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EDV-Dompteur

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Montag, 30. August 2021, 16:03

Was war mit dem EDV-Dompteur los?

Wie Ihr ja mitbekommen habt, war ich längere Zeit nicht zu erreichen und es lag nicht nur für Euch im Nebel, was mit mir los war, sondern weitgehend auch für mich selbst .

"Irgendwelche Gesundheitsprobleme", ja.

Ich schulde Euch (überfällig!) eine Erklärung und muss dazu etwas ausholen:
Im Grunde reicht meine Krankheitsgeschichte weit zurück. Ich habe seit über 30 Jahren "CFS" / chronisches Erschöpfungssyndrom / chronisches Müdigkeitssyndrom - das Krankheitsbild hat mehrere Namen und eine klare Abgrenzung ist auch für die Fachwelt nicht möglich.
Weil es irgendwann in meinem Leben klar wurde, dass ich einen normalen Job einfach nicht durchstehen kann, arrangierte ich mich damit, indem ich mich im Jahr 2004 selbstständig machte.
Da ich meine Tätigkeit so gestaltete, dass ich die freie Zeiteinteilung habe, konnte ich mich eigentlich sogar recht gut damit arrangieren.
Im Normalfall betrug mein nächtlicher Schlafbedarf etwa 12 Stunden, wobei es temporär auch Phasen mit 16 Stunden und sogar mehr gab. Aber ich lebte und konnte arbeiten. Wenn mich die Müdigkeit, oder Schwäche, übermannte, dann konnte ich jederzeit einfach ein beliebig langes Nickerchen einlegen und dann weiter machen. In einem normalen Job wäre das natürlich nicht möglich gewesen.
Gewöhnliche Freizeitaktivitäten, wie mal auszugehen, waren für mich zwar praktisch nie drin, aber ansonsten ging es.
Dass ich auch tagsüber unter fast permanenter Müdigkeit litt, war reichlich lästig, aber wenn man sich seine Zeit völlig frei einteilen kann und ein "rettendes" Bett stets in der Nähe ist, dann kommt man damit klar.

Natürlich habe ich im Laufe der vielen Jahre Odysseen von Arzt zu Arzt hinter mir, nebst allerlei Selbstversuche, doch nichts half.
Soweit bekannt, ist für dieses Syndrom weder die Ursache klar auszumachen, noch gibt es eine bekannte Behandlungsmöglichkeit.
Die diversen Mittel der Ärzte hatten bei mir allenfalls Nebenwirkungen, aber keine nennenswert lindernden Wirkungen - von vereinzelten, kurzen Strohfeuereffekten mal abgesehen, die sich später nie wieder reproduzieren ließen.

Letzen Sommer erwischte es mich besonders schlimm. Ich überlastete mich mit meinem Vorteximedes-Projekt und erlitt (zum zweiten Mal im Leben) einen Burn-out!
Was eine Kombination aus CFS plus Burn-out bedeutet, kann kaum angemessen beschrieben werden! Ich konnte nicht mehr Fahrrad fahren, weil Null Kraft in den Beinen war und zudem meine Reaktionsgeschwindigkeit erheblich hinter dem Geschehen her hinkte. Völliger Nebel im Kopf! Mich überhaupt bloß stehend, oder gehend, auf den Beinen zu halten, forderte wirklich all meine Energie. Ständig einem Ohnmachtsanfall nah. Sogar das simple Überqueren einer Straße mutierte für mich zu einem lebensbedrohlichem Risiko, zumal ja meine Reaktion völlig gedämpft war. Alles war wie im Nebel.
Zum Einkaufen schob ich mein Fahrrad, statt es fahren zu können, wobei ich es erstens wie eine Art Gehhilfe benutze und um auf dem Rückweg die Einkaufstüten nicht tragen zu müssen, denn dazu wäre ich viel zu "weich" in den Beinen gewesen.

