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Dienstag, 18. Mai 2021, 15:09

Toshiba Satellite C855 startet nicht

Guten Tag,
ich habe das Netzteilkabel meines Toshiba Satellite C855 repariert, aber leider beim Anschluss der Kabel die Pole vertauscht, was dazu führte, dass nach dem Einstecken des reparierten Kabels in die Buchse des Laptops der Laptop ausging. Danach konnte ich ihn allerdings wieder bis zur Betriebssystemebene starten, aber er ging dann nach wenigen Minuten wieder aus und lässt sich seitdem weder starten noch laden, auch die LEDs leuchten nicht. Die Tatsache, dass nach dem Auftreten der Verpolung der Laptop noch einmal gestartet werden konnte, zeigt doch, dass das beschädigte Bauteil durch die Verpolung noch nicht komplett zerstört und erst dann nach dem Neustart vollends zerstört wurde. Liege ich da richtig? Äußerlich sind auf dem Mainboard keine Schäden zu erkennen und es roch beim Auftreten des Fehlers auch nicht verbrannt.


Ich habe mir den folgenden Kurs zur Fehlerfindung bei Laptops durchgelesen:

https://www.edv-dompteur.de/forum/index.…ad&threadID=302

Beim Testen habe ich dann herausgefunden, dass zwischen dem Plus-Pin der Laptopbuchse und der Masse des Laptops Durchgang besteht, was darauf hindeutet, dass ein Kondensator defekt ist. Wie kann ich nun herausfinden, welcher Kondensator auf dem Mainboard dem Kondensator C1 auf dem Schaltplan entspricht? Vielen Dank.


Edit von EDV-Domteur, 21. Mai '21:
Den angehängten Schaltplan, der gar nicht zu diesem Mainboard passt, gelöscht (siehe spätere Postings in diesem Thread).
»ameisenbär« hat folgende Dateien angehängt:
  • DSCI0087.JPG (290,04 kB - 150 mal heruntergeladen - zuletzt: Heute, 14:13)
  • DSCI0088.JPG (254,67 kB - 142 mal heruntergeladen - zuletzt: Heute, 14:03)
  • DSCI0089.JPG (187,62 kB - 144 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 15:36)

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2

Dienstag, 18. Mai 2021, 18:31

Ach ja, und wieder einmal, wie schon so oft, muss ich beklagen, dass der Anmeldedialog nicht sorgsam durchgelesen wurde ...
Trotzdem heiße ich Dich willkommen, allerdings werde ich gleich Deinen Usernamen ändern, so dass er mit einem Großbuchstaben beginnt (wie es der Anmeldedialog ja verlangt ...).

OK, also dass die Kiste zunächst noch lief wird damit zusammenhängen, dass da noch ein Akku dran hing.
Der Schaden sitzt also im Eingangsbereich, vor den beiden Eingangs-MOSFETs.
Und da misst Du nun ja auch einen Kurzschluss.

Eigentlich erstaunlich, dass es einen Kerko gekillt haben soll, aber wenn Dein Kurzschluss wirklich ein voller Kurzschluss ist (allerhöchstens so ca. fünf Ohm) und nicht nur eine Niederohmigkeit (z. B. 20 Ohm, oder mehr), dann ist ein defekter Kerko tatsächlich die wahrscheinlichste Ursache.
- Es sei denn, der Kurzschluss sitzt in Wahrheit in Deinem "reparierten" Stecker und Du hattest bei der Messung diesen Stecker in die Buchse eingesteckt ...

Laut Schaltplan - den ich aus Copyrightgründen in eine Hidebox verfrachtet habe - kommen nur C7601 und C7602 in Betracht.
Wobei letzterer hinter der Fuse sitzt und somit weniger wahrscheinlich der Übeltäter ist.
Sollte dieser Kerko niederohmig defekt sein, dann würde wahrscheinlich (wenn auch nicht sicher) die Fuse ebenfalls defekt sein (hochohmig, natürlich).


Wie kann ich nun herausfinden, welcher Kondensator auf dem Mainboard dem Kondensator C1 auf dem Schaltplan entspricht?
C1?
Wo hast Du denn einen C1?

IMHO ist C7601 der momentan heißeste Kandidat.
Und der wird in unmittelbarer Nähe der Buchse sitzen. Auf welcher Platinenseite auch immer, Du müsstest das Mainboard mal ausbauen (so steht es ja auch im Schnellkurs).


Wenn Du gar nicht klar kommst, dann löte einfach mal die Fuse6000 aus.
Wenn die draußen ist und der Kurzschluss noch immer an der Buchse messbar ist, dann haben wir 100%ige Sicherheit, dass der Schaden im Schaltplan links von der Fuse angesiedelt ist.
Und da sind dann eben nur der C7601, die Buchse und halt der Stecker Deines Netzteils, der aber gar nicht eingesteckt sein soll, wenn wir einen Kurzschluss suchen.

