt.
Bei zuwenig Licht reißen Kameras ihre Blende weiter auf, was Unschärfe bewirkt. Weiterhin belichten sie länger, wodurch sich jedes Wackeln der Hand wiederum durch (Bewegungs-) Unschärfe bemerkbar macht.

Digicams haben aber auch immer verschiedene Modi, zur manuellen Einstellung der Belichtung, der Blendenweite und so weiter.
Muttu Dich mal duch die Menüs hangeln und Dich mit Deiner Cam besser vertraut machen.
Versuch macht kluch!


Wenn jemand ne Idee hat das Flussmittel aus den Ritzen rückstandslos heraus zu bekommen, immer her damit.
Praktisch aussichtslos.


Kontakt LR in Verbindung mit einer Zahnbürste haben es jedenfalls nicht gebracht.
Ja.
Ich kenne keine Chemie, die dieses Kunststück vollends befriedigend zustande bringt. Auch keinen Kunstgriff.
Auch mit einem Ultraschallreiniger hatte ich nie ernsthaften Erfolg (wobei meiner eh nix taugt). Egal, wie heiß die eingefüllte Suppe war; egal, was ich an Chemie hinzu gab.

Ich persönlich reinige zuerst grob mit Isopropanol und Wattestäbchen. Anschließend mit tröpfchenweise dosiertem, 9,5%igem Salmiakgeist. Danach noch zwei bis drei Spülungen mit Isopropanol, unter Einsatz von Bürste und Küchenpapier, sowie einer Ballonpumpe, um auch die letzte Flüssigkeit unter Chips mit Druckluft heraus zu pusten.
Salmiakgeist ist ein ziemlicher Bringer. Der kriegt sogar angelaufenes Kupfer wieder blank und löst bei hinlänglich langer Einwirkdauer auch viele Kunststoffe und Harze. Vorsicht beim Einsatz der Bürste! Eine Bürste verursacht feinste Spritzer, die man weder irgendwo auf dem Mainboard haben möchte, noch im Auge!
Darum mit der Bürste nicht einfach "lang" über die zu reinigende Stelle schrubbern, sondern sie nur auf der Stelle "wobbeln" lassen.

Was vielleicht gut tauglich wäre, das wäre eine echte Ultraschall-Zahnbürste.
Die meisten elektrischen Zahnbürsten lügen und arbeiten nur mit Frequenzen im hörbaren Bereich - nix "ultra", sondern schlicht Schall. Das reicht aber nicht.
Eine echte Ultraschall-Zahnbürste hat einen Piezo direkt im Kopf integriert. Diese Dinger erzeugen (Info stammt aus YouTube-Videos) tatsächlich Kavitationsbläschen, was die Reinigungswirkung an der zu behandelnden Stelle ordentlich ankurbeln dürfte - so jedenfalls die Theorie. Ausprobiert habe ich es noch nicht.


Das Ding ist, die werden wohl mit unterschiedlichsten Bestückungen eingesetzt, was CPU und GFX angeht.
Eben.
Und darum müssen die Binarys für EC und EEPROM zur real vorliegenden Bestückungsvariante und der Revisionsnummer passen. Andernfalls würde der EC versuchen, Dinge zu aktivieren, die gar nicht da sind und statt dessen sonstwas an Funktionen lostreten.

Und wegen Oszi:
Man kriegt zwar schon für weit unter 100,- Euronen (sogar für unter 50,- EUR) irgendwelche lustigen Speicher-Oszis vom eBay-Chinesen, aber wenn Du ein anständiges Gerät haben willst, dann plane mal so 400,- Tacken ein und schaue Dir das Rigol DS1054Z an.
Es muss zwar nicht unbedingt so ein ausgereiftes Gerät sein - jedes Oszi ist besser, als gar kein Oszi - aber damit hättest Du quasi für alle Ewigkeit ausgesorgt und müsstest Dich nie mit mangelnder Funktionalität, oder besch***ener Bedienung herumärgern.
(Mehr geht immer - es gibt auch Oszis für 20.000,- Euronen. Aber für 400,- Tacken kriegt man wirklich rundum satt ausreichende Geräte mit ganz viel Reserve nach oben.)
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7

Samstag, 31. Oktober 2020, 22:48

Was den EC angeht, da wirst du lachen, aber auf genau diesen Fall bin ich diesmal eben doch vorbereitet und bin bereits mit einem Verkäufer sehr detailliert im Gespräch. Dieser hat mir sogar geraten vorher erstmal zu versuchen das BIOS neu einzuflashen und erst dann mit einer Kopie des BIOS-Dumps auf Ihn zurück zu kommen. Wenn das mal kein Service ist, dann weiß ich es auch nicht. Was das letztendlich einlöten angeht sage ich einfach mal, dass ich mir das zutraue und falls ich scheitern sollte, werde ich das auch akzeptieren.
Kannst Du denn nicht die exakte Bezeichnung ablesen?
Ich schwöre dir bei dem ********* hier auf unserer Welt, es steht auf dem blöden Ding nichts weiter, als "OQJ". Ich mache jetzt einfach mal eine Zeichnung ( :D ) (Gestrichelte Linien sind die Pads):

OQJ.jpg


Besten Dank nochmal für die Infos!