Doch während mein erster Burn-out (vor 10 Jahren) noch jahrelange Folgen hatte, fand ich bei diesem zweiten Mal (also im Sommer 2020), nach ein paar wirklich sehr üblen Wochen, auf eigene Faust eine Lösung! Und zwar sowohl für den Burn-out, als auch das CFS!
Natürlich hatte ich in all den vorherigen Jahren gegen CFS schon alles mögliche ausprobiert und irre viel recherchiert. Doch nichts half.
Im September 2020 war ich in meiner Verzweiflung bereit, auf eigene Faust einen besonders riskant anmutenden Versuch zu starten: Ich konsumierte Fliegenpilz! Täglich!
(Wie ich darauf kam, das überhaupt auszuprobieren, wäre ein Kapitel für sich!)
- Jaaa, ich weiß, was Ihr denkt! Der Fliegenpilz ist doch soooo giftig!!!
Aber das ist nicht die ganze Wahrheit, denn korrekt behandelt (erst gründlich getrocknet, dann längere Zeit gekocht), "decarboxyliert" der hauptsächliche Giftstoff (die Ibotensäure). Dabei wandelt sich das Gift in das medizinisch wirksame Muscimol um.
Muscimol bewirkt eine ganze Menge, u.a. eine Anreicherung von Serotonin im synaptischen Spalt etc. etc.
Und dieses Muscimol (eventuell unterstützt durch Muscarin und andere Substanzen aus dem Pilz) bewirkten bei mir von einen Tag auf den nächsten eine Reduzierung meines Schlafbedarfs auf unter acht Stunden! Selbst die ständige Tagesmüdigkeit war wie weg geblasen! Auch meine Beine bekamen wieder Kraft und ich konnte wieder ganz normal gehen , auch wieder radfahren und kam leicht aus der Hocke wieder hoch (Ihr glaubt ja nicht, was Schuhe binden für ein schwieriger Task sein kann!). Ich fühlte mich wie neu geboren!
Dabei empfand ich die Wirkung niemals als künstlich anregend, oder gar aufputschend, sondern schlicht als "normalisierend".
Ich bekam, erstmals seit ewigen Jahren, den normalen Energiepegel eines gesunden Mannes meines Alters.

Später, aber noch im Herbst letzten Jahres, kombinierte ich den Fliegenpilz dann noch mit weiteren, ebenfalls selbst gesammelten Heilpilzen, wie Birkenporling, Zunderschwamm, Schmetterlings-Tramete, Rotrandiger Baumschwamm. Und allmählich besserten sich auch diejenigen (milderen) Begleitsymptome meiner Krankheit, die der Fliegenpilz allein nicht beseitigt hatte. Der letzte Herbst, bis in den Winter hinein, wurde so zur Hochphase meiner letzten 30 Jahre!

Weil es mir ja so großartig ging, wie praktisch nie zuvor, lud ich mir übermütig ganz unklug viel Arbeit auf, was im Nachhinein betrachtet ein Fehler war. Doch ich wollte ja immer helfen und konnte nie "Nein" sagen, wenn mich jemand um Hilfe bat.
Auch im Forum half ich immer ganz ausgiebig, selbst wenn ich eigentlich schon völlig kaputt war. Aber es war ja jetzt kein CFS-bedingtes Kaputt-sein mehr, sondern schlicht mein hohes Arbeitspensum, das an mir zehrte.

Die Pilzkur bewirkte zwar wahre Wunder, aber es zeichnete sich ab, dass meine Vorräte nicht das ganze Jahr halten würden, bis zum nächsten (also diesem) Herbst. So begann ich, mit Einnahmepausen und reduzierten Mengen zu experimentieren, was aber die Symptome Stück für Stück zurück kommen ließ. Nicht alle auf einen Schlag und in voller Härte, aber mit "zu wenig Pilz", oder "zu selten Pilz" schaffte ich mein mir selbst aufgehalstes Pensum nicht mehr und geriet in wachsenden Verzug.

Was die Pilze allerdings tatsächlich dauerhaft beseitigt haben, ist mein absurd hoher Schlafbedarf! Seit letztem Herbst hat es wohl keine einzige Nacht mehr gegeben, in der ich mehr als acht, oder vielleicht ausnahmsweise mal neun Stunden schlief. Das hatte ich seit 30 über Jahren nicht mehr erlebt!
Zudem schlief ich nicht mehr in Bus und Bahn, oder auf dem Frisörstuhl ein, was sonst absolut normal für mich war.
Also zumindest dieser absurd hohe Schlafbedarf ist aus der Welt; selbst wenn ich mal wochenlang gar keinen Fliegenpilz einnehme. Das schlimmste Symptom der CFS betrachte ich - nach über 30 Jahren - somit als geheilt!