Es würde mich gar nciht wundern, wenn Du tatsächlich den Stecker noch in der Buchse hattest, bei Deinen Messungen und der Fehler in Wahrheit im Stecker sitzt.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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3

Dienstag, 18. Mai 2021, 22:00

Um den Bereich auch ohne Löten wenigstens schonmal auf PVADPTR einzugrenzen wäre auch eine einfach Widerstandsmessung gegen Masse an R6000 hilfreich. Wenn hier alles schön hochohmig ist, sollte sich der Defekt klar im Eingangsbereich noch vor den beiden DCIN-Mosfets befinden. Möglicherweise auch im Kabel, wie schon erwähnt.

4

Dienstag, 18. Mai 2021, 22:51

Danke für die Antworten. Ich hatte bei der Messung den Stecker nicht in der Buchse. Eben habe ich noch mal den Widerstand
zwischen dem Pluspol der Buchse und der Mainboard-Masse gemessen und kam auf ca. 138 kOhm. Der Kondensator C1 ist auf dem Schaltplan von "5. Aktion: Kurzschlusstest" direkt am Spannungseingang zu sehen und wird dort als üblicher Verdächtiger genannt.

Wie kann ich auf dem Mainboard Sicherung FUSE6000 und Kondensator C7601 ausfindig machen? Ich habe auf den beigefügten Fotos zwei Sicherungen rot eingekreist, die mit "Q" und "Y" bezeichnet sind. Ich würde sagen, dass "Q" die richtige Sicherung ist.
»Ameisenbär« hat folgende Dateien angehängt:
  • DSCI0088.JPG (255,12 kB - 156 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 15:40)
  • DSCI0093.JPG (1,77 MB - 140 mal heruntergeladen - zuletzt: 30. Juli 2021, 12:36)

EDV-Dompteur

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5

Dienstag, 18. Mai 2021, 22:58

Diese Messung am Shunt gehört zwar im Grunde zu jeder Fehlersuche dazu, doch hier ist sie ausnahmsweise überflüssig, weswegen ich diesen Schritt ausließ.
Die Messung ist hier deswegen überflüssig, weil bereits klar ist, dass an R6000 alles OK ist.
Und warum ist das klar?
- Weil die Kiste nach dem Schadenereignis noch auf Akku lief (halt bis der Akku leer war).

Der Schaden sitzt also eindeutig "links" von den Eingangs-MOSFETs.
Die offene Frage ist aber, ob der Schaden von der Fuse aus gesehen, links oder rechts sitzt.
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

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6

Dienstag, 18. Mai 2021, 23:49

- Weil die Kiste nach dem Schadenereignis noch auf Akku lief (halt bis der Akku leer war).


Okay, das schließt du aus "Der Laptop ließ sich danach noch einmal einschalten und ging nach einigen Minuten wieder aus?"

Mir war das nämlich nicht so klar, deswegen habe ich gedacht es schadet nicht, da einmal nachzuhaken.

@Ameisenbär: Ich glaube, du bist schon viel zu weit weg vom Connector. Die Sicherung müsste in direkter Nähe sitzen und sieht wahrscheinlich auch nicht so aus wie die von dir eingekreisten Exemplare.
Mach Mal gute scharfe Fotos von BEIDEN Seiten des MBs der direkten Umgebung des Connectors wo das Netzteil eingesteckt wird.

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Mittwoch, 19. Mai 2021, 00:04

Ich muss mich nochmal korrigieren. Bei "Q" geht es schon in die richtige Richtung. Ich hatte offenbar "Orientierungsprobleme".

Aber ganz ehrlich, ein besseres und schärferes Bild von der Region würde mir wirklich gefallen... :)

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Mittwoch, 19. Mai 2021, 15:24

Ich hoffe, dass diese Fotos aussagekräftiger sind.
»Ameisenbär« hat folgende Dateien angehängt:

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Mittwoch, 19. Mai 2021, 20:59

Also...

ich habe ein Problem. So wie ich das sehe, passen weder der Schaltplan, noch das BoardView (welches ich kurzer Hand zu Rate gezogen habe) zum Layout deines Motherboards. Bitte hol mal das MB komplett aus dem Laptop heraus damit die BOARD-NUMMER ( DK10FG-6050A2491301-MB-A02 ) verifiziert werden kann oder sich letztendlich heraus stellt, dass ein anderes MB verbaut ist.

Mit etwas Pech ist ein Pegatron-MB verbaut für welches es so gut wie unmöglich ist Schaltpläne oder BoardViews zu finden... d.h. wir müssten uns dann alleine auf dein Können mit dem Multimeter verlassen.