Viele Grüße


Edit von EDV-Dompteur: in diesem Forum unzulässige Textpassage zensiert.

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8

Samstag, 31. Oktober 2020, 23:39

Vorweg:
Was Deinen Schwur betrifft, bei dem ich zensierend eingriff: unterlasse so etwas künftig.
Dieses Forum ist ganz ausdrücklich 100% religionsfreie Zone! Forenregeln etwa nicht gelesen?


Dieser hat mir sogar geraten vorher erstmal zu versuchen das BIOS neu einzuflashen und erst dann mit einer Kopie des BIOS-Dumps auf Ihn zurück zu kommen. Wenn das mal kein Service ist,
In der Tat!
Wer war das?
Der verdient es, verlinkt zu werden.


nichts weiter, als "OQJ".
Hm, komisch, aus Deinen Fotos hätte ich sonstwas heraus orakelt, aber nicht das.
Wenn Du Dich bei den Pinnummern und den gemessenen Spannungen nicht vertan hast, dann passt das Kürzel zu nichts in dieser Tabelle:
http://www.s-manuals.com/smd

Ein Schaltplan, oder BoardView, wäre ja jetzt echt hilfreich!
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9

Sonntag, 1. November 2020, 00:00

Erstmal ein dickes Sorry für den Verstoß gegen die Forenregeln. Die Redewendung sollte lediglich der Untermauerung dienen und war mir einfach so "raus gerutscht".
Hm, komisch, aus Deinen Fotos hätte ich sonstwas heraus orakelt, aber nicht das.
Wenn Du Dich bei den Pinnummern und den gemessenen Spannungen nicht vertan hast, dann passt das Kürzel zu nichts in dieser Tabelle:
http://www.s-manuals.com/smd

Ein Schaltplan, oder BoardView, wäre ja jetzt echt hilfreich!
Normalerweise zählt man ja von der Markierung aus gegen den Uhrzeigersinn, aber um ehrlich zu sein bin ich mir nicht mehr sicher ,(beim zweiten mal hinschauen bin ich mir sicher), ob ich beim notieren das Schema korrekt eingehalten habe. Ich hab auch bereits alle Tabellen dieses Universums durch... und halt auch nichts gefunden, ABER ich hab eine Seite mit hochauflösenden Fotos gefunden. Spannenderweise heißt das Bauteil hier "OQD". Vllt kannst du ja was damit anfangen.



Und der Verkäufer vom "elektronischen Strand" nennt sich "pitstopcomputers" mit Sitz in Rumänien. Ein sehr netter Typ und ist anscheinend auch Samstag abends für seine Kunden da...^^

Schematics/Boardview sind in Arbeit...

Edit: Habe gerade in einem polnischen Forum gelesen, dass für dieses Pegatron D15S Motherboard wohl keine Schematics existieren, also wird die Suche wohl eher hoffnungslos sein...

10

Freitag, 6. November 2020, 20:32

Mein erste Gedanke hier, dass der Prozessor einen Weg hat, euch könnt nach diese Video daran noch ein wenig rumkauen. Es ist zwar ein D17S, aber es ist der selbe Platform wie der D15S, Anschlüsse sind anderswo... Schaltplan gibt es wirklich keine. Das Board funktioniert.

https://youtu.be/j-Ou3oFf0AI

11

Montag, 23. November 2020, 12:10

Moin zusammen,

Wie sich herausstellen sollte, liegt Sleepygti zumindest insofern richtig, dass der Chipsatzabteil des Prozessor-BGAs wohl hinüber ist. Was ich übersehen hatte war, dass die 0,6 Ohm bei der Spule rechts des BGAs bei nochmaligen Nachmessen in Wirklichkeit 0,1 Ohm waren, also glatter Kurzschluss. Nach Einsteckem des Netzteils wird dieser Bereich des BGAs auch ziemlich warm. Hatte diesbezüglich noch ein bisschen Kontakt zu anderen Technikern in einem internationalen Discord-Channel und dort wurde mir der Tod des Chipsatzes nochmal "bescheinigt". Also insofern erstmal "Ende im Gelände".

Bis dahin erstmal danke für die Unterstützung!

EDV-Dompteur

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12

Dienstag, 24. November 2020, 12:27

Was ich übersehen hatte war, dass die 0,6 Ohm bei der Spule rechts des BGAs bei nochmaligen Nachmessen in Wirklichkeit 0,1 Ohm waren
OK, damit ist der Fall nun wirklich klar!
Schon die 0,6 Ohm fand ich grenzwertig wenig, wollte mich aber lieber nicht festlegen. Doch bei 0,1 Ohm gibt es gar keinen Zweifel mehr.
Wenn Du Dir zudem sicher bist, dass die Erwärmung wirklich vom BGA-Chip verursacht wird und nicht etwa bloß von einem Kerko, der den Chip mit erwärmt, dann kanste den Chip knicken.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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