Nun hat mein Krankheitsbild aber ein ziemliches Spektrum an Symptomen.
Einige konnte ich mit den anderen Heilpilzen, plus gelegentlicher Einnahme kleiner Rationen Fliegenpilz (die Vorräte schwanden bedrohlich!) recht gut in Schach halten, hinkte arbeitsmäßig aber doch zunehmend hinterher. Meine Ausführungsdauer wuchs und wuchs und ich verzettelte mich mehr und mehr. Ich wollte mehr, als ich bewältigen konnte.
Weil es mir aber insgesamt besser ging und mein Schlafbedarf nicht wieder ausuferte, bemerkte ich die zunehmenden Warnsignale meines Körpers irgendwie nicht und schob meine Erschöpfung auf die ja tatsächlich gegebene Arbeitsüberlastung.

Im Frühling mehrten sich die Warnsignale. die ich weiterhin ignorierte. Und Anfang dieses Sommers erlebte ich dann plötzlich einen neuen Schub meiner Symptome.
Sie fielen dieses Mal teils völlig anders aus, als ich es aus den letzten 30 Jahren gewohnt war, weswegen ich keine Klarheit darüber gewann, was mit mir los war.
Mein noch verbliebener Vorrat an Fliegenpilz war inzwischen derart zusammen geschrumpft, dass ich es nicht riskieren wollte, einfach testweise mal wieder adäquate Mengen einzunehmen, die den spärlichen Rest sofort komplett verheizt hätten, zumal ich keine Veranlassung dafür sah. Mein Schlafbedarf war ja völlig in normalem Bereich und meine Beine hatten Kraft, statt sich schlapp und "weich" anzufühlen.
Eigentlich fühlte ich mich gesund ...
Aber da war so ein "Kopfnebel" ...
- Kopfnebel kenne von früher durchaus. Der äußerte sich bei mir immer so, dass bestimmte Tätigkeiten nicht mehr gingen, andere hingegen schon. So kam es, dass ich im Forum all die Jahre hindurch stets präzise Ratschläge erteilen und mich sinnvoll artikulieren konnte, obwohl ich ansonsten in Wahrheit oft regelrecht "auf dem Zahnfleisch kroch" und nicht mehr viel auf die Reihe bekam.
Rat, zu technischen Problemen, konnte ich stets selbst im Halbschlaf und mit Kopfschmerzen noch erteilen, es ist halt meine Kernkompetenz. Aber andere Tätigkeiten kamen mir oft wie Schwerstarbeit vor.