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Mittwoch, 19. Mai 2021, 21:52

Kann man die Boardnummer den Fotos entnehmen?
»Ameisenbär« hat folgende Dateien angehängt:

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Mittwoch, 19. Mai 2021, 21:57

Alles Fehlanzeige bis jetzt, aber das zweite Bild. Schau mal unter dem Aufkleber nach, der mit "7C...." beginnt. Die Board-Nummer dürfte direkt auf dem PCB aufgdruckt sein (kein Aufkleber!). Und wenn du dort nicht fündig wirst schau auch unter den anderen Aufklebern auf dem MB nach...^^

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Donnerstag, 20. Mai 2021, 21:34

Den Aufkleber habe ich jetzt entfernt.
»Ameisenbär« hat folgende Datei angehängt:

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Donnerstag, 20. Mai 2021, 21:58

Wie ich es mir dachte. Wir tüddeln hier mit dem falschen Schaltplan an dem Board herum. Das kann natürlich nichts werden sondern vergrößert nur die Verwirrung. :)

In Wahrheit haben wir hier ein PLF/PLR/CSF/CSR DSC MB REV:2.1 vorliegen und das ist übrigens genau der Umstand warum ich so gut wie immer nach der Board-Nummer frage! Es gibt nämlich tatsächlich Modelle in denen verschiedene MBs eingebaut werden.

Wir haben aber Glück und ich konnte etwas auftreiben:

Versteckter Text Versteckter Text

Dieser Text wurde vom Autor versteckt.


Wie im nachsten Bild zu sehen ist (oder auch nicht, da ich um Speicherplatz zu sparen alles etwas verkleinert habe) handelt es sich bei "Q" tatsächlich um F6002. Das wäre dann wohl alternativ die Sicherung, die du auslöten könntest um den Bereich des Kurzschlusses einzugrenzen.



Viele Grüße

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Donnerstag, 20. Mai 2021, 22:51

Vielen Dank :-) Ist eine Weller WTCP-S Lötstation für diese Arbeit geeignet und ist das Risiko groß, beim Löten umliegende Komponenten wie den MOSFET zu beschädigen? Ich muss also nur die auf dem Foto rot markierten Stellen ein wenig erhitzen, damit die Sicherung sich löst?
»Ameisenbär« hat folgende Datei angehängt:
  • q.jpg (423,86 kB - 118 mal heruntergeladen - zuletzt: 29. Juli 2021, 20:37)

15

Donnerstag, 20. Mai 2021, 23:30

Das kann ich zumindest nicht empfehlen. Es mag ja sein, dass man kleinere SMDs wie Kerkos oder Widerstände mit einer entsprechend großen Auflagefläche auch mit einem Lötkolben heraus bekommt aber hier sprechen wir ja doch von einem deutlich größere Bauteil.Es mag Techniken geben, aber ich würde hier ausschließlich mit Heißluft arbeiten.

Außerdem stört mich noch folgendes:

zwischen dem Pluspol der Buchse und der Mainboard-Masse gemessen und kam auf ca. 138 kOhm. Der Kondensator C1 ist auf dem Schaltplan von "5. Aktion: Kurzschlusstest" direkt am Spannungseingang zu sehen und wird dort als üblicher Verdächtiger genannt.


Was ist denn nun Phase im Bereich des Connectors? Kurzschluss (also weniger als 1 Ohm) oder 138 KOhm? Diese verschiedenen Messungen stören mich wirklich sehr, wurde doch jeweils die gleiche Rail geprüft...
Bevor das nicht klar ist werden wir nicht an irgendwelchen Komponenten herum löten oder gar auslöten.

Das heißt ab sofort "arbeiten" wir ausschließlich mit den Bauteil- und Railbezeichnungen aus dem aktuellen Boardview und/oder du machst Bilder auf denen du exakt aufzeigt wo du wie und was gemessen hast und zwar im Detail. Ich will immer wissen welche Messspitze wo war und den EXAKTEN Messwert in Ohm/V lesen.

Ansonsten doktorn wir noch nächstes Jahr an dem MB herum.

Viele Grüße

@EDV-Dompteur: Ich würde vorschlagen, den "falschen" Schaltplan aus dem Startposting zu entfernen wenn nichts dagegen spricht.

EDV-Dompteur

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16

Freitag, 21. Mai 2021, 12:28

Es gibt Lötspitzen, deren Form grob an eine Art Messerklinge erinnert.
Vielfach wird irrtümlich geglaubt, diese Spitzenform wäre zum Schmelzen von Kunststoff da, oder zum Brandmalen auf Holz. Aber tatsächlich taugt diese Form ganz wunderbar um mehrere SMD-Anschlüsse auf einen Schlag zu erhitzen.

Wenn die Heizleistung des Lötkolbens ungenügend ist, dann hilft das vorherige/gleichzeitige Erhitzen der Lötstellen mit dem Haartrockner (maximale Heizstufe).
Besser ist natürlich ein Heißlüftgebläse aus dem Baumarkt (NICHT in maximaler Heizstufe!!!), oder halt (natürlich) ein richtig für SMD-Arbeiten vorgesehens Heifluft-Lötgerät. Aber wenn man das nicht hat, dann tut es eben auch der Lötkolben, in Verbindung mit der "Messerspitze" und einem Haarföhn.


P.S.: Den Schaltplan aus dem Startpostign habe ich gelöscht.
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