Nun ja, jedenfalls erlitt ich Anfang des Sommer den erwähnten Symptomschub, der aber erstens nicht recht ins gewohnte Bild passte und der zudem von Symptomen ganz anderer Art begleitet wurde. Z. B. hatte ich wochenlang leichte Leberschmerzen.
Anfangs nahm ich die nicht ernst, weil ich mir in dem Bereich mal eine innere Verletzung zugezogen hatte, die sich halt manchmal bemerkbar macht. Aber nun hatte ich wochenlange Beschwerden und mit der Zeit wuchsen meine Zweifel, ob ich womöglich beim Pilzesammeln mal einen unguten Pilz erwischt hatte? Oder mir einen Fuchsbandwurm eingefangen? Ich esse ja viel Löwenzahn, direkt von der Wiese in den Mund ...
Weil ich mittlerweile schon so überfällig mit mehreren Kundenaufträgen war und nur zäh vorn kam, riss ich mich maximal zusammen und ging wieder an und über die Grenzen meines Körpers.
Dann kam schließlich der Zeitpunkt, wo sich wieder die mir schon zweifach bekannten Symptome eines sich anbahnenden Burn-outs zeigten!
Eines davon: Heftiger Kopfnebel!
Ende 'Juni, bei einem kurzen Kontrollverlust, mit schwindendem Bewusstsein, erlitt ich eine Verletzung mit Sehnenriss.
- An der Stelle zog ich aber die Notbremse!
Ich schaute nicht mehr ins Forum, holte keine E-Mails mehr ab, öffnete keine Post mehr, war auch telefonisch fast nie zu erreichen, sondern widmete mich nur noch meiner Gesundwerdung, in der Hoffnung, es würde nicht lange dauern, bis alles wieder gut ist. Doch die Tage und Wochen zogen dahin, mir ging jedes Zeitgefühl abhanden.
Ich ging viel raus, um Sauerstoff und ganz viel Sonnenlicht zu tanken (wegen Vitamin D). Doch der Kopfnebel war jedes Mal sofort zurück, wenn ich wieder zurück war.
Ab und zu gab es mal bessere Tage, wo ich die Sache schon für weitgehend ausgestanden hielt. Doch die an allen Fronten übermäßig angestaute Arbeit zog mich dann jedes Mal ganz rasch wieder herunter, wenn ich auch nur anfing, sie in Angriff zu nehmen. Mittags noch fit und scheinbar OK, doch kaum mit einer Sache angefangen, gleich wieder regelrecht am Boden. Ein regelrechtes Wechselbad.
Es kam vor, dass ich an der Beantwortung einer einzelnen E-Mail zwei, oder drei Stunden saß, wie in Trance. Die Gedanken trieben wie in einem nebelverschleierten Traum einfach vor sich hin; ich konnte die Gedanken nicht mehr fokussieren, bis mich die Müdigkeit übermannte und ich abbrechen musste. Vieles ließ ich unbeantwortet, oder las es gar nicht erst; ich schaffte es einfach nicht mehr!
Parallel waren da noch immer diese Leberschmerzen ... dabei trinke ich keinen Alkohol. Dazu gesellten sich manchmal noch sonderbare Zuckungen im Bereich der linken Niere. Ich rechnete damit, ins Krankenhaus zu müssen und hatte keinen Schimmer, was los war.

Was meinen erwähnten "Kopfnebel" betrifft (und weil die Sache mit dem Fliegenpilz vielleicht "verdächtig" klingt), möchte ich erwähnen, dass ich Drogen mein Leben lang strikt abgelehnt habe!
(Wobei ich bezüglich "Magic Mushrooms" inzwischen anders denke und sie - wohldosiert - für heilsam halte, aber das nur am Rande.)
Ich habe mich auch niemals mit dem Fliegenpilz berauscht, dazu war die Einnahmemenge viel zu gering. Nein, der "Brain Fog" war stets ein typisches Symptom meiner langjährigen CFS gewesen. Aber die Art meines diesmaligen Kopfnebels war irgendwie ungewohnt und passte nicht ins mir bekannte Bild.
Mit dem Fliegenpilz kann man sich ja zumindest prinzipiell berauschen, wenn man entsprechend hohe Dosen einnimmt, doch meine medizinisch dosierte Einnahmemenge blieb stets weit unterhalb jeder "pychedelischen" Wahrnehmungsschwelle. Außerdem hatte ich ja kaum noch welchen und musste mich damit ohnehin sehr einschränken. Der Pilz hat den Kopfnebel also sicher nicht verursacht - im Gegenteil! Ich empfand seine Wirkung stets als zuverlässig den Kopf klärend.
Jedenfalls war ich richtig "down"! Aber zugleich weder dauermüde, noch in den Muskeln schlapp, was mir die Einordnung zum Mysterium machte.
Mein Zustand passte für mich weder zur CFS, noch zu einem Burn-out. Ich war überwiegend sogar gut gelaunt und überhaupt nicht in düsterer Grübelstimmung, von daher passt es für mich auch nicht zu einer Depression.
Zudem ging ich wie erwähnt sogar viel spazieren und tankte bewusst reichlich Sonnenlicht auf großer Hautfläche, um möglichst viel Vitamin D anzureichern (soll ja gegen Depri und generell gegen viele Krankheiten wirksam sein). Selbst ausgedehnte Spaziergänge waren gar kein Problem! Doch kaum zurück, war das Hirn jedes Mal sofort wieder wie betäubt. An Arbeit, oder andere Aufgaben, war nicht zu denken.

Vor einigen Tagen machte ich dann einen unerwarteten Überraschungsfund: Da schlummerten in meinem Gefrierschrank noch ein paar Fliegenpilze!
- Welch ein Geschenk!
Die hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt, denn ansonsten lagerte ich meinen getrockneten Vorrat bewusst bei Raumtemperatur, um die möglichst vollständige Decarboxylierung der Ibotensäure zu unterstützen.

Ich bereitete mir also wieder meinen "Zaubertrank", mit einer recht üppigen Menge des Fliegenpilzes, um die Genesung sozusagen zu "erzwingen". Und in der Tat, meine diversen Symptome milderten sich!
Selbst meine Leber schmerzt seither nicht mehr und sogar die Zuckungen der linken Niere haben aufgehört (was auch immer die Ursache dafür war)!

An der Stelle postete ich in der Shoutbox des Forums eine kurze Meldung, dass es mir wieder besser geht.
Für die Beantwortung all der angestauten Menge an PNs und E-Mails, sowie Forenbeiträge, reichte es bisher noch nicht, aber das lag (zunächst) schlicht an derer Menge.
Wie sich dann aber rasch zeigte, blieb der Effekt irgendwie doch hinter der Erwartung zurück und hielt auch nicht lange an. Für den ersten "Zaubertrank" hatte ich eine ziemlich große Menge Fliegenpilz genommen, mehr als üblich. Die brachte Linderung. Als ich die folgenden Tage aber nur meine normale Menge nahm, war ich mit der Wirkung gar nicht mehr zufrieden. Mein Eindruck ist der, dass entweder das Einfrieren der Pilzsubstanz die Wirksamkeit deutlich reduziert hatte, oder es waren schlicht ein paar weniger potente Exemplare. Der Wirkstoffgehalt schwankt ja von Exemplar zu Exemplar sehr stark, weswegen ich sonst ein homogenisiertes Pulvergemisch verwendete, aus sehr vielen Pilzen, von unterschiedlichen Fundstellen.
Die eingefrorenen Exemplare reichten an dessen Wirkung nicht heran.
Die Wirkung des Fliegenpilzes hält bei mir übrigens generell nur ungefähr einen Tag lang an, weswegen ich ihn im letzten Herbst bis Winter täglich einnahm, bevor ich dazu übergehen musste, die Menge zu reduzieren und die Intervalle zu verlängern, weil nicht mehr genug da war.

Neulich dann ein echter Glücksfund: Ich fand den ersten Fliegenpilz des Jahres!
Normalerweise kommen die hier erst ab der zweiten Septemberhälfte, aber da war doch tatsächlich ein einzelnes, erstes "Frühchen"!
Der war noch reichlich klein und jung, wurde aber sofort eingesackt, bevor ihm noch etwas zustößt!

Fliegenpilz ist roh bekanntlich giftig. Bloßes Kochen, oder braten, gilt nicht als ausreichend, um ihn hinreichend zu entgiften. Sondern er muss vor der weiteren Verarbeitung unbedingt vollständig getrocknet werden, damit die giftige Ibotensäure zu Muscimol decarboxyliert. Die zum Trocknen nötige Zeit musste ich mir also nehmen, obwohl ich ihn am liebsten sofort verschlungen hätte.
Gestern Abend bereitete ich mir damit meinen ersten Zaubertrank des Jahres mit Pilz aus frischer Ernte, statt überlagertem Zeugs! Vorhin hatte ich eine zweite Tasse. Und er wirkt - der Kopf ist im Moment wieder wundervoll klar!
Das arg kleine Pilzlein ist damit zwar bereits aufgebraucht, aber sie wachsen ja nun wieder.
Ich werde demnächst in weitem Umkreis alle Wiesen abklappern.
Weiterhin sammle ich sicherheitshalber erstmals auch noch ein paar Pantherplize, um ganz zur Not ein (riskantes!) "Backup" zu haben. Pantherpilze sind sowas wie sehr viel potentere Fliegenpilze und müssen daher, wenn man sie denn einnimmt, mit besonderer Vorsicht genossen werden, denn mit denen soll es sogar schon Todesfälle gegeben haben (anders als beim nur mild giftigen Fliegenpilz). Die vollständige Decarboxylierung, nach wirklich allen Regeln der Kunst, ist da also besonders sorgsam vorzunehmen und die Dosierung ist weit kritischer.

Also der ganze Chemiemüll von den Ärzten hat bei mir immer nur Nebenwirkungen gezeigt, aber niemals eine ernsthafte Wirkung.
Mit Nahrungsergänzungsmitteln hatte ich vor Jahren immerhin mal einen mehrere Wochen andauernden Strohfeuer-Effekt, der sich aber später nie wieder reproduzieren ließ.
Das einzige, was bei mir je wirklich und stets zuverlässig geholfen hat, war der Fliegenpilz!
Davon habe ich mir seit letztem Herbst nicht weniger als 70 Stück (unterschiedlicher Größe) einverleibt. Und ich schwöre darauf!
Wobei ich besonders darauf schwöre, ihn noch mit Birkenporling und anderen Heilpilzen zu kombinieren. Die bringen es für sich allein aber nicht, der Fliegenpilz ist der unverzichtbarste Bestandteil meines "Zaubertranks".

Ich habe meine Apothekerin mal in ihrer Medikamenten-Datenbank nach muscimolhaltigen Präparaten schauen lassen, um nicht ständig auf die doch recht schwer verfügbaren Pilze angewiesen zu sein, doch sie erhielt keinen einzigen Suchtreffer!
Big Pharma will wohl nicht, dass die Leute gesund werden ... :-/
Mehr noch: Der Handel mit Fliegenpilzen ist sogar verboten! Man könnte sich ja daran berauschen ...
- Was für ein Blödsinn! Man kann sich auch an Klebstoffdämpfen berauschen, oder an Alkohol etc. etc., aber sind die verboten? Dabei sind diese Sachen echt gesundheitsschädlich, wohingegen ich mit meinen Pilzen niemals eine auch nur noch so geringe Nebenwirkung erlebte! Und ich habe mich auch noch niemals damit berauscht, sondern ihn immer nur wohl dosiert, zu medizinischen Zwecken, eingenommen.
Wovor will uns der Gesetzgeber da eigentlich "beschützen"?


Weil ich gerade so gut in Rage bin, muss ich bei der Gelegenheit noch etwas zum Fliegenpilz sagen:
Bedingt durch meinen mir Ende Juni zugezogenen Sehnenriss, schwoll irgendwann mein linker Mittelfinger ziemlich an, was ich mit gängigen Hausmitteln binnen dreier Wochen nicht weg bekam.
Das fast zuerst ausprobierte, angebliche "Wundermittel" Dimethylsulfoxid (DMSO) zeigte bei mir sogar eine ziemlich fatale Wirkung ... :-/
Der Finger sah danach noch tagelang richtig übel aus und fühlte sich an, wie aus Wachs!
Doch im Rahmen meiner Recherchen über die Heilwirkungen des Fliegenpilzes schnappte ich schon mehrfach auf, dass er (in äußerer Anwendung) auch gegen stumpfe Verletzungen, Schwellungen, Entzündungen hochgradig wirksam sein soll. Also wagte ich auch hier einen Selbstversuch: Etwas Fliegenpilz-Trockenpulver mit wenig Wasser zu "Matsch" verrührt, auf den Finger aufgetragen, mit feuchtem Tuch umwickelt und über Nacht einwirken lassen.
Tatsächlich: Gleich am nächsten Morgen war die Schwellung weg!
Rein sicherheitshalber wiederholte ich die Auftragung und Einwirkung noch zwei weitere Abende, aber die Schwellung war da eh schon weg.

Drei Tage nach diesem Selbstversuch wagte ich es sogar, die Schiene vorzeitig vom Finger abzunehmen.
Ich muss zwar noch vorsichtig sein, aber es kommt mir vor, als hätte die paarmalige nächtliche Anwendung des Pilzwickels den Heilungsprozess um vier Wochen verkürzt! Die Sehne ist wieder angewachsen und ich kann den Finger bewegen. Eigentlich sollte die Schiene 12 Wochen getragen werden.
Sonst wird Beinwell eine außergewöhnliche Wirksamkeit bei Verletzungen an Knochen und Sehen zugesprochen, aber ich würde zukünftig jetzt immer sofort zum Fliegenpilz greifen! Der hat sich bei mir aber rundum sowas von bewährt!

Weil die Informationslage über die Heilwirkungen des Fliegenpilzes noch beklagenswert dünn ist, speziell in deutscher Sprache, beabsichtige ich, ein Video über meine Geschichte zu drehen, wenn ganz bald wieder welche wachsen.
Aber vorher muss ich natürlich alles weg arbeiten, was sich hier angestaut hat!


Ich weiß, ich habe meinen Kunden und Forenusern über lange Zeit mehrfach Versprechungen gemacht, an die ich in dem Moment zwar selbst geglaubt hatte, sofern ich mich nur noch mehr zusammen reiße und echt alles gebe ... die ich dann aber doch nicht einhalten konnte, weil ich doch wieder im Kopfnebel versank. Sorry dafür!!!
Auch weiß ich, dass meine Kommunikation längere Zeit hinter jeder Erwartung zurück blieb. - Auch dafür ein ganz dickes SORRY, aber ich konnte einfach nicht!
- Es ist echt schwer zu vermitteln, aber die Gedanken ließen sich nicht fokussieren und es mutierte zu einer auszehrenden Anstrengung, auch bloß eine einzelne E-Mail, oder Foren-PN, zu beantworten, wenn man ständig dichten Nebel im Kopf hat!
Ich war derart groggy, dass ich sogar meinen Sehnenriss ganze zwei Wochen lang unbehandelt ließ und nur selbst schiente.
Normalerweise hätte ich mich längst öffentlich äußern müssen, aber es war mir erstens selbst unklar, was mit mir los ist, zweitens ließ mich jeder Versuch, es zu beschreiben, gleich wieder in eine Art Trance abdriften, bei der ich bloß ewig lange wie hypnotisiert auf den Monitor starrte, aber nichts formulieren konnte. Daher nur meine paar ultraknappen Meldungen in der Shoutbox.

Es war der drittstärkste Symptomschub, den ich je erlebt habe. Nur meine beiden Burn-outs waren noch heftiger. Und ich bin sogar überzeugt, ich wäre im Zeitraum ab letztem Spätsommer entweder verreckt, oder zumindest irgendwo eingewiesen worden, wenn ich letzten Herbst nicht den Fliegenpilz als wirksames Mittel entdeckt hätte! Ich hatte nur nicht genug davon, um vernünftig durchs ganze Jahr zu kommen.

Im Grunde weiß ich noch immer nicht genau, was mit mir los war; ich weiß lediglich, dass bislang nichts anderes geholfen hat, als der Fliegenpilz.
Ich habe die Beschreibung der Geschehnisse hier schon arg verkürzt, es gäbe im Grunde noch viel mehr zu sagen. Aber es ist eh schon arg lang und ich mache mich jetzt lieber wieder an die Arbeit, sowie an die Beantwortung der vielen, vielen, E-Mails und PNs!


Ich wollte Euch nicht die Zeit stehlen, mit meinem langen Geschreibsel, aber erstens bin ich überfällig eine Stellungnahme schuldig, zweitens finde ich die Sache mit dem Fliegenpilz derart wissenswert, dass diese Info endlich mal raus musste!
Ich bin überzeugt, dass diese Information für an CFS und/oder Burn-out Erkrankte überaus wertvoll sein kann!
(Natürlich in Absprache mit einem Arzt; ich beschreibe ja nur, wie es bei mir persönlich war und das muss nicht unbedingt übertragbar sein, bzw. es könnte gar gefährlich sein; Wechselwirkungen zeigen, etc.)
Macht Technik dir das Leben schwör, ruf' schnell den EDV-Dompteur! ;-)

- Technische Fragen zu Eigenreparaturen bitte öffentlich im Forum stellen, nicht telefonisch